Arbeiten für ein Almosen

Entschuldige, aber "wirtschaften" kann man mit den paar Euro nun ganz sicher nicht. Es sei denn, man nutzt irgendwelche merkwürdigen Schlupflöcher und reiht sich bei den Sozialschmarotzern aus einem anderen gut besuchten Thread dieses Forums ein.

Und dass noch keine Friseuse verhungert ist, ist doch auch kein Zeichen dass solche Löhne von unter 5 Euro in Ordnung wären.

Ich selbst verdiene auch nicht übermäßig viel, aber mit Hartz4 auszukommen kann ich mir absolut nicht vorstellen.
 
Lieber shadowww,
Du bekommst nicht so viel wie Du verdienst.... das ist die Leistungsgesellschaft wie sie in Deutschland praktiziert wird.

McKilroy, Dir kann ich empfehlen meine Beiträge mehrfach durch zu lesen. Erst dann besteht die Chance das Du auf das reagieren könntest, was ich wirklich geschrieben hatte.
Objektivität ist eigentlich nicht zu viel verlangt für jemand der studierte und so "leistungsfähig" ist das er ein mehrfaches im Monat bekommt gemessen am Jahreshass4 - Einkommen mancher deutscher Bürger die im Moment unschuldig arbeitslos sind.

Zudem ist es ein Merkmal vieler privilegiert Bezahlten das sie kein Realverständnis für die anderen haben. „Wenn das Volk kein Brot hat, wieso isst es dann keinen Kuchen?“ (Marie- Antoinette). Ist die frühe Wurzel des Phänomens. Ich glaube das die Selbstüberschätzung als Ursache zu sehen ist.

Ich würde gerne mehr von meinem Einkommen geben um zu verhindern das Millionen Kinder ihr Essen von der Tafel bekommen. Auch wenn die Ursache dafür bei den Eltern zu suchen ist, weil sie ihre 3 € Stundenlohn lieber in Deutschland verprassen als es in China:D oder Indien :Dauszugeben. In manchen Regionen ist 3 € ein guter Tagesverdienst...:devil:

Natürlich, wirst Du jetzt dringenden Drang verspüren um zu erläutern das Du ja nur die Faulenzer meinst und der rest anders behandelt werden sollte. Leider vergisst Du das Leute (Leutz) wie Du sowas billigen um einigen wenigen die am Boden liegen den Schuh in den Hintern (sinnbildlich) zu rammen. Der Zweck heiligt die Mittel und füllt beständig den Geldbeutel des Priveligierten .

Denk mal nach und denk weiter als bisher. Du kannst das, lieber McKilroy.

Carmen
 
Es ist doch immer die Frage, welchen Standard der Staat Bürgern finanzieren soll bzw. muss. Was ist ausreichend, was ist zu wenig?

Die Tage hat mir ein hart arbeitender Möbelpacker erzählt, dass er kaum 200 Euro mehr verdient, als ein Hartz-4 Kumpel von ihm von Staats wegen erhält. Wir kamen da so ins Reden und er kann sich nicht besonders viel Extras von seinem Verdienst leisten. Andererseits heißt das aber auch, dass Sozialhilfeempfänger mit der zugemessenen Unterstützung eigentlich auskommen sollten. Luxus kann davon nicht bezahlt werden, klar. Dass die Kinderbeiträge teils zu niedrig angesetzt sind, mag ebenso unbestritten sein. Aber verhungern muss keiner!

Wie schon vielfach betont, sind die Löhne einfach zu niedrig in vielen Branchen, so dass sich ganztägige, oft harte Arbeit kaum noch lohnt! Da mögen immer mehr denken, dass man mit Hartz4 recht bequem leben kann, vor allem, wenn man sich schwarz ein bisschen dazu verdient.

Aber mal ehrlich, um zum Beispiel der Friseurin zurück zu kommen:
Wer von euch geht nicht lieber zu einem Billig-Haarstylisten, wie hairkiller.com anstatt zum doppelt und dreifach so 'teuren' Friseur um die Ecke?

