Eigentlich wollte ich ja das Ganze hier endlich einmal in Richtung Iran lenken anstatt die immer wieder gleichen Beschimpfung über die USA zu hören. Versteht mich nicht falsch ich war und bin nach wie vor gegen diesen Krieg doch Realität ist das das schon lange her ist und wir uns eigentlich mit der momentan Situation beschäftigen sollten.
Ich stimme euch ja zu im Bezug darauf (und das habe ich auch angemerkt) das der primär Grund für den Einmarsch nicht die Demokratie war, aber es war trotzdem ein untergeortneter Grund.
Fabi@FR schrieb:
... oder bitter erkläre mir einer, wieso sich die Leute im Irak wehren?! Würdet ihr es toll finden, wenn Amis kommen, eure halbe Familie töten und dann fragen, wieso ihr euch nicht freut?
Weiters wollen wir doch nicht vergessen wer dafür verantwortlich ist das seit 2.5 Jahren im Irak Tag und Nacht Terror herrscht, nicht die USA, GB oder all die anderen in der Staaten die dort militärisch tätig sind. Ich würde es ja verstehen wenn die Auständigen sich zum Grossteil aus Irakern rekrutieren die sich gegen die Okupationsarmee wehren doch das über 80% der Leute die als "Aufständische" anzusehen sind aus allen Herren Ländern nur nicht aus dem Irak sind sagt doch einiges aus oder. Alle die schon einmal Amerikaner oder zumindest irgendwelche Helfeshelfer im Name des Islam töten wollten reisen in den Irak. Ihr könnt sicher sein das 99.x% der Bevölkerung im Irak in Frieden leben möchten und es ihnen doch eigentlich egal ist ob Saddam oder irgend ein anderes System momentan angewandt wird, die Gesellschaft in solchen Länder funktioniert sowieso ganz anders. Aber gewisse demokratische Struktuern werden auch dieser Bevölkerung etwas bringen. Aber es gibt da halt diese paar tausend Aufständler die schon fast wahllos Leute töten. Übrigens liegt der Verhältnis an toten Irakern und toten Amis bei Anschlägen ca bei ca 20:1. Was ich bis jetzt nicht verstehe ist warum sich diese 99% der Bevölkerung nicht gegen diese Minderheit die ja fast nur Einheimische tötet zur Wehr setzt.
Versetzt euch doch in die Lage eines stinknormalen GIs. Du musst tag täglich um dein Leben fürchten wenn Du dich ausserhalb der "sicheren" Camps bewegst. Das diese nervenaufreibende Situation nicht gerade dazu beiträgt das Du dich der Zivilbevölkerung freundlich gegenüber verhältst ist auch klar, den der Nächste andem Du vorbei gehst könnte sich in die Luft sprengen. Und natürlich fördert das auch die "zuerst schiessen und danach fragen" Politik. Der Fehler liegt da aber in der Führungsebene den das es auch anders geht beweisen die Italiener und zum Teil auch die Engländer.
Fabi@FR schrieb:
Es ging bei den Amis noch nie um die Befreihung des Volkes, ...
McKilroy schrieb:
Und die USA hat, bis auf eine Ausnahme, noch keinem Land Freiheit und Demokratie gebracht.
Deutschland, Österreich, Frankreich, Japan, Süd-Korea, Philipinen, .... OK das war im zweiten Weltkrieg und Sie waren es nicht alleine (sind Sie ja jetzt auch nicht) aber vergessen sollten wir es trotzdem nicht.
McKilroy schrieb:
Die USA hatte auch keine Probleme mit einem diktatorischen Machthaber im Iran zusammenzuarbeiten (Schah), solange die Amis davon wirtschaftliche Vorteile hatte. Die USA hatte auch keine Probleme damit, mit dem Irak zusammenarbeiten und Saddam zu unterstützen - gegen den Iran, solange die Amis davon Vorteile hatte.
Ja das mag schon sein doch das trift nicht nur auf die so "bösen USA" zu. Deutschland, England, Frankreich, Schweiz, Österreich, .... alle haben mit Saddam Geschäfte gemacht. Ja sogar Israel hat seinem Erzfeind dem Iran Waffen verkauft (im Iran-Irak-Krieg). Also sollten wir uns doch auch ein wenig selber bei der Nase nehmen und nicht nur immer auf die USA schimpfen, wir haben selber genug Dreck am Stecken.
McKilroy schrieb:
Die USA ist auch gar nicht daran interessiert, dass in dieser Region Frieden einkehrt, denn dann wäre die Präsenz der USA in dieser Region überflüssig - und es geht ja um's Öl.
Dieses Argument zählt doch überhaupt nicht den Frieden und militärischen Präsenz schliessen sich doch gegenseit nicht aus. Die Amerikaner sind seit 60 Jahren im Mitteleuropa stationiert. Die USA ist sehr wohl an einem stabilen Mittleren Osten gelegen oder glaubst Du wirklich die stehen darauf jedes Jahr 1.000 Tote GIs nach Hause zu bekommen und jedes Monat 2-3 Millarden Dollar für die Stationierung im Irak auszugeben.
McKilroy schrieb:
Die USA war auch gar nicht glücklich darüber, dass in der Zeit vor dem ersten Golfkrieg die Region relativ friedlich war und in Saudi-Arabien Stimmen laut wurden, dass die Amis das Land verlassen sollten, weil die Saudis alleine zurechtkommen würden. Daraufhin hat der amerikanische Geheimdienst den Irak nahezu aufgefordert, Kuwait anzugreifen (alles nachzulesen). Es gibt ein Gespräch in dem amerikanische Regierungsbeamte/innen dem Irak im Falle eines Angriffs auf Kuwait versichern, nicht einzugreifen!
Ich glaube das verwechselts Du mit der Zeit zwischen den zwei Golfkriegen. Die Präsenz amerikanischer Truppen vor 1990 in Saudi-Arabien war verschwindend gering. Jemen, Oman, Bahrain und Diego Garcia waren die wichtigeren Orte. Nach dem Einmarsch am 2. Aug. 1990 sind auf Ansuchen des saudischen Königs dann massive Truppenkontingent nach Saudi-Arabien verlegt worden. Der Rest ist Geschichte. Die Geschichte mit dem Geheimdienst und dem Irak würde ich gerne eine Quelle haben falls Du eine hast. Ich würde es nicht 100%ig ausschliesen aber doch sehr stark bezweifeln das es sich so abgespielt hat.