Sollte Cannabis legalisiert werden?

Pasenfresser sicher werden sie diesen kennen und auch wissen, dass sie up Foren schließen, weil dies der Urheberrechten verstößt, aber warum sollten sie nicht für Legalisierung von Cannabis sein ?

Natürlich darf man für die Legalisierung sein. Aber viele, die sich für eine Legalisierung aussprechen, haben auch privat damit zu tun. Private Sachen gehen natürlich keinen was an.
Das kann man ja nur vermuten. Genau wie man Vermutungen über die geschlossenen Upforen anstellen kann

Mir gings es halt hauptsächlich um die Art wie diese Meinung ausgedrückt wurde :)
 
Legal, illegal...sch.EI.ssegal

Letzteres könnte man auch von so einigen spacigen Ergüssen hier im thread halten :D

Nur mal so als kleiner, mir aber wichtiger Gedankenanstoß:

Geht es hier
- also im allgemeinen Umgang mit Drogen -
um die Legalisierung :ööm:
ODER
wohl doch eher um die KRIMINALISIERUNG und Stigmatisierung
von "Nutzergruppen" spezieller Präparate
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"Legalisiert" haben möchte ich nämlich weder den übermäßigen Konsum
von z.B. Alkohol, allen Medikamenten und also auch nicht den von diversen
psychoaktiven Mittelchen ;).

Wieso hier und auch wenig in der allgemeinen Diskussion von
(der eventuellen) "bewussten"! Tolerierung des "nagemessenen" Gebrauchs
und
demgemäß und eigentlich folgerichtig auch "qualitativer" Kontrolle aller diverser Drogen gesprochen wird,
erschließt sich mir schon seit Jahr(zehnt)en nicht :D

Gelten "Reinheitsgebote" einfach nur für regional "ausgesuchte" Massenartikel,
die eben gut (bestenfalls in Eigenregie) zu vermarkten sind
und dementsprechend (vermutlich auch nur deswegen) auch eine (gesellschaftlich) akzeptierte Lobby haben? ;)

Legalisierung halte ich nicht nur auf dieses Thema bezogen
für den eher falschen, weil vom eigentlichen Problem ablenkenden Begriff.

Z.B. Alkohol ist ja (unter Einschränkungen) legal konsumierbar.
Missbrauch ist aber auch hier (wie bei vielen anderen Mitteln) eben nicht ausgeschlossen!

Folgen dieses Missbrauchs werden aber gesellschaftlich nur sehr selektiv akzeptiert und nur selten geächtet.
Während der Besoffene meist noch (als zwar abstoßend) akzeptabel gilt,
egal wie viele andere der/diejenige hiermit ins (auch spätere) Unglück zieht,
werden andere Drogen teils massiv übertrieben verteufelt,
Während bei den einen Drogen massivste Kontrollen gerechtfertigt scheinen,
sind sie bei - vor allem auch syntetischen - Drogen meist vernachlässigbar gering.

Schaut man sich aber die gesellschaftlich relevanten Folgeerscheinungen der diversen Drogen an,
tuen sich nämlich durchweg Abgründe in den diversen Begründungen für deren Befürwortung bzw. Ablehnung solcher Mittel auf.

Rational nachvollziehbar sind dabei allerdings die Allerwenigsten :D

muesli

der mit so einigen Mittelchen und Drogen (früher wie heute) seine (durchaus wichtigen) Erfahrungen und Erkenntnisse gemacht hat ;)

Ähm...
Wie sieht's eigentlich mit
Sex, Adrenalinkicks und anderen (körpereigenen) Drogen aus? :D

Legal oder...?
 
@tobi: Wo bitte habe ich geschrieben, dass sämtliche Leute in der Lage wären kontrolliert und dosiert zu trinken? Ich habe geschrieben, dass es grundsätzlich möglich ist. Ich staune immer wieder, wie irgendwelche Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und umgedeutet werden. Es geht hier um die Frage der Legalisierung von Cannabis und nicht darum, ab Alkohol und Cannabis im Strassenverkehr sinnvoll sind. Gruss freefloating
 
freefloating schrieb:
Es geht hier um die Frage der Legalisierung von Cannabis und nicht darum, ab Alkohol und Cannabis im Strassenverkehr sinnvoll sind.
Meine Rede.

