Was haltet ihr von den Linken

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Sorry, muesli, das Zitat sollte lediglich eine Parodie (aus gleichem Mund) auf das meines Vorposters sein. Mehr wollte ich damit KEINESWEGS ausdrücken. Mit dem Rest meiner Aussagen bezog ich mich auch direkt auf meinen Vorposter und das, was er meiner Meinung nach damit gemeint hat.

Natürlich bezog ich mich in diesem Zusammenhang auf Parteipolitik, weil es in meinen Augen schon der Threadtitel impliziert, nämlich 'Die Linken' als linke Partei. So habe ich auch den Kontext weiterer Beiträge verstanden.

Politiker ist in meinen Augen keineswegs jeder, der sich politisch engagiert, sondern derjenige, welcher seinen Lebensunterhalt in erster Linie durch damit verbundene Tätigkeiten bestreitet, womit ich natürlich keineswegs 'Nebeneinkünfte' und ähnliches meine. Die Trennung von Beruf und Amt ist mir durchaus klar. Ebensowenig lag es in meinem Interesse, die Bezeichnung 'Politiker' in irgendeiner Art und Weise zu bewerten.

Wünschenswert ist natürlich, daß viele Menschen sich politisch engagieren und irgendwann vielleicht auch einmal etwas dadurch bewirken, wenn möglich sogar in positiver Hinsicht.

Gruß Konradin

P.S. Eigentlich wollte ich noch etwas mehr dazu schreiben, aber die aktuellen Ereignisse bei Kritik & Anregungen sind mir momentan doch etwas wichtiger. Ich hoffe, ihr versteht das.

P.P.S. @muesli: Ich entschuldige meinen Sprachgebrauch des Begriffes 'Politiker' und hoffe, ihn hier hinreichend erklärt zu haben. Sollte ich deiner Meinung nach einem Denkfehler aufgesessen sein, dann korrigiere mich bitte. Vielleicht sehe ich das ja alles falsch.
 
@ muesli:
wer sich z.B. gegen Diätenerhöhungen ausspricht,
sie aber dann doch rein zum individuellen Vorteil einstreicht

Da kommen wir doch wieder zum Kern des Threads. Es sind die Taten entscheidend:
Wir spenden die Diätenerhöhung
Union und SPD haben am 16. November 2007 gegen die Stimmen aller anderen Fraktionen des Bundestages eine schrittweise Erhöhung der einkommensteuerpflichtigen Abgeordnetenentschädigung zum 1. Januar 2008 auf 7.339 Euro (um 4,7 Prozent, 330 Euro) und zum 1. Januar 2009 auf 7.668 Euro (um 4,48 Prozent, 329 Euro) beschlossen.

DIE LINKE belässt es nicht bei ihrem Nein zur Diätenerhöhung. Alle Mitglieder der Fraktion spenden die Nettosumme ihrer Diätenerhöhung seit Januar 2008. Die entsprechenden Spendenaktivitäten der ersten drei Monate dokumentieren wir nachfolgend (Stand: 4. April 2008). Einige der genannten SpendenempfängerInnen werden von den jeweiligen Abgeordneten ganzjährig bedacht. Einige Mitglieder der Fraktion werden im Verlaufe des Jahres an weitere Projekte und Vereine spenden. Weitere Informationen über Bezüge, Nebeneinkünfte und Spenden können Sie dem Profil des jeweiligen Mitgliedes der Fraktion entnehmen, indem Sie den entsprechenden Namen anklicken.

Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
 
Was hat denn die Möglichkeit, Politiker zu werden, mit einem freien Land zu tun, myname? Nein, da gibt es keinen inneren Zusammenhang, das ist Phrasendreschmaschine pur.

@konradin:

Du reißt da gerade etwas aus dem Zusammenhang!

Dies galt lediglich als Antwort auf den Beitrag von "klabot". Denn ich finde, wer sich beschwert hat immer die Möglichkeit es BESSER zu machen. Freilich klingt das ziemlich realitätsfremd. Aber ich hasse es nun mal, wenn man sich immer nur beschwert!!!
 
Hm, Konradin, Entschuldigungen haben wir beide doch hier wohl kaum nötig, gelle :knuffel:
Auch widerspreche ich hier keineswegs den von Dir gemachten Aussagen,
auch wenn manche Zitate von Dir bisweilen perfekte Vorlagen für mich bieten :D

Mir geht es hier, sowie auch grundsätzlich in Diskussionen u.a. auch darum, mehr Problembewusstsein und vor allem auch Neugierde zu wecken, hinter die "Kulissen" zu schauen und scheinbar Selbstverständliches bewusst einmal zu hinterfragen ;)

Denn auch hier bin ich immer wieder baff erstaunt,
wie diffus manche Populismen wie hier z.B. die Definition eines "Politikers" sind,
siehe z.B. -> Politiker @ "Wiki"

Zugegeben, eine klare Zuordnung fällt schwer,
worin u.a auch die "Chance" liegt, sie manipulativ zu benutzen :p

Als Politiker wird eine Person bezeichnet, die ein politisches Amt oder ein politisches Mandat innehat.
Dies ist aber nicht zwangsläufig mit dem (vollständigen) Erwerb des Lebensunterhaltes hierdurch gleich zu setzen

Grundsätzliche Bedeutung für die politische Motivation Einzelner hat der Wunsch, gute politische Entscheidungen herbeizuführen, um beispielsweise der eigenen Region oder dem ganzen Land zu helfen. Dies führt zu einem Einsatz zum Wohle aller Bürger, wie es beispielsweise die Verantwortungsethik, aber auch die Gesinnungsethik oder Situationsethik postuliert.

