Hallo MusterMann,
Zunächst einmal mein Kompliment, ein Posting, ohne Hetzte, Diffamierung und Anfeindung. Das lässt hoffen, endlich auf einer vernünftigen Ebene zu diskutieren.
Wie schon gesagt, ich bin Nichtraucher, aber auch gleichzeitig Realist. Ich arbeite seit mehr als 25 Jahren als Feuerwehrmann und kann deshalb behaupten, dass ich mich, mehr als der Durchschnittsbürger, mit Rauch und den darin enthaltenen Substanzen und Schadstoffen auskenne. Bei einem Brandeinsatz wird regelmäßig der Schadstoffgehalt an der Einsatzstelle gemessen. Wie Du dir sicher vorstellen kannst, liegen dabei die Schadstoffkonzentrationen mehr als tausendfach über dem einer verrauchten Gaststätte. In nur fünf Meter Entfernung, ist der Schadstoffgehalt bereits unter 10% und bei zehn Meter im fast nicht mehr messbaren Bereich. Worauf will ich hinaus? Nun, das Zigarettenrauch absolut unschädlich ist, würde ich niemals behaupten, allerdings geht die Gefährdung der Nichtraucher fast gegen Null. Wenn dem nicht so wäre, würde das Nichtraucherschutzgesetz, wie von mir bereits mehrfach genannt, doch in erster Linie die Personen schützen, die täglich, über mehrere Stunden, dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind und nicht diejenigen, die nur hin und wieder, in Ihrer Freizeit eine relativ kurze Zeit, dem Rauch in einer Gaststätte, zumal freiwillig, ausgesetzt sind. Das muss doch einleuchten. Der Grund ist ebenfalls einleuchtend: Nur die Wenigsten würden das Rauchen für den Arbeitgeber aufgeben, zumal ja, in der Regel, Raucherpausen eingeplant sind. Anders sieht es da beim Freizeitverhalten aus. Und für die, die auch weiterhin ihre Kneipengeselligkeit ausleben möchten, hält die Pharmaindustrie diverse Mittelchen zur Entwöhnung bereit. Nun ist es ja ein offenes Geheimnis, wer, als Aufsichtsratsmitglieder und Berater, in der deutschen Industrie die Geldscheffelhände aufhält. Hier eine Kausalität herzustellen, dürfte also nicht schwer fallen. Und wen trifft es? Richtig, die Gaststättenbetreiber, und das ist eine nicht wegzuleugnende Tatsache. Alleine in den letzten sechs Monaten, haben hier in Deutschland 1.200 Shishakneipen dichtgemacht. Das sind 1.200 zerstörte Existenzen!! Von den kleinen Einraumkneipen ganz zu schweigen. Erst letzte Woche hat die kleine Kneipe, bei uns am Eck, die Pforten geschlossen, da die Brauerei die Verträge gekündigt hat, weil die vertragliche Abnahmemenge nicht mehr erreicht wurde. Ich bitte dich, den angefügten Link einmal genau, und vor allem, Vorurteilsfrei, zu lesen.
Gruß
Statsfeind (absichtlich mit nur einem “a”)
http://de.forces-nl.org/documents/Heisse_Luft_fin.pdf