schön das das Thema während meiner Abwesenheit so qualitativ hochwertig weitergeführt wurde.
@ trxag - Post 40
Gib mir mal ein Beispiel, welche perfekte Theorie kurzzeitig umgesetzt existiert hat
Es gab einige Leute die versucht haben ein System für das Volk durchzusetzen, nur sind sie nach kurzem Erfolg entweder abgetzt worden oder haben sich selbst zu jemand schlechteren verändert.
Namen kann ich dir Moment leider nicht nennen, es gab sowohl bei den Kelten als auch bei den Griechen ein paar erfolgreiche Anläufe.
Ich finde, diese Sache solltest du differenzierter sehen. Nenn uns meinetwegen Mitmörder oder sowas, aber nicht einfach nur Mörder.
Ob jetzt Mitmörder oder Mörder finde ich in der Tat egal, da wir immer schuldig sind.
Und ich glaube schon das wir Mörder und nicht nur Mitmörder sind, denn wir wissen ganz genau, das wenn wir dies und jenes tun, dadurch einen Menschen direkt schädigen.
Natürlich stoßen wir ihm nicht den Dolch ins Herz, aber wenn hundert Menschen einen anderem jeweils eine kleine Dosis Gift geben und dieser dann an der Gesamtmenge stirbt, sind alle Mörder.
Es gibt tatsächlich Menschen in Europa, die keine Mörder in dem von dir postulierten Sinne sind... die sich bemühen, die Welt fairer zu machen und dabei auf unsere "sündigen" Genüsse verzichten...
Klar, da gibt es einige.

Nur sehe ich diese nicht unbedingt als Teil der Gesellschaft an, da sie sich ja auch ausdrücklich davon distanzieren und dagegen wirken.
@ muesli - Post 45
Danke muesli für die Erklärung an Sprudel, das drückt (zumindest größtenteils

) meine Meinung aus.
Und auch für die Beispiele, da kannte ich viele selbst noch nicht.
@ LBJ 23 - Post 46
nach dem von dir wohl kaum zu widerlegenden gleichheitsgrundsatz kann man kein leben über das eines anderen stellen. wie kann es dann sein, dass du im extremfall legitimieren würdest, das wohl vieler über das einiger weniger zu stellen?
Ganz einfach, wenn wir jedem Leben dem Wert x geben, können wir mathematisch sagen, das es insgesamt besser ist, wenn 3 Menschen sterben, als wenn 20 sterben. Eben gerade weil alle gleich sind.
Ich weiß, das ist nicht immer leicht zu verstehen, insbesondere wenn es unschuldige Leben sind/wären, aber meiner Meinung nach ist das beste für jeden einzelnen Menschen das Wohl der gesamten Menschheit, da mathematisch gesehen so wieder jeder einzelne am meisten profitiert.
und es betrübt mich sehr, dass Mr, Anderson hier eine formulierung wie "reue ist christlich" benutzt, denn für dich steht doch das wohl der menschen über dem glauben an bestimmte systeme, oder?
Ich habs mir grade nochmals bei
Reue - Wikipedia durchgelesen und Reue ist in der Tat nicht durch die Religionen bedingt, mein Fehler.
Allerdings wurde es von den Religionen missbraucht, und dadurch zu etwas anderem gemacht, als es war.
Denn heute verbinden die meisten Reue mit Schuldgefühlen, die sie zu empfinden haben, weil sie eine bestimmte Tat getan haben, die von einer Gruppe, derer sie zugehören, als schlecht empfunden werden.
Die wahre Reue ist jedoch die Selbsterkenntnis und nicht die Aufdrängung.
untätigkeit ist verachtenswert, aber mord ist, egal um welches system es geht und in welchem er sich abspielt, ein verbrechen, das mit nichts zu rechtfertigen ist!
Untätigkeit ist, zumindest wenn sie zu Mord führt, mit diesem gleichzusetzen.
Ob ich einen Menschen töte indem ich etwas tue oder indem ich es nicht verhindere, ist meiner Meinung nach das gleiche.
In beiden Fällen führe ich die Ermordung eines Menschen herbei, legidlich die Handlung ist eine andere.
am ende nochmal: danke an alle beteiligten, dass ihr bereit seid, nachzudenken, wie man unsere gesellschaft besser machen kann.
dem schließe ich mich mal an
@ McKilroy - Post 50
Deshalb müsste man sich eigentlich mal auf einen völlig neutralen Standpunkt zurückziehen und solche Sachen von da betrachten.
Diese Objektivität, die wir alle gerne erreichen würden, könnte man vermutlich mit dem Stein der Weißen vergleichen, den im Grunde ist beides das gleiche.
@ LBJ 23 - Post 51
"Wenn ein Attentat auf Hitler (oder auch Saddam oder auch ...) geklappt hätte, dann wäre derjenige, dem es gelungen wäre, logischerweise ein Mörder. Und da Mörder bleibt Mörder hätte derjenige mit lebenslänglicher Freiheitsstrafe oder mit dem Tod (wie es sich manche wünschen) bestraft werden müssen. Ist doch logisch, oder?"
du vergleichst die ermordung zweier massenmörder und schlimmsten tyrannen, die die menschheit je gesehn hat, mit der ermordung von geschäftsläuten?
entschuldige bitte, aber da hörts bei mir auf!
Warum?
Das ist es doch genau worum es geht.
Christian Klar sah in den "Geschäftsleuten" Massenmörder, und das wohl nicht ganz zu unrecht.
Sie haben genauso wie Hitler oder Saddam oder sonstwer (meistens) nur indirekt gemordet.
Aus unserer Sicht mag alles klar erscheinen, Hitler ist ein Mörder, Schleyer ein Opfer, da wir es so eingebleut bekommen und nach gewissen Denkmustern handeln.
Aber das ist alles subjektiv.
Wie sieht es da objektiv aus?
So das wars erstmal.
Nacher lese ich mir das ganze dann nochmals in Ruhe durch, da kommt dann wahrscheinlich nochmal das eine oder andere.
mfg
neo