Incognitus,
"Ebenso lehrt uns die Erfahrung, was Menschen seinerseits nicht klären konnten, und somit "Gott" als Erklärung wählten, wurde später geklärt. Und das alles ohne Gott."
Es wurde nicht geklärt das Gott das nicht ist, es wurden aber wichtige Beziehungen der Phänomene aufgezeigt, geklärt wie etwas ineinanderspielt auch wie etwas funktioniert, Naturwissenschaftlich, technisch, biologisch. usw.
Aus dem Wissen um das Wesen der Mechanismen kann ich nicht auf die Nicht-Existenz eines Schöpfers schließen, es hätte eher gegen den Schöpfer gesprochen wenn keine Naturgesetze vorhanden wären und jeder blöde Blitz seine eigene Entstehung neu designen muß.
"Welcher Gottesanbeter ist nicht genauso gestorben wie ein nicht Gottesanbeter?"
Ich habe mit "jene" Kulturkreise, Populationen etc. gemeint. Der einzelne stirbt immer früher oder später. Die Frage ist was bleibt, in was existiert er fort, biologisch und in der Weitergabe dessen was ihm wichtig ist.
"Es ist einfach logisch nicht zu fiktiven Göttern zu beten."
Logisch ist was hilft, wenn es jemandem Kraft gibt und hilft, Rosenkränze zu beten ist das für ihn logisch. Der andere gibt sich eine andachstvolle Bewunderung von einem Teil der Schöpfung (z.B. Knospen) als Gebet, der Dritte geht zum Familiengrab.
Hat durchaus alles seine Berechtigung und ist eine zulässige Annäherung an das Thema., die funktionieren kann.
Wie gesagt, es kann, je nach religiöser Erziehung wohl etwas schmerzen, aber"
Wenn der spirituelle Firewall funktioniert prallt dergleichen nach kurzer Prüfung ab.
Dobby,
von weiter vorne hervorgeholt:
Der Grund dafür liegt darin, daß Gott dem Begriffe nach das schlechthin Unbeweisbare ist. Beweisen nämlich heißt: Aus einer als gültig erkannten Tatsache A durch logisches Folgern auf eine Tatsache B zu schließen, die dadurch gleichfalls als gültig anerkannt werden muß. B hängt also von A ab. Nun ist dem Begriffe nach Gott das Absolute, d.h. von nichts abhängig, das nicht er selbst ist. In ihm läßt sich also das für einen gültigen Beweis vorausgesetzte Abhängigkeitsverhältnis zwischen A und B nicht herstellen.
2) Klo:
In Europa sind sicher sehr wenige Gottlose, gewisse Veränderungen der Kirchen in Europa haben -zurecht meine ich- eine Abwendung von den Kirchen provoziert, ja.
Die Gottgläubigkeit besteht allerdings trotz Kritik an der "herrschenden Lehre" weiter, vielleicht sogar deswegen.
Materiell geht es vielen Menschen besser, aber ob sie glücklicher sind, ob der Status Quo sie fördert? Naja. Als Indikatoren nimm ich mal Selbstmordrate, Reproduktionsrate und Suchtmittelkonsum.
Und zum Iran:
In der Propaganda spielt es keine Rolle, aber in den Motiven, dass dort die Ölbörse nicht mehr in USD abrechnet. Daher die externe Bedrohung und auch wegen dieser die interne Wachsamkeit.
Im Iran selbst würde ich vergleichen, mit den Zeiten unter dem Schah und den Zeiten unter den Ayatollahs.
Du kannst auch gerne ein beliebiges demokratisiertes Land wie Afghanistan, den Irak, Kuwait oder Saudi-Arabien zum zeitnahen Vergleich mit dem heutigen Iran hernehmen.