"Sozialschmarotzer"

Das parasitäre Verhalten (Parasitismus (altgr. Para= Neben , Siteo/o = mästen, sich Ernähren) (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus wird geschädigt, aber entweder gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet. Parasitismus ? Wikipedia ) ist somit weitläufiger zu sehen...
Und da sage noch jemand, hier gehe es nicht um einen irrationalen pathologischen Hass, wenn jetzt schon Ungeziefer-Metaphern verwendet werden, die es zu vernichten gilt.
Offenkundig sind im Symbolgehalt von Insekten, Spinnentieren und anderem Ungeziefer Elemente aufgehoben, die jenseits subjektiver Erfahrung und rational kontrollierbarer Wirklichkeit liegen. Elemente, die auf eine unbewusste und eine überindividuelle Dimension der Symbolisierung verweisen.
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Da das Ungeziefer dabei allerdings letztlich doch als kontrollierbar und bekämpfbar erscheint, bietet es sich zugleich als Projektionsfläche für gesellschaftlich generierte Affekte an, die von der Angst vor Kontrollverlust und Ohnmacht dominiert sind. Im Fall der konkreten Ungezieferbekämpfung können diese Affekte recht harmlos ausagiert werden, im Fall ihrer politischen Metaphorisierung eröffnet sich jedoch ein radikales Vernichtungspotential: Die erschlagene Spinne verschafft dem Menschen ein Gefühl wiedererlangter Kontrolle und Sicherheit. Werden Menschen als Spinnen dargestellt, droht man ihnen mit demselben Los.

Die politische Symbolisierung von Ungeziefer wird dabei – sofern sie, wie in Deutschland, historisch generiert und damit sozial langfristig stabilisiert ist – zum prägenden und polarisierenden Element der nationalen Kultur, das mit zunehmender Dauer auch zunehmend erfahrungs- und damit aufklärungsresistenter wird. Dass in die Darstellung von Menschen als Ungeziefer das drohende Potential der Vernichtung eingelagert ist, ist dabei eine Melange aus den exzessiven antisemitischen Ungeziefer-Darstellungen des Nationalsozialismus, die die reale Ermordung vorbereiteten, und der Drohung, die jeder politischen Ungeziefer-Metaphorik objektiv inhärent ist, ungeachtet der subjektiven Intention.
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Auf diese Weise ist die Ungeziefer-Metaphorik auch eindeutig und unmissverständlich – und das im doppelten Sinn: Sie ist innerhalb eines symbolischen Sinnkollektivs eindeutig in ihrer Aussage und ihrer Drohung, zugleich zaubert sie aber auch Eindeutigkeit in eine widersprüchliche und ambivalente, nicht verstandene Welt. Sie sorgt für Klärung und verspricht das Verschwinden von Angst, Verunsicherung, Kontrollverlust und Ohnmacht. Als Surrogat für Aufklärung fordert sie dafür die Vernichtung.

jungle-world.com - Archiv - 06/2010 - Thema - Zum antisemitischen Gehalt von Ungeziefer-Metaphern
 
[...] Hartz IV: Aufstocker kosten 50 Milliarden Euro - Deutschland - FOCUS Online [...]

Aus dem von Dir verlinkten Artikel:

„Fast jeder dritte Euro aus dem Hartz-IV-System wird dafür ausgegeben, niedrige Löhne auf ein Mindestniveau anzuheben. Die Ausgaben für die sogenannten Aufstocker steigen kontinuierlich.“

Nun, von irgendwelchen Rücken muss doch der „Wirtschaftsaufschwung“ – über den so oft berichtet wird – erarbeitet und bezahlt werden.
50 Milliarden Euro, um hunderttausenden arbeitenden Menschen im Billiglohnland BRD – in deren Umfeld – ein Leben halbwegs in Würde zu ermöglichen. 50 Milliarden – die wiederum dem arbeitenden Teil der Bevölkerung abgeknüpft werden.

Andererseits: Woher sonst sollten die 480 Milliarden Euro für den „Rettungsfond“ zur Finanzierung der kriminellen Abzocker (diese gehören vorwiegend den „respektierten“ – weil vermögenden – Gesellschaftsschichten an) letztlich genommen werden, wenn nicht von den Ärmsten der Armen; von denen, die es in ihrer Asozialität nicht einmal für nötig halten (bzw. es sich nicht leisten können), sich Politiker zu kaufen?
Die Regierung – Befehlsempfänger und ausführendes Organ* der Banken und Konzerne – weiß, was sie ihren Sponsoren schuldig ist.

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* Seht doch selbst einmal, wo und womit sich Politiker ihr Leben nach dem Ausscheiden aus Regierungsämtern beschäftigen. Nur ein wenig googeln!
 
weil sie weniger Lohn bezahlen mußten...

genau da liegt mE nach der Hase im Pfeffer.

Ich habe den Vormittag damit verbracht mal jeden Post in dieser "Diskussion" zu lesen und bin einerseits erschrocken und andererseits erstaunt.

Erstaunen tut mich die Tatsache das wir, trotz Menschen wie beispielsweise McKilroy, die ja den globalen Überblick zu haben scheinen, überhaupt solche Probleme in Deutschland und Nachbarländern haben.

Nur mal zur Info......ich arbeite von meinen 47 Lebensjahren bisher 32 Jahre incl. meiner Berufsausbildung, und war in der gesamten Zeit zusammengerechnet ca. 8 Monate arbeitslos. Ich gehöre auch seit Jahrzehnten der Gruppe an, die monatlich Sozialabgaben leistet.

Nun der Grund weshalb ich erschrocken bin......

