Abmahung im Job erhalten - was nun?

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Hallo,
ich kann da nur an meinen ersten Beitrag Beitrag 1 von inemaus erinnern.
Von Hobby Rechtsanwälte möchte ich da nicht sprechen, eher davon, dass man eventuell im Betriebsrat mit arbeitet
und da leider schon so einiges erlebt hat.

inemaus
 
Habt ihr keinen Betriebsrat ?
der müsste sich nit solchen Sachen auskenen !
 
Doch wir haben einen Betriebsrat, aber irgendwie verhalten die sich so wie einige Betriebsratsmitglieder von VW. Lustreisen und so und für die Leute haben die nicht so das Interesse.
Die unternehmen, bzw. raten dir garnichts.
 
Da solltet ihr mal euren selbst gewählten Betriebsrat mächtig den Marsch blasen, die sind schließlich dazu von euch gewählt worden eure Interessen zu vertreten. Bei uns würden die mit so einer Einstellung mächtigen Ärger bekommen.

inemaus
 
Oder Mitglied der IG Metall werden und dort auf dem Problem Betriebsrat rumreiten.
Das wirkt....
Liebe Grüße
Carmen
 
So wie es aussieht, haben sie dich wohl Iwie auf die Abschuß liste gesetzt

sehe ich genauso!

Zuerst einmal: Es müssen 3 Abmahnungen aus dem selben sprich ähnlich gelagerten Bereich sein, bevor die Kündigung ausgesprochen werden kann. Und dies dann auch nur (sofern vorhanden) mit Anhörung des Betriebrates (Mitbestimmungsrecht vom BR).
Selben Bereich bedeudet, daß häufiges zu spät kommen und z.Bsp. flegelhaftes Benehmen nicht gleichzusetzen sind. Oder bei Dir Probleme mit Kunden und Krankenstand sind nicht gleich ...

Widersprechen kann man immer, allerdings wird dadurch die schriftliche Verwarnung nicht unwirksam (kann aber durchaus rechtliche Relevanz besitzen, wie auch jemand vorher bereits vermerkte).
Im Regelfall wird bei einer glaubhaften darlegung der Umstände und sofern man merkt, daß es demjenigen ernst damit ist bei kleineren Dingen auch dann von einer schriftlichen Verwarnung absehen.
Dem AG ist es ja im Regelfall wichtig daß der MA diesen Fehler nicht mehr wiederholt, und aus der Sache lernt. Es zeigt auch eine gewisse Konsequenz der GF und hat symbolwirkung anderen MA gegenüber.

Ein ehrliches: Ich habe Scheiße gebaut, und dies tut mir leid öffnet da Türen. Eine unglaubwürdige Ausrede, ohne selbstkritisches Hinterfragen bestätigt den AG nur, in seiner Entscheidung.


Da Du dem Kunden benachrichtigt hast, ist der Schaden gering für die Firma. Eine Informationspflicht Deinem AG gegenüber bist Du allerdings nicht nachgekommen, sofern ich verstanden habe. Dies würde zumindest im erstmaligen Fall eine mündliche Ermahnung rechtfertigen bzw. einen gut gemeinten "Anschiß" vom Vorgesetzten.

Wie Du alerdings geschrieben hast warst Du Projektleiter und die "Kollegen" dich zu spät informiert haben, deutet auf Mobbing hin. Da ist irgendjemand scharf auf Deinen Posten und macht auf Lieb Kind beim Chef.
Seh Dir Dein Umfeld also mal genau an, nd überlege wie du den nächsten Atacken begegnen kannst. Denn das war bestimmt nicht der Anfang und ebenso wenig das Ende!


Was mich allerdings verwundert, ist daß ein Projektleiter überhaupt in diese Situation kommt, und nicht nach Urlaubsende sich umfassend Bericht erstatten lässt.
 
dass man eventuell im Betriebsrat mit arbeitet
und da leider schon so einiges erlebt hat.

Politiker bekommen soviel Geld, hauptsächlich deswegen das die nicht Bestechbar sind aber sich dennoch "Sponsoren" lassen, aber was ist ein Betriebsrat ?

Nichts weiter als kleine angestellte, die dem Chef hörig sind, du willst mir doch nicht erzählen das diese hinter einem Otto normal verdienenden stehen.. :rolleyes:


Gruß
Uludag
 
Nichts weiter als kleine angestellte, die dem Chef hörig sind, du willst mir doch nicht erzählen das diese hinter einem Otto normal verdienenden stehen.

Ich weiß ja, man hört in letzter Zeit so viel von Betriebsräten wo so viel falsch gelaufen ist aber glaubst du wirklich das ist überall so?!
So naiv stelle ich mir dich nicht vor, ich weiß das meine Kollegen mich genau aus dem Grund gewählt haben, weil ich den Chefs nicht hörig bin.
Ich kann das jetzt natürlich hier auch einfach so schreiben aber überlege doch selber mal, wenn das wirklich so wäre wie du denkst, dann würde man noch viel mehr negative Presse über Betriebsräte erfahren.
Logisch ist auch, das immer nur das Negative breit getragen wird, positive Sachen hörst du nirgends, wie so auch, das interessiert ja auch niemanden.

inemaus
 
Wer sich zum Betriebsrat wählen lässt verdient Respekt, nicht selten gibts nach der Nicht-Wiederwahl erhebliche Probleme für denjenigen im Betrieb. Leider gibts auch genug "hörige" Betriebsräte, freilich hört man stets zuviel negatives, das liegt in der Lage der Dinge, dass der Mensch geneigt ist negatives immer hochzubauschen anstatt auch die andere Seite der Medaille zu beleuchten.