Grüß dich, muesli! :hot:

Wenn ich mir die Skala gesellschaftlicher Toleranz anschaue, dann ist Alkohol dabei ganz weit vorn. In der öffentlichen Meinung (und sogar in Arbeitszeugnissen) steht 'Geselligkeit' als Synonym für 'Suff'. Straftaten, die unter Alkoholeinwirkung begangen werden, betrachtet man oft als Kavaliersdelikte und wer nicht mitsäuft wird oft zum Außenseiter abgestempelt.

Am gegenteiligen Ende der Skala rangiert der Pädophile, er ist quasi geächtet. Man übersieht leicht, daß die weite Spanne sexuelle Vorlieben zunächt einmal eine natürliche ist. Die zulässigen Grenzen dieser Spanne werden in erster Linie durch unsere Kultur bestimmt. Noch die alten Griechen sahen nichts Unanständiges an der Zuwendung zu Kindern.

Auf dieser Skala rangiert Cannabis meiner Meinung nach eher zwischen der Mitte und Alkohol. Es wird nicht total geächtet (dazu haben wahrscheinlich vielzuviele Menschen schon Erfahrungen mit gemacht), aber es ist auch nicht gerade gesellschaftlicher Kult.

Es geht mir in dieser Skala keineswegs um irgendwelche krankhaften Erscheinungen, sondern um den 'normalen' Umgang mit seinen Trieben. So wie keineswegs jeder, der gelegentlich Alkohol zu sich nimmt, ein Alkoholiker ist, genausowenig wie jeder Gelegenkeitskiffer gleich ein Drogenabhängiger ist.

Ebensowenig sollte es bei einer möglichen Freigabe um die Mär von der Einstiegsdroge gehen. Es stimmt, daß viele Junkies vorher gekifft haben. Aber es stimmt auch, daß viele Kiffer vorher geraucht und viele Alkoholiker mit Bier angefangen haben.

Wir sollten uns den Süchten vorurteilsfrei unabhängig nähern. Denn wer das gesellschaftliche Trinkverhalten durch die Brille der Alkoholindustrie sieht wird schwerlich die Ursachen für den gestörten Umgang damit erkennen können; wirtschaftliche Interessen trüben unseren Blick nur all zu leicht.

Je mehr man ein Thema tabuisiert, desto weniger erreicht man (vor allem) Jugendliche, welche man eigentlich über die Gefahren (glaubwürdig) aufklären sollte. Und je mehr sich (zum Beispiel aufgrund der Kriminalisierung) im Verborgenen abspielt, desto geringer die soziale Kontrolle. Im Gegenteil, Verbote machen aus den Betroffenen (in diesem Falle den Kiffern) eher eine verschworene Gemeinschaft. Schade, daß unter anderem dadurch immer mehr mögliche 'Gelegenheits- und Genußkiffer' zu 'Protestkiffern' werden, die daraus irgendwann eine Weltanschauung machen und allmählich in Lethargie versinken, anstatt an den Zuständen etwas zu ändern.

Der Schlüssel für einen verantwortungsvollen Umgeng mit Drogen, Süchten und Trieben liegt meines Erachtens eher in einem gesellschaftlichen Umdenken und tabufreier Aufklärung als in Verboten. So auch bei Cannabis.

Gruß Konradin
 
Konradin schrieb:
Der Schlüssel für einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen, Süchten und Trieben liegt meines Erachtens eher in einem gesellschaftlichen Umdenken und Tabu freier Aufklärung als in Verboten. So auch bei Cannabis.
word :), mein Lieber
und 'nen *Knuddler* zurück

Wenn sich doch nur mehr "Menschen" dieses Schlüssels (rechtzeitig!) bedienen würden.
Womit wir dann wohl auch beim Thema Erziehung, Bildung und Prävention wären.

[Provo ON]
Wie ja schon einmal in einem uralten thread (Alk, Nikotin, auch hier im OT) von mir detailliert erwähnt,
plädiere ich genau hierzu und habe dergleichen sowohl bei meinen Kiddies als auch bei befreundeten Jüngeren immer voll "unterstützt".
Spätestens wenn z.B. das Thema Drogen entmystifiziert und sowohl in Familien wie auch in der Ausbildung zum allgemeinen Erziehungs- und Bildungsinhalt wird,
erledigen sich die gravierendsten gesellschaftlichen Auswüchse dazu sukzessiv von selbst.

Denn...
Schick, cool und interessant sind auf die tagesaktuelle Mode bezogen nur die verbotenen oder unerreichbaren "Kirschen in Nachbars Garten"...;)
Wer dann trotzdem Geschmack an "mehr" dabei findet,
sollte eben rechtzeitig auf kurz- oder längerfristige Folgen deutlich von seinem Umfeld hingewiesen werden. [Provo Off]

Gesellschaftlich leider zu oft noch forcierte Beschönigungen (z.B. "Konradin's "gesellig") und Halbwahrheiten bei der Aufklärung helfen aber ganz bestimmt nicht weiter.
Zudem,
Verbote, anstelle von akzeptablen und akzeptierten Regeln,
- wie oft muss man das denn eigentlich noch wiederholen -
sind doch eh nur relativ "hilflose" Mittel der "Ohnmächtigen" oder "(Denk)Faulen" :D

Außerdem führen solche Verbote zwangsläufig zur Entwicklung noch nicht kriminalisierter Ersatzstoffe,
zumeist synthetisch hergestellt und oft genug sogar ungleich gefährlicher.

Nochmals zum Wortbegriff: "Legalisierung" :rolleyes:
Ich bin eindeutig für eine Aufhebung der jetzigen rechtlichen Reglementierungen z.B. bzgl. Cannabis.
D.h. aber eben nicht zwingend, dass alle Auswüchse (eben auch mit dieser Droge) absolut tolerabel wären.

Begründung:
In einer globalisierten Welt ist keinem Heranwachsenden bzw. Erwachsenem die Kriminalisierung nur bestimmter (inzwischen ja oft auch schon "gesellschaftlich akzeptierter") Drogen mehr plausibel und logisch zu vermitteln.
Folgerichtig müssten ja sowohl Alkohol wie Nikotin (sowie manche rezeptfreien Medikamente) in all ihren verschiedensten Konzentrationen eigentlich ja auch verboten werden.
Der Zusammenhang zwischen unterstützendem Lobbyismus (weil hierzulande wirtschaftlich relevant) und irrelevant (weil im Ausland produziert) sollte doch eigentlich den Allermeisten längst offensichtlich geworden sein.

Da zudem der (Drogen)Markt durch diverse "künstliche Verknappungen" entweder nur Betuchten oder eben durch Beschaffungskriminalität zu "befriedigen" ist,
sind dadurch alle daraus entstehenden Folgekosten für jede Gesellschaft um ein Vielfaches höher!
Beispiel:
Marokko hat jüngst den Hasch-Anbau unter stärkere Kontrolle bzw. Verbote gestellt.
Konsequenz: Arbeitslosigkeit im Riff, Auswanderungen steigen
Z.B. in Paris stiegen die Preise um ca. 30%, die Beschaffungskriminalität parallel um ca. 20%

Und auch geschichtlich
haben keine wie auch immer gearteten noch so drakonischen Strafen - z.B. im Ausland vielerorts - Drogenprobleme (Anbau/Beschaffung wie auch Konsum) in den Griff bekommen.
Genauso wenig übrigens wie die komplette "Legalisierung",
die auch gravierende gesellschaftliche Probleme gezeitigt hat ;) (siehe z.B. Auswirkungen der Legalisierung des Betelanbaus im Jemen).

Im Gegenteil mussten Drogen häufig auch als "teure oder billige" *bg*
Begründungen für pseudo-wirtschaftliche Nebenkriegsschauplätze herhalten.
Z.B. China -> "Opiumkrieg"/Boxeraufstand, früher wie aktuell in Afghanistan, Kolumbien mit seiner "Kartell"entwicklung, der Spanien/Marokkokonflikt etc.pp.
Ein Dummkopf, wer dabei nicht einfach mal etwas weiterdenkt ;)

Ergo
Nur Offenheit, frühe Aufklärung sowie von der Mehrheit dazu akzeptierte Regelungen (siehe auch -> Konradin # 124) können langfristig zur Beseitigung von (weltweiten) Drogen- sowie vllt. auch anderen Problemen führen :)

Amen :D

LG an Alle :)
muesli
 
Noch mal einige historische Hintergründe :
Cannabis ist mit eine der ältesten Heilpflanzen;
religiös, kultisch eingebunden in den verschiedensten Kulturen;
die Verteufelung als gefährlich Droge geschah meines Wissens zuerst in den 20er Jahren
des letzten Jahrhunderts als Hanf in der schwarzen amerikanischen Community
populär wurde.
Wir leben heute in einer säkularisierten Gesellschaft :
die sogenanten Drogen sind nicht mehr religiös eingebunden
(mal abgesehen von "Dies ist Christi Blut")
wie man sieht ich war mal Meßdiener (ha)

Ob jemand heute durch die Einnahme bestimmter Subtanzen eine Abhängigkeit
entwickelt, liegt von einigen Ausnahmen (z.B. Crack) abgesehen,
eher in der Person des Konsumenten als an der Art der "Droge".

Leider geschieht in Hinsicht Drogenpräventation viel zu wenig.
Das rigorose Verbot und die restriktiven BTM-Gesetze ersticken
alternative Ansätze schon im Keim :
etwa den Einsatz von LSD in der Psychatrie.
 
eigentlich sollten alle Drogen legalisiert werden. Denn wer Drogen nehmen will, der nimmt sie auch. Egal ob jetzt über Alkohol, Cannabis oder andere Drogen geredet wird, es kommt ja immer das gleiche raus.
Wenigstens wäre die Beschaffungskriminalität vom Tisch und die freiwerdenden Kapazitäten könnten zur Aufklärung von z.B. Kindesmisshandlung verwendet werden.
 
[...] Nur Offenheit, frühe Aufklärung sowie von der Mehrheit dazu akzeptierte Regelungen (siehe auch -> Konradin # 124) können langfristig zur Beseitigung von (weltweiten) Drogen- sowie vllt. auch anderen Problemen führen :)

Wenn dies zu etwas geführt hätte, hätten wir heute nicht Kinder mit Kinder auf dem Arm und keine Sozialschmarotzer die auf kosten andere leben, nicht weil die Eltern die Offenheit bzw. die frühere Aufklärung verpasst haben, sondern den Kindern ihr Leben vor gelebt haben.

Und wenn ich mir das recht gut überlege und so einige Meinungen darüber hier so lese, komme ich doch dem Entschluss das man sich das mit der Legalisierung vom Cannabis doch solange warten sollte, bis die eigentlichen Probleme gelöst sind .
 
Tja, muesli und sein Glaube an das Gute im Menschen.

Nur leider zeigt die Wirklichkeit ein anderes Bild.


Aber bezüglich Alkohol stimmt eine These:

Alkkohol ist legal, es wird aufgeklärt und deswegen haben wir schon seit Jahrzehnten überhaupt keine Probleme mehr mit Alkohol.

Es gibt in Deutschland keine Alkoholiker. Es stirbt niemand mehr an Alkohol. Und es geschehen auch keine Unfälle und Straftat unter Alkoholeinfluss.

Das gleiche könnten wir bei den anderen Drogen auch erreichen. :D
 
Richtig, McKilroy, es wird aufgeklärt, daß 'ein ganzer Kerl' saufen muss und die Werbung hämmert uns tagtäglich ins Bewusstsein, daß Saufen zur Fröhlichkeit gehört wie der Schinken zum Speck.

Wer das Feierabendbier verschmäht wird schnell als Spaßbremse geoutet und Komasaufen gehört zwar nicht zum guten Ton, wird als 'Betriebsunfall' aber allerseits toleriert. Da kann ja nichts besseres bei herauskommen.

Wenn du das bei Hanfprodukten auch haben willst, McKilroy, dann hast du aber noch gewaltig nachzuholen und die Werbetrommel zu rühren... :D
 
Wenn du das bei Hanfprodukten auch haben willst, McKilroy, dann hast du aber noch gewaltig nachzuholen und die Werbetrommel zu rühren... :D

Keine Bange, lieber Konradin, wenn das erst einmal legalisiert ist und Leutz damit offiziell Kohle machen können, dann wird das ganz sicher von alleine kommen. :p

Oder meint ihr etwa im Ernst, dass diese Mechanismen ausgerechnet dabei nicht greifen werden?

Ihr seid so etwas von realitätsfremd.
 
Das gleiche könnten wir bei den anderen Drogen auch erreichen. :D

Ja genau :D mir geht's nämlich gehörig auf den Keks, dass in jeder Werbepause mindestens 3 Biersorten beworben werden, aber nicht ein einziges, wirklich wichtiges und aufklärungsbedürftiges Hanfprodukt oder eine Marken-gōza ...
 
mir geht's nämlich gehörig auf den Keks, dass in jeder Werbepause mindestens 3 Biersorten beworben werden, aber nicht ein einziges, wirklich wichtiges und aufklärungsbedürftiges Hanfprodukt oder eine Marken-gōza ...

Wo du recht hast, hast du recht, aber mir ging damals auch die Werbung vom HB Männchen auf den Nerv, indem er uns vorgemacht hat, dass rauchen beruhigt etc. und jetzt auf einmal ist es Bäää.. und.. gesundheitsschädigend......
 
Irgendwer hat das hier geschrieben :
"Je weniger Drogen desto besser. Alkohol in Form von Bier, Wein etc ist mMn in unseren breiten ein Kulturgetränk und hat daher auch seine Existenzberechtigung."

Seit wann ist Alkohol ein Kulturgetränk? Alkohol ist neben Heroin die härteste Droge der Welt. Man hat Sie damals in der Prohibitionszeit nur legalisiert weil man damit so schön viel Geld verdienen kann und so die Kriminalität bekämpft wurde. Aber Fakt ist wenn du einmal Alkohol süchtig gewesen bist dann darfst du nie wieder auch nur eine Soße wo Alkohol drin ist essen weil du sonst gleich wieder an der Flasche hängst.

Da muss mir dann mal einer erklären warum Alkohol nicht als harte Droge geführt ist und nicht verboten ist. Die Antwort liegt auf der Hand hier geht es dem Staat nur ums Geld. Das gleiche gilt fürs Rauchen.

Dann hat noch jemand behauptet 1 2 Gläschen nach Feierabend jeden Tag würden nicht abhängig machen. Das sieht die Wissenschaft leider ganz anders. Bei ein zwei Gläschen jeden Tag ist man nach Meinung der Wissenschaft schon Gelegenheitsalkoholiker und die Grenze zum richtigen Alkoholiker ist verschwindend gering.

So nun mal zum Canabis und warum es überhaupt verboten wurde:

