Sollte Alkohol komplett verboten werden?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
... zumindest kurzfristig würden eine Menge Leute nicht mehr klarkommen im Leben. ....


Eigentlich kommen die Leute, die auf Alkohol angewiesen sind, aktuell schon nicht mehr klar. Sonst würden sie nicht übermäßig trinken.

Wie bei allen Suchtmitteln, würde ein Totalverbot dennoch viele zum exzessiven Trinken reizen. So wenig ich Rauchen mag, so wenig würde, wie dort, ein Totalverbot bewirken, dass nichts mehr getrunken oder geraucht würde. Es würde sich höchstens verlagern auf Schmuggelware und Schwarzbrennerei. Siehe die Zeit der Prohibition in den USA.
 
Naja, sie leben immerhin noch, saufen sich das Leben also erträglich. Das meinte ich mit klarkommen, wobei klarkommen ja eigentlich was anderes ist, da hast du recht.
 
Naja, sie leben immerhin noch

fragt sich nur dabei, wie lange !?!, nur ich kann nicht verstehen, dass durchs saufen das Leben erträglicher sein kann ?
Möchte jetzt damit nicht sagen das ich was gegen Alkohol habe (bin selbst Bier Liebhaber), aber ich werde bestimmt nicht mein Leber überfluten, weil ich mit irgendwas nicht klarkomme :rolleyes:

mfg
 
Naja, sie leben immerhin noch, saufen sich das Leben also erträglich...

Keine Ahnung, wie manche LEBEN und ERTRÄGLICH definieren :(

1210509967_a7bdfb5006.jpg


sehr sexy

der wirkt auf Frauen sicher unwiderstehlich

Mutti wird's schon richten

Ups! Autobahn ist zu Ende, macht nix, mit Alkohol fühl ich mich wohl

betrunkener Motorradfahrer rammt Taxi

Was geht mich fremde Gesundheit an, Hauptsache mir geht besoffen gut und ich LEBE


MfG,
NeHe
 
Das kommt immer auf die Masse an...
Und rumpöbeln und so kann man auch ohne alkohol :D vor allem wenn man im Urlaub unter seinesgleichen ist und alle nur Scheiße bauen.
In meinen Bekanntheitskreisen ist das eig immer ganz gut geregelt... wenn einer wirklcih mal so besoffen ist das gar nix mehr geht wird der iwo hingepackt wo er unter der aufsicht der anderen is und zugedeckt, bis er wieder aufsteht und alles wieder gut ist und normalerweise trinken wir eh nur so viel, dass wir wissen was wir gemacht haben und es uns am nächsten tag noch so mehr oder weniger gut geht.
Das besoffen Autofahren (siehe Bilder von Nehe) ist aber echt die reinste Hirnrissigkeit... Ausm Nachbardorf sterben fast jährlich Leute aufgrund von so ner Scheiße oder schädigen andere. Ich denke aber mal, dass man, wenn man es von woanders ständig hört, selbst nicht machen wird.
Aber komplett verbieten sollte man es nicht. Dann würden die Leute anfangen, selbst zu brauen und zu brennen. Dabei würde noch mehr Scheiß rauskommen. Und es würde jede Menge geschmuggelt werden. Das ist auch keine Lösung.
 
... Ich denke aber mal, dass man, wenn man es von woanders ständig hört, selbst nicht machen wird ...
Leider ist dem nicht (immer) so :( Truppenteile, die gestern noch am Chausseebaum heulend um den besoffenen Kumpel, der sich tot gefahren hat trauern, stehen Tage später in der Disco, mit der Flasche am Hals und dem Auto/Moped vor der Tür ...

Man sollte meinen, dass persönliche Erfahrungen schlauer machen ...