Zum Thema Abmahnung, ich finde es befremdlich wegen sowas eine Abmahnung erhalten zu haben. Zumal der Kunde sofort davon erfahren hat und alles geregelt war.
 
Hallo Brenner 84,

es ist wahrscheinlich so, wie bereits gemutmasst wurde. Da will jemand Deine Position oder einer Deiner Kollgen Dich einfach da weg haben. Ist nichts neues und gibt es überall. Das Du jetzt fleissig Bewerbungen schreiben solltest versteht sich von selbst.

Aber versuche für Dein weiteres Berufsleben mal die Situation genau zu analysieren, was waren die Auslöser, inwieweit hast Du selbst dazu beigetragen. Und wer könnte von Deinem Weggang profitieren. Ich hatte so eine Situation am Anfang meines Berufslebens auch einmal. Auf einer Baustelle lief es schlecht und ich als Projektleiter ging in den Urlaub. Danach war die Abmahnung mit aus meiner Sicht an den Haaren gezogenen Details auf meinem (während meiner Abwesenheit aufgeräumten Schreibtisch) da. Am Ende gabs die Abmahnung aber nicht für die darin beschreibenen Dinge, sondern für Dinge, die sich arbeitsrechtlich nicht erfassen lassen. Wie z.B. den Chef, obwohl promoviert, nicht mit Herr Dr. anreden oder vorstellen usw.

Tja, und dann war tatsächlich auch jemand scharf auf meine Position, was aber erst rauskam, als ich dort nicht mehr war. Das war dann ausgerechnet derjenige Kollege, dem ich am meisten vertraute.

Und noch was: ab einer gewissen Position wird man nicht gemobbt. Man hat Feinde.

Gruss,

teppichtasche
 
Da Du dem Kunden benachrichtigt hast, ist der Schaden gering für die Firma. Eine Informationspflicht Deinem AG gegenüber bist Du allerdings nicht nachgekommen, sofern ich verstanden habe. Dies würde zumindest im erstmaligen Fall eine mündliche Ermahnung rechtfertigen bzw. einen gut gemeinten "Anschiß" vom Vorgesetzten.

Ich habe mich am WE noch einmal mit der Sache beschäftigt und ich wusste das da noch was war. Denn ich habe doch jemanden informiert und zwar einen Gruppenleiter und das auch noch per Mail. Ganz nebenbei den Gruppenleiter, der die Abmahung mit unterschrieben hatte.
Ich habe meine Gegendarstellung geschrieben und abgegeben, eine für den Chef, eine Kopie für den Betriebsrat und eine für die PA.
Reaktion gab es noch keine, aber ehrlich gesagt rechne ich auch mit keiner großen Reaktion.

Wie Du alerdings geschrieben hast warst Du Projektleiter und die "Kollegen" dich zu spät informiert haben, deutet auf Mobbing hin. Da ist irgendjemand scharf auf Deinen Posten und macht auf Lieb Kind beim Chef.

Nein, den das ganze kam vom Gruppenleiter, da passt einfach die Chemie nicht.

Was mich allerdings verwundert, ist daß ein Projektleiter überhaupt in diese Situation kommt, und nicht nach Urlaubsende sich umfassend Bericht erstatten lässt.

Leider ist das in unserem Laden so, dass jeder erst an sich denkt und dann, vermutlich nur wenn Langeweile herrscht, denken die an andere.
Ich habe es nicht glauben wollen, aber es gibt doch noch immer die Ost West Blockade. Da versuche ich es einmal in den neuen Bundesländern und schon fällt man auf die Nase.
 
Ist das ab der Position eines Projektleiter?

Eher ab Abteilungslieter aufwärts. Aber bei einem Projekt, das innerhalb der Firma eine gewisse Bedeutung hat und mit Prestige verbunden ist, wirst Du auch als Projektleiter Feinde haben. Mobbing ist von "oben" betrachtet Fehlverhalten von Mitarbeitern. Wer damit dumm auffällt, kriegt über kurz oder lang ein Problem. Ein Abteilungsleiter der das nicht in den Griff bekommt auch.
 
Wenn Dich Entscheidungsträger loswerden wollen, ist dies zwar mit rechtlichen Problemen und strukturellen Problemen verbunden - aber irgendwann wird dieser es erreichen.

Deine Stellungsnahme war richtig. Und vielleicht hilft es Dir den Kopf noch einmal aus der Schlinge zu ziehen.
Dennoch sei auf der Hut. Dies ist dann auch eine gefühlte Niederlage für den Gruppenleiter. Und er wird wohl alles versuchen um dennoch ans Ziel zu kommen.

Um nicht nocheinmal in eine solche Situation zu kommen, und um Angriffspunkte zu finden empfehle ich Dir Dich mit Soziogrammenzu arbeiten. Ebenso angeraten wäre Dir sich einmal verschiedene Dinge von Vera F. Birkenbihl anzusehen.

Das Soziogramm kann Dir helfen, Gruppenstrukturen deutlich erkennbarer zu machen. Es liefert dem Führenden (und auch anderen) den richtigen Ansatzpunkt bzw. die Multiplikatoren zu finden.
Stell Dir eines auf, und versuche herauszufinden, wen Du beeinflussen kannst um Deinen Gruppenleiter für Dich einzunehmen, oder seine Absichten zu erfahren, oder ihm selbst zu schaden.
Möglichkeiten gibt es genug - nutze sie.
 
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