Wer kauft nicht lieber Schuhe für 20 Euro, made in China, statt welche für 120 Euro, made in Europe? Beispiele gibt es genügend. Die Spirale setzt sich fort und durch unseren Billigwahn manövrieren wir uns immer mehr in die Bereiche der Billigstlöhne.

Arbeit soll sich lohnen - nur, wo gibt es genügend ordentlich bezahlte Arbeit denn noch?
 
Aber mal ehrlich, um zum Beispiel der Friseurin zurück zu kommen:
Wer von euch geht nicht lieber zu einem Billig-Haarstylisten, wie hairkiller.com anstatt zum doppelt und dreifach so 'teuren' Friseur um die Ecke?

Wer kauft nicht lieber Schuhe für 20 Euro, made in China, statt welche für 120 Euro, made in Europe? Beispiele gibt es genügend. Die Spirale setzt sich fort und durch unseren Billigwahn manövrieren wir uns immer mehr in die Bereiche der Billigstlöhne.

Genau das ist der Punkt. Würden alle nicht zum Billigbäcker gehen und dort die Arbeitsplätze der 4-5 400 €-Kräfte sichern, sondern zu einem normalen Bäcker und dort 10 Cent / Brätchen mehr bezahlen und dann die Arbeitsplätze der Bäcker und der Fachverkäufer sichern, wäre diese Diskussion sinnlos. Gleiches gilt für Friseure, 1 € Shops usw...........

Solange die Gesellschaft in solche Läden rennt, ist ein Umdenken gar nicht nötig und vor allem nicht möglich.
 
Genau das ist der Punkt. Würden alle nicht zum Billigbäcker gehen und dort die Arbeitsplätze der 4-5 400 €-Kräfte sichern, sondern zu einem normalen Bäcker und dort 10 Cent / Brätchen mehr bezahlen und dann die Arbeitsplätze der Bäcker und der Fachverkäufer sichern, wäre diese Diskussion sinnlos. Gleiches gilt für Friseure, 1 € Shops usw...........

Solange die Gesellschaft in solche Läden rennt, ist ein Umdenken gar nicht nötig und vor allem nicht möglich.

Solange die Angestellten ordentlich bezahlt werden kann es egal sein!

Wenn die Brötchen aber durch Kinderarbeit billig sind oder durch Teig aus Polen?

Ein Mindestlohn würde hier ein Problem lösen.

Carmen
 
Genau das ist der Punkt. Würden alle nicht zum Billigbäcker gehen und dort die Arbeitsplätze der 4-5 400 €-Kräfte sichern, sondern zu einem normalen Bäcker und dort 10 Cent / Brätchen mehr bezahlen und dann die Arbeitsplätze der Bäcker und der Fachverkäufer sichern, wäre diese Diskussion sinnlos. Gleiches gilt für Friseure, 1 € Shops usw...........
Da kann ich vom Prinzip nur zustimmen.
ABER:
Warum gehen denn so viele in die Billigläden? Ganz einfach weil sie ihre paar Groschen zusammenhalten müssen. Wenn ich beispielsweise minatlich 200 Euro zum leben übrig habe, werde ich sicher nicht die Hälfte davon für einen Friseurbesuch ausgeben.

Lieber shadowww,
Du bekommst nicht so viel wie Du verdienst.... das ist die Leistungsgesellschaft wie sie in Deutschland praktiziert wird.
Dazu kommt noch, dass ich ein weiteres Handicap habe. Unser Ex-Ministerpräsident war jedenfalls auch noch stolz darauf, dass in Thüringen bundesweit die niedrigsten Löhne bezahlt werden.
 
Ganz einfach weil sie ihre paar Groschen zusammenhalten müssen. Wenn ich beispielsweise minatlich 200 Euro zum leben übrig habe, werde ich sicher nicht die Hälfte davon für einen Friseurbesuch ausgeben.

Ich gehe z. B. zu einem normalen Friesuer und zahle für den Trockenhaarschnitt 13,50 €. Beim Billgfriseuer kostet dieselbe Leistung 8 €. Die 5,50 €, welche ich monatlich mehr zahle, trägt aber auch dazu bei, dass 3 Azubis eine Ausbildung machen können. Soviele hat mein Friseuer nämlich.

