"Sozialschmarotzer"

Ich habe lediglich erklärt, dass es kein Hass ist, dass es keine miesen Ressentiments sind sondern ein ganz natürliches Empfinden.
Wenn man einer Gruppe das Wahlrecht - und somit jedes Recht am demokratischen Vermittlungsprozess teilzuhaben - nehmen will, ist das keine Gerechtigkeit, sondern Ausdruck eines pathologischen Hasses.

Ja, aber nur in Grenzen.
Nein, so, wie er lustig ist; Und auch wenn er damit das gesunde Volksempfinden, Stammtische, Sozialdarwinisten und sonstige Rackets in Wallung bringt.

Ich finde es eine Frechheit, dass du den arbeitenden Teil der Bevölkerung permanent
Arbeiten tun auch Bänker, aber die sind ja "unersättlic[h] gierig[e] Abzocker".
 
Ich möchte an dieser Stelle noch einen philosophischen Input geben: Ist es nicht gerade die Errungenschaft einer freien Demokratie und Marktwirtschaft, dass es auf beiden Seiten des Spektrums Schmarotzer gibt und geben darf (Sozialschmarotzer und gierige Banker)? Ich weiss, diese These ist ziemlich provokativ - ich persönlich freue mich auch nicht über echte Schmarotzer (es gibt auch Menschen in realer Notlage, die unserer Hilfe bedürfen), im Gegenteil. Trotzdem müssen wir uns fragen, was die Alternative zum aktuellen System wäre. Der Sozialismus war auch nicht in der Lage soziale Gerechtigkeit zu bringen und hat damit, gemäss seiner eigenen Definition, kläglich versagt.

Gruss freefloating
 
Erst 'Volksschädlinge' und jetzt 'gesundes Volksempfinden', Hero, der Propagandaminister könnte es nicht besser ausdrücken. Meinst du nicht, daß es allmählich reicht? :depp:

Ich hoffe nicht, daß es die Denkweise der 'Ewig-Gestrigen' widerspiegelt, was du hier von dir gibst; ihr Jargon ist es jedoch allemale.
 
Ich möchte an dieser Stelle noch einen philosophischen Input geben: Ist es nicht gerade die Errungenschaft einer freien Demokratie und Marktwirtschaft, dass es auf beiden Seiten des Spektrums Schmarotzer gibt und geben darf (Sozialschmarotzer und gierige Banker)?

Stimmt.

Aber in Abhängigkeit von der allgemeinen Situation verändern sich die Grenzen, wie viele dieser Schmarotzer man sich leisten kann. Mit wie vielen Schmarotzern bleibt die Gesellschaft noch lebensfähig.


Hero schrieb:
Wenn man einer Gruppe das Wahlrecht - und somit jedes Recht am demokratischen Vermittlungsprozess teilzuhaben - nehmen will, ist das keine Gerechtigkeit, sondern Ausdruck eines pathologischen Hasses.

Hero, es ist auch Demokratie, dass man solche Gedanken zur Diskussion stellt (auch wenn es dir nicht passt). Es gibt auch andere Gruppen in Deutschland, die nicht wählen dürfen. Außerdem ging es eigentlich nur um die Frage, ob die Politik nicht unverhältnismäßig beeinflusst wird, weil diese Leutz Wähler sind.
 
Zitat McKilroy: "Aber in Abhängigkeit von der allgemeinen Situation verändern sich die Grenzen, wie viele dieser Schmarotzer man sich leisten kann. Mit wie vielen Schmarotzern bleibt die Gesellschaft noch lebensfähig."


