Uludag schrieb:
Gehst du dem nach nur nach was geschrieben ist oder Übersetzungen um an Allmächtige (Gott) zu glauben , oder wie soll ich das jetzt verstehen. ?
Ganz einfach,
Uludag, die Bibel liegt mir bisher nur in gedruckter und nicht in gesungener Form vor. Ok, Spaß beiseite. Wenn ich mich mit der Bibel (oder auch nur Teilen davon) auseinandersetze, dann ist es mir lieber, ich greife auf einigermaßen authentisches Material zurück. Vom Hörensagen her Schlüsse ziehen ist nicht so meine Sache. Die Vulgata ist mir nun einmal näher als die Elberfelder.
Früher, als die Menschen noch dumm gehalten wurde, war der Umgang mit dem Glauben ein anderer. Man glaubte, weil man so erzogen wurde und es einem so eingetrichtert wurde. Man ging zur Messe, die man nicht verstand, wenn man nicht gerade privielegierter Insider war, der Latein verstand.
Heute ist das anders, man überlegt sich mitunter durchaus bewusst, ob man darauf eingeht oder auch nicht. Und wenn, dann wie weit.
Wenn ich deine Frage richtig interpretiere, dann ist die Bibel eigentlich überflüssig, weil man ohnehin an Gott glaubt oder zu glauben hat und die Bibel dabei keine (entscheidende) Rolle spielt. Sehe ich das richtig? Ich selbst jedenfalls bin da ganz anderer Meinung.
Noch einmal zurück zum Punkt Respekt. Zumindest ich respektiere alle Meinungen, die mir nicht vorzuschreiben versuchen, was ich zu denken habe. Manche sind mir zu nebulös und andere zu dogmatisch. Aber ich muß sie mir ja nicht zueigen machen. Nur steht es mir zu, mich auch kritisch zu äußern und das muß auch niemandem gefallen.
Auffällig finde ich jedenfalls, daß manche Gottgläubige gern von Gotteslästerung reden, sobald man ihren Glauben kritisch sieht und nicht teilt. In meinen Augen sind dies verkappte Missionare, für die das Wort Toleranz letztendlich ein Fremdwort zu sein scheint. Wenn sie selbst jedoch 'Ungläubige' maßregeln wollen, dann ist es keine Lästerung sondern fast schon selbstverständlich. Daß sie sich selbst auf diese Weise um den ihnen gegenüber aufgebrachten Respekt bringen, liegt offen auf der Hand. Nun, so geht es jedenfalls nicht.
Gruß Konradin