Irak bzw. Iran Angriff gerechtfertigt

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HexXxla schrieb:
Doch wiw würdest du handeln, wenn ein anderes Land konkret einen (Nuklkear?-)Angriff auf dein/ ein anderes Land vorbereitet?
Warum sollte ein Land das tuen ?? Ein Gegenschlag würde doch den gegner auch zerstören. Es gehört zur Doktrine des US-Präsidenten hier ständige Feindbilder zu schaffen, damit eine Rechtfertigung für sein sinnloses Kriegstreiben geschaffen wird. Die Amis mögen das Bild vom starken Mann in der Form des G.W. Bush, solange immer nur andere Länder die Suppe der Terroranschläge auslöffeln müssen :flag:

But who knows , vielleicht ändern die noch ihre Verfassung und kriegen dann the one and only Terminator aus Austria zum Präsidenten :eek:
Greetings
 
@Ratlos:

Jetzt hör endlich mal auf, hier so tun, als wüsstest du, wie etwas läuft und hättest alles durchschaut!
Du glaubst wahrscheinlich auch, dass 911 ein Fake ist? Ich darf dich daran erinnern, dass Bush gerade im Amt war, als die USA als erstes angegriffen wurde! Die haben nicht angefangen, Flugzeuge in Gebäude zu fliegen und bewusst unzählige Unschuldige zu töten! Also hör auf, hier immer die USA als böse hinzustellen. Ich kann es immer nicht glauben! Da sind 8 Leute für 5000 Tote verantwortlich (allesamt unschuldig) und die Menschen haben nichts besseres zu tun, als sich über das Verhalten des Präsidenten aufzuregen?! Da Frage ich mich, wer hier ein Feindbild aufbaut/aufbauen musste. Ich glaube kaum, dass Bush das in seiner kurzen Amtszeit geschafft hat und Clinton war viel zu beliebt - in aller Welt. Also, woher kommt bitte das Feindbild?

Aber es ist, wie es immer ist. Ist man persönlich nicht betroffen, dann kann man immer große Reden schwingen. Rudi, wieviele Menschen hast du am 911 verloren? Ich schätze mal keinen, also hör, hier so zu tun, als wären die USA für alles böse verantwortlich!
 
@ Ganz schön hart:
Naja also ich weiß ja nicht ob man die USA als so unschuldig hinstellen sollte. Ich will nicht sagen, dass mir der 11.9 nicht nah gegangen ist und deshalb könnte man vielleicht ja noch einsehen, dass der erste Krieg gerechtfertigt war, weil man wusste, dass sich die Drahtzieher dort verschanzten.

Aber mit dem Irak weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Man wollte mit der Begründung darein, dass dort Massenvernichtungswaffen gelagert seien und schickt dann die UN hinein, damit nach diesen suchen. Und dann kommen die Inspektoren zu dem Schluss, dass es keine gibt und was machen die USA?! Die stört es nicht, was die UN sagt, die rücken ein und haben bis heute keine einzige Waffe gefunden. Schon komisch, wobei man und doch vorher so felsenfest versichert hatte, dass es da welche gibt. Einziger "positiver" Nebeneffekt der ganzen Sache war, dass man Sadam dabei wenigstens gefasst hat.

Und dem Irankrieg, sollte es zu einem kommen, werde ich genauso kritisch gegenüber stehen.