Das ist natürlich eine sehr gute und berechtigte Frage. In diesem Bereich erreicht auch unser System der gesellschaftlichen Solidarität seine Grenzen. Ein Beispiel: In der Stadt Basel (Extrembeispiel) hat der Anteil an sozialhilfeabhängigen Menschen einen neuen Rekordwert erreicht. Gleichzeitig sind die Steuern viel höher als in den Nachbarkantonen, was wiederum zur Folge hat, dass die besserverdienenden Bürger aufs Land ziehen, wo sie bedeutend weniger Steuern zahlen müssen - es ist ein Teufelskreis, der die Stadt mit der Zeit finanziell ausbluten lässt.
Gruss freefloating
 
Konradin schrieb:
Ich hoffe nicht, daß es die Denkweise der 'Ewig-Gestrigen' widerspiegelt, was du hier von dir gibst; ihr Jargon ist es jedoch allemale.
Hast du meine Post überhaupt im Kontext gelesen?
Wenn ja sollte dir aufgefallen sein, dass ich hier niemanden als "Volksschädling" darstellen zu versuche und diese Begriffe nicht affirmativ benutze, sondern genau ein Denken in solchen - wenn auch unausgesprochenen - Kategorien zu denunzieren versuche.


McKilroy schrieb:
Hero, es ist auch Demokratie, dass man solche Gedanken zur Diskussion stellt
Das gilt grundsätzlich für alle Ideen, unabhängig davon, ob diese mit einer Demokratie vereinbar sind.

McKilroy schrieb:
Außerdem ging es eigentlich nur um die Frage, ob die Politik nicht unverhältnismäßig beeinflusst wird, weil diese Leutz Wähler sind.
Das ist nicht unverhältnismäßig, sondern das Prinzip der Demokratie, wenn es viele Arme gibt, gibt es auch viele, die für Umverteilung stimmen und wenn es viele Raucher gibt, gibt es viele, die gegen hohe Tabaksteuern stimmen.

Wenn man bedenkt, dass wohl eher weniger HartzIV-Empfänger wählen gehen, sind diese wohl eher unterdurchschnittlich repräsentiert.
 
@ freefloating & Mc Kilroy ;)

Abgesehen davon, dass ich philosophische Aspekte in einer Diskussion sehr begrüße,
stellt sich hier bei Euren Anrissen aber doch die Frage,
ob ihr schon auf den Kern Eurer Aussagen gestoßen seid?

<< dass es auf beiden Seiten des Spektrums Schmarotzer gibt und geben darf >>
<< Aber in Abhängigkeit von der allgemeinen Situation verändern sich die Grenzen, wie viele dieser Schmarotzer man sich leisten kann. Mit wie vielen Schmarotzern bleibt die Gesellschaft noch lebensfähig.>>

Für mich stellt sich eher die Frage,
welches Schmarotzertum langfristig System-schädigender ist ;)

Zum Einen ist genügend gesellschaftliches Vermögen zumindest in der westlichen Welt vorhanden.
Zum Anderen darf es doch niemanden verwundern,
dass auch finanziell Minderbemittelte nach diversen "Subventionierungsmöglichkeiten" Ausschau halten,
wie sie es von anderen gesellschaftlichen Gruppen lange genug vorgelebt bekommen haben.
Unsere Wissensgesellschaft muss sich halt damit abfinden,
das ethisch fragliche Praktiken dann auch von immer mehr "Prekariern" kopiert werden können, sowie es eben von den sogenannten Patriziern lange genug praktiziert wurde.

Und wer kann nicht für sich insgeheim nachvollziehen,
wenn von offensichtlichem Betrug "scheinbar" angesehener Institute sowie deren Protagonisten ein gewisser, hier aber wohl eher ungewollter Nachahmungseffekt ausgeht ;)
Ein Zumwinkel, eine UBS (gelle freefloating) etc.pp. finden sich eben auch in leicht modifizierter Form im sogenannten Prekariat.

Solange moralische Integrität weit verbreitet immer mehr fehlt
und die Einsicht, dass langfristig gesehen derartiges Verhalten nur im gesellschaftlichen "Einer gegen Alle" enden kann,
wird sich auch am hier geschilderten Tenor nur wenig ändern.

Wobei ich hier - leicht provokativ - einmal behaupten möchte,
dass die sogenannten "systemrelevanten" Schmarotzer erheblich mehr zur Destabilität unserer Gesellschaften betragen (werden).

