Also es ist ja wohl unvermeidbar, dass tiefgreifende Reformen her müssen. Und die müssen wohl von allen getragen werden, ob arm oder reich. Die Idee der SPD finde ich gut, Reiche extra zu besteuern, wer mehr hat, kann auch mehr geben. Allerdings halt ich diese Diskussion um diese Besteuerung der Reichen auch wieder nur als bloßen Stimmenfang. An der Durchsetzung wird's dann sicherlich auch scheitern. Siehe Einfluss der Wirtschaft.
Was aber die Menschen (siehe Schumi und Co.) angeht, die ihr Geld in der Schweiz oder anderen steuerbefreiten oder -begünstigten Ländern bunkern und dort womöglich auch noch leben, würde ich die Frage stellen, ob sie nicht wie jeder "normale" Bürger Steuern zahlen wollen in Deutschland oder den Pass oder Ähnliches verlieren wollen. Entweder sie zahlen oder sie müssen ihren Pass abgeben. Fertig.
Sollte die CDU im Herbst zur Regierung werden, befürchte ich auch noch tiefere Einschnitte in das Sozialsystem. Gut, in der Zukunft wird wohl alles auf mehr Eigenverantwortung herauslaufen, aber man braucht doch immernoch eine gewisse Grundversorgung. In Amerika ist es gerade so dramatisch, weil sich z.B. nur die wenigsten Vorsorge (Rente) oder Versicherungen leisten können. Der Staat hingegen hat für solche Leute dann keinen Rückhalt bzw. Grundversorgung mehr und die Reichen sind mit einem niedrigem Steuersatz begünstigt.
Und vor solchen Tendenzen sorge ich mich dann auch in Deutschland, wenn die CDU regiert, dass die Kürzungen dann vorallem den kleinen Mann treffen werden.
Bei der SPD hingegen würde das, meiner Meinung nach, nicht ganz so radikal sein, aber die hätte dann wahrscheinlich auch Probleme, ihre Vorschläge zu finanzieren.
Das neue Linksbündnis kommt dann noch mit völlig utopischen Vorschlägen, die ganz und gar nicht finanzierbar wären. Lafontaine dient, darüber hinaus, als einfache Werbeperson, der jetzt nun wieder irgendwie versucht, sich in der Politik zu profilieren. Der reißt seinen Mund manchmal auch ganz weit auf, dahinter steckt aber dann nur wenig.
So long,
rainworm