Sowas unqualifiziertes wie der letzte Beitrag ist mir ja selten untergekommen.
Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.
1. Spiele
Es stimmt das es nur weniger Spiele gibt die unter Linux einfach so laufen. Und das liegt nicht daran das es keinen Markt gibt, sondern das dieser Markt noch nicht so stark beliefert wird. Auf die Emulatoren zurückzugreifen ist lediglich eine Notlösung die teilweise aber sehr gut funktioniert. Es ist ja nicht so dass sich ein Spiel-Freak sagt: Yeah ich besorg mir Linux und gleich einen Emu um zu spielen. Würde die Hersteller endlich mal ihre Augen aufmachen, sähe es hier anders aus.
Es ist also schlicht kein Argument mit den Spielen, das liegt nicht an Linux sondern der Ball ist bei den Herstellern. Momentan würde ich als Gamer aber auch nicht auf Windows verzichten wollen (glücklicherweise bin ich kein Gamer

)
2. Interne Standards
Die lassen sich ändern, bzw. konvertieren. Wenn ein Unternehmen beim Dokument Austausch auf MS Office setzte hat es eh schon verloren, wenn schon sollte es PDF sein, da die alle lesen können. Bei Office in verschiedenen Versionen gibts da ja schon Probleme.
Die weiterreichende Lösung für dieses Problem ist der OpenDocument Standard, der eben genau die Austauschbarkeit zwischen den Programmen sicherstellen soll. Die OpenSource Community macht mit, Sun, Lotus na eben die anderen Grössen im Office-Markt, ausser... Microsoft!
Standards nicht zu unterstützen gehört zur Strategie dieses Unternehmens um auch ja alle Kunden an sich binden zu können.
3. Sicherheit
Ich denke es ist unbestritten, dass Linux sicher gebaut ist, dass es häufig Patches gibt, neue Versionen erscheinen (gilt halt nicht für jede SW, je nach dem wer sie pflegt). Die MS Patch-Day ist ja ein Witz, die sammeln die Patches anstatt sie gleich zu releasen und dann auch noch ein Tratra was für ein super Unternehmen sie doch sind. Würde die OpenSource Community für jeden Patch eine Pressemitteilung machen, würden die Agenturen überschwemmt...
4. Eigenständiges OS
Es gibt wohl kein eingeständigeres OS als Linux. Es ist modular Aufgebaut, kann mit den gleichen Komponenten sowohl in PDA, Embedded Systems, Server und Desktops laufen. Es hat sich etabliert ist völlig unabhängig von einzelen Herstellern. Durch die Community entsteht eine ständige Kontrolle und auch gute Bugfixes oder Testreports.
Weil aber einige Leute nicht auf Windows-Anwendungen verzichen können gibt es Emulatoren usw. das hat nichts mit armer Applikationsauswahl zu tun, sondern mit Kompatibilität. OpenSource Software ist frei zugänglich, und erfüllt je nach Pflege der SW sehr hohe Qualitätsansprüche.
Es ist klar, dass dies nicht auf alle SW zutrifft, aber die grössen Pakete sind sicher vorhanden.
Es gibt auch (fast) keine Task die Linux nicht handhaben kann.
5. GUI vs. Config File
Früher hätte ich dir rechtgeben müssen, aber heute brauchst du bei weiten nicht für alles ein Config-File. Beispielsweise Ubuntu ist genau auf Einsteiger zugeschnitten, da lässt sich alles per GUI steuern. Der Vorteil ist, dass ich die Wahl habe, wenn ich mich gut auskenne kann ich auch mit einem Editor direkt das Config-File bearbeiten und so die Verhalten eines Programms fein steuern.
Für die normalen alltäglichen Gebraucht ist es nicht nötig je ein Config-File zu editieren.
Was du beschreibst ist nicht mehr Realität, ein Netzwerk zwischen Windows und Linux ist kein Problem, willst du mit Samba Dateien austauschen, startest du einfach per Knopfdruck den Samba-Server, wählst ein Verzeichnis aus, das freigegeben werden soll, und greifst nachher darauf zu.
Das es aber auch viele SW gibt, die eben kein GUI hat, ist es eben auch interessant sich als fortgeschrittener User mit der Command Line zu befassen und dort die Möglichkeiten auszuschöpfen.
Ich denke dies ist wie bei Windows, je mehr du dich mit deinem System befasst, desto tiefer kannst du eintauchen. Bei Windows ist es auch nicht schön in der Registry rumzufummeln, ist aber doch manchmal nötig.
Ebenso erscheint es einem Anfänger sehr schwer eine IP per cmd und "ipconfig" herauszulesen.
Man gewöhnt sich aber an alles und so bleibt zu sagen:
Jedem das seine.
-purx