Nicht allein die hier angeführten "Gruppierungen,
sondern die gesellschaftliche Grundhaltung,
die einerseits "von oben herab" verdammt und andererseits - insgeheim beneidend - gesellschaftlich schädigendes Verhalten gut heißt bzw. nur unter geringe Strafen stellt,
sind für mich Ursachen der hier anklingenden Kritiken.

Man könnte aber das Ganze auch schlicht mit einer Stammtischweisheit zusammenfassen:
Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen ;)

greetz
muesli
 
Und wer kann nicht für sich insgeheim nachvollziehen,
wenn von offensichtlichem Betrug "scheinbar" angesehener Institute sowie deren Protagonisten ein gewisser, hier aber wohl eher ungewollter Nachahmungseffekt ausgeht ;)

Meiner Meinung nach ist es weniger der Nachahmungseffekt - jedenfalls das Nachahmen von irgendwelchen Institutionen oder Bänkern.

Wenn schon Nachahmung, dann doch eher Nachahmung in gleichen Kreisen. Ich glaube kaum, dass teilweise die Kinder von Hartz-4-Empfängern aufgeben und sich in das soziale Netz fallen lassen weil sie von einem Zumwinkel gehört haben. Es sind eher die Eltern und Bekannten, die den Kindern ihre Einstellung vorleben, die ihren Kindern jegliche Perspektive ausreden und daher dazu führen, dass die Kinder sich hängen lassen.

Das erkennt man z.B. auch wieder daran, dass Kinder aus sozial schwachen Familien, die ostasiatischer Herkunft sind, überproportional an Gymnasien (mit guten Noten) vertreten sind.

muesli schrieb:
Zum Einen ist genügend gesellschaftliches Vermögen zumindest in der westlichen Welt vorhanden.

Da stimme ich dir voll zu. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass meiner Meinung nach die Verteilung nicht stimmt.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass wir aufhören sollten, einen Teil der Bevölkerung völlig ohne Gegenleistung mit durchzufüttern.
Versorgen ja - aber nur als GEgenleistung für aktive Beteiligung an der Gesellschaft. Es gibt genug zu tun in den Städten und Gemeinden

dass die sogenannten "systemrelevanten" Schmarotzer erheblich mehr zur Destabilität unserer Gesellschaften betragen (werden).

Aber nur so lange, wie wir ausreichenden Überschuss haben.


Nicht allein die hier angeführten "Gruppierungen,
sondern die gesellschaftliche Grundhaltung,

Auch da stimme ich dir voll zu. Allerdings lautet die Diskussion hier "Sozialschmarotzer".

Die gesellschaftliche Grundhaltung wäre auch ein lohnendes Thema.

Das fängt bei der Auflösung der familiären Strukturen (z.B. Kita) an und geht über die Schulen die Freizeitgestaltung Jugendlicher bis in das Berufsleben. (Neuer thread?)


Hero schrieb:
Das ist nicht unverhältnismäßig, sondern das Prinzip der Demokratie, wenn es viele Arme gibt, gibt es auch viele, die für Umverteilung stimmen

Und was ist, wenn die vielen, die arbeiten, mit einem Mal dafür stimmen, dass die Harzis überhaupt nichts mehr bekommen? Ist das Prinzip der Demokratie dann auch okay?
 
Das ist nicht unverhältnismäßig, sondern das Prinzip der Demokratie, wenn es viele Arme gibt, gibt es auch viele, die für Umverteilung stimmen und .........

Also laut Deiner Aussage, ist es einer Demokratie erlaubt (weil ja demokratisch darüber abgestimmt wurde) über das Vermögen anderer zu bestimmen?

Auf welcher Grundlage, dürfte sich ein Armer (von dem wir gar nicht wissen warum er so geworden ist) an Deinem und meinem und an dem Kapital aller bereichern, wenn denn nur genug "JA" sagen würden und dies unterstützen?

Sprich weiter, hier wären dann bei dem Ansatz alle gleich zu behandeln und auch der Familienvater, der Zeit seines Lebens gut gearbeitet hat und für seine Kinder vorgesorgt hat würde dann zur Hand gebeten werden, weil Umverteilung statt findet?