Einen Billigfrisuer habe ich noch nie ausbilden gesehen.

Beim Bäcker ist es doch auch nicht anders. Diese ganzen Backshops mit 10 Brötchen für 2,00 € bekommen ihren "Schrott" aus irgendwelchen Fabriken. Das hat mit Handwerk nichts zu tun und ich will das auch nicht essen. Also zahle ich 3,50 € / 10 Brötchen.

Da ich ca. 20 Brötchen pro Monat esse und 1 mal zum Friseur gehe, macht das bei mir 8,50 € an "Mehrkosten" im Monat aus, die das Handwerk sichern. Auf den Tag in etwa 0,30 €

Gleiches gilt für Lebensmittel. Wenn ich im Fernsehen sehe........

"Oh, ich würde ja gerne frisch für meine Kinder kochen, aber das Geld reicht nur für TK-Pizza!?!?!"

Dann bekomme ich das ******. Gesund kochen ist meist sogar günstiger als Fertigprodukte, aber das kostet ja Zeit und Mühe.......... Kann jeder nachrechnen, wie die Ersparnis bei einer 4-köpfigen Familie ausfällt. TK-Pizza gegen vollwertige Nahrung, wozu natürlich auch TK-Gemüse zählt.

Das hat nichts damit zu tun, dass das Geld nicht da ist, sonder mit dieser "Geiz ist Geil" Menatlität, die man leider immer mehr spürt in den letzten Jahren. Soagr für Werbung wurde das ja schon genutzt.
 
Ich kann deiner Argumantation durchaus folgen, nur, wenn ich die mal umkehre, dann stellt sich natürlich schon die Frage, wieviel Handwerk kann man mit 30 Cent pro Tag retten? ;)
Davon abgesehen kostet ein Nassschnitt mit Strähnchen auch beim Billigfriseur schon an die 30 Euro. Wäre ich eine Frau mit Dauerwelle müsste ich sogar 50 bis 60 Euro dort lassen. Keine Ahnung was das beim normalen Friseur kostet. Und ich gebe zu, ich gehe auch meistens aus Bequemlichkeit zum billigen. Beim anderen brauche ich nämlich immer erst einen Termin, und muss mir schon 3 Tage vorher überlegen wann ich zum Friseur will.
Klar, wenn mir die billigen Brötchen nicht schmecken, dann nehme ich eben andere. Wenn ich aber das selbe Produkt zum halben Preis kriege, dann ist es mir ehrlich gesagt ziemlich egal, ob ich damit einen Azubi unterstützen würde oder was auch immer. Solche Gedanken mache ich mir vielleicht, wenn ich mal richtig viel Geld besitze, aber bis dahin bleibe ich egoistisch.

PS: Beim Thema Essen stimme ich dir voll und ganz zu. Außerdem schmeckts auch besser. ;)
 
Faehnrich hat völlig recht. Das Problem beginnt immer zuerst bei uns selber. Solange ich chinesische Produkte kaufe (am liebsten würde ich sie völlig boykottieren), unterstütze ich das ganze Lohndumping-System. Wir alle benötigen Löhne, von denen wir leben können. Dann gibt es auch noch Mitbürger, die weit über das gesunde Mass hinaus verdienen. Hier zeigt sich das soziale Gefälle in aller Deutlichkeit. In der Schweiz stimmen wir bald über die Abzocker-Intitative ab - ich freue mich schon. Gruss freefloating
 
Naja Sorry aber, woher wollen wir denn wissen das unser Gute Bäcker neben an sich nicht seine Zutaten aus dem Ausland holt?

Auch habe ich Made in Europa lange nicht mehr gelesen, denn auch unsere Leute Produzieren zum Teil im Ausland und verkaufen es dann hier zu überhöten Preisen.
Dazu fällt mir eine Dokumentation dort ging es um Marken Jeans, dort wurden billig Jeans für den Takko und Marken Jeans (Wrangler) in der selben Schneiderei hergestellt.
Was kaufen sich wohl die Leute? Sicherlich die billigeren.
So könnte man immer weiter machen, denke da würde noch mehr einfallen.

