Er konnte sich von Beginn an für Gott (Baum des Lebens) oder gegen Gott (Baum der Erkenntnis) entscheiden. Durch die Sünde, d.h. die getrennte Beziehung zu Gott (sein wollen wie Gott / Ursünde), vollzog sich eine tiefgreifende Wesensänderung im Herzen des Menschen. Schon in der zweiten Generation geschah der erste Mord, sogar ein Brudermord.
Das ist irgendwie unlogisch.
Gott ist doch allmächtig und allwissend. Also wusste doch schon vorher, wie es ausgehen würde.
Wenn er uns wirklich unseren freien Willen lassen wollte, dann sollte er uns einfach in Ruhe lassen!
Aber laut Bibel hat er ja immer wieder eingegriffen. Er hat ganze Völker ausgerottet - selber oder indem er den Israeliten geholfen hat.
Entweder lässt er uns unseren Willen - dann soll er uns in Ruhe lassen.
Oder er will, dass wir so sind, wie er uns haben will. Dann soll er uns einfach so machen, wie es ihm gefällt. Was macht es für einen Sinn, uns mit dem freien Willen auszustatten und dann, wenn wir unseren freien Willen leben wollen, uns zu töten. Und genau das hat er in der Vergangenheit gemacht und uns für die Zukunft angedroht.
Außerdem vollzog sich keine Wesensänderung - Gott hat uns so gemacht, wie wir sind. Also auch mit allen unseren Fehlern.
Und das Gott selber nicht weiß, was er will, kann man ja in der Bibel nachlesen. Stichworte:
Lot, David, Babel usw. - wer sich in der Bibel auskennt, der weiß, was gemeint ist.
Der von den Menschen ausgedachte Gott ist eine völlig unlogische ERfindung. Die Bibel ist nur so gespickt mit Widersprüchen.
Und für die Christen (und Juden) noch ein paar Zeilen aus der Bibel:
Ist doch einfach toll, was er so zulässt, um zu zeigen, was für ein cooler Typ er doch ist:
Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen. 8Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse. 9Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet? 10Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande. 11Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen? 12Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN. 13Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen, 14kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide, 15da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. 16Da er noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knechte und verzehrte sie; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. 17Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chaldäer machte drei Rotten und überfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. 18Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen, 19Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf's auf die jungen Leute, daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.