VG
Squirl
 
@Ganz schön hart
Der Krieg in Afghanistan mag seine Berechtigung gehabt haben, um dort Terrorübungscamps zu zerstören, ABER der Krieg im Irak war zu keiner Zeit gerechtfertigt, die Amis hätten die UN-Inspektoren nicht rauswerfen sollen, sondern die hätten in Ruhe ihre Arbeit gemacht, aber dann wäre vielleicht heraus gekommen , dass Sadamm keine Massenentvernichtungswaffen hat. Und wie hätte dem US Bürger der krieg denn erklärt werden können, also raus mit den lästigen Inspektoren und Feuer frei :flag:
Ich habe noch nie erlebt, dass ein US-Präsident WELTWEIT so einen Hass auf sich zog als dieser G.W. Bush, also muß das seinen Grund haben.
Und dass Bush sehr leicht die Terrorängste der Us-Bürger zu seinen Gunsten ausnutzt , ist doch wohl kein geheimnis, wie oft wurde im Wahlkampf ohne Grund mal die terrorwarnstufe für Nichts angehoben, damit die Bürger in allgegenwärtiger Terrorangst IHN als den Retter der welt zum präsidenten wählen.
Hätte er Erfolge vorzuweisen, nun gut der Zweck heiligt die Mittel, dem ist aber nicht so, die welt ist viel gefährlicher geworden als vor vor den Feldzügen der Schergen des US Präsidenten.
Für den Krieg im Iran hat er jetzt - gottlob - keine Mittel mehr, weil die USA wohl selbst das wasser bis zum hals stehen haben.
In diesem Sinne
 
@Ratlos:

Wer hat denn bitte den Terror in die Welt gebracht? Es wäre mir neu, wenn das der jetzige US-Präsident wäre! Aber so wird natürlich nie argumentiert....ferner ist es interessant, dass du zu wissen scheinst, wann eine Terrorwarnung real oder fake ist! Vor 911 wurden genug Warnungen ignoriert!
 
die welt ist viel gefährlicher geworden als vor vor den Feldzügen der Schergen des US Präsidenten.

Naja also das will ich nun bezweifeln, ob die ganzen Terrorzellen jetzt erst aufwachen. Ich denke, dass wäre so oder so gekommen, also da sollte man dann jetzt doch nicht nur Bush für verantwortlich machen. Aber ich nehme an was du meinst ist, dass jetzt die Länder angegriffen werden, die mit ihm in den Irak gezogen sind (Spanien, England). Aber wer sagt uns denn, dass die nicht auch ohne den Irakkrieg angegriffen worden wären. Das werden wir wohl nie herausfinden. Sicher ist nur, dass Bush (meiner Meinung nach) nicht der Auslöser der Terrorwelle ist.
VG
Squirl
 
@squirl:

Ich habe den Irakkrieg nie gut geheissen und tue es auch nicht. Die wahren Absichten sind auch bekannt und unwidersprochen. Dennoch sollte man sich davor hüten, zu behaupten, dass die Welt ohne Irakkrieg sicherer wäre. Es ist diese ständige "was wäre wenn Frage" und die Deutungen werden immer subjektiv beeinflusst.
 
Habe ja auch nie gesagt, dass du ihn gutgeheißen hast. Sollte es so rübergekommen sein, dann entschuldige ich mich dafür und wie ich in meinem letzten Beitrag ja auch geschrieben habe sagte ich ja auch, dass die Welle werder durch Bush noch durch den Irakkrieg losgetreten worden ist. Sie wäre so oder so gekommen nur hätte sie sich vielleicht auf andere Länder konzentriert. Aber wie du (und ich auch schon) gesagt haben, wir werden es nie erfahren.
VG
Squirl
 