Und ja ich kauf die Brötchen dann Lieber 15 Cent billiger, würdet ihr denn Brötchen kaufen für 50 cent das Stück nur weil ihr denkt ihr sichert damit einen Arbeitsplatz?

Aber wo sollten wir denn bei uns Anfangen, den meisten fehlt einfach auch das Geld um sich die Brötchen beim Bäcker zukaufen, da keiner weis wie es in unserem Land weiter geht, werden die Leute natürlich sehen wohin sie ihr Geld bringen.
Und wenn möglich soviel Geld wie möglich zu sparen denn sind wir mal ehrlich sparen ist heutzutage angesagt denn ich mit meinen 27 Jahren werde sicherlich oder kaum noch ne Rente sehen
 
Es ist doch ganz einfach so, das der Unternehmer auf Gewinnmaximierung bei sinkenden Ausgaben aus ist. Einfach den Hals nicht voll genug bekommen.
Gespart wird dabei als erstes natürlich an den Personal-/Lohnkosten. Er stellt sich lieber 3-4 Hartz 4 Empfänger ein, die froh sind zu ihrem Almosen was dazuverdienen zu können, und er selbst hält sie sich wie reguläre Arbeitskräfte, mit voller Stundenzahl, Wochenendarbeit,Feiertagsarbeit, Schichtarbeit,-> natürlich ohne einen Cent an Extra Vergütung! Und derselbe Arbeitgeber wundert sich, warum seine teure "Made in Germany" -Ware nicht gekauft wird. Ja von wem denn, den Hartzern die er bis aufs Messer bluten läßt und mit Cent´s abspeist ? Kann mir einer erzählen was er will, Hartz 4 ist das beste was Arbeitgebern passieren konnte in Puncto Lohngefüge -Veränderung zu ihren Gunsten.
Und die, -ich muß immer wieder darauf zurückkommen-,Verursacher,scheinheiligen WixXxer und Verräter am gemeinen Volk , Schröder und Fischer sitzen in russischen Öl- & Gasfirmen. Als Dank für Verträge und Vergünstigungen die sie während Ihrer Laufzeit den jeweiligen Firmen zugeschustert haben. Es ist nicht der kleine Hartzer der Volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, so wie uns immer wieder in TV und Zeitung weisgemacht werden will, ganz oben, da sitzen die wahren Schädlinge. Es war immer so, wer als nächstes am großen Topf sitzt, der langt zu, und das mit der größten Kelle. Die Wasserbrühe, die kann dann der Rest unter sich aufteilen....
 
Und die, -ich muß immer wieder darauf zurückkommen-,Verursacher,scheinheiligen WixXxer und Verräter am gemeinen Volk , Schröder und Fischer sitzen in russischen Öl- & Gasfirmen. Als Dank für Verträge und Vergünstigungen die sie während Ihrer Laufzeit den jeweiligen Firmen zugeschustert haben.

Deine Worte in Gottes Ohren :D:D

Ich sag nur NullRunde für Rentner
Diätenerhöhung im Januar von 345€ nächste vorraussichtlich April um 414€.
Sorry für Offtopic, aber es ist nur noch zum kot.en in unserem Land.
Kann doch nicht sein das in so einem "Reichen" Land Leute für 3€ Arbeiten müssen.....
 
Zitat Generale: "Aber wo sollten wir denn bei uns Anfangen, den meisten fehlt einfach auch das Geld um sich die Brötchen beim Bäcker zukaufen, da keiner weis wie es in unserem Land weiter geht, werden die Leute natürlich sehen wohin sie ihr Geld bringen."

Ich muss dir leider recht geben, es gibt schon sehr viele Leute die sich nur noch die billigen Produkte leisten können - ihr Budget lässt gar keine Alternative zu. Aber an alle anderen appelliere ich, einheimische und europäische Produkte zu bevorzugen. Dein Nachbar dankt es dir! :)

Gruss freefloating
 
... Und ja ich kauf die Brötchen dann Lieber 15 Cent billiger, würdet ihr denn Brötchen kaufen für 50 cent das Stück nur weil ihr denkt ihr sichert damit einen Arbeitsplatz? ...

