Sollte Rauchen komplett verboten werden?

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Wenn es dem Staat tatsächlich an der Gesundheit seiner Bürger liegen würde, dann sollte er nicht scheinheilig auf der einen Seite das (öffentliche) Rauchen verbieten, aber auf der anderen Seite die Hand aufhalten und am Rauchen (durch die Tabaksteuer) verdienen.
Eine Steuer kann auch dazu dienen, den Konsum einzuschränken, eben in die gewünschte Richtung zu steuern. Insofern ist diese Steuer keineswegs scheinheilig.
 
hallo freunde

mir geht das gehetze gegen die raucher mitlerweile gehörig auf den sack. meiner meinung nach ist das wieder ne freiheitseinschränkung von unserer politik mehr. und was kommt als nächstes? dem eisesser wird das eis verboten weil er jemand damit bekleckern könnte???
ihr nichtraucher denkt mal nen bissel weiter das hat doch nichts mehr mit freiheit zu tun wenn ich mir so vorschreiben lassen muß was ich darf und was nicht. sind die oberlehrer nichtraucher nicht mal in der lage sich ne beschäftigung zu suchen (kneipe) wo halt nicht geraucht wird. wie kann man darauf stolz sein jetzt den wirten vorzuschreiben was er in seinen räumen für gäste bewirten darf. denkt weiter demnächst wird sich mal ein trockener alkoholiker in eurer stammkneipe verirren den dann der biergeruch stört und unsere polikik schreit dann nach einem neuen gesetz, weil der "trockene" ja ein wähler sein könnte. willkommen im staat der totalen verbote.

gruß farmer

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twinky schrieb:
Eine Steuer kann auch dazu dienen, den Konsum einzuschränken, eben in die gewünschte Richtung zu steuern...
Falsch. Bei einer Steuer ist nur definiert, wie sie aufgebracht wird und sie kann nicht zweckbezogen verwendet werden. Anders wäre es z.B. bei einer Abgabe. Aber die Tabaksteuer ist wie der Name schon sagt eine Steuer und keine Abgabe.
 
Falsch. Bei einer Steuer ist nur definiert, wie sie aufgebracht wird und sie kann nicht zweckbezogen verwendet werden.
Ich bezog mich ausschließlich auf den Effekt einer Steuer auf das Konsumverhalten, nicht auf die Verwendungsmöglichkeiten der Steuereinnahmen.
 
Hallo

und was kommt als nächstes? dem eisesser wird das eis verboten weil er jemand damit bekleckern könnte???

Nachdem Verbote jetzt offenbar modern werden natürlich der Alkohol, denn das Argument dass man sich nur selber schadet gilt nicht:
- Besoffene verursachen Unfälle in denen Nichttrinker verletzt und getötet werden
- Besoffene zetteln Schlägereien an, auch mit Nüchternen
- Alkohol schadet Kindern nicht nur im Mutterleib sondern auch später wenn die Eltern für eine vernünftige Erziehung zuviel saufen
- Alkohol zerstört Beziehungen und Arbeitsverhältnisse, wobei immer auch Nichttrinker betroffen sind....

--> Man sieht, wenn jeder für sich in Anspruch nimmt per Gesetz bestmöglich geschützt zu werden kann man sehr schnell eine Argumentation finden...

Wie ist das eigentlich mit Autofahrern? Werde ich vielleicht doch zum Abgasatmen gezwungen wenn ich mein Recht wahrnehme an einer vierspurigen Strasse zu stehen? Diese Verbieterei ist doch einfach ein Zeichen für die Infantilisierung unserer Gesellschaft (Papiiii!! Er hat mein Schäufelchen genommen!!).

Gruss, Schorsch

PS: Neue Gerüchte besagen dass in Schwimmbädern eine maximale Wassertiefe von 50 cm vorgeschrieben wird. Eine fahrlässige Gefährdung der Nichtschwimmer (die schliesslich in jedes Becken steigen können müssen) durch den Egoismus der Schwimmer kann nicht länger toleriert werden!
 
twinky schrieb:
Ich bezog mich ausschließlich auf den Effekt einer Steuer auf das Konsumverhalten...
Ach, Steuern erheben als Regulativ, um den Konsum abzubauen? Eine äußerst fragwürdige These (die ohne Beleg nur eine reine Behauptung ist). Suchtkrankheiten heilt man übrigens keineswegs dadurch, indem man das Objekt der Begierde verteuert (gegen Sucht helfen ohnehin eher Therapien als Verbote, an welche sich sowieso nicht jeder hält).
 