Ich habe neulich im Fernsehen eine Reportage über den militärisch-industriellen Komplex der USA gesehen. Das war in diesem Zusammenhang sehr aufschlußreich und erklärt auf einen einfachen Nenner gebracht, daß die angeblich größte (die erste wären sie ja auch immer gern) Demokratie der Welt ein ziemlich korrupter Verein ist. Die Verflechtung von Wirtschaft und Staat ist dort derart etabliert, daß die Amis sich noch nichtmal allzuviel Gedanken machen, daß ihr Vizepräsident ein Öl- und Rüstungsmagnat ist (Haliburton). Der durch "patriotische" Medien auf Linie gezüchtete Amerikaner ist der Ansicht, sobald der Mann ein Staatsamt hat, wird das keine Rolle mehr spielen. Dieses System ist Ursache und Hintergrund amerikanischer Interessenpolitik in der Vergangenheit, Gegenwart und, so fürchte ich, auch in der Zukunft.
Konkret zu den jüngeren kriegerischen Abenteuern der Supermacht muß man sich darüber klar sein, daß die bösen Diktaturen im Irak, in Afghanistan und auch im Iran Ziehkinder der US-Politik waren.
Der Secret Service hat die Taliban mit Waffen beliefert und unterstützt im Afghanistan-Krieg gegen die Russen und so zu ihrer Machtergreifung maßgeblich Beitrag geleistet.
Sadamm Hussein war der Liebling der Amerikaner seit der Siebzigern, um einen Stellvertreter in Nahen Osten gegen den aufkommenden islamischen Fundamentalismus im Iran zu haben. Es wurden ebenfalls Waffen geliefert für den Krieg gegen den Iran. ("Klar, daß wir im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden haben. Wir haben ja noch den Kassenzettel").

Die Geister, die ich rief...

Angesichts der Tatsache, daß sich die USA auf der weltpolitischen Bühne, speziell im arabischen Raum, benommen haben, wie der Elefant im Porzellanladen, sollte man als Verantwortliche für den internationalen Terrorismus zuerst Festnahmen im Umfeld des Weißen Hauses vornehmen.
 
sasch.chem schrieb:
sollte man als Verantwortliche für den internationalen Terrorismus zuerst Festnahmen im Umfeld des Weißen Hauses vornehmen.

Genau das sind die Sätze, die mich auf die Palme bringen. Jetzt sitzen die Verantwortlichen auf einmal im Weissen Haus. Da wird ein Irakkrieg als vollkommen ungerechtfertigt hingestellt, der Angriff auf die USA aber nicht berücksichtigt. Ich frage dann auch hier mal nach der Rechtfertigung Bin Ladens zum Terror?
Ich habe es damals schon gesagt und sage es heute wieder: Ich bin einmal gespannt, wie Deutschland darauf reagiert, wenn hier die ersten Bomben hochgehen. So wie ich die Deutschen kenne reagieren sie dann nämlich wesentlich extremer als die Amis und ich höre schon die "Ausländer/Moslems raus" Rufe in der Entfernung. Und die Taliban wurden weiss Gott nicht von den USA unterstützt, da muss man schon zwischen Mudschahedin und Taliban unterscheiden können...
 
Zitat von Ganz schön hart:

Wer hat denn bitte den Terror in die Welt gebracht? Es wäre mir neu, wenn das der jetzige US-Präsident wäre!

Den Terror haben eben die USA in die Welt gesetzt. Und damit meine ich speziell den islamistischen Terror da jeglicher anderer Terror von anderen Abtrünnigen auf der Welt eher eine geringe Nebenrolle spielt.
Begonnen hat es alles während des Kalten Krieges, in dem die USA z.B. den afghanischen Extremisten Geld, Rekrutierungsmaßnahmen, Waffentechnologie und Terror-Camps im großzügigen Maße zur Verfügung gestellt hatte, um die militärischen Säulen der Sowjetunion zum Wanken zu bringen.
Doch zurück zum weltweiten islamistischen Terror. Zwar ist Bush Junior nicht direkt Schuld am weltweiten Terrorismus, doch was den europäischen Terrorismus angeht, so wären nur Bush und die US-Wirtschaft die alleinigen Angeklagten.

Und seien wir mal ehrlich, die Anschläge auf das WTC waren für die US-Politik und Wirtschaft vom höchsten Wert. Denn so war ein perfekter Vorwand für den Einmarsch in Afghanistan und somit in den Irak vorhanden gewesen.

