"Ein paar nett-schlau gesetzte Sätze reichen aber nicht aus, um eine Evolutionstheorie vom Tisch zu wischen. Schon gar nicht, um bspw. Kreationisten zu widerlegen."
Für was die Evolution und Darwin vom Tisch wischen?
Die Um- bzw Weiterentwicklung des Lebens als Anpassung an neue (Eis-) Zeiten und Umstände ist ja nichts schlechtes.
Zu versuchen zu begreifen, wie diese Anpassung geschehen soll - wie die Rulez sind- um sich durchzusetzen ist sogar ein guter Ansatz zu überleben und zu dominieren.
Die Evolution ist kein Problem für Gottglauben.
So viele Kreationisten durfte ich nicht live erleben, die Story vom 1. Konzil und ein paar dezente Hinweise darauf wer wann die Hoheit über die Bibelüberlieferung hatte reichen doch aus um denen zu zeigen das sie vor der eigenen Tür kehren sollen.
Eine Theorie bzw. gewisse Axiome werden nicht dadurch ungültig, indem man wegen mangelnder Nachweisbarkeit einfach das Gegenteil behauptet und dies als gottgegebene Wahrheit anpreist.
In die Schranken weisen heißt doch nicht für ungültig erklären. Wenn man sich biologistisch mit einem Ansatz durchsetzt und die Vertreter der Gegenmeinung einfach so biologisch aussterben ist doch evolutionär alles geklärt.
Schau nach Israel. Dort ists sehr offenkundig: Anteil der Laizisten, der Orthos und der Zionisten, Vermehrungsraten und Ausblick auf baldige Zeiten (die Laizisten sterben aus) .
"Die Bibel ist weiterhin für viele christliche Gruppierungen der Nachweis schlechthin für die Existenz Gottes."
Vox populi. Ich bedaure sie nicht, es ist ihre Entscheidung sich dieser mosaischen Sekte zu unterwerfen. Sie stehen auf der selben Stufe wie jene Janitscharen die zum Islam konvertieren. Wir werden sehen wie die Schöpfung sie assimiliert oder direkt auscheidet.
"Wenn Evolution bloß eine Theorie ist, was soll Gott dann sein?"
Die Evolutionstheorie ist ein Versuch hier auf diesem Layer auf dem wir herumturnen in Begriffen die wir verstehen ein Modell zu basteln in dem wir Gesetzmässigkeiten des Lebens zu erkennen glauben.
Gott zu erklären ist dem Menschen nicht möglich. Gerne strapazierter Hinweis:
Das menschliche Gehirn kapituliert schon bei vier Dimensionen, wieviele kennt die Mathematik?
"Demnach können Götter also nur Fantasie sein. Für eine Theorie reicht es zu mindestens nicht."
Können nur? Das kann man aus nichts oben gesagtem ableiten. Glauben kommt zuerst von geloben. Was man glaubt gelobt man. Es sind Entscheidungen. Was sein kann steht auf einem Blatt. Entscheidungen auf einem anderen. Man steht zu Entscheidungen und man fällt mit ihnen. Oder eben nicht wenn die Gegenmeinung fällt.
Es reicht also nicht für eine Theorie sondern für viele. Siehe Anzahl der Weltanschauungsgemeinschaften. Auch ohne Ein-Mann-Sekten.
Interessant sind in den Theorien ein paar Sachen:
-Warum sind die Gottlosen evolutionär unterlegen?
-Wie muss eine Religion ausgeformt sein um einer Population maximal Schub zu geben?
-Besteht ein Zusammenhang zwischen der Macht eines Gottes und der Anzahl der Gläubigen und der Intensität ihres Glaubens oder wie wirkt das ineinander?
-Würde Gott mit dem letzten der an ihn glaubt sterben?
-Äußert sich "Gottgefälligkeit" auch in nicht biologistisch greifbaren, in der Evolution erlebbaren Tatsachen?