Zum einen kostet ein Brötchen bei einem 'normalen' Bäcker auch keine 50 Cent und zum anderen sind die Fabrikbrötchen geschmacklich oft eine Katastrophe. Wenn du wirklich wenig Geld zur Verfügung hast, solltest du dein Brot selber backen - z.B. mit einer Brotbackmaschine, die sich in kürzester Zeit amortisiert.

Wenn jeder so denken und handeln würde, wie der Member Generale, dann hätten wir in Deutschland überhaupt keine Arbeitsplätze mehr im Produktionsbereich! Selbst der Member Shadoww führt unwidersprochen an, dass es ihm egal wäre, ob ein (Friseur-)Laden ausbildet, oder nicht.

Schauen wir die Arbeitsplätze bei den Billigläden doch mal an: oftmals ungelernte / angelernte Hilfskräfte, die für Niedrigstlöhne malochen müssen. Und in anderen Threads wundern sich die Member dann über geringe Einkommen. Der Kreis schließt sich und die qualifizierten, ordentlich bezahlten Arbeitnehmer kommen immer weniger zum Zuge. Weshalb sollte ein SB-Billig-Backladen denn einen ausgebildeten Bäcker einstellen, wenn seine Hilfskräfte die Teiglinge aus Osteuropa auch in den Ofen schieben können?
 
...Und in anderen Threads wundern sich die Member dann über geringe Einkommen. Der Kreis schließt sich...

Genau das war doch meine Rede. Wenn jeder ein vernünftiges Einkommen hätte, dann könnte sicher auch jeder etwas mehr ausgeben. Aus welchem Grund schießen die Billigläden wie Pilze aus dem Boden, während immer mehr Unternehmer Umsatzrückgänge haben? Und das in Gegenden mit niedrigen Einkommen? Man kann nun mal nicht mehr Geld ausgeben als man verdient. Das heißt, das kann man schon, aber wohin das führt zeigt uns ja unsere Regierung immer wieder recht deutlich.
Und um es nochmal zu konkretisieren: Mein Friseur hier bildet auch nicht aus, hat aber höhere Preise, schlechte Öffnungszeiten und Terminpflicht.

(Außerdem arbeiten beim Billigfriseur die hübscheren Friseurinnen ;) )
 
Genau das ist der Punkt. Würden alle nicht zum Billigbäcker gehen und dort die Arbeitsplätze der 4-5 400 €-Kräfte sichern, sondern zu einem normalen Bäcker und dort 10 Cent / Brätchen mehr bezahlen und dann die Arbeitsplätze der Bäcker und der Fachverkäufer sichern, wäre diese Diskussion sinnlos. Gleiches gilt für Friseure, 1 € Shops usw...........

Solange die Gesellschaft in solche Läden rennt, ist ein Umdenken gar nicht nötig und vor allem nicht möglich.
So ein Quatch!!!!

Unser kleine Dorfbäcker kann mit seinen Preisen voll zu den Billigbäckern konkurrieren. Brötchen 18 Cent, gut belegtes Brötchen, egal womit 1 €, usw.. Er sagt immer: "Ich bin nicht zu billig, die anderen sind zu Teuer!"

Das Problem bei uns ist, das jeder meint er muss in kürzester Zeit Millionär werden, und die Geldgier wird immer größer. Vor 20 Jahren war jemand mit einer Millionen DM noch jemand, heutzutage muss man doch mindestens 10.000.000 € haben, aber besser noch 100.000.000 €. Sonst gehört man doch fast zur Unterschicht.

In 21 der 27 europäischen Ländern, sowie die USA, Japan und Kanada gibt es bereits einen grundsätzlichen Mindestlohn. Hier erzählt man uns, das das viele Arbeitsplätze zerstören würde. So ein Quatsch, als ob der Frisör seinen Laden schließen würde, nur weil er jetzt einen halbwegs vernünftigen Lohn bezahlen müsste. Es hat auch in den anderen Ländern keine Arbeitsplätze gekostet, als der Mindestlohn eingeführt wurde.
Aber die "Gewinne" würden etwas kleiner, und das will natürlich kein Arbeitgeber. Wie soll man sonst so schnell an die erste Millionen kommen.