Was die 5000 Tote angeht, so muss ich dich korrigieren. Es waren 3000 Opfer. Also bitte nicht zu sehr übertreiben.
Was die Gesamttoten angeht, die während der ganzen letzten US geführten Kriegsjahre entstanden sind, so sind diese in keinster Weise durch Tote des WTC zu rechtfertigen!
 
ob es jetzt 3000 tote waren oder 5000 ist aber auch schon egal fakt ist das leute die krieg machen wollen die es darauf angelagt haben einfach krank sind
 
Ich fand es damals und finde es auch heute noch lächerlich, bei den Terrorangriffen vom 11.9. von einem Angriff auf die USA zu sprechen. Diese Einschätzung der Lage verdeutlicht einmal wieder, daß die USA noch nie einen Krieg im eigenen Land zu führen hatte. Daß es bei den 3000 Opfern die Falschen getroffen hat, darüber brauchen wir nicht zu reden. Allerdings würde mich mal interessieren, wie viele tote Zivilisten die vielen kleinen und großen schmutzigen Kriege der USA inzwischen gekostet haben, angefangen von Vietnam über Panama, Grenada und was weiß ich noch alles. Vielleicht macht sich mal einer die Mühe, das durchzurechnen. Nun weiß ich auch, daß man Menschenleben nicht gegeneinander aufrechnen kann. Aber was ich damit sagen will, ist, daß sie mit dem Terror die Ernte für Ihre Politik einfahren. Wer könnte diese Politik stoppen? Ich denke, nur die amerikanischen Wähler selbst mit einer gesunden politischen Bildung und einem etwas objektiveren Weltbild. Aber angesichts der (von Bush geförderten) zunehmenden religiösen und patriotischen Verblödung, anders kann ich das nicht mehr nennen, sehe ich da keine Hoffnung.
 
Thing schrieb:
doch was den europäischen Terrorismus angeht, so wären nur Bush und die US-Wirtschaft die alleinigen Angeklagten.

Das ist doch Blödsinn! Der Terror in Spanien und England ist die Folge der aktiven Unterstützung während des Irakkrieges. Wieso gab es denn keine Anschläge in Deutschland, Frankreich, Portugal, Österreich, Schweiz, Dänemark usw.? Weil diese Länder sich nicht beteiligt haben. Hätten sich Spanien und England rausgehalten, hätten auch sie keine Anschläg erlebt. Aber begründe ruhig mal deine Meining....

Thing schrieb:
Und seien wir mal ehrlich, die Anschläge auf das WTC waren für die US-Politik und Wirtschaft vom höchsten Wert. Denn so war ein perfekter Vorwand für den Einmarsch in Afghanistan und somit in den Irak vorhanden gewesen.

Selten so einen Blödsinn gehört! Aber du glaubst ja auch an eine 911-Verschwörung, wenn ich mich richtig erinnere? Wieso brauchten die USA denn einen Vorwand, in Afghanistan einzumarschieren? Da gibt es absolut nichts, was die USA interessieren könnte. Weder wirtschaftlich noch strategisch.
Ferner übersteigen die Kosten der Anschläge bei weitem den Nutzen. Aber auch hier warte ich schon gespannt auf eine Begründung deiner Meinung...

Thing schrieb:
Was die Gesamttoten angeht, die während der ganzen letzten US geführten Kriegsjahre entstanden sind, so sind diese in keinster Weise durch Tote des WTC zu rechtfertigen!

Es ist interessant, dass du ein amerikanisches Leben einen geringeren Wert beimisst, als einen anderen Leben. Ich hoffe nicht für dich, dass du und deine Familie mal soetwas wie Krieg oder 911 durchmachen musst, denn dann würdest du nicht so reden.

Und du argumentierst wie so einige auf einer sehr schwachen Ebene: Es ist immer noch ein Unterschied, ob Zivilisten durch gezieltes Töten umkommen oder aber während Kriegshandlungen "versehntlich" getötet werden. Ich heisse keinen einzigen Toten gut, aber solch eine Trennung muss man vornehmen. Das sieht unser Grundgesetz übrigens genauso: Totschlag vs. Mord!

