Also, es gibt mitnichten schon das eine oder andere Argument dafür, auch wenn der ADAC in der neuesten Motorwelt anderes schreibt, allerdings nicht unbedingt nur aus Umweltschutzgründen.
Zunächsteinmal zu mir: Ich fahre ein relativ kleines Fahrzeug mit kleiner Maschine, Automatic, Tempomat und was sonst noch an Komfort dazugehört. Mit siesem Auto kann man sehr bequem auch lange Strecken fahren (1300km am Stück). Lässtig ist es nur auf deutschen Autobahnen. Grund: All jene, die meinen mit über 150km/h unterwegs sein zu müssen. Nicht falsch verstehen: Jeder darf so schnell fahren, wie er will. Allerdings gilt für alle - egal wie schnell sie sind - ein Sicherheitsabstand. Aber gerade der wird häufig bis auf 2m unterschritten, um dem Fahrer eines langsameren Fahrzeuges darauf hinzuweisen, dass er nichts auf dieser Straße zu suchen hat.
Dabei macht sich in der Regel keiner bewußt, dass bei einer Geschwindigkeit von 100 kmh eine Knautschzone von 50m Länge nicht mehr ausreichen würde. Wie angenehm ist da das Fahren in Östereich! Wobei da allerdings knallhart kontrolliert wird. Hierzulande kontrolliert keine Sau, was dazu führt, dass man in Baustellen sogar von LKWs überholt wird, nur weil man sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält. Junge, wäre das ne Einnahmequelle für Vater (Mutter) Staat....
Aber mal abgesehen davon:
Wer maßt sich an zu beurteilen, ob eine Schadstoffreduktion von 30% zu wenig sei, um 'sinnvoll' zu sein?
Es wird behauptet, dass eine allgemeine Geschwindigkeitsreduktion eine Auswirkung von noch nicht einmal 1% hätte (Quelle ADAC Motorwelt). Das kann auf keinen Fall stimmen: Fährt man mit einem großen Fahrzeug von z.B. München nach Berlin und verwendet einen Tempomat bei 130kmh, so stellt sich ein niedriger Verbrauch ein, und zwar bis zu 40%. Das soll nicht in eine gleiche Reduktion der Schadstoffe münden?
Darüber hinaus sind die Schadstoffemissionen unserer Fahrzeuge nur bis 100kmh 'sauber'. Mehrere Studien belegen, dass die Fahrzeuge bei schnellerer Fahrweise zu regelrechten Dreckschleudern werden. Grund: Die gesetzliche Vorgabe, die den Nachweis nur bis 100kmh fordert.....
Ich habe also nichts gegen 100 bis 130 allgemein auf deutschen Autobahnen und eine knallharte Kontrolle. Jeder hat das Recht, mobil zu sein - auch diejenigen, die langsamer unterwegs sind. Und je gleichmäßiger der Verkehr rollt, desto angenehmer, entspannter und sicherer wird das Fahren. So voll wie unsere Straßen heute sind, muß jeder verantwortungsbewusste Mensch eigentlich selbst erkennen, dass man auf einer zweispurigen Autobahn, bei der eine Spur voll mit LKWs ist (die nun mal für unseren Wohlstand notwendig sind) keine 200kmh fahren kann. Eine Geschwindigkeitsdifferenz von mehr als 60 kmh (LKW 80, PKW häufig was die Kiste hergibt) ist in vielen Situationen gefährlich wenn nicht sogar tödlich.
Wohl gemerkt: Es geht nicht darum, Allen den Spaß zu verderben. Aber Spaß und Freizeit sollte auf dafür vorgesehenen Strecken (Rennstrecken) stattfinden, die Sicherheitstechnisch dafür ausgestattet sind. Auf der Straße, die für unser Land und unsere Wirtschaft lebensnotwendig ist, hat das eigentlich nichts zu suchen.