Ich weiss nicht wie man sich hier anmaßen kann sozialschwache Menschen als Schmarotzer zu bezeichnen.
Ich kann ja teilweise die Verbitterung verstehen die manch einer aufbaut, wenn man die tägliche Hetze im TV nach Feierabend serviert bekommt.
Mit Ideen, wie dem Entzug des Wahlrechts, zu kommen ist an Dummheit kaum noch zu überbieten, zumindest nicht wenn dann auch noch von Demokratie gesprochen wird.
Sorry...ich will niemanden angreifen, aber wenn wir hier über die Abschaffung des Wahlrechts für Minderheiten diskutieren dann müssen wir uns nicht wundern wenn bald wieder "braun marschiert"!!!

Meiner Meinung nach liegt die Ursache nicht in der Erziehung oder dem "vorgelebt bekommen", sondern eher in den Gesetzen die es erlauben das ganze Branchen nur durch direkte oder indirekte Subventionen überhaupt existieren können.

Ich selbst habe mich bei Firmen, bei denen ich statt Geld zu verdienen welches mitbringen hätte müssen, vorgestellt, wo mir ungeschminkt der gang zur hiesigen ARGE nahe gelegt wurde um aufstockende Leistungen zu beantragen. Ich habe diese Leistung wirklich beziehen müssen, trotz einer 60 Stunden Woche!!! Die Frage muss doch nun lauten....

Wer ist der Schmarotzer ???

Die im TV dargestellten Fälle sind "getürkt"...das hat nichts mit der Realität zu tun. Sicherlich gibt es einige die den Sozialstaat ausnutzen, kassieren obwohl sie es nicht nötig haben, aber einen ernsten wirtschaftlichen Schaden werden wir deshalb nicht erleiden.
Geld ist genug da.....es muss nur bezahlt werden und nicht auf irgendwelchen Banken in der Schweiz oder in Liechtenstein deponiert werden. Das ist der ernste wirtschafliche Schaden der entsteht.
Auf die kleinen rumtreten und diese aburteilen....Glückwunsch wer sich dann besser fühlt.......das Problem ist aber damit nicht gelöst.

Nicht Hartz IV gehört abgeschafft.......sondern die Hetze gegen deren Bezieher!!!!

Das gibt eine andere Sicht auf die Dinge. Der "Feind" ist jemand anders......
 
Ich weiss nicht wie man sich hier anmaßen kann sozialschwache Menschen als Schmarotzer zu bezeichnen.

Parasitismus (altgr. Para= Neben , Siteo/o = mästen, sich Ernähren) (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus wird geschädigt, aber entweder gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet.

Im weiteren Sinne kann Parasitismus als eine Steigerung der Fitness des Parasiten bei gleichzeitiger Verminderung der Fitness des Wirtes verstanden werden.

Passt schon! ;)

Und außerdem werden nicht die sozial schwachen Menschen an sich als Sozialschmarotzer bezeichnet sondern nur die Leutz, die wie Schmarotzer agieren.

Meiner Meinung nach liegt die Ursache nicht in der Erziehung oder dem "vorgelebt bekommen",

Das mag deine Meinung sein, die du auch gerne beibehalten kannst. Allerdings sprechen die Tatsachen eine andere Sprache. Informier dich einfach mal.

sondern eher in den Gesetzen die es erlauben das ganze Branchen nur durch direkte oder indirekte Subventionen überhaupt existieren können.

Sind diese Gesetze nicht für alle gleich? Wieso kann es dann für diesen Teil als Ausrede benutzt werden?
 
Nur nochmal so als Diskussionsanregung:
Nein, Hartz IV verstößt gegen mehrere Artikel im Grundgesetz: Zwangsarbeit ist verboten, die freie Berufswahl garantiert, ebenso Niederlassungs- und Wohnungsfreiheit, diese Rechte schränkt Hartz IV ein, wie im offenen Strafvollzug eben. Zudem wird immer verschwiegen, dass der Hartz-IV-Empfänger weniger Transferzahlungen erhält als ein Mitglied der Mittel- und Oberschicht: Wenn Sie zweimal im Monat mit Ihrer Frau in die hochsubventionierte Oper gehen, erhalten Sie von der Gemeinschaft höhere Transferleistungen als die meisten Hartz-IV-Empfänger. Nachdem das Verfassungsgericht anerkannt hat, dass die Regelsätze ein menschenwürdiges Leben ermöglichen müssen, ist es nur noch ein kleiner Schritt in Richtung Grundeinkommen.
DM-Gründer Götz Werner: „1000 Euro für jeden machen die Menschen frei“ - Hartz-IV-Debatte - Wirtschaft - FAZ.NET
 
2-3% der Bezieher von ALG II sind wirkliche Arbeitsverweigerer und die gab es schon zu Sozialamtszeiten. Viele wollen Arbeiten!

Die tatsächliche Zahl der Bezieher ist im zweistelligen Bereich höher, weil man die Weiterbildung und Ein-Euro-Jobber nicht mit zählt, die sind aus der Statistik raus. Die gelten nämlich als in Arbeit. Und genau diese Ein-Euro-Jobber machen in unserem kleinen Städtchen schon ein Großteil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. Es werden aber keine angestellt! Und genau so ist es im Krankenhaus, Altenheime und Pflegestationen. Die EEJ sind sehr gefragt aber keiner stellt einen ein, warum.

Es sind doch menschverachtende Aussagen, die hier von einigen getroffen wurden. Aber ALG II ist ja für fast alle da und so mancher hier wird noch nach 30 oder 35 Jahren arbeitslos werden und dann? Verwertung seines Vermögen und auch Sozialschmarotzer.

Nicht ALG II muss gesenkt werden, sonder die Löhne und Gehälter müssen steigen aber erheblich.