@sascha:
Wenn du am 911 in NYC gewesen wärst, dann würdest du es auch einen Angriff auf dein Land nennen. Was war es dann bitte? Ein Missgeschick? Ein Unglück? Ich weiss nicht, was passieren muss, dass du von einem Angriff sprechen willst?
Für dich gilt auch: Unterscheide zwischen toten Zivilsten während Kriegshandlungen ("Collateralschaden") und dem gezielten Morden.
Es macht wohl einen Unterschied, ob Zivilisten im Bombenhagel sterben oder aber 4 Personen mit Bomben im Rucksack an einem Mittwochmorgen in eine U-Bahn steigen mit dem Wissen und Wollen, möglichst viele Zivilisten in den Tod zu reissen!

Und hier wird es immer noch so dargestellt, dass Bush für den Terror verantwortlich ist. Meine Güte, Bush war noch nicht einmal 1 Jahr im Amt, als die Angriffe geschahen! Wenn Ihr schon anklagt, dann müsst Ihr alle Präsidenten anklagen, inkl. Herrn Clinton. Aber das wagt natürlich keiner, denn Clinton ist ja "sympathisch".
 
Na das wird wohl ein Dialog hier, aber ich hab gerade Zeit. Also den Unterschied zwischen toten Zivilisten im Krieg und toten Zivilisten eines Anschlages kann ich nicht erkennen. Tot ist tot und unschuldig ist unschuldig. In sofern ist ein volkerrechtswidriger Angriffskrieg nicht besser als ein Terroranschlag. Eher schlimmer, glaub ich.
Zum "Angriff" auf die USA: Der Begriff an sich stört mich nicht mal, wenn man sagt, ein Angriff von Terroristen auf die USA. Das war es ja auch. Was Bush aber damit gemeint hat, war ja soviel wie: Afghanistan hat uns angegriffen (die drei Ruderboote der afghanischen Binnenmarine waren wohl schon in Sichtweite). Diese Denkart als Rechtfertigung für einen Krieg zu nehmen ist einfach lächerlich. Was war dann der Nutzen: Ich denke, das war Aktionismus aus Hilflosigkeit. Bush mußte sich in dieser Situation profilieren. Ein Feindbild mußte her. Opium fürs Volk.
Und: Natürlich sind die Vorgänger Bushs die Ursache für die politische Ausgangslage. Da hast du vollkommen recht. Weißt du eigentlich, wer in einer Rede vor der zunehmenden Macht des militärisch-industriellen Komplexes in den USA gewarnt hat? Dwight D. Eisenhower.
 
sasch.chem schrieb:
Na das wird wohl ein Dialog hier, aber ich hab gerade Zeit. Also den Unterschied zwischen toten Zivilisten im Krieg und toten Zivilisten eines Anschlages kann ich nicht erkennen. Tot ist tot und unschuldig ist unschuldig. In sofern ist ein volkerrechtswidriger Angriffskrieg nicht besser als ein Terroranschlag. Eher schlimmer, glaub ich.
Der Unterschied ist doch ganz klar: Schmeisst du im Krieg eine Bombe auf eine Fabrik, von der angenommen wird, dass dort Kriegsmaterial hergestellt wird, so ist es eine "gerechtfertigte" Kriegshandlung. Wie gesagt, wenn jetzt jemand (kein Soldat) in die U-Bahn steigt und eine Bombe zündet, so kann ich dem keine "strategische" Bedeutung beimessen. Mir wäre es ehrlich gesagt egal gewesen, wenn die einen Stützpunkt der Armee angegriffen hätten, aber hier wurden bewusst und zielgerichtet Zivilisten getötet. Was hältst du denn dann von Beslan? Ich würde sagen, solch ein "Angriff" ist bei weitem schlimmer als ein Collateralschaden während eines Krieges (wobei ich natürlich beides nicht gutheisse und auch keinen Toten "besser" als einen anderen behandeln will). Es geht doch vielmehr um die Absicht und da denke ich, werde die Unterschiede zwischen Krieg und Terror deutlich.