Raucher vergiften mit Absicht Nichtraucher! Daher: Selbstverständlich zum Schutz der Nichtraucher (auch diese habe ein Recht ein Leben) das Rauchen verbieten. Übrigens: das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit steht immer noch über dem Recht auf Selbstbestimmung!!

PS: Warum ist der Nichtraucher intolerant, wenn er sein Recht auf Leben einfordert und nicht vergiftet werden möchte?
 
Das ganze hier wird viel zu sehr verallgemeinert ;)

Meiner Meinung nach sollte es einfach dem Wirt überlassen sein ob seine Gäste bei ihm rauchen dürfen oder nicht. Wenn es denn Nichtrauchern nicht passt können sie ja in eine Kneipe gehen, in der Rauchen verboten ist. Aber einfach so jedem Wirt per Gesetz vorzuschreiben, dass in seinem Haus nicht geraucht werden darf...erinnert schon fast an eine Diktatur :P
 
Zitat von santanablue: Übrigens: das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit steht immer noch über dem Recht auf Selbstbestimmung!!

Soweit richtig aber Demokratie bedeutet auch Kompromisse zu finden so das sich keiner abgegrenzt fühlt, dass wird wohl dem öko- Demokraten und Langzeit Studenten wie dem Herr S. Frankenberger (ÖDP) wenig interessiert haben.


Ein Vorteil für die Raucher hat es aber, jetzt können sie überall entspannt Urlaub machen, während alle Nichtraucher nach Bayern fahren ;)


mfg
 
Ach, Steuern erheben als Regulativ, um den Konsum abzubauen? Eine äußerst fragwürdige These (die ohne Beleg nur eine reine Behauptung ist).
Bei ausnahmslos jedem preiselastischen Gut hat ein höherer Preis einen negativen Einfluß auf den Absatz. Für so eine Banalität werde ich jetzt sicher nicht mit Belegen aufwarten, auch nicht für die Tatsache, daß Steuern u.a. zur Konsummanipulation eingesetzt werden.

Wenn es denn Nichtrauchern nicht passt können sie ja in eine Kneipe gehen, in der Rauchen verboten ist.
Ich prügle gerne Menschen. Wenn es Dir nicht paßt, komm nicht in meine Nähe.
Raucher schädigen bewußt ihre Umwelt. Sprüche wie "dann geht als Nichtraucher doch woanders hin" ziehen da einfach nicht.
 
Ja ja, jetzt quaken und heulen sie alle, die Nikotinsüchtigen. ;)

Fordern Toleranz und Rücksichtnahme auf die Raucher. Etwas, was die meisten von den Qualmern selbst nie ausgeübt haben.
 
Ich prügle gerne Menschen. Wenn es Dir nicht paßt, komm nicht in meine Nähe.
Raucher schädigen bewußt ihre Umwelt. Sprüche wie "dann geht als Nichtraucher doch woanders hin" ziehen da einfach nicht.

Schlechter Vergleich.

Stell dir vor ein Hells Angel geht in eine Bar von den Banditos. Ist nach Gesetz ja auch sein Recht, nur soll er dann nicht rummaulen wenn er auf die Fresse bekommt :P

Der Vergleich ist natürlich auch nicht optimal da derlei Organisationen verboten gehören usw. aber mir fällt einfach momentan nichts anderes ein. Oder doch:

Ein Schwuler geht in einen Heteropuff. Er beschwert sich dass es hier keine männlichen Huren gibt. Wird deswegen jeder Heteropuff geschlossen?


Stimmt schon dass Rauchen auch der Umwelt schadet. Aber was ist dir lieber: Dass Raucher in ihren Kneipen rumhängen und den Rauch drinnen behalten oder in Massen auf den Straßen stehen und dich hier vollqualmen, wo du nun wirklich keine andere Wahl hast als durchzugehen? Weil genau wird ab dem 1ten August der Fall sein ;)

Bin sehr sicher dass Nichtraucher auch daran wieder etwas auszusetzen haben^^



MfG

Dark Blizzard



EDIT:// @ Faehnrich: Bitte immer schön sachlich bleiben ;). Und Nichtraucher können auch ein paar Schritte zur Seite gehen wenn sie Rauchen nervt. Hier kommen mir wirklich einige so vor als würden sie sich jede Nacht die Bars durchsuchen: Oh, da ist ja ein Raucher, gleich mal danebenhocken und demonstrativ husten. :P
 
Ein Schwuler geht in einen Heteropuff. Er beschwert sich dass es hier keine männlichen Huren gibt. Wird deswegen jeder Heteropuff geschlossen?