Mal abgesehen davon, dass dies schon gar nichts mehr mit der eigentlichen Frage/Probem des Threads zu tun hat, würde ich gerne Deine Ansichten zu dem Punkt lesen, da mir ein derartig virales denken vollkommen fremd ist.

Um zurück zum Ursprung zu kommen.

Die "Sozialschmarotzer" die heut zu Tage in einem Rechtsgefüge leben, sind halt leider auch nicht mehr nur "dankbar" für das was Sie bekommen. Sie sehen sich auch noch als "Opfer" und sind daher der Irren Auffassung, das man als "Opfer" auch noch ruhig etwas fordern kann.

Der Schaden für den Videothekar, ist meines Erachtens nicht relevant, weil keine Verhältnissmässigkeit zu € 900,-- besteht, wenn man die Filme länger als "normal" ausborgt und somit noch eine "Strafe" aufgebrummt bekommt. Was man allerdings her nehmen müßte, ist der tatsächliche Verdienstentgang und diesen müßte Sie dann direkt beim Videothekar ableisten. Dies hätte eine gewisse vorm der Wiedergutmachung. Der Videothekar erspart sich Kosten für z.B. eine Putzfrau oder was auch immer. Vielleicht stellt sich sogar heraus, dass die gute Dame zur Videothekarin geboren ist und bekommt eine Vollbeschäftigung, wer weiß?

Sie in einen offenen Strafvollzug zu stecken, zeigt jedoch auf das Sie sich nicht wirklich fürchten braucht, eine Straftat zu begehen weil die Konsequenzen relativ lachhaft sind.

Meines erachtens nach, ist ein jeder "Arbeitslose" vom Staat bezahlt und somit müßte es auch dem Staat freistehen, seinen "Mitarbeiter" frei einzusetzen. Mir fallen da so Themen wie "defizitärer Strassenbau", "Strassenreinigung", "Sozialdienste" "etc." ein. Sollte der "Arbeitslose" nicht Willens sein, eine derartige Arbeit zu erledigen so hat er sein Recht auf eine Abgeltung einfach verwirkt.

lG
Peter
 
@muesli: ;)
Ich denke auch, dass deine sogenannten systemrelevanten Schmarotzer volumenmässig mehr zum finanziellen Ungleichgewicht beitragen als Sozialhilfeempfänger (H4). Doch immerhin kommen von dieser Seite noch staatstragende Steuereinnahmen - das soll jedoch keine Entschuldigung für ihr Verhalten sein. Tatsächlich ist die UBS ein trauriges Beispiel grenzenloser Gier und ich schäme mich heute fast ein wenig, auf dieser Bank vor über 20 Jahren meine erste Ausbildung absolviert zu haben. Der Imageschaden ist, nicht nur für die Bank sondern auch für die Schweiz, sehr gross. Trotzdem muss ich McKilroy beipflichten, wenn er verlangt, dass auch Sozialhilfeempfänger, gemäss ihren Möglichkeiten, einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten sollen. Das ist nicht nur angemessen, sondern fördert auch den Selbstwert der Betroffenen. Dieser Beitrag könnte auf vielfältige Weise geschehen.

Herzl. Gruss freefloating
 
Stellt euch doch bitte nicht dümmer als ihr seid.
McKilroy schrieb:
Und was ist, wenn die vielen, die arbeiten, mit einem Mal dafür stimmen, dass die Harzis überhaupt nichts mehr bekommen? Ist das Prinzip der Demokratie dann auch okay?
Damit eben genau das nicht passiert, dass sich der Bürgermob in der plebiszitären Völksgemeisnchaftsdemokratie uneingeschränkt austobt, gibt es Instanzen, die das verhindern, im Zweifelsfall das GG und das BVerfG.
Aber das weißt du natürlich.

Peter_Wallace schrieb:
Also laut Deiner Aussage, ist es einer Demokratie erlaubt (weil ja demokratisch darüber abgestimmt wurde) über das Vermögen anderer zu bestimmen?
So wie Demokratie in Deutschland verstanden wird schon.
Und nach hässlichen Gemeinwohl-Ideologien sowieso.
Wenn man H4-Empfänger zum Arbeiten zwingt, wird doch sogar über deren Körper abgestimmt.
 