In meinem Umfeld gibt es eine Familie, wo in 3. Generation (mind.) gesoffen wird, obwohl aus jeder Generation 2 nachweislich am Alkohol verreckt (sterben war das nicht) sind und nein, nicht die Gene, selbt eingeheiratete aus einem anderen "Genpool" hat es "erwischt" und die sind nichtmal so aufgewachsen sondern haben sich "einfach angepasst"

-----------------------------

Leider wird auch hier Aufklärung nicht viel bringen, solange in den Medien (Werbung, Film, etc.) publiziert wird, wie lustig doch so ein "Schwipps" ist und wie lecker doch Warsteiner, Königspilsner ist und das Jever einfach zur Lebensart gehört wie Becks zum Segeln oder Fernet nach dem Essen, Jägermeister bietet Stoff für Musik und sprechende Hirsche ... Alkopops sind "cool" ... usw. So zieht sich das den ganzen Tag duch die kunterbunte Medienlandschaft, ganz im Gegenteil zu den ach-so-bösen Tabakprodukten, die die Gesundheit ruinieren ... nur gut, das Alkohol keine Unbeteiligten schädigt, wie man an obigen Bildern sieht.

Der Unterschied: Nichtraucher haben evtl. noch die Chance, Rauchern aus dem Weg zu gehen. Da sieht's mit besoffenen Verkehrteilnehmern vs. nüchterne Fussgänger o.a. VKT schon ganz anders aus ... oder besoffene Vätern vs. schutzlose Kindern, Mütter o.ä. Konstellationen, aus denen man sich nicht "einfach so" zurückziehen kann
Aber Hauptsache Fun für alle ===> Doppelmoral? Schizo? Rosarote Brille? Augenwischerei?


MfG,
NeHe
 
Der Unterschied: Nichtraucher haben evtl. noch die Chance, Rauchern aus dem Weg zu gehen. Da sieht's mit besoffenen Verkehrteilnehmern vs. nüchterne Fussgänger o.a. VKT schon ganz anders aus ... oder besoffene Vätern vs. schutzlose Kindern, Mütter o.ä. Konstellationen, aus denen man sich nicht "einfach so" zurückziehen kann
Aber Hauptsache Fun für alle ===> Doppelmoral? Schizo? Rosarote Brille? Augenwischerei?
Oder rauchende Eltern vs. schutzlose Kinder. Man muß nicht unter Alkoholeinfluß stehen, um Kinder zu gefährden.
Auch muß man nicht betrunken sein, um andere im Straßenverkehr zu gefährden:
"Bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss kamen 2008 523 Menschen ums Leben. Vor 15 Jahren waren es 2000 und vor 30 Jahren sogar 3500."
Positive Entwicklung: Weniger alkoholbedingte Verkehrsunfälle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
Im Vergleich dazu starben 2009 insgesamt 4477 durch Verkehrsunfälle
Immer weniger Verkehrstote in Deutschland | Deutschland | Deutsche Welle | 25.02.2010

Zu schnelle oder unachtsame Autofahrer sind die eigentliche Gefahr, nicht die alkoholisierten.
 
Und durch Passivrauchen sterben wohl erheblich mehr Leute als durch Alkohol am Steuer:

Tabakopfer: 3300 Tote durch Passivrauchen - News - FOCUS Online

„An den Folgen des Passivrauchens versterben in Deutschland derzeit jährlich vermutlich mehr als 3300 Nichtraucher. Das sind mehr Todesfälle als durch illegale Drogen, Asbest, BSE und SARS zusammen.

Ich bezweifle auch, dass Aufklärung viel nutzen wird. Die Gefahren sind ja allen bekannt. Trotzdem werden in Zukunft auch weiterhin Jugendliche von ihren Kumpels das erste Bier oder die erste Zigarette oder Joint angeboten bekommen.
 
Alkohol am Steuer soll auch hier nicht das Hauptthema sein, sondern nur ein Aspekt gegen Alkohol ;) auch Rauchern ausgesetze Kinder nicht (siehe Post 11, Punkt 4)

Nur ist es dennoch traurig, wie in der Gesellschaft Alkohol zur Lebensnormalität, fast -notwendigkeit erklärt wird, während fast eine Volkshatz gegen andere Suchtkrankheiten wie rauchen, Drogenkonsum, Spielsucht u.a. veranstaltet wird.