Meik :D
 
So ein Quatch!!!!

Mal locker bleiben. Musst ja nicht gleich rumschreien..........

Das Problem bei uns ist, das jeder meint er muss in kürzester Zeit Millionär werden, und die Geldgier wird immer größer. Vor 20 Jahren war jemand mit einer Millionen DM noch jemand, heutzutage muss man doch mindestens 10.000.000 € haben, aber besser noch 100.000.000 €. Sonst gehört man doch fast zur Unterschicht.

Also ich habe noch von keinem traditionellen Bäcker gehört, der an der Mio. knabbert.... Ganz im Gegensatz dazu die großen Billigketten, die mit billiger Arbeitskraft und mangelhafter Qualität (auf aufgebackenes Brötchen wird nie an ein traditionell hergestelltes drankommen) große Umsätze erzielen. Das durch die ganze Billigkonkurrenz das "echte" Handwerk zerstört wird, interessiert niemanden. Es wird erst dann ein Umdenken stattfinden, wenn es nur noch diese Billigketten gibt.

So ein Quatsch, als ob der Frisör seinen Laden schließen würde, nur weil er jetzt einen halbwegs vernünftigen Lohn bezahlen müsste. Es hat auch in den anderen Ländern keine Arbeitsplätze gekostet, als der Mindestlohn eingeführt wurde.

Es ist nie von Mindestlohn die Rede gewesen. Es ging darum, ob die Billigkonkurrenz die traditionellen Betriebe auf Dauer zerstört. So schwer zu verstehen war das aber nicht........

Der Billigfriseur funktioniert so, dass er meist keine, oder weniges Angestellte vorhanden sind, oder über die Masse. Ausgebildet wird dort nicht. Da der Billigfriseur aber oft ein Ein-Mann Betrieb ist, muss sich der Unternehmer selber auch keinen Mindestlohn zahlen.

Derjenige welcher ausbildet, muss aber für die Kosten des Nachwuchses aufkommen und sowas muss unterstützt werden. Würden alle die paar Euro mehr an einen "echten" Friseur zahlen, hätte sich das Problem mit den Billigläden erledigt. Gleiches gilt auch für Bäcker und dort geht es nur ct Bereich. Da das aber nicht funktioniert, wird man möglicherweise auf Dauer um einen Mindestlohn nicht herumkommen.

Wer seit Jahren die Billigketten unterstützt, regt sich dann am lautestens auf, dass die eigenen Kinder keine Lehrstelle finden.
 
In 21 der 27 europäischen Ländern, sowie die USA, Japan und Kanada gibt es bereits einen grundsätzlichen Mindestlohn. Hier erzählt man uns, das das viele Arbeitsplätze zerstören würde. So ein Quatsch, als ob der Frisör seinen Laden schließen würde, nur weil er jetzt einen halbwegs vernünftigen Lohn bezahlen müsste. Es hat auch in den anderen Ländern keine Arbeitsplätze gekostet, als der Mindestlohn eingeführt wurde.

Es gibt genügend belegte Daten, daß Mindestlöhne durchaus Arbeitsplätze vernichten können. Sei es durch tatsächlichen Abbau oder indirekt durch vermiedene Expansion. Die gestiegene Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich zB ist auch auf die Mindestlöhne zurückzuführen.
 
Es gibt vieles, was Arbeitsplätze vernichten kann. Aber es kommt auch nicht auf die rein rechnerische Anzahl der Arbeitsplätze, sondern auf die Qualität derselben an. Ein Arbeitsplatz, der seinen Mann (oder seine Frau) nicht ernährt ist letztendlich überflüssig.