Stellt euch doch bitte nicht dümmer als ihr seid.
Eine derlei oberflächliche Verallgemeinerung finde ich dreist und lass ich jetzt mal unkommentiert

Wenn man H4-Empfänger zum Arbeiten zwingt, wird doch sogar über deren Körper abgestimmt.
Ach verstehe, aber H4-Empfänger haben sehr wohl das Recht auf der Tasche der Allgemeinheit zu fordern und zu Leben? Ich denke hier besteht wohl ein eklatanter Nachholbedarf an Volkswirtschaftslehre und an Einsicht dem Allgemeinen Wohl gegenüber.

Du willst mir doch nicht verkaufen, dass es gerechtfertigt ist das H4 Empfänger, nur weil Sie in einen großen Interessensblock vertreten (nämlich Ihren eigenen) das Recht haben, andere Ihre Forderungen zu diktieren obwohl dem nichts aber auch gar nichts beisteuern.

Schon mal durchüberlegt, was einem H4 Empfänger in einem Land weiter südöstlich blühen würde wenn er den dort überhaupt was bekommen würde und dann auch noch mehr fordert? Ich kann´s Dir verraten, einen Tritt in den Ar..... wird er sich abholen.

Ich möcht nen H4 Empfänger in Afghanistan sehen oder im Irak :flag:

lG
Peter
 
Und ich möchte sehen, wie sie sich auf dem Mars um das wenige vorhandene Wasser prügeln würden. Im Mittelalter hätte man Leute, welche die Klappe zu weit aufgerissen haben, bestimmt gefoltert und in der Antarktis ist es kalt. Sorry, Peter_Wallace, aber wir leben hier und jetzt, alles andere ist nicht relevant.

Um die derzeitige Situation hier in Deutschland (und meinetwegen auch in Österreich und der Schweiz) einschätzen zu können muß man eben diese einschätzen und keine andere. Man vergleicht auch nicht sinnvollerweise Äpfel mit Birnen.

Das mit dem Selbstwertgefühl ist eine zweischneidige Angelegenheit, freefloating. Diesem ist es bestimmt nicht dienlich, wenn Akademiker oder Ingenieure überspitzt ausgedrückt in Schulen die Toiletten reinigen 'dürfen'. Auch ist es dem Selbstwertgefühl abträglich, reguläre Arbeitsplätze zu vernichten, was leider oft genug durch solche 'Beiträge' geschieht. Übrigens ist es leider meist so, daß über das 'gemäss ihren Möglichkeiten' von Leuten entschieden wird, welche deren realen Möglichkeiten weder korrekt einschätzen können noch wollen.

@Hero: Wenn du dich von gewissen Leuten so ausdrücklich distanzierst, warum benutzt du dann deren Ausdrucksweise?
 
Mist, da war wer schon etwas schneller :D

Nichts desto ;)
@ Hero, Peter Wallace etc. pp.

Zum Einen sollte man (als der Geschichte lernend) schon berücksichtigen,
dass hier etwas verkürzt mal von Hartz IV (SGBII) aber auch von Sozialhilfeempfängern die Rede ist.

Im SGBII (HartzIV) sind nun einmal sowohl ehemalige Sozialhilfeempfänger wie auch langjährige EINZAHLER in die Arbeitslosenversicherung zusammengefasst.
Und nun ja, was einerseits Vorteile für die Einen bringt, bedeutet
- und das nicht nur hier im thread - halt so einiges an Nachteilen für Andere.

Von daher sollte man erstens bei "HartzIV-Empfänger besser vorher differenzieren...und auch Sozialhilfeempfänger nicht pauschal als Schmarotzer diffamieren.... Manche sind es weiß Gott nicht freiwillig und oft genug auch nur kurzfristig...
Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

Nebenbei ;)
Da das Eigentum in "unserer" wie auch nachbarlichen Demokratien (Schwyz, Austria sowie auch in "alten" EU-Staaten verfassungsrechtlich geschützt ist (leider, möchte man in manchen Fällen von Finanzjongleuren fast sagen *bg*),
erübrigen sich manche hiesige Gedankenspiele hierzu fast von selbst ;).