DAS nenn ich Doppelmoral und Inkonsequenz! Entweder es ist lebensnotwendig, dann kann/muss man gewisse Dinge tolerieren (Bio vs. Nicht-Bio ;)) oder es ist ein Genussmittel, auf das man getrost verzichten könnte, weil es mehr Schaden anrichtet als es nutzt (Tabak, Alkohol, Drogen etc.) dann allerdings muss man konsequent und "gleichberechtigt" vorgehen oder eben weiter dulden und auf Verständnis, Verantwortung und geistige/moralische Reife der Menschheit und die Einsicht des Einzelnen zählen :D

Das Eine aber bewerben und das Andere verdammen ist m.M.n. nicht zeitgemäss und führt zu nichts


MfG,
NeHe

edit: @Vorposter

Im Gegensatz dazu find ich sicher auch Statistiken, aus denen hervorgeht, dass wesentlich mehr passive Raucher 80 und älter geworden sind und nochmehr aktive Raucher ;) Es ist doch klar, das solche lustigen Gesetze statistisch hinterlegt sind ... mit irgendwas muss man sie ja begründen ;)
Wenn morgen ein Prohibitionsgesetz ins Gespräch käme, was meinst du, wieviele Statistiken aus dem Boden schiessen, in denen aufgezeigt wird:
  • wievie starben an Alkoholgenuss
  • wieviel kosten entstanden den Krankenkassen zu Lebzeiten
  • wieviel Kosten entstehen jährlich durch Reha-Maßnahmen
  • wieviel Kosten entstanden durch Co-Abhängige (geprügelte Fam. Angehörige etc.)
  • wieviel Tote wurden durch Alkoholtäter registriert (Verkehr und Leben)

danach kann man mal einen Vergleich aufstellen ;)

Zu schreiben, dass xxx am Passivrauchen gestorben sind ist m.M.n. nicht aussagekräftig (Dunkelziffer? Beweis, der tatsächl. Ursache?) zumal ich den Eindruck habe, sobald einer durch Krankheit stirbt und im Anamnesebogen "Raucher", "Raucher im pers. Umfeld" steht, geht der in die Statistik ein, egal, ob nun das Rauchen tatsächlich ursächlich war.

Aussagekraft hätte man bei 2 genetisch völlig gleichen Menschen, einer raucht, der andere nicht (od. passiv)

Fazit: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast :D

im Übrigen WORD! KONRADIN im Nachpost ;)
 
Es haben sich aber auch schon Leute totgelacht, Saschinsky. Aber dennoch sterben hierzulande mehr Leute an Fischvergiftung als durch Vulkanismus, Haie und Terroranschläge zusammen. Womit einmal mehr der klare Beweis erbracht ist, wie harmlos Vulkane und Haie sind, von Terroristen ganz zu schweigen. :depp:

Es ist schon ausgesprochen dummdreist, die Folgen übermäßigen Alkoholgenusses, so man ihn denn so nennen kann, auf 'Tote durch Alkohol am Steuer' zu reduzieren. Aber selbst wenn, dann wäre dein 'Vergleich' reichlich verwegen, sprich unseriös. Auf der einen Seite werden alle Raucher als gemeinschaftliche Verursacher zusammengefasst um auf der anderen Seite nicht einmal allen Trinkern am Steuer gegenübergestellt zu werden, sondern nur dem Teil aller Trinker am Steuer, der auch konkret jemanden getötet hat. Ungeachtet natürlich derjenigen Trinker, die jemandem im Suff erschlagen haben, die zählen natürlich sowieso nicht. :depp:

Wie seriös manche Statistiken sieht, das kann man ganz gut daran ablesen, wie harmlos z.B. Kernkraftwerke abschneiden. Ich frage mich, warum man nicht gleich Bier braut aus dem Kühlwasser dieser völlig harmlosen Energiespendeanlagen, weil es so wenig belastet ist. :bier1:

Daß die Kindersterblichkeit um Stade herum signifikant höher ist als weiter von diesen Tempeln des Fortschritts entfernt ist wahrscheinlich reiner Zufall und nicht einmal weiter erwähnenswert und auch die weit erhöhte Anzahl der Mißbildungen fällt auf. Aber sollen die Eltern der Betroffenen sich nicht so anstellen. Man kann Statistischen schließlich auch so (um)deuten, daß auch daran die Raucher die alleinige Schuld haben. Wer denn sonst?
 