Übrigens in Holland wird eine Kopfpauschale gezahlt 976 €
 
@McKilroy
Und außerdem werden nicht die sozial schwachen Menschen an sich als Sozialschmarotzer bezeichnet sondern nur die Leutz, die wie Schmarotzer agieren.
Wo willst Du da die Trennlinie ziehen? Bei dem was Du "denkst"??? Wer verhält sich wie ein Schmarotzer? Alleine Deine Ausdrucksweise wie "Harzis" etc. lässt mich an Deiner Unvoreingenommenheit zweifeln.

Das mag deine Meinung sein, die du auch gerne beibehalten kannst. Allerdings sprechen die Tatsachen eine andere Sprache. Informier dich einfach mal.

Du bist in Deiner eigenen Meinung sehr engstirnig. Du musst auch nicht alles glauben was Dir RTL und Co so vorsetzt. Ich bin überzeugt das Dir die nötigen Informationen fehlen, Tatsachen wie Du sie nennst.....ich gönne wirklich niemanden etwas schlechtes, aber Menschen die Deine Einstellung teilen, müssen mal in eine Notlage geraten. Nur damit man es am eigenem Leibe erfahren kann was es heisst Hartz IV zu beziehen.

Sind diese Gesetze nicht für alle gleich? Wieso kann es dann für diesen Teil als Ausrede benutzt werden?

Das heisst also im Umkehrschluss das Du es völlig in Ordnung findest das Arbeitgeber Dumpinglöhne zahlen können die dem Arbeitnehmer zwingen zusätzlich Hartz IV zu beantragen??? Informiere Dich mal. Ich glaube Du hast das mit den Gesetzen garnicht verstanden....

Debatte um Hartz-IV-Aufstocker: Wenn der Lohn zum Leben nicht reicht - Politik | STERN.DE
Hartz IV: Aufstocker kosten 50 Milliarden Euro - Deutschland - FOCUS Online

Wo bleibt denn das Geld was die betroffenen Arbeitnehmer nicht bezahlt bekommen????

Nochmal die Frage....Wer ist denn der Schmarotzer ???
 
Was ich in diesem Thread so lese ohje.... Ich finde es schon sehr sehr schlimm das die Leute die leider Arbeitslos sind Hartz4er oder Hartzis genannt werden. Das sind keine unmenschen ..... viele davon haben auch gearbeitet... schön wäre es wenn die leute die über die ALG 1 + 2 Beziehr so her ziehen auch mal in diese Situation kommen damit sie mal wissen wie es ist. Wir leben nun mal in einem Sozialstaat. Und es wird leider immer Arbeitslose geben schon alleine aus Gesundheitlichen gründen.
 
Übrigens in Holland wird eine Kopfpauschale gezahlt 976 €


Sehr witzig.


Dann würde es sich für Jemanden mit einer 4-köpfigen Familie nur lohnen, zu arbeiten, wenn der Nettoverdienst mehr als 4000 Euro betragen würde. Ich glaube kaum, dass das realistisch ist.

So sieht es aus:
1) Seit 2004 ist Sozialhilfe ausschließich in kommunaler Hand.
2) Es gibt in Holland derzeit über 2000 sogenannte Re-Integrationsfirmen. Die leben (ähnlich wie Zeitarbeitsfirmen) davon, dass sie dem Arbeitslosen Aufträge von ganz normalen Betrieben vermitteln, dafür kassieren sie dann eine Prämie vom Auftraggeber. Der Arbeitslose erhält vom Auftraggeber nichts, aber seine Sozialhilfe wird von der Re-Integrationsfirma um etwa 200 Euro/pro Monat aufgestockt. Außerdem bekommen Re-Integrationsfirmen eine zusätzliche Prämie von der Kommune, wenn es ihnen gelingt, Arbeitslose in eine Festanstellung zu vermitteln. Arbeitslose sind verpflichtet, ein Angebot einer Re-Integrationsfirma anzunehmen.
3) Seit Einführung dieses Systems ist die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger in Holland um etwa 25% gesunken.
4) Die Zahl der Neu-Anträge ist ebenfalls um etwa 20% gesunken, da viele Anträge zurückgezogen werden, sobald der Antragsteller von der Arbeitspflicht hört.
5) Einige Anzeigen wegen "Zwangsarbeit" wurden von den Gerichten inzwischen abgewiesen.

Man beachte den Punkt 4!!


lolman schrieb:
Du musst auch nicht alles glauben was Dir RTL und Co so vorsetzt.

Blöde Unterstellung.

Was uns die Versorgung der Harzer kostet, kann man ohne Probleme ausrechnen. Da von kleinen Summen zu reden ist einfach nur hirnrissig und zeugt davon, dass man nicht rechnen kann.

Außerdem geht es hier nicht um die Harz-4-Empfänger im Ganzen sondern um diejenigen, die das System ausnutzen.

Ihr schmeißt das immer wieder durcheinander, damit die Sozialschmarotzer in der Menge untertauchen können. Ich habe das Gefühl, dass einige hier zu dieser Gruppe gehören. ;)


aber Menschen die Deine Einstellung teilen, müssen mal in eine Notlage geraten.

Tja, es gibt halt die Leutz, die die Ärmel hochkrempeln und die anderen, die um Hilfe jammern.

Ein Teil der Leutz ist wirklich unverschuldet in Natlage geraten aber ein großer Teil nutzt das System einfach nur aus. Und da sollte mal wirklich hart durchgegriffen werden (Genauso, wie man in anderen Bereichen , z.B. Steuerbetrüger, auch härter durchgreifen sollte).

Ich habe es schon einmal gesagt: Hätte die deutsche Bevölklerung nach dem zweiten Weltkrieg die Einstellung vieler Hartz-4-Empfänger gehabt, dann wäre Deutschland jetzt noch ein Schutthaufen. Und diese Leute damals hatten es ungleich schwerer.


Ist doch komisch, dass die Kinder von Hartz-4-Empfängern, wie es jetzt ja in den Medien breitgetreten wird, schon in der Grundschule schlechtere Chancen haben soll. Die Eltern hätten doch ohne Ende Zeit, ihre Kinder zu unterstützen während der andere Teil der Gesellschaft arbeiten muss, um sich und die Harzis zu versorgen. Das liegt nicht an der Gesellschaft, das liegt an der Einstellung vieler dieser Leutz.

Und kommt mit jetzt nicht wieder mit dem 58-jährigen, der nach 40-jährigem Arbeitsleben arbeitslos wird. Der ist damit ganz sich nicht gemeint. (Übrigens sollte das Renteneintrittsalter nicht am Lebensalter festgemacht werden sondern an der Anzahl der gearbeiteten Jahre. Nach 40 Jahren sollte Jeder, egal wie alt er ist, volle Rente bekommen).
 
McKilroy schrieb:
Ich habe es schon einmal gesagt: Hätte die deutsche Bevölklerung nach dem zweiten Weltkrieg die Einstellung vieler Hartz-4-Empfänger gehabt, dann wäre Deutschland jetzt noch ein Schutthaufen.
Und hätte die deutsche Bevölkerung die Einstellung mancher Hartz-IV-Gegner, die Welt wäre auf dem Stand vor dem zweiten Weltkrieg stehengeblieben. :D
KcKilroy schrieb:
Ist doch komisch, dass die Kinder von Hartz-4-Empfängern, wie es jetzt ja in den Medien breitgetreten wird, schon in der Grundschule schlechtere Chancen haben soll. Die Eltern hätten doch ohne Ende Zeit, ihre Kinder zu unterstützen...
Zeit vielleicht schon, was aber, wenn es am Nötigsten mangelt? Komisch nur, daß selbst der Bundesgerichtshof der Meinung ist, daß die Zuwendungen insbesondere für Kinder nachgebessert werden müssen. Aber wahrscheinlich verfügst du über umfassendere und kompetentere Informationsquellen, McKilroy, als seinerzeit der BGH. :depp:

Was tun, wenn es an der nötigen Bildung mangelt und das Geld für Nachhilfe nicht zur Verfügung steht? Natürlich liegt das an der Einstellung dieser Leute, mein Lieber, an was denn sonst? Komisch nur, daß ausgerechnet die Kindertafeln so gut besucht sind. Ob das nicht auch ausschließlich an den Elten liegt??? Nein, die Sippenhaft ist seit '45 abgeschafft und deren Kinder baden es aus...

Bitte wirf nicht die Versorgung aller Hartz-IV-Empfänger und sonstiger Bedürftiger zahlenmässig mit den ungerechtigten Ausgaben für 'Sozialschmarotzer' in einen Topf, werter McKilroy, das ist reichlich unseriös. Ach, da wir gerade von Zahlen reden: kennst du die Zahlen, wie hoch der genaue Prozentsatz der 'Sozialschmarotzer' aus den Reihen der Hartz-IV-Empfänger ist (bitte Quelle angeben!) und welche Summe konkret für diese aufgewendet wird (bitte ebenfalls Quelle angeben!)?

Wenn du schon anderen vorwirfst, 'hirnrissig' zu argumentieren, dann solltest wenigstens du dich davon abheben und in der Lage sein, konkrete Zahlen zu nennen, anstatt nur unbelegte Behauptungen aufzustellen und andere Meinungen zu diskreditieren. Werde doch endlich konkret, sofern du die aktuellen Zahlen nicht gerade zufällig verlegt haben solltest und lass und an deinem Durchblick teilhaben. Wir würden es dir auch sicher danken.
 
Was tun, wenn es an der nötigen Bildung mangelt und das Geld für Nachhilfe nicht zur Verfügung steht? Natürlich liegt das an der Einstellung dieser Leute, mein Lieber, an was denn sonst? Komisch nur, daß ausgerechnet die Kindertafeln so gut besucht sind. Ob das nicht auch ausschließlich an den Elten liegt??? Nein, die Sippenhaft ist seit '45 abgeschafft und deren Kinder baden es aus...
Sorry, aber was hat die Kindertafel mit nötiger Bildung zu tun? Wenn es nicht so wie hier in Österreich ist, dass jedes Kind einen Platz in der Schule gestellt bekommt, dann verzeiht mir meine Ausritt. Ansonsten verstehe ich nicht ganz, was Deine Argumente damit zu tun haben. Sollte es jedoch so sein, dass auch diese Kinder eine schulische Ausbildung genießen so wäre eine Argumentation im Sinne von "Vorleben" sehr wohl zu betrachten und es läge daher naheliegend sehr Wohl an der Einstellungen solcher Leute!

Das die Kinder nichts zu Essen haben (ich denke mal die Kindertafel ist so eine Einrichtung) hat nichts aber auch gar nichts mit dem Willen zu lernen zu tun und den bekommt man halt leider nur vorgelebt oder wer von uns ist schon "gerne" in die Schule gegangen oder hat es von den Eltern passend vorgelebt bekommen, dass es wichtig ist für das weitere Leben!

Also da denke ich schon mal, dass der Anspruch (ich glaube von McKilroy) richtig ist, dass es falsch "vorgelebt" wird! Ist sicherlich auch nicht der Regelfall, aber Kinder lassen sich nun mal gern durch "Führungspersonen" beeinflussen.

lG
Peter
 
Der Wille zum Lernen nützt leider nicht viel, wenn die Eltern den Kindern z.B. bei den Hausaufgaben mangels eigener Bildung nicht helfen können, andererseits aber auch kein Geld für Nachhilfe da ist. Leider gibt es kaum Förderprogramme für Kinder bedürftiger Eltern und so wundert es nicht, daß der Zugang zu (höherer) Bildung für Kinder unterer Schichten seit Jahren rückläufig ist.

Ich glaube nicht, daß Kindertafeln das richtige Umfeld für Kinder sind, die auch eines Tages mit unsere Zukunft sind (es sei denn, man setzt eher auf Selektion und Eliten). Aber wie heißt es so schön: 'ein voller Bauch studiert nicht gern'. Doch auch mit einem leeren Magen ist es nicht gerade leicht.

Und Kultur lässt sich gerade diesen Kindern schwerlich vermitteln. Dazu reicht der Etat dann einfach nicht.
 
Und Kultur lässt sich gerade diesen Kindern schwerlich vermitteln.

Wieso lässt sich Kultur diesen Kindern schwerlich vermitteln? Sie leben doch in der gleichen Gesellschaft, wie die anderen Kindern auch? Liegt es nicht dann doch zum größten Teil an den Eltern und dem Umfeld? Wo sind diese Kinder denn wirklich ausgeschlossen? Nenn mir doch Freizeitbeschäftigungen, denen andere Kinder nachgehen und die diesen Kindern vorenthalten werden?

Wieso schaffen es die Kinder der ostasiatischen Einwanderer überproportional Abitur zu machen, obwohl die Eltern genau so viel (oder wenig) Geld haben, wie die Kinder von denen, über die wir hier sprechen?

Irgendwie ist das doch unlogisch, wenn es nur an der Gesellschaft liegen soll.

Warum?

Es liegt eben doch zum größten Teil an den Eltern und dem näheren Umfeld!


Der Wille zum Lernen nützt leider nicht viel, wenn die Eltern den Kindern z.B. bei den Hausaufgaben mangels eigener Bildung nicht helfen können,

Es ist schon herb, dass du hier einfach mal so behauptest, dass dise Leute alle zu dumm sind, einem Grundschüler beim Lernen zu helfen! Man, hast du Vorurteile. :rot:


Leider gibt es kaum Förderprogramme für Kinder bedürftiger Eltern

Da irrst du gewaltig. Da wird mittlerweile Einiges angeboten.

Übrigens ist auch das interessant:

Laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sollen Nachhilfestunden finanziert werden, wenn die Versetzung des Kindes gefährdet oder wegen eines Übergangs in eine weiterführende Schule eine Nachhilfe notwendig wird. Es ist also entscheident aus welcher Situation heraus einen Kostenantrag auf Begleichung von Nachhilfe-Stunden gestellt wird. (gr)

Nachhilfe wird eben auch jetzt schon bezahlt, wenn es notwendig ist.

Warum soll Nachhilfe bezahlt werden, wenn es nur aufgrund der Faulheit der Eltern ist?

Ich glaube nicht, daß Kindertafeln das richtige Umfeld für Kinder sind,

Deine Vorurteile erschrecken mich!
 
[...]
Zitat:
Laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sollen Nachhilfestunden finanziert werden, wenn die Versetzung des Kindes gefährdet oder wegen eines Übergangs in eine weiterführende Schule eine Nachhilfe notwendig wird. Es ist also entscheident aus welcher Situation heraus einen Kostenantrag auf Begleichung von Nachhilfe-Stunden gestellt wird.

Nachhilfe wird eben auch jetzt schon bezahlt, wenn es notwendig ist.
[...]

Deine Vorurteile erschrecken mich!

Teilinformation, das ist die Information der BILD-Gebildeten. Nur ist sie von der – bewussten – Lüge nicht weit:

„Der Hintergedanke des Modells ist es, die von den Karlsruher Richtern geforderten geldwerten Leistungen für Bildungsausgaben für Kinder aus Hartz-IV-Familien nicht in bar auszuzahlen, sondern als Gutschein für Sachleistungen zweckgebunden einzusetzen. Während man der Oberschicht zugesteht, verantwortlich für ihre Kinder zu sorgen, gelten Hartz-IV-Empfänger als Menschen zweiter Klasse, denen der Staat die Entscheidungsgewalt für das Wohl der Kinder abnehmen muss. Doch von der Leyens Hartz-IV-Karte ist nicht nur diskriminierend, sie ist auch schlecht durchdacht, teuer, unnötig komplex und nicht realisierbar.“

Es wird hier nicht unterschieden zwischen dem von Dir so gern erwähnten „Sozialschmarotzer“ und den – ganz, ganz wenigen – unverschuldet in Not Gekommenen.

Armut? Die Freiheit nehm ich mir! Spiegelfechter
 
Werter McKilroy, ist dir schon einmal aufgefallen, wieviele CENT pro Monat der Bildungsanteil bei den Hartz-IV-Empfängern beträgt? Ich wüsste gern, wie man Kindern davon ein sinnvolles Bildungsangebot unterbreiten kann. :D

Du schwafelst hier von ausländischen Mindeheiten (in diesem Falle ostasiatische Einwanderer), die mit der deuschen Kultur wenig bis überhaupt nichts am Hut haben. Wenn sie ihre (auch kulturelle) Identität nicht verlieren wollen, dann bleibt ihnen außer dem Weg der Karriere wenig übrig und wenn sie - wie du es schreibst - überproportional Abitur machen, dann steht in den Sternen, ob sie ihren kulturellen Mittelpunkt ausgerechnet in 'Good Old Germany' sehen oder ihr hier erworbenes Know-How lieber in Fernost versilbern lassen.