Apropos @ freefloating und auch Mc Kilroy
Mit "systemrelevanten Schmarotzern" meinte ich keinesfalls diejenigen an Leistungsträgern, die mehr oder weniger angemessen ihre Solidarbeiträge in die sozialen Kassen auch abführen.
In Deutschland gibt es allerdings noch mehr als in der Schwyz und Österreich viel zu viele, die relativ lächerlich wenig bzw. gar nichts einzahlen,
andererseits alle Hilfen und Sicherheitsgarantien unserer Gemeinschaft (in Milliardenhöhe) genießen und sogar auch schon mal offensiv einfordern ;)
Seien es nun teils Ärzte oder RA's, Bänker oder Rentiers, Vorstände so mancher AG's etc.pp., die rein von Zinseinkünften oder Gewinnmargen anderer leben etc.pp....
Und nicht genug, dass diese teils sogar schon aus Geburtsrecht eh schon privilegiert sind, versuchen solche Leute sich auch noch vor solidarischen Abgaben jedweder Art möglichst lange zu drücken...
Und finden zudem willfährige Helferlein in so manchen Finanzinstituten und politischen Parteien und Gremien, von den Lobbys gar nicht zu reden.

Ansonsten...
Ja, einen Beitrag zum Gemeinwohl sollten alle Bürger leisten.
In den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und jeder nach seinem (finanziellen) Vermögen.
Und...
Arbeit (die getan werden müsste) gibt es zu Hauf allerorten.
Nein, eben nicht nur Blätter harken und ähnlich beliebte Beispiele
sondern u.a. auch fehlende Lehrer, Sozialpädagogen, (Krankebn-)Pflege- und Ausbildungs- sowie Hortkräfte etc.pp..

Und dann gibt es Verwaltungen,
die es z.B. ehemals arbeitslosen Maschenbauingenieuren (schon umgeschult auf's Lehramt) teilweise versagen, regulär im Schuldienst zu arbeiten (Konsequenz-> HartzIV :rolleyes: ) und dergleichen ähnlich abstruse Fälle, wo entweder das Lebensalter und nicht die Erfahrung beim Erwägen von Einstellungen zählt usw.u.s.f.
Ich könnte noch seitenlang so weiter machen und die Vita einiger HartzIV-Empfänger aufzählen, die so oder ähnlich fast zu Langzeitarbeitslosen geworden sind oder sich mehr schlecht als recht (weil oft bürokratisch behindert) als Selbstständige versuchen durch Leben zu schlagen.

Von daher ;)
Kritisiert lieber die Strukturen, die derartiges Abstruses möglich machen,
aber diffamiert nicht die allermeisten Arbeitswilligen als Schmarotzer ;)

Wenn sich allerdings auch aus oben genannten Gründen so langsam eine Generation HartzIV herausbildet, die aus diversen Gründen fast nur noch verweigert, so müssen dazu eben konsequent konstruktive und annehmbare Alternativen erarbeitet und beschlossen werden...
Positivbeispiele dazu gab es auch schon in der Vergangenheit der letzten zwanzig Jahre.
Man muss diese allerdings auch wirklich (politisch) wollen (was ich übrigens bezweifele);),
Insofern...
Von nischt kommt eben auch nischt.

greetz

PS.
Kein Grund sich speziell zu schämen, freefloating :)
Diverse andere (auch deutsche) Banken haben sich lediglich nicht so deutlich (in den USA) erwischen lassen...
Und hierzulande will man ja von den Machenschaften dieser Institute gar nicht zu genau wissen, was alles im Argen liegt.
Also:
Vorwärts, und den Rest vergessen...
Oder, wie ging das Liedchen nochmal genau? :D
 
Und ich möchte sehen, wie sie sich auf dem Mars um das wenige vorhandene Wasser prügeln würden. Im Mittelalter hätte man Leute, welche die Klappe zu weit aufgerissen haben, bestimmt gefoltert und in der Antarktis ist es kalt. Sorry, Peter_Wallace, aber wir leben hier und jetzt, alles andere ist nicht relevant.