Stimmt schon dass Rauchen auch der Umwelt schadet. Aber was ist dir lieber: Dass Raucher in ihren Kneipen rumhängen und den Rauch drinnen behalten oder in Massen auf den Straßen stehen und dich hier vollqualmen, wo du nun wirklich keine andere Wahl hast als durchzugehen? Weil genau wird ab dem 1ten August der Fall sein ;)
Ich sehe nicht, wo ein Schwuler in einem derartigen Bordell gesundheitlich geschädigt werden soll.
Und es werden keine "Massen" auf der Straße stehen, nur weil der Zigarettenkonsum in Kneipen untersagt wird. Genaugenommen können ähnliche Effekte wie in Irland erwartet werden.
 
also komplett verbieten würde ich es nicht, obwohl ich nichtraucher bin. finds so wie es jetzt ist eigentlich gut. beim essen wird man nicht mehr belästigt und wenn ich in ne raucherkneipe gehe, weiß ich dass da geraucht wird und gut is..
 
twinky schrieb:
Bei ausnahmslos jedem preiselastischen Gut hat ein höherer Preis einen negativen Einfluß auf den Absatz.
Sorry, aber ein höherer Preis und Steuern sind etwas völlig Unterschiedliches.

Übrigens ist es völlig unsinnig, zum Schutz der Allgemeinheit den Gebrauch von Waren über den Preis regulieren zu wollen. Waffenbesitz z.B. verbietet bzw. reglementiert man und regelt ihn nicht über den Preis.

Ebenso ist es völlig unsinnig, Suchtverhalten über den Preis reglementieren zu wollen. Ein Süchtiger kann mitunter gar nicht anders. Oder glaubst du, ein Heroinabhängiger hört mit dem Heroinkonsum auf, nur weil Heroin noch teurer wird? Nein, ein höherer Preis bewirkt nur eine höhere Beschaffungskriminalität, mehr nicht.

Ich selbst habe schon viele Leute erlebt, die aus Kostengründen mit dem Rauchen aufhören wollten (so sagten sie wenigstens), nach mehrerern Jahren aber immer noch geraucht haben, auch wenn Zigaretten inzwischen ein Mehrfaches von dem kosteten, was sie dafür zahlen mussten, als sie des Preises wegen aufhören wollten.

Es mag dir vielleicht banal erscheinen, twinky, aber weder ist der Zigarettenkonsum merklich durch ein höheres Steueraufkommen zurückgegangen, noch werden Steuern aus Gründen der Konsummanipulation erhöht. Steuern erhöht man, weil der Staat Geld braucht (wozu auch immer). Zum Regulieren erlässt man Gesetze. Dazu sind diese nämlich da.
 
Ich lese hier immer von den Nichtrauchern die ja sich in eine andere Kneipe :rot:ver..... sollen!!!
Das wäre u.U. eine Möglichkeit.:löl:
Der Gesetzgeber hat aber auch an die Bedienung gedacht die, ob Raucher oder nicht, ihre Arbeitszeit in einer Umgebung verbringen MUSS in der geraucht wird ob sie will oder nicht.
Man könnte dann im Umkehrschluss z.B. bei einer Erkrankung der Lunge auf eine Berufskrankheit plädieren.:eek::eek::eek::eek:
Und was dann :ätsch: Die Anwälte würden sich freuen.
 
Sorry, aber ein höherer Preis und Steuern sind etwas völlig Unterschiedliches.
Verzeih mir. Selbstverständlich nur unter der Annahme, daß von Anbieterseite her nicht der Preis zumindest im gleichen Maße gesenkt wird.

Übrigens ist es völlig unsinnig, zum Schutz der Allgemeinheit den Gebrauch von Waren über den Preis regulieren zu wollen. Waffenbesitz z.B. verbietet bzw. reglementiert man und regelt ihn nicht über den Preis.
Ich schrieb nicht, daß der Gebrauch durch die Steuern reglementiert wird. Nur, daß das Konsumverhalten vom Preis abhängig sein kann.

Ein Süchtiger kann mitunter gar nicht anders. Oder glaubst du, ein Heroinabhängiger hört mit dem Heroinkonsum auf, nur weil Heroin noch teurer wird? Nein, ein höherer Preis bewirkt nur eine höhere Beschaffungskriminalität, mehr nicht.
Wir reden hier von Tabak. Du meinst doch nicht ernsthaft, daß, würde Tabak den gleichen Restriktionen unterliegen wie Heroin, sich Nikotinsüchtige ebenso verhalten wie Heroinsüchtige?