Ähnlich diffizil verhält es sich ja auch mit einer konkreteren Bestimmung von "Parteien".
Sind diese lediglich Zusammenschlüsse von "Gleichgesinnten" oder sind es inzwischen sogar vermehrt verselbstständigte "Organe", die eine politische Betätigung erst - wie z.B. in der BRD - zumeist "zwingend" erst ermöglichen ;)
siehe dazu auch Gesetz ueber die politischen Parteien @ Wiki" und folgende Weblinks

Hier die diversen Verknüpfungen und Abhängigkeiten dezidiert auszuführen, führt ja schlicht zu weit.

Worauf ich hinaus will, ist eine Simplifizierung von einem vermehrt publiziertem Politikverständnis auf zu brechen
und auf die dem zugrunde liegenden, nicht immer konstruktiven Strukturen hinzuweisen.

lg
muesli
 
Frage war ja:
1. was haltet ihr von den Linken und
2. was denkt ihr würden diese anders machen zum besseren Wohlstand für
uns alle?

zu 1.
Sie haben einfach kein wirkliches Programm, sind z. Zt. nur gegen alles Mögliche und werden von Demagogen (Oskar und Konsorten) gesteuert – also entbehrlich. Wer „Links“ unbedingt will, kann sich mit der SPD beschäftigen, da gibt immer noch genügend Sozialdemokraten.

Zu 2.
Wirklich anders machen geht nicht und zum besseren Wohlstand für alle schon gar nicht, da sie wegen des geringen Einflusses (Gott sei Dank) nur als Anhängsel in Koalitionen mitmachen könnten und wahrscheinlich auch werden. Mir reicht demokratisch, ich brauche sozialistisch einfach nicht und weiß durch erlebte Erfahrungen, was sozialistische Demokratie (ein Widerspruch in sich) aus Menschen machen kann. Die haben einfach nur das Glück, dass es so viele Deppen gibt, die vergessen haben, was noch vor wenigen Jahren unter dieser Ideologie möglich war!
 
Dann bin ich wohl auch ein Depp, weil ich 20 Jahre in der DDR gelebt habe? Wieso sollte es denn nicht möglich sein, alles anders zu machen, dass es allen besser geht? Das ist doch die Idee des Sozialismus, der nur leider noch nicht funktioniert, weil der Mensch zu egoistisch ist. Aber als Ziel für irgendwann fand und finde ihn immernoch erstrebenswert. Lobbyisten für die Kapitalinteressen haben wir doch schon genug in der BRD. Es wurde Zeit, dass mal wieder einer den Laden aufmischt.
 
Das glaub´ ich ja nicht!

@sasch.chem:
......wirklich nur eine ganz kurze Bemerkung zu Deinem Post. Meinst Du das wirklich so? :ätsch: Au Backe, ich höre schon wieder die ewig Gestrigen, die rufen: "Macht die Grenzen wieder dicht, aber lasst uns unseren in den letzten 18 Jahren errungenen Wohlstand!"
 
Natürlich meine ich das so, und bin damit auch nicht alleine. Im SPD-Grundsatzprogramm findet sich auch nach dem letzten Parteitag noch das Ziel des demokratischen Sozialismus, und die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel spricht sich für die Überwindung des Kapitalismus aus. In der Praxis ist es allerdings so, daß man von den etablierten Parteien nur immer hört, was alles nicht geht, wegen der Globalisierung, der Schulden usw. Was ich vermisse, ist eine Perspektive. Welche Gesellschaft ist das Ziel? Stattdessen sind sie nur defensiv, reagieren auf die Weltmarktlage mit Tippelschritten. Der Ruf nach mehr (Verteilungs-)gerechtigkeit kommt übrigens nicht nur aus dem Osten. Repräsentative Umfragen haben ergeben, daß 22 Prozent der Deutschen die Linke für eine wählbare Partei halten (Wählerpotential).

Der Witz an der Geschichte ist, daß das kapitalistische System diese Entwicklung selbst verursacht hat. Der Kapitalismus hat doch so lange prima funktioniert, solange auch die Arbeitnehmer einen gewissen Wohlstand hatten. Aber in Zeiten, in denen ein immer größerer Teil des Arbeitserlöses in (Wert-)Papier verschwindet, und mit ehrlicher Arbeit kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, entstehen eben revolutionäre Situationen.
 
PCOpa schrieb:
Wer „Links“ unbedingt will, kann sich mit der SPD beschäftigen, da gibt immer noch genügend Sozialdemokraten.
Was um Himmels Willen haben heutige Sozialdemokraten mit "Links" zu tun?

Hätte die SPD noch einen linken Flügel, dann wäre sie erstens noch eine 'echte' SPD und zweitens nicht auf dem Weg hinab in die Bedeutungslosigkeit.

Drittens würde mir "demokratisch" mitunter schon reichen, wenn es nur auch demokratisch wäre.

Gruß Konradin
 
Hm, mir sträuben sich die Haare,
wenn ich derart gequirlten Unsinn lese :rolleyes:
Sorry, da muss man wirklich mal Zitat für Zitat ran ;)

PCOpa schrieb:
Sie [die Linken] haben einfach kein wirkliches Programm, sind z. Zt. nur gegen alles Mögliche und werden von Demagogen (Oskar und Konsorten) gesteuert
Wo bitte schön siehst du in anderen Parteien bei deren Führungsriegen dazu Unterschiede :D
Und bitte schön, worin liegt in einer parlamentarischen Demokratie denn der Sinn von Opposition(en) ;)
PCOpa schrieb:
Mir reicht demokratisch, ich brauche sozialistisch einfach nