@ganz schön hart
Tja, leider ist der letzte Wirtschaftsjurist hier im Sommer von einigen - leicht arroganten - boardmitgliedern gleich zu Beginn vergrault worden
da besteht also tatsächlich Bedarf.
Aber nun mal im Ernst und

zum wiederholten Mal
Ich schätze ja durchaus Dein fachliches Wissen, aber ....auch andere haben sich in politischen, ökonomischen und gesellschaftswissenschaftlichen Seminaren herumgetrieben, insofern,
wie wäre es, hier mal gemeinschaftlich Prämissen zu erarbeiten, die z.B.tendenziell eine Regresspflicht von Aufsichtsrat, Vorstand bzw. Management zum Inhalt hätten?
Die alte - durchaus kritisierenswerte - Unternehmergarde größeren Kalibers hatte ja tatsächlich noch Risiken finanzieller Art und auch das Renomee betreffend zu tragen.
Davon kann bei den Globalplayern heutzutage doch kaum mehr die Rede sein.
Fehlkalkulationen, Abschreibungs"verstecke" und Spekulationsfehler aus Rücksichtnahme auf Gewinnerwartungen stehen aufgrund fehlender Gesetzgebungen hier in Deutschland jedem mit entsprechendem Mitarbeiterstab offen und .....hier gäbe es durchaus Möglichkeiten der politischen/staatlichen Intervention.
Nun frag' mich bitte nicht stante pede nach konkreten Vorschlägen (das sprengt - ganz ehrlich - meinen zeitlichen Rahmen) und die würde ich evtl. eher von Dir erwarten
es sei denn - was ich nicht glauben mag - soziale Verantwortung stellt für Dich kein Thema dar.
Und zum Thema Billiglohnsektoren (McKilroy & Du)
hmm, ich glaube, ihr redet an einander vorbei .....und habt jeder aus Eurer Sichtweise recht - oder ich missversteh' Euch beide

(setz' mich mal zwischen alle Stühle)
Billiglohn"bereiche" unterliegen doch tatsächlich einer größeren Fluktuation - dass ist Dir doch auch klar, he - aber ein "Sektor" meint natürlich - ökonomisch gesehen - etwas anderes.
Grrrr, so und nun lassen wir bitte alle - mich selbstkritisch eingeschlossen - ironische und polemische Bemerkungen und versuchen vllt. mal Lösungsansätze zu finden
EDIT
@ ganz schön Hart
Gut so, ernsthaft

, da haben wir ja schon eine Menge Gemeinsamkeiten gefunden!
Aber , Schuldige ... - es gibt immer zwei Seiten
-Noch eine Anmerkung zu Deiner Ansicht, juristische Konsequenzen könne es nie geben.
Bin dazu zu wenig in der Materie, um das letztendlich beurteilen zu können
.....Ok, das Management kann weitestgehend nur über die Aufsichtsräte - z.B. auch finanziell - abgestraft werden - aber das würde ja schon reichen, gerade wenn dort die Aufsichtspflichten ernster genommen würden und entsprechende Gesetze (nicht mehr seit den 60igern noveliert, soweit ich meine) die Pflichten exakter regeln würden-> wirklich gutes "internes" Beispiel Porsche

.
-Andererseits gäbe es ja durchaus Regularien, welche sogenannte "betriebsbedingte" Entlassungen z.B. grundsätzlich nur mit entsprechendem soz./finanz. Ausgleich zuließe (siehe z.B. akt. Beispiel Daimler). Dies würde allein aus finanziellen Aspekten die Unternehmen auch wieder zu einer langfristigeren Planung bewegen. Aber gewerkschaftliche Aspekte / betriebliche Autonomie etc. sind hierbei ein gesondertes Thema.
-Thema Bildung: dacor....mal sehen, ob sich da zukünftig mehr tut
ansonsten auch hier ->
@ Doc Lion #49
Im Übrigen sickert bei so mancher Firma langsam und mit schmerzlichem Umsatzverlust behaftet durch, dass hochqualitative Produktion nicht in Billigstlohnländern durchgeführt werden kann.
-> inzwischen schon lt. Umfrage ( glaube IFO od. BGI) jedes 4 Unternehmen "bereut", jedes 6. kehrt zurück

späte Einsicht, halleluja
Gutausgebildete Facharbeiter sind auch jetzt schon hierzulande Mangelware und werden es auch - gerade auch durch solche Entwicklungen - zukünftig sein, auch wenn diese imo noch von den Wenigsten in aller Konsequenz für die Zukunft erkannt wird.
Also, auch hier ist "Ersatz" mittelfristig wohl eher schwer zu finden.