Wenn der Staat sich aber aus der kulturellen Erziehung der Kinder zurückzieht oder diese mangels finanzieller Möglichkeiten ausschließlich den Eltern überlässt, dann ist dies auch den wenigsten recht. Die ganze Diskussion um 'Islamismus', 'islamische Unterwanderung' und ähnliches wäre wahrscheinlich überhaupt kein Thema, wäre das staatliche kulturelle Angebot grösser (und auch bevölkerungsnäher) und würde es schließlich auch angenommen.

Wie kommst du eigentlich darauf, daß ich allen Bedürftigen Dummheit unterstellen würder? Fakt ist, daß der Anteil der schlechter Gebildeten unter den Hartz-IV-Empfängern außerordentlich hoch ist. Allein schon, weil gerade die 'Aufstocker' die schlechtbezahlte Jobs haben (sonst wären es nämlich keine Aufstocker) und je schlechter die persönliche Bildung ist, desto grösser ist auch die Gefahr, keine besser bezahlten Jobs zu bekommen.

Nicht, daß ich diese Jobs als negativ ansehen würde, aber bildungsmässig reicht es bei Bauarbeitern, Friseusen und Prospekteverteilern eben meist nicht aus, ihr Kind bei den Schularbeiten fürs Gymnasium zu unterstützen. Gut natürlich für diejenigen, die auch ausbildungsmässig lieber 'unter sich' bleiben wollen.
Was hat ein Arbeiter- oder Friseusenkind auch das Abitur zu machen oder gar zu studieren? :löl:

Aber du bringst es gut auf den Punkt:
McKilroy schrieb:
Warum soll Nachhilfe bezahlt werden, wenn es nur aufgrund der Faulheit der Eltern ist?
Weil das Kind wohl nicht für die Bedürfigkeit der Eltern verantwortlich zu machen ist. Zu Zeiten der Sippenhaft hat man natürlich gern die Kinder für Untaten der Eltern büssen lassen.

Du redest von Faulheit, McKilroy? Schämst du sich denn überhaupt nicht, die Friseuse von nebenan als faul abzustempeln, weil ihr Einkommen nicht reicht?

McKilroy schrieb:
Nachhilfe wird eben auch jetzt schon bezahlt, wenn es notwendig ist.
Und wer bestimmt, wan es notwendig ist? Friseusen haben keine Lobby und für deren Kinder gab es noch nie eine Notwendigkeit, die höhere Schule besuchen zu müssen. Gestatten, Eliten.

Komm doch mal endlich von deinem hohen Roß ein Stück herunter.
 
Werter McKilroy, ist dir schon einmal aufgefallen, wieviele CENT pro Monat der Bildungsanteil bei den Hartz-IV-Empfängern beträgt? Ich wüsste gern, wie man Kindern davon ein sinnvolles Bildungsangebot unterbreiten kann. :D
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass niemand von Ihnen verlangt einen Doktor summa cum laude abzuschliessen? Wie Du so schön ein paar Zeilen weiter unten über die "normale" Arbeiterklasse herziehst, so würde ich auch diese Personen dort sehen. Äh nur zur Klärung, mein Vater war Friseurmeister und meine Mutter Hausfrau und Gelegenheitsputzfrau und ich habe es trotzdem zu etwas gebracht.

Du schwafelst hier von ausländischen Mindeheiten (in diesem Falle ostasiatische Einwanderer), die mit der deuschen Kultur wenig bis überhaupt nichts am Hut haben. Wenn sie ihre (auch kulturelle) Identität nicht verlieren wollen, dann bleibt ihnen außer dem Weg der Karriere wenig übrig und wenn sie - wie du es schreibst - überproportional Abitur machen, dann steht in den Sternen, ob sie ihren kulturellen Mittelpunkt ausgerechnet in 'Good Old Germany' sehen oder ihr hier erworbenes Know-How lieber in Fernost versilbern lassen.
Schön zu Recht gebogen für Deinen Kontext aber halt eben nur zu Recht gebogen, dass es Dir paßt den die Tatsache die dahinter steht läßt sich halt nicht verschieben. Egal wie sehr die kulturelle Keule drückt oder halt eben nicht und es geht auch nicht um Auswanderer, da diese hier ja gar keine Bedeutung hätten - siehe Diskussion um SOZIALSCHMAROTZER im EIGENEN Land!

Wenn der Staat sich aber aus der kulturellen Erziehung der Kinder zurückzieht oder diese mangels finanzieller Möglichkeiten ausschließlich den Eltern überlässt, dann ist dies auch den wenigsten recht. Die ganze Diskussion um 'Islamismus', 'islamische Unterwanderung' und ähnliches wäre wahrscheinlich überhaupt kein Thema, wäre das staatliche kulturelle Angebot grösser (und auch bevölkerungsnäher) und würde es schließlich auch angenommen.
Eigenverantwortung heißt das Zauberwort und nicht alles dem bösen Staat umhängen!

Du redest von Faulheit, McKilroy? Schämst du sich denn überhaupt nicht, die Friseuse von nebenan als faul abzustempeln, weil ihr Einkommen nicht reicht?
Hat er das oder unterstellst Du das eben mal schön um Deine fadenscheinigen Argumente zu untermauern?


Und wer bestimmt, wan es notwendig ist? Friseusen haben keine Lobby und für deren Kinder gab es noch nie eine Notwendigkeit, die höhere Schule besuchen zu müssen. Gestatten, Eliten.

Komm doch mal endlich von deinem hohen Roß ein Stück herunter.
Da redet gerade der Richtige! Wenn die Altersinfo (die im übrigen sehr wichtig für Dich scheint, da es die einzige Info ist die Du uns geben möchtest wirklich stimmt, so solltest Du eigentlich am besten von uns allen hier Wissen, was es bedeutet in einer großen Industrienation zu leben auf die alle schaun.