Im Jahre 1925 fand die Internationale Opiumkonferenz in Genf statt. Dort wurde auch ein Verbot von Cannabis diskutiert. Während der Zeit der Prohibition in den USA wurde auch Cannabis zunehmend als eine Gefahr für die Gesellschaft angesehen. Hintergrund war jedoch, dass die mächtigen Baumwollfarmerverbände der Südstaaten und Tabakproduzenten fürchteten Marktanteile an Hanf zu verlieren und unter Hinweis auf die Rauschwirkung zum Verbot drängten. Kombiniert mit gezieltem Lobbying zwischen 1935 und 1937 des Hearst News Network des Medienzars William Randolph Hearst, der wegen der Aussicht einer preisgünstiger werdenden Papierproduktion mit Hanf hohe finanzielle Verluste befürchtete, und der Chemiefirma DuPont, die unter anderem Nylon und Rayon produzierte, dürfte das letztendlich zum de facto-Verbot im Jahr 1937 geführt haben. Vermutlich steht dies auch im Zusammenhang damit, dass 1933 in den USA die Alkoholprohibition aufgehoben worden war und der damit verbundene riesige staatliche Verfolgungsapparat somit ohne sinnvolle Beschäftigung war; so war die treibende Kraft des US-Cannabisverbots, der Vorsitzende des „Bureau of Narcotics“ Harry J. Anslinger, vor 1933 im „Prohibition Bureau“ für die Durchsetzung des Alkoholverbots zuständig gewesen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Anbau der bis dahin gebräuchlichen Hanfpflanze als Rohstoff für Uniformen, Verbandszeug, Flugzeugbau und ähnlichem zwar noch einmal propagiert, mit dessen Ende ging aber auch die hektarweise Vernichtung von Feldern einher, auf denen „Marihuana“ angebaut wurde – ein Synonym spanischer Einwanderer, das in kurzen Werbefilmen der US-Regierung als Droge für Perverse, siechende „Untermenschen“, geistlose „Neger“ und mexikanische Immigranten beschrieben wird. Dieser harte Dualismus in der Drogendiskussion – hier die wohlvertrauten Alltagsdrogen Alkohol und Tabak, die meist nicht einmal als Drogen bezeichnet wurden, dort die neue, fremdländische Gefahr „Marihuana“, von der viele nicht wussten, dass sie mit dem altbekannten Hanf identisch ist – hielt sich lange Zeit hartnäckig und führte zur erfolgreichen Verbannung der Nutzpflanze Hanf aus dem westlichen Kulturkreis.

Obwohl in den europäischen Staaten mit Ausnahme von Portugal, wo der Konsum von Cannabis zu „Aufmüpfigkeit unter den Negersklaven“ geführt hatte, keine negativen Auswirkungen des Cannabis-Konsums bekannt waren, wurde auf Drängen von Ägypten, das seinerseits damit gedroht hatte, die Einfuhr von Kokain und Heroin aus Europa zu verbieten, Cannabis zu einer illegalen Droge erklärt. Dahinter dürfte gezieltes Lobbying von Bayer wegen des Heroin-Absatzes gestanden haben – Heroin wurde damals noch von Bayer legal produziert.

Da sieht man das die Länder dieser Welt nur von Koruppten und Verlogenen Menschen regiert werden!!

Damit sollte alles geklärt sein denn auch heute gibt es eine Industrielle Lobby die nicht will das Cannabis legalisiert wird weil es eventuell deren Geschäfte kaputt machen könnte.
 
ich sage mal einfach NEIN.
es würde dann eine ganze Generation nur noch Bekift durch die Gegend laufen.
 
Nein - in NL wird es auch bald wie bei uns sein - Diskussionen sind im gange.

Problematisch ist Canabis an sich ja nicht so sehr, aber wenn ich mir vorstelle, wie diese Konsumenten benebelt Auto fahren und Kinder tot fahren, weil es ja "nur" Canabis wäre...
 
aber wenn ich mir vorstelle, wie diese Konsumenten benebelt Auto fahren und Kinder tot fahren, weil es ja "nur" Canabis wäre

Deshalb haben wir ja diese Diskusion.
Du behauptest, dass bis heute kein Canabis konsumiert wird und keine Konsumenten Autofahren.
Glaubst du das wirklich?
Ich bin mir sicher, dass sich ausser der Beschaffungskriminalität nichts ändern würde.
 
Nein, denn sonst gäbe es noch mehr Autounfälle. :gelb:
 
Du behauptest, dass bis heute kein Canabis konsumiert wird und keine Konsumenten Autofahren.

Entweder ist meine
kugel.gif
beschlagen oder du liest etwas, was dort so garnicht steht :D

Fakt ist doch, wenn es legalisiert wird, erhält es genau den selben gesellschaftlich akzeptierten Touch, wie Alkohol und zugedrönt Autofahren od. andere Straftaten "mutieren" zum Kavaliersdelikt wie eben auch alkoholbedingte Straftaten.

Ich finde es weiterhin lustig (oder beängstigend :ööm:) wie Raucher fast als Schwerverbrecher abgestempelt werden aber Betrunkene und – wenn es nach einigen hier geht – Drogensüchtige ihrem Laster weiter unbehelligt fröhnen dürfen.


MfG,
NeHe
 

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