Um die derzeitige Situation hier in Deutschland (und meinetwegen auch in Österreich und der Schweiz) einschätzen zu können muß man eben diese einschätzen und keine andere. Man vergleicht auch nicht sinnvollerweise Äpfel mit Birnen.
*lacht* wer vergleicht hier Äpfel mit Birnen? Du machst Zeitsprünge und bist auf einem anderen Planeten! Also wenn das nicht hinkt, was dann?

Sicherlich kann man hier und zwar nur hier die Situation beleuchten weil es woanders diese gar nicht gibt! Es ging mir nur darum darzustellen, das es eine Impertinenz ist von H4 Empfängern (bei uns in Ösiland sind das Sozialhilfeempfänger (interessantes Wort mit dem "sozial")) für nichts etwas zu bekommen und dann noch mehr zu fordern.

Ach ja und keine Angst ich schere nicht alle über einen Kamm sondern kann sehr wohl differenzieren um wen es hier geht und wer es verdient gefördert zu werden!

Ich wäre bereit für jede Umschulung mit Aussicht auf einen fixen Arbeitsplatz sofort Geld herzugeben aber sicherlich nicht für sein Privatvergnügen während ich arbeiten gehen muss und er sich ne schöne Zeit macht!
 
aber diffamiert nicht die allermeisten Arbeitswilligen als Schmarotzer ;)

Das wird ja gar nicht gemacht.

Das machen die Schmarotzer, um sich in dieser unschuldigen Gruppe verstecken zu können.


muesli schrieb:
Arbeit (die getan werden müsste) gibt es zu Hauf allerorten.
Nein, eben nicht nur Blätter harken und ähnlich beliebte Beispiele
sondern u.a. auch fehlende Lehrer, Sozialpädagogen, (Krankebn-)Pflege- und Ausbildungs- sowie Hortkräfte etc.pp..

Genau so ist es.

Aber wieso ist es so schwer, beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern, dass die Hartz-4-Empfänger ihren Beitrag leisten sollen? Wieso wird dies (siehe Hero und Genossen) sofort als unzumutbar an den Pranger gestellt?
 
Ach verstehe, aber H4-Empfänger haben sehr wohl das Recht auf der Tasche der Allgemeinheit zu fordern und zu Leben? Ich denke hier besteht wohl ein eklatanter Nachholbedarf an Volkswirtschaftslehre und an Einsicht dem Allgemeinen Wohl gegenüber.
Habe ich das geschrieben? Nein.

Du willst mir doch nicht verkaufen, dass es gerechtfertigt ist das H4 Empfänger, nur weil Sie in einen großen Interessensblock vertreten (nämlich Ihren eigenen) das Recht haben, andere Ihre Forderungen zu diktieren obwohl dem nichts aber auch gar nichts beisteuern.
Habe ich das geschrieben? Nein.
Hör' mal bitte auf, deskriptive und wertende Aussagen zu vermischen.
Schon mal durchüberlegt,...
Dazu hat Konradin ja schon alles nötige gesagt.

McKilroy schrieb:
beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern,
Du hattest gefordert, ihnen das Wahlrecht zu nehmen, nur mal so zur Erinnerung.

@Konradin
Um zu zeigen in welcher Tradition sich diejenigen befinden, die hier gegen "Sozialschmarotzer" hetzen.
 
Das wird ja gar nicht gemacht.

Das machen die Schmarotzer, um sich in dieser unschuldigen Gruppe verstecken zu können.




Genau so ist es.

Aber wieso ist es so schwer, beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern, dass die Hartz-4-Empfänger ihren Beitrag leisten sollen? Wieso wird dies (siehe Hero und Genossen) sofort als unzumutbar an den Pranger gestellt?

Das ist genau der Kern an der Sache, weil es unzumutbar ist ! (zu 80-99%)
Ganz einfach weil sich nicht nur einige wenige Hartz4 Empfänger eingerichtet haben, sondern auch zu 99% die Unternehmer die sich auf Kosten der H4-er gesundstoßen und gesund finanzieren! Selbst erlebt in der Verwandschaft und nicht nur einmal. 1,50€ Jobber die Arbeit und Schichten machen, rollende Woche, und dann noch in Pflegeheimen wo als Krankenpflegehelfer/in Schwerstarbeit verrichtet wird. Nicht die H4-er sind die Schmarotzer, sondern die Unternehmen die mit der Angst vor Sanktionen seitens der Arge sich auf Kosten der Leute gesund und fett stoßen.

Auch mal die andere Seite sehen, und nicht von einigen wenigen die sich wirklich nen Lenz machen, auf die breite Masse der ALG II herabsehen und verächtlich nachreden. Und solange es H4 gibt, und die Arbeitgeber sich sicher sein können das sie nur einen Hungerlohn zahlen müssen weil notfalls die Arge aufstockt, wird sich niemand wundern brauchen das der Arbeitswille bei manchen nicht besonders ausgeprägt ist, wenn man nicht mal mit eigener Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, und weiter auf Arge und Konsorten angewiesen sein muß. Gehst arbeiten und mußt dir finanziell und generell noch in den Arsch schauen lassen.
Ps: Ich gehe arbeiten, habe das Glück von dem Scheiß H4 weg zu sein, aber manch anderer hat die Chance nicht. Und da ich nicht weis wo meine berufliche Reise hingeht, werd ich mich hüten über andere zu schimpfen und zu urteilen, denn auch ich könnte wieder auf der "anderen Seite" stehen.
Manch einem in diesem Forum täte gut daran, auch mal dran zu denken wenn er von heut auf morgen zum Heer der H4 Bezieher gehört.
 
Habe ich das geschrieben? Nein.
Hör' mal bitte auf, deskriptive und wertende Aussagen zu vermischen.

Weil es dir nicht passt, dass Menschen, die wenig haben, für mehr Umverteilung stimmen, willst du sie einfach vom demokratischen Vermittlungsprozess ausschließen?
Ich hoffe, dass ist nicht dein ernst.
Es doch konstitutiv für eine Demokratie, dass jedeR seine Partikularinteressen äußern kann.

Das schöne ist, Du kannst es Dir so feín zurecht legen, wie Du möchtest weil Du ja niemals etwas gesagt hast sondern immer nur andere die Tatsache beschreibend verwendest. Eine tatsächliche Sinnvolle Aussage von Dir zu bekommen ist ungefähr genau so wie wenn Du einen Araber nach Geld fragst. Du wirst als Antwort bekommen: "Mich kannst Du umdrehen und alles was rausfällt gehört Dir!"

Also was soll das ganze hier Hero? Willst Du dem restlichen "Pöbel" beweisen, wie eloquent Du Antworten kannst und jedem seine Meinung revidierst? Was für einen Sinn machen solche Trollpostings? Für die Diskussion hier gar keinen.

Ich würde gerne einen Lösungsansatz von Dir hören oder reicht da Dein philosophischer Ansatz nicht aus und Dein wirklich beeindruckendes Vokabular ist dem nicht gewachsen uns armen Würmern Deinen genialen Ansatz zu erklären?

Das wäre hier sinnvoll! Das was Du tust ist nur eine politische Hinhaltetaktik und Schönrederei, weil die anderen haben es ja gesagt!

lG
Peter
 
Den Lösungsansatz habe ich bereits gegeben, als ich geschrieben habe, dass die strukturellen Ursachen beseitigt werden müssen, wozu man diese allerdings erst einmal begreifen müsste.
Und dafür ist es alles andere als hilfreich sich irgendwelche Popanze ("raffende" Bänker, "schmarotzende" Arbeitslose) aufzubauen und sich an denen abzuarbeiten.
Außerdem spricht es für ein sehr autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis, Menschen um jeden Preis zwingen zu wollen, sich dem größeren Wohl zu opfern.
 

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