Das was man jetzt von Deutschland hört, sind halt leider nur mehr genau diese Sozialschmarotzertum´s Geschichten auf die alle so sehr fliegen weil Sie von all den eigenen Problemen so schön ablenken und man getrost mit dem Finger auf andere zeigen kann!
 
Peter_Wallace schrieb:
Das was man jetzt von Deutschland hört, sind halt leider nur mehr genau diese Sozialschmarotzertum´s Geschichten auf die alle so sehr fliegen weil Sie von all den eigenen Problemen so schön ablenken und man getrost mit dem Finger auf andere zeigen kann!
Eben. Diese Vorurteile kommen nicht von ungefähr. Zumal sich das 'Boulevard-Fernsehen' redlich bemüht, sie ständig wieder aufzuwärmen.

@Peter_Wallace: Wie kommst du eigentlich darauf, ich würde lediglich als einzige Information mein Alter angeben? Nur zur Information, mein Lieber, genau das Gegenteil ist der Fall. Ich gebe den Ortsteil an, in dem ich wohne, mein Profilbild ist authentisch und die Nummer auf dem Bild ist mir eindeutig zuzuordnen. Ich weiß, das macht man normalerweise im Internet alles nicht, aber ich spiele hier mit absolut offenen Karten, denn es ist mir zu blöd, mich hinter irgendeiner vorgegaukelten Anonymität zu verstecken. Soll ich noch eigens für dich meinen vollen Namen in Fettschrift ins Profil setzen?

Wenn das Lesen und Verstehen nicht so eine hochkomplizierte Angelegenheit wäre, dann müssten manche Fragen nicht gestellt werden, weil sie schon längst beantwortet wurden.

@topic: Natürlich verlangt niemand, daß Kinder von Hartz-IV-Empfängern den Doktortitel schon in der Tasche haben, sie aber aufgrund ihrer sozialen Zugehörigheit von den höheren Bildungswegen auszuschließen grenzt an offene Diskriminierung, denn (Hoch-)Begabung hält sich nicht an soziale Grenzen. Aber eigentlich schrieb ich über Bildung im Sinne von Kultur und nicht um schulische und universitäre (Aus-)Bildung. Nämlich genau darauf bezieht sich der Bildungsanteil von Hartz-IV, lies ruhig einmal nach.

Du solltest deine Unterstellungen, ich würde über die 'normale' Arbeiterklasse herziehen besser für dich behalten oder aber mit eindeutigen Zitaten belegen, sonst ist es eine Diffamierung. Ich finde solche unbelegte Unterstellungen unverschämt, lass es besser.

Ich schrieb lediglich 'Der Wille zum Lernen nützt leider nicht viel, wenn die Eltern den Kindern z.B. bei den Hausaufgaben mangels eigener Bildung nicht helfen können, andererseits aber auch kein Geld für Nachhilfe da ist.'

Fakt ist: Wenn reiche Leute ihren Kindern mangels Bildung nicht helfen können, dann haben sie wenigstens das Geld, um Nachhilfe zu bezahlen. Arme Leute hingegen nicht unbedingt.

Fakt ist aber auch, daß niedrige Bildung und ein geringes Einkommen korrelieren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber Jobs für Menschen mit geringerer Bildung sind meist schlechter bezahlt.

Nur, ob aus jemandem 'etwas geworden ist', dafüe gibt es (hoffentlich) andere Kriterien als ausgerechnet das Einkommen. Oder ist etwas 'das alte Eisen' nichts mehr wert?

Nein, die realen Sozialschmarotzer, das sind ganz andere.
 
Du redest von Faulheit, McKilroy? Schämst du sich denn überhaupt nicht, die Friseuse von nebenan als faul abzustempeln, weil ihr Einkommen nicht reicht?


Das machst du.

Wir reden von Jemanden, der arbeitet, nicht als Sozialschmarotzer. Du wirfst diejenigen, die arbeiten und wenig verdienen mit den Sozialschmarotzern in einen Topf!

KOnradin schrieb:
Wie kommst du eigentlich darauf, daß ich allen Bedürftigen Dummheit unterstellen würder? Fakt ist, daß der Anteil der schlechter Gebildeten unter den Hartz-IV-Empfängern außerordentlich hoch ist.

Deine Aussage spricht doch für sich. ;)

sie aber aufgrund ihrer sozialen Zugehörigheit von den höheren Bildungswegen auszuschließen grenzt an offene Diskriminierung, denn (Hoch-)Begabung hält sich nicht an soziale Grenzen.

Ich weiß ja nicht, wo du wohnst. Aber in meinem Bundesland wird niemand wegen seiner sozialen Herkunft von irgendeiner Schule oder vom Studium ausgeschlossen. Wenn natürlich, wie du oben behauptest, der Anteil der schlechter Gebildeten bei den Harzis außerordentlich hoch ist, dann werden natürlich weniger studieren.


Konradin schrieb:
Fakt ist aber auch, daß niedrige Bildung und ein geringes Einkommen korrelieren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber Jobs für Menschen mit geringerer Bildung sind meist schlechter bezahlt.

Nur, ob aus jemandem 'etwas geworden ist', dafüe gibt es (hoffentlich) andere Kriterien als ausgerechnet das Einkommen. Oder ist etwas 'das alte Eisen' nichts mehr wert?

Nein, die realen Sozialschmarotzer, das sind ganz andere.

Endlich hast du es kapiert.