Ich selbst habe schon viele Leute erlebt, die aus Kostengründen mit dem Rauchen aufhören wollten (so sagten sie wenigstens), nach mehrerern Jahren aber immer noch geraucht haben
Deine kleine, eventuell verzerrte Stichprobe ist vollkommen belanglos.

aber weder ist der Zigarettenkonsum merklich durch ein höheres Steueraufkommen zurückgegangen
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Tabaksteuer
Der Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums spricht ebenfalls von einem rückläufigen Konsum. Auch das statistische Bundesamt kann Deine Aussage nicht bestätigen.

noch werden Steuern aus Gründen der Konsummanipulation erhöht. Steuern erhöht man, weil der Staat Geld braucht (wozu auch immer). Zum Regulieren erlässt man Gesetze. Dazu sind diese nämlich da.
ZB Steuergesetze? ;) Meinetwegen bleib bei Deinem Weltbild.
 
So ein Quatsch. Ich als Raucher achte darauf andere nicht zu belästigen, das gebietet mir der Anstand. Genau wie ich in meiner Wohnung nicht rauche ,-habe Kind oder es könnte Besuch kommen. Der kalte rauchduft setzt sich überall fest. All das weiß ich, also raus.
Im Umkehrschluß --> als Dank dafür, das ich für mein Laster diskrimminiert , beschimpft, als blöde hingestellt, und dazu noch kräftig finanziell ausgesäckelt wurde, werde ich nie meine Organe spenden. Ich meine, ich werde nach der Antiraucher- Meinung beizeiten den Arsch hochmachen und vieles ausser der Lunge wird noch jung und gut sein. Aber wieso sollte ich dann noch gutes tun wenn ich sowieso gerade wegen dieses Lasters nur gegängelt, ausgenutzt, beschimpft oder schief belächelt wurde ?
 
Genau wie ich in meiner Wohnung nicht rauche ,-habe Kind oder es könnte Besuch kommen. Der kalte rauchduft setzt sich überall fest. All das weiß ich, also raus.
Im Umkehrschluß --> als Dank dafür, das ich für mein Laster diskrimminiert , beschimpft, als blöde hingestellt
Erwartest Du Applaus dafür, daß Du auf Kosten der Allgemeinheit auf Deine Wohnung und Deinen Besuch Rücksicht nimmst?

Hier, nur für Dich: :hit:
 
twinky schrieb:
Wir reden hier von Tabak. Du meinst doch nicht ernsthaft, daß, würde Tabak den gleichen Restriktionen unterliegen wie Heroin, sich Nikotinsüchtige ebenso verhalten wie Heroinsüchtige?
Doch, genau das. Hätten die Betroffenen ihr Verhalten völlig unter Kontrolle, dann wäre es keine Sucht.

Ein Beispiel aus einer Offenbacher Gesamtschule: fast die Hälfte der rauchenden Lehrer raucht weiterhin trotz totalem Rauchverbot auf dem gesamten Schulgelände weiter dort. Allerdings hat sich ihr Rauchverhalten verändert. Die Lehrertoiletten sind seitdem für Nichtraucher schwerlich zu ertragen und auch das Verhalten einiger Lehrer hat sich nachhaltig verändert. Sie driften allmählich Richtung Paranoia ab und vermuten in jedem Nichtraucher einen potentiellen Denunzianten. Einzig und allein der Hausmeister ist selbstbewusst genug, sein Verhalten überhaupt nicht zu ändern. Er raucht weiterhin wann und so er will.

Ebenso ist es ein bekanntes Phänomen, daß Raucher, wenn sie keine Zigaretten mehr haben, sich auch mitten in der Nacht bei strömendem Regen auf den Weg zum Automaten machen und ich wette mit dir, daß sie das gleiche tun würden, auch wenn Zigaretten das Dreifache kosten würden.

twinky schrieb:
Deine kleine, eventuell verzerrte Stichprobe ist vollkommen belanglos.
Inzwischen mehrere Dutzend Zeitgenossen aus meinem Bekanntenkreis, das ist ganz bestimmt keine eventuell verzerrte Stichprobe. Sorry, aber die allermeisten Raucher sind Weicheier, die zwar von Aufhören reden, wenn es aber daran geht, konkret aufzuhören, dann siegt so gut wie immer die Sucht.

Meines Erachtens ist der Rückgang des Rauchens eher im Werbeverbot für Tabak und einer gewissen Aufklärung zu suchen und keineswegs im Steuersatz. Der von dir gezeigten Grafik nach dürfte sich der Tabakabsatz zwischen 1961 und 1975 nicht so drastisch erhöht haben, falls deine These stimmen sollte. Sowohl der Steuersatz als auch die Steuereinnahmen gingen nach oben, der Tabakabsatz allerdings auch.
 
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