sasch.chem schrieb:
Zum "Angriff" auf die USA: Der Begriff an sich stört mich nicht mal, wenn man sagt, ein Angriff von Terroristen auf die USA. Das war es ja auch. Was Bush aber damit gemeint hat, war ja soviel wie: Afghanistan hat uns angegriffen (die drei Ruderboote der afghanischen Binnenmarine waren wohl schon in Sichtweite). Diese Denkart als Rechtfertigung für einen Krieg zu nehmen ist einfach lächerlich. Was war dann der Nutzen: Ich denke, das war Aktionismus aus Hilflosigkeit. Bush mußte sich in dieser Situation profilieren. Ein Feindbild mußte her. Opium fürs Volk.
Bush hat doch nie gesagt "Afghanistan hat uns angegriffen" - er hat es auch nicht gemeint. Hättest du genau hingehört, so hat Bush auch nie von "Afghanistan" gesprochen, sondern immer nur von den "Taliban" oder dem "Regime". Was hätte Bush denn machen sollen? Die Verbindung Al-Quaida und Taliban ist bewiesen und dass die Taliban Bin Laden sowohl technisch, strategisch und militärisch unterstützt haben, ist wohl klar. Das von dir beschriebene "Feinbild" wurde übrigens nicht nur von den USA identifiziert, auch Deutschland hat dieses Feindbild erkannt.

sasch.chem schrieb:
wer in einer Rede vor der zunehmenden Macht des militärisch-industriellen Komplexes in den USA gewarnt hat? Dwight D. Eisenhower.
Ich weiss, das war ein paar Jahre nach dem A-Bomben-Abwurf in Japan ;)
 
Ich weiß schon, wie du das meinst mit dem Unterschied zwischen Krieg und Terror. Nur ich sehe das vom Ansatz her anders mit dem Krieg. Wer einen beginnt, ohne sich eines rechtswidrigen und gegenwärtigen Angriffs (Notwehrbegriff) erwehren zu müssen. In einem Land, daß zigtausend Kilometer von den USA entfernt ist. Wer damit für eine handvoll Leute den Tod vieler Zivilisten billigend in Kauf nimmt. Ist der wirklich moralisch besser? War nicht im Fall Afghanistan Krieg das vollig falsche Mittel für eine Aufgabe, die eher der Justiz zugestanden hätte? Klar, die hatten dort keine, aber das trifft auf viele Länder zu. Aber wenn ich keine Pinzette hab, kann ich auch nicht den Hammer nehmen.
Du hast in diesem Zusammenhang auch vom Unterschied zwischen Mord und Totschlag geschrieben. Das kann man auch anders herum sehen. Voraussetzung für Mord sind niedere Motive und Vorsatz. Ist Profitsucht im Fall Irak nicht ein niederes Motiv? Ist das Fälschen von Beweisen für Massenvernichtungwaffen nicht Vorsatz? Kann man andererseits bei einem Selbstmordattentäter nicht Beweggründe wie Verzweiflung, Ohnmacht, Wut geltend machen, was vor Gericht für Totschlag sprechen würde?
 
sasch.chem schrieb:
Wer damit für eine handvoll Leute den Tod vieler Zivilisten billigend in Kauf nimmt. Ist der wirklich moralisch besser? War nicht im Fall Afghanistan Krieg das vollig falsche Mittel für eine Aufgabe, die eher der Justiz zugestanden hätte?
Es gibt aber immer noch einen Unterschied zwischen "billigend in Kauf nehmen" und dem gezielten Morden! Was hättest du mit Afghanistan machen wollen? Es unterwandern - hätte Jahre gedauert und wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Es mit einem Embargo belegen - hätte der Zivilbevölkerung nur noch mehr geschadet. Im 3. Reich hätte auch die "Justiz" etwas tun müssen, aber eine Gewaltenteilung fehlte. Ich befürworte den Krieg in Afghanistan, denn es war das einzig wirkliche Mittel.