@Nehe: Dem kann ich zustimmen. Toleranz sollte nicht auf Doppelmoral basieren.
Ich bin weder gegen Raucher noch gegen Trinker. Meinetwegen sollen die Leute solange rauchen und trinken, bis ihnen die Beine abfallen und es die Leber zerreißt. Ich bin nur dagegen, daß man mir schadet oder mich in meiner Freiheit einschränkt. Könnten Raucher den Rauch vollständig bei sich behalten, gäbe es für mich auch keinen Grund, sie anders als Trinker zu behandeln.
 
Dann werd ich dich in mein Abendgebet einschliessen, dass du niemals den potentiell vorhandenen Schlägern, Autofahrern u.a. ausgesetzt wirst ;) da kannst du nicht mehr wegrennen :D die treffen dich, ohne das du's merkst :D ob du willst oder nicht ;)

im Gegensatz zu den potentiellen Rauchern ;) mit denen kann man reden, denen kann man (so sie nicht mit sich reden lassen) immerhin noch aus dem Weg gehen (wenn auch mit eigenen Einschränkungen)

MfG,
NeHe

PS: erstaunlich, dass dieser klitzekleine Unterschied nicht erkannt wird
 
Wer reduziert denn hier? Das es noch weitere Aspekte gibt ist doch wohl jedem klar. Dass starke Alkoholiker z.b. für ihre behindert zur Welt kommende Kinder verantwortlich sind, wurde ja auch noch nicht genannt.

Es ging lediglich darum, aufzuzeigen, dass Passivrauchen eine mindestens ebensogroße Gefahr ist wie durch einen alkoholisierten Autofahrer ums Leben zu kommen.
Man kann sich eben in der Realität sowohl nicht vom Passivrauchen schützen, als auch nicht vor alkoholisierten Autofahrern.


Oft ist es ebenso sinnlos mit manchem Raucher zu diskutieren, wie mit einem pöbelnden Betrunkenen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist, während ein Raucher das normalerweise schon ist.

Zu dem kommt ja auch, dass Rauchen grundsätzlich immer potentiell störend oder schädigend für andere ist, der normale Konsum von Alkohol aber eben nicht grundsätzlich. Das ist der entscheidende Unterschied der beiden Genussmittel.
 
Nochmal für Dein Verständnis:
Ich bin nur dagegen, daß man mir schadet oder mich in meiner Freiheit einschränkt.
Vielleicht hast Du diesen Satz überlesen oder einfach nicht verstanden. Ich will weder in einen Verkehrsunfall verwickelt noch von Zigarettenrauch belästigt werden.
Erstaunlich, daß für Dich Alkoholkonsum gleichbedeutend mit unerlaubter Fahrzeugführung und Körperverletzung ist.
 
Saschinsky schrieb:
Es ging lediglich darum, aufzuzeigen, dass Passivrauchen eine mindestens ebensogroße Gefahr ist wie durch einen alkoholisierten Autofahrer ums Leben zu kommen.
Aha, es ging lediglich darum, aufzuzeigen. Na, dann zeigen wir mal weiter auf. Die Gefahr, sich wegen solcher Textbeiträge totzulachen ist mindestens eine ebensogroße Gefahr wie durch ein herabfallendes Klavier erschlagen zu werden.

Nicht, daß ich gar etwas damit aussagen möchte, Saschinsky. Rein statistisch und nur, weil es lediglich darum geht, statistische Fakten aufzuzeigen.

Saschinsky schrieb:
Oft ist es ebenso sinnlos mit manchem Raucher zu diskutieren, wie mit einem pöbelnden Betrunkenen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist, während ein Raucher das normalerweise schon ist.
Aber um mal wieder inhaltlich etwa zu sagen: hier bin ich aber entschieden anderer Meinung. Der Unterschied besteht keineswegs lediglich darin, daß der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist. Wenn der Betrunkene gerade am Steuer sitzt und mich überfährt, oder wenn der Betrunkene gerade dabei ist, micht totschlagen zu wollen, weil er eben nicht mehr Herr seiner Sinne ist, dann ist das keineswegs die gleiche Gefährdung, die durch Passivrauchen von einem Raucher ausgeht. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines Schlägeropfers oder gar eines Verkehrstoten ist offenbar eine andere als Passivrauchen. Es sei denn, man will etwas schönreden.