Käme es nur auf die Anzahl der Arbeitsplätze an, dann müssten wir über Kriege, Katastrophen und Krankheiten jubeln, denn diese schaffen alle reichlich Arbeitsplätze. :D

Von der 'Arbeit und Wohlstand für alle'-Ideologie sind wir weit entfernt. Wir wollen zwar, daß jeder arbeitet, den Wohlstand für alle verbitten wir uns aber. Ein Aufschrei geht durchs Land, wenn einer mal nicht arbeiten will. Und will er gar einen gerechten Lohn, dann hallt der Aufschrei gleich doppelt. So geht es nun wirklich nicht. Wo kämen wir hin, wenn man von seinem Arbeitslohn auch ohne staatliche Unterstützung leben könnte, dann könnte der Staat einem ja nicht mehr ins Leben hineinreden.

Sehen wir es einmal positiv. Zumindest von Übergriffen á la Odenwaldschule ist der Nachwuchs der Billigverdiener ja einigermaßen sicher. Reicht es bei ihnen doch selten für den Besuch von Eliteschulen. Bescheidenheit ist angesagt. Erst immer weniger Bildung, dann keine Lehrstelle und irgendwann vielleicht auch keine Rente mehr.

Nein, Mindestlöhne sind es keineswegs, die unsere Arbeitsplätze gefährden. Denn Arbeitsplätze für einen Hungerlohn sind ihr Geld nicht wert. Mal ganz abgesehen davon, daß der Steuerzahler die Differenz zumindest zum Regelsatz ohnehin aufbringen muß. Wer dabei spart, das ist der Arbeitgeber.

Reguläre Arbeitsplätze werden (meist auf Kosten des Steuerzahlers) durch Billigjobs ersetzt, durch unbezahlte Praktika und durch Lohnsklaven (1-Euro-Jobber). Es ist oft lukrativer, Fördermittel für die zeitweilige Beschäftigung Langzeitarbeitsloser einzustreichen, die ohnehin anschließend nicht übernommen werden, weil der Nachfolger schon bereitsteht, als einen regulären Arbeitsplatz anzubieten. So etwas macht Jobs kaputt.

Und eine Personalpolitik, in welcher der kurzfristige Profit der Aktionäre mehr bedeutet als der Erhalt von Arbeitsplätzen, spottet ohnehin jeder Beschreibung. Dies nimmt man hin, aber Mindestlöhne? Weit gefehlt. So geht es schließlich nicht.

Heult nur, ihr werdet noch sehen, was ihr daran habt.

Ein schönes und besinnliches Wochenende wünscht Konradin.
 
Aber es kommt auch nicht auf die rein rechnerische Anzahl der Arbeitsplätze, sondern auf die Qualität derselben an. Ein Arbeitsplatz, der seinen Mann (oder seine Frau) nicht ernährt ist letztendlich überflüssig.
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Käme es nur auf die Anzahl der Arbeitsplätze an, dann müssten wir über Kriege, Katastrophen und Krankheiten jubeln, denn diese schaffen alle reichlich Arbeitsplätze. :D
....
Denn Arbeitsplätze für einen Hungerlohn sind ihr Geld nicht wert.

Sehr deutliche Formulierung, aber bei genauerem Nachdenken durchaus nachvollziehbar.

Zusätzlich ist aber noch zu bedenken, dass die momentane Rechtslage diese prekären Beschäftigungsverhältnisse im weitesten Sinne sogar fördert.

Die Arbeitsagentur stellt die Leute ja vor die Entscheidung. Entweder einen Job mit Hungerlohn annehmen, oder die Leistungen werden gestrichen. Die Entscheidung fällt dann nicht schwer, denke ich. So werden solche Stellen ja durch die Arbeitsagenturen gefördert, in dem man den AG´s billige Arbeitskräfte vermittelt.

Statt Mindestlohn wäre es aus dem Gesichtspunkt noch eine Alternative, wenn man Arbeitslose nur dann zu einem Job zwingen würde, wenn dieser einen auch ernährt. Im Umkehrschluß suchen dann viele AG vergebens nach Kräften und müssten dann wieder über monetäre Anreize Leute suchen. Die Löhne würden sich von alleine einspielen. (Nur mal so ein Gedankenspiel)
 

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