sasch.chem schrieb:
Du hast in diesem Zusammenhang auch vom Unterschied zwischen Mord und Totschlag geschrieben. Voraussetzung für Mord sind niedere Motive und Vorsatz. Ist Profitsucht im Fall Irak nicht ein niederes Motiv? Ist das Fälschen von Beweisen für Massenvernichtungwaffen nicht Vorsatz? Kann man andererseits bei einem Selbstmordattentäter nicht Beweggründe wie Verzweiflung, Ohnmacht, Wut geltend machen, was vor Gericht für Totschlag sprechen würde?

Da verwechselst du wieder etwas. Das Fälschen und Profitsucht mögen für dich niedere Motive sein (wobei Proditsucht juristisch wohl kaum ein niederes Motiv ist). Du vergisst wieder: Profitsucht mag zu einem Krieg geführt haben, dessen Folge der Tod von Zivilisten war. Das war aber kein Vorsatz! Kein Soldat ist in den Irak geschickt worden, mit dem Auftrag, die Zivilbevölkerung anzugreifen und zu töten! Vorsatz bedeutet mit dem Wissen und Wollen etwas zu tun. Ein Terrorist weiss und will andere unschuldige Menschen umbringen und das ist im Krieg nicht der Fall. Wie gesagt, Beslan ist das wohl schlimmste Bsp. Da kann Ohnmacht und Wut eine Rolle spielen, aber dennoch belibt es vorsätzlich und niedrig. ich fühle mich auch häufig ohnmächtig und wütend - renn ich los und knall bewusst Leute ab?
 
Bevor wir uns in juristischen Spitzfindigkeiten verfransen, denke ich, die Positionen sind klar geworden. Krieg ist meiner Meinung nach immer ein Verbrechen, wenn er begonnen wird, und kein Mittel der Politik, und gemessen am Schaden sicher noch schlimmer als ein Terroranschlag. Das kannst du aber anders sehen.
Du meinst, der Einmarsch in Afghanistan sei das einzige wirksame Mittel gewesen. Aber war es ein Erfolg im Sinne der Ausgangslage? Gut, die Taliban sind weg. Bin ich auch zufrieden. Aber: Bin Laden ist noch unterwegs, Al Kaida noch da. Das hat es also nicht gebracht. Ziel verfehlt. Karsai ist ein wackliger Präsident, mit Ach und Krach ins Amt gehievt. Land unbefriedet, Situation offen, Militär hängt fest. Der Graben zwischen den islamischen Ländern und dem Westen ist noch weiter aufgerissen. Der Hammer hat´s nicht gebracht.

Was hätte man tun können? Man sollte endlich die Ursachen dafür beseitigen, daß sich der islamische Raum vom Westen und konkret von den USA unterminiert fühlt. Ganz zuerst wäre da wohl das Israel-Palestina-Problem. Da hat sich Clinton ja zumindest schonmal bemüht. Die Lösung wäre meiner Meinung nicht die schnelle Rache, sondern der antiamerikanischen Haltung in den islamischen Ländern durch eine neue Außenpolitik die Grundlage zu entziehen. Das bedeutet nicht, mit Terroristen zu verhandeln, sondern den Konsens mit Staaten des islamischen Raumes zu suchen. Wenn Al Kaida dort den Rückhalt verliert, kann man sie effektiv beseitigen. Anders wird es nie und nimmer.
 
ich denke jeder krieg kann irgendwie nicht so richtig gerechtfertig werden da ja immer zivilisten dabei umkommen und dafür man keine rechtfertigung hat.
deshalb ist das bei jedem krieg schwer zu sagen denn es gibt immer die befürworter und die da gegen sind.
 
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