Ist dir eigentlich der Unterschied zwischen 'störend', 'schädigend' und 'lebensgefährlich' bekannt, Saschinsky?

@twinky: NIEMAND möchte in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, aber leider kann man es sich nicht immer aussuchen. Im Übrigen hat hier niemand behauptet, daß jeder Alkoholiker oder gar Gelegenheitsbiertrinker seine Zeitgenossen ständig mit dem Auto überfährt. Aber unbestritten ist die Tatsache, daß tödlicher Verkehrsunfälle überproportional von Betrunkenen verursacht werden, oder bist du in dieser Hinsicht anderer Meinung?

Fakt ist jedenfalls, daß es solche und solche gibt. Solche Raucher, aber auch solche Trinker. Natürlich sind die wirklich gefährlichen in der Minderheit, doch fällt diese natürlich ganz anders ins Gewicht. Auch hundert Kettenraucher, die mich gelegentlich vollqualmen sind für meine Gesundheit nuneinmal weniger ausschlaggebend als der eine Alki, der mich gerade überfährt.
 
Auch hundert Kettenraucher, die mich gelegentlich vollqualmen sind für meine Gesundheit nuneinmal weniger ausschlaggebend als der eine Alki, der mich gerade überfährt.

Besser hätte ich's nicht sagen können, um die Gefahr von Alkohol und Nikotin zu vergleichen :)

Wobei der alkoholisierte Kraftfahrer für mich eine konkrete Gefahr darstellt, der rauchende Tischnachbar (für mich) "lediglich" eine abstrakte

Begriffserklärung: Gefahrenarten




MfG,
NeHe
 
Alkohol verändert die Persönlichkeit, Rauchen aber nicht. Alkohol enthemmt, d.h. besonders junge Menschen begehen unter Alkoholeinfluss Straftaten, die sie nüchtern nicht begehen würden. Leider berücksichtigt das unsere Justiz auch, indem es für Straftaten unter Alkoholeinfluss mildernde Umstände gewährt. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.
Rauchen und Trinken kann man nicht so ohne Weiteres vergleichen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Raucher belästigen andere Menschen in ihrer Umgebung. Trinker tun das noch lange nicht, wenn sie eben nur trinken und sonst nichts. Allerdings ist das ein recht unschönes Bild, wenn sich auf öffentlichen Plätzen Menschen zusammenfinden und Trinkerfestspiele abhalten. Das kann ich in unserer Stadt immer wieder beobachten. Da stehen oft schon am frühen Morgen meist Jugendliche zusammen mit Bierflaschen in der Hand oder sie ziehen durch die Straßen. Sind die Flaschen leer, werden sie achtlos auf dem Bürgersteig oder auf der Straße zerdeppert. Andere können ja ruhig reinlatschen.
Schlimmer wird es, wenn die Jugendlichen aus der benachbarten Disco nachts grölend durch die Stadt ziehen. Da werden Mülltonnen umgeschmissen, Papierkörbe samt Inhalt in der Gegend verstreut, Verkehrsschilder demoliert und Autos beschädigt. Die Polizei ist trotz mehrfacher Kritik nie zugegen. Allerdings sind sie am Tage da und bauen Radarfallen auf.:mad: Das ist ja einträglicher.

Um zum Thema zu kommen. Nein, Akohol sollte dennoch nicht verboten werden. Die meisten Menschen gehen damit vernünftig um und lassen sich nicht sinnlos volllaufen. Warum soll man sich wegen einiger Unverantwortlicher den Genuss verderben lassen?

