Peter Wallace schrieb:
Es geht hier nicht um die Bildungslücke die sich sozial Schwächeren stellt, sondern es geht um die Leute die das System ausnützen!
Ach ja?
Frei nach dem Motto: Nichtwissen schützt vor Strafe nicht;
oder: Selbst schuld, wenn man dumm ist oder bleibt...
Die (Vor)Bedingungen spielen keine Rolle, wie?
Nebenbei, "Leute die das System
ausnutzen" gibt es sowohl am einen wie auch am anderen Ende der Einkommenspyramide.
Bildung, also auch das Erkennen von Zusammenhängen und kausalen Bezügen könnte hier bei den Allermeisten helfen Einsicht zu gewinnen und daraus für Abhilfe zu sorgen.
Peter Wallace schrieb:
Hier geht es aber nicht darum, dass man ab[er] einer gewissen sozialen Schicht keine derartig guten Chancen hat auf eine dementsprechende schulische Ausbildung!
Sigh, Du wirfst also den Leuten das (teilweise) Leben auf Kosten der Allgemeinheit vor, obwohl man Ihnen das ALLEN zustehende Recht auf Bildung verwehrt oder erschwert hat :ööm: Weia
Peter Wallace schrieb:
Nochmals, jeder der möchte und nicht kann würde von mir die doppelte Unterstützung bekommen, die er normal bekommt um den Kreislauf zu unterbrechen.
Endlich mal ein Satz (und Inhalt) mit dem ich was anfangen kann.
Denn die Mehrheit (geschätzte 80-90%) der "Arbeitslosen" will, wird aber weder konstruktiv noch effektiv unterstützt, sondern sogar oftmals behindert, selbst aus ihrer Misere heraus zu kommen.
Nicht umsonst habe ich Links zu Statistiken der Sozialgerichte, also dem Versagen des Systems, mit aufgeführt.
Allerdings befürchte ich, das Deine Worte, ähnlich wie die von gewissen Politikern eher Lippenbekenntnisse sind...
Denn eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema und ihren Hintergründen würde Dir verdeutlichen, dass dieses Problem weder mit pseudo-faschistischen Parolen/Methoden noch mit rein individuellen Hilfen aus der Welt zu schaffen ist.
Nebenbei bemerkt, wir sind uns hier ALLE längst klar,
das eine Minderheit am Rande des Existenzminimums auf Grund diverser Gründe resignierend oder gar ganz bewusst das Sozialsystem ausnutzt.
Umkehrt wird allerdings auch ein Schuh draus.
Das also die Schere auch der unrechtmäßig Profitierenden auf beiden Seiten, bei Geringverdienern wie auch Großprofiteuren immer weiter auseinanderklafft und mengenmäßig auch zunimmt, sollte hier eigentlich auch klar sein.
Peter Wallace schrieb:
Aber solche Leute gehören in einen russischen Gulagg geschickt, damit Sie wissen was harte Arbeit ist! Diese Menschen erhalten Zuwendungen eines Staates ohne aber dafür eine passende Gegenleistung zu bringen.
Na prima

Verlangst Du dies auch von anderen gesellschaftlichen "Versagern"und "unsozialen Schmarotzern",
die unser Sozialsystem ungleich mehr in die Breduille geritten haben :ööm:
Mir fielen da neben so einigen Bänkern, Politikern, Vorstandsmitgliedern, Steuerhinterziehern und Betrügern in Nadelstreifen auch noch andere Leutz auch aus dem "sogenannten" Mittelstand ein, die "Deine Vorgaben" nicht bzw. sehr wohl erfüllen.
Sogenanntes "Sozialschmarotzertum" ist bestimmt nicht nur auf sozial Schwächere beschränkt...
Aber man tritt ja lieber nach unten und buckelt nach oben
und verschafft dem eigenen Frust so ein nötiges Ventil, um weiter in einem veränderungs- und verbesserungswürdigen System immanent funktionieren zu können.
Denn in Folgendem sind wir uns erstaunlicherweise ja mal völlig einig
Peter Wallace & zitiert von Mc Kilroy#434 schrieb:
Hier geht es um Leute, die auf Eurer Tasche leben und das nicht schlecht und nicht vom Gesetz belangt werden, weil Sie ja eh "so arm sind"
"so arm sind" ist eben eine sehr relative Sicht der Dinge und wird permanent auch z.B. von Konzernen und Arbeitgebern benutzt
Wie gesagt, relativiert das Ganze, und wir werden uns auch hier besser "verstehen".
Auch der folgende Satz kann - mal unvoreingenommen betrachtet

- so oder so interpretiert werden
Peter Wallace & zitiert von Mc Kilroy#434 schrieb:
Für solche Menschen stellt sich das Thema Bildung für die Kinder gar nicht, aber nicht weil Sie es sich nicht leisten können, sondern weil es Sie verdammt noch mal gar nicht interessiert!
Denn die Bildungsmisere hat Ursachen, die man nicht allein den davon Betroffenen anlasten kann bzw. darf.
(Auf marginale Ausnahmen, die es immer gibt, gehe ich hier bewusst nicht ein *g*)
Für mich sind neben (Bildungs)Verweigerern im sogenannten Prekariat auch gesellschaftlich Beauftragte und gewählte Vertreter daran ebenso beteiligt und verantwortlich (siehe auch hierzu meine sowie andere Links)
Die vermeintliche Tatsache, dass twinky, Mc Kilroy, ich oder Andere aus eventuell wenigen Mitteln das Beste für sich herausgeholt haben,
ist eben kein empirischer Beweis, dass das Gleiche eben für Alle gleichermaßen zu gelten hat.
@ twinky

<< "Drohende Kürzungen der Gelder (oder "Subventionen" *bg*) motivieren ungemein">>,
um Lobbies zuaktivieren, Anzeigen zu schalten etc.pp.
Warum also eine so einseitige Sicht der Dinge

Scheuklappen?

Denn mal ehrlich, als Student hatte ich (und wohl auch Du) sowohl andere (geringere) Ansprüche, geringere Verpflichtungen (z.B. Familie?) und war auch bezüglich Sozialabgaben etc.pp. besser gestellt auf Grund von Ausnahmeregelungen.
Von diversen eventuellen Zuwendungen aus dem familiären Umfeld mal ganz abgesehen.
Für mich hinken solche Vergleiche immer noch, sowohl bei Dir, bei mir oder weiteren, die sich hier evtl. auch noch als "Selfmademan" outen wollen
qed

muesli