Das sind nicht die Leutz, die arbeiten (und eventuell einen geringen Lohn erhalten) sondern die Leutz, die nichts tun und es sich in der sozialen Hängematte bequem machen.


Ganz private Aussage:

Was mich am meisten erschreckt, ist die Einstellung mancher Leute, zu denen du auch gehörst. Wie sollen die Kinder von Leuten mit dieser Einstellung es schaffen, ihren Weg zu gehen. Wie schwer macht ihr es euren Kindern, eine (in meinen Augen) vernünftige Einstellung zum Leben zu bekommen.

Meine Einstellung, die ich auch meinen Kindern vermittle, ist die:

Man kann (fast) alles schaffen, wenn man nur will und seine Ziele mit ausreichender Ernsthaftigkeit angeht. Für sein Schicksal ist man zu > 95 % selber verantwortlich.


Wenn ihr euren Kindern in jungen Jahren schon mit auf den Weg gebt, dass man sowieso keine Chance hat, dass immer die anderen Leutz Schuld sind, wenn man etwas nicht schafft, dass man keine Chance hat, sich hoch zu arbeiten, weil das System schlecht ist usw., wie sollen dann diese Kinder eine vernünftige und positive Einstellung zum Leben bekommen? Liegt es nicht daran, dass sich so viele Kinder und Jugendliche aufgeben?

Macht euch mal Gedanken darüber, wie viel Einfluss ihr auf eure Kinder habt, ob ihr wollt oder nicht.
 
McKilroy schrieb:
Deine Aussage spricht doch für sich....
Sicher tut sie das, genauso wie es viele andere Fakten tun. Selbst du wirst nicht umhinkommen, diesen Fakt entweder zu akzeptieren oder aber zu ignorieren - ändern wirst du daran nichts.

McKilroy schrieb:
Wir reden von Jemanden, der arbeitet, nicht als Sozialschmarotzer. Du wirfst diejenigen, die arbeiten und wenig verdienen mit den Sozialschmarotzern in einen Topf!
Aha, unter den Leuten, die arbeiten, gibt es deiner Meinung nach keine Sozialschmarotzer, oder wie muß ich deine obige Aussage verstehen?

Was uns die Versorgung der Harzer kostet, kann man ohne Probleme ausrechnen. Da von kleinen Summen zu reden ist einfach nur hirnrissig und zeugt davon, dass man nicht rechnen kann.
Waren das nicht deine Worte in Post #389? DU bist es doch, der ausgabenseitig von allen Hartz-IV-Empfängern redet oder kannst du dich nicht mehr an deine eigenen Aussagen erinnern?

Die Antwort auf die Frage, wie hoch denn nun der Anteil der 'Sozialschmarotzer' unter den Hartz-IV-Empfängern sei, bleibst du uns natürlich schuldig.

McKilroy schrieb:
...aber in meinem Bundesland wird niemand wegen seiner sozialen Herkunft von irgendeiner Schule oder vom Studium ausgeschlossen.
Natürlich nicht. Man muß niemanden ausschließen, wenn man den Leuten ausreichend Steine in den Weg legt, damit sie garnicht erst so weit kommen. Genauso, wie man auch niemanden entlassen muss, den man erst garnicht eingestellt hat. :D

Schau dir einmal die soziale Verteilung an Gymnasien im Vergleich zu Hauptschulen an oder schaue dir den Prozentsatz an Arbeiterkindern unter den Studenten an und sage dann guten Gewissens, die seine dafür zu >95% selbst schuld. Wenn diese Aussage zutreffen würde, dann wären zumindest schulisch gesehen Arbeiterkinder überwiegend Versager. Wie gesagt, ich bin nicht dieser Meinung, bevor du mir wieder einmal etwas un den Mund legst.

Übrigens finde ich es lachhaft, bei den derzeitigen Verhältnissen von einer 'sozialen Hängematte' zu reden. Aber sei's drum, wenn angenommen jeder zwanzigste Hartz-IV-Empfänger ein 'Sozialschmarotzer' sei (was ich maßlos überzogen finde) und diese Ausgaben mit denjenigen des überflüssigen Wasserkopfes bei den Kommunen vergleiche, selbst dann stehen das in keinem Verhältnis. Nicht der anonyme 'Sozialschmarotzer' ist es, der uns finanziell wehtut, allein der Wasserkopf der Kommunalbürokratie frißt schon weit mehr auf. Von Landes- und Bundesbehörden, der Bundeswehr und nicht der Bankenkrise ganz zu schweigen. Aber wir brauchen den 'Sozialschmarotzer' als Feindbild. Nur, brauchen wir ihn wirklich?

Apropos Faulheit. Warst du es nicht, der diesen Begriff in Post#385 explizit benutzt hast? Ich jedenfalls habe nie davon geredet, daß Friseusen etwa faul seien. Im Gegensatz zum gesprochenen Wort ist es recht leicht, hier alles nachzulesen - schließlich ist alles gespeichert.

Übrigens habe ich auch nie behauptet, daß man sein Leben lang Schuldige suchen und jammern muß. Aber wenn die Verhältnisse so sind, wie sie sind, dann sollte man sie vielleicht einmal ändern. Manchmal schadet es nicht, alte Zöpfe abzuschneiden. Vorsichtigt ausgedrückt nennt man so etwas Reformen.
 
Nur so zur Erinnerung Euch ist schon bewußt, dass es hier eigentlich um eine Diskussion bezüglich Sozialschmarotzer im Kontext zum Rechtssystem geht und nicht um Vorhaltungen, wer den der schlimmere Sozialschmarotzer ist?

btw. wer ist das eigentlich laut Deiner Meinung Konradin? Das würde mich noch brennend interessieren, Zwecks Einschätzung Deiner Person.

lG
Peter
 

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