Wann dürfen / müssen andere Menschen Einfluß auf jemanden nehmen, der sich selbst schadet? Es ist klar, sobald er anderen Schaden zufügt, muß er daran gehindert werden, das ist Basis unseres Gerechtigkeitsempfindens. "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!".
Doch hat ein Mensch das Recht, darf die individuelle Freiheit so weit gehen, sich selbst zu schaden? Prinzipiell ja - und es ist nicht eine abstrakte Frage der Einflußnahme, sondern eine konkrete Frage danach, wer wann und wie Einfluß nehmen darf und wer nicht.
Solange jemand raucht und / oder trinkt und nur sich selbst und nicht andere in Mitleidenschaft zieht, kann wohl kaum daran gehindert werden. Wie sich das auf die indirekte Schädigung z.B. Mehrkosten für Heilbehandlungen bezieht, steht wieder auf einem anderen Blatt. Aber für ein hätte, könnte, wäre kann man keine konkreten Gesetze machen. Das wäre schon Gängelung und das hatten wir in der Vergangenheit schon zur Genüge.
 
Aber um mal wieder inhaltlich etwa zu sagen: hier bin ich aber entschieden anderer Meinung. Der Unterschied besteht keineswegs lediglich darin, daß der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist. Wenn der Betrunkene gerade am Steuer sitzt und mich überfährt, oder wenn der Betrunkene gerade dabei ist, micht totschlagen zu wollen, weil er eben nicht mehr Herr seiner Sinne ist, dann ist das keineswegs die gleiche Gefährdung, die durch Passivrauchen von einem Raucher ausgeht. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines Schlägeropfers oder gar eines Verkehrstoten ist offenbar eine andere als Passivrauchen. Es sei denn, man will etwas schönreden.

Du willst nur dann etwas schönreden, wenn du die Schädigung und nachgewiesenen Tote durch passives Rauchen negierst. Die sind ebenso vorhanden wie Tote im Strassenverkehr (durch Betrunkene).

Dass die Gefahren andersartig sind, in dem einen Fall eben schleichend und im anderen eben "sofort eintretend" ändert ebenso nix daran. Vorhanden sind sie dennoch.
 
Im Übrigen hat hier niemand behauptet, daß jeder Alkoholiker oder gar Gelegenheitsbiertrinker seine Zeitgenossen ständig mit dem Auto überfährt. Aber unbestritten ist die Tatsache, daß tödlicher Verkehrsunfälle überproportional von Betrunkenen verursacht werden, oder bist du in dieser Hinsicht anderer Meinung?
Ich sprach nicht von "jeder" und "ständig", sondern von der Assoziation Alkoholkonsum = widerrechtliches Verhalten. Man kann auch nüchtern zuschlagen oder jemanden überfahren, sie meine oben angefügten Links zu den Zahlen von Verkehrsopfern. Ich muß mich nicht speziell vor einem betrunkenen Autofahrer vorsehen, wenn ich die Chance gerade mal 1:9 steht, von einem Betrunkenen überfahren zu werden und nicht von einem Nüchternen.
Und natürlich sind von den betrunkenen Autofahrern proportional wohl mehr in Verkehrsunfällen verwickelt als nüchterne Autofahrer.
Dies setzt aber voraus, daß A: jemand betrunken ist und B: dieser auch so leichtsinnig ist, mit dem Auto zu fahren. Du vergleichst also alltägliche Leute mit einer ganz bestimmten Untergruppe der trinkenden Bevölkerung.
Wie wär's damit, die zwei Gruppen zu vergleichen: Abstinent lebende Fahrer und solche, die Alkohol nicht vollständig ablehnen? Spätestens hier sollte es deutlich schwerer sein, einen Unterschied auszumachen und dem Alkohol zuzusprechen.
 
Es gibt sicherlich genug Gründe Alkhol abzuschaffen oder nicht abzuschaffen, die in diesem Thread schon erwähnt wurden.
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich auf Alkohol nicht verzichten möchte. Die Bilder sind von Extremfällen, darum werden sie ja gepostet.
Ich kam durch Alkoholspielereien auch mal zum Erbrechen, sauf mich aber niemals ins Delirium.

Die ganzen Leute die auf Alkohol aggresiv werden, denen sollte dieser verboten werden, nicht denen, die damit umgehen können.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten