Ein Mordprozess, in dem es um die Todesstrafe geht, dauert für gewöhnlich viel länger als ein Mordprozess, der kein Todesurteil anstrebt. Und nicht nur der Prozess (zweigeteilt in Schuld/Unschuld-Phase und Strafzumessungsphase), sondern auch die Vorbereitung auf das eigentliche Verfahren. Es geht hier um die Verhandlungskosten, die Zeit von Richtern, Staatsanwälten, öffentlichen Verteidigern, Gerichtsreportern u.a., die alle vom Steuerzahler bestritten werden. Ganz allgemein nehmen Regierungsstudien an, dass ein einzelner Todesstraffall von der Verhaftung bis zur Hinrichtung zwischen 1 und 3 Mio Dollar verschlingt. Andere Studien gehen in ihrer Annahme der Kosten bis zu 7 Mio Dollar hoch. Demgegenüber kosten Fälle von lebenslanger Haft durchschnittlich 500 000 Dollar und das schließt bereits die Kosten der Inhaftierung ein. In Texas z.B. kostet ein Todesstraffall durchschnittlich 2,3 Mio Dollar, das ist das dreifache gegenüber lebenslanger Haft von 40 Jahren im höchsten Sicherheitsstatus. In Floria kostet ein Todesstraffall runde 3,2 Mio Dollar und ein Report besagt, dass die Abschaffung der Todesstrafe jedes Jahr etwa 51 Mio Dollar an Steuergeldern sparen würde. Mit Kosten von 51 Mio Dollar jährlich und 44 Hinrichtungen, die seit 1976 ausgeführt wurden, kostete den Staat jede Hinrichtung 24 Mio Dollar, stellte die Palm Beach Post am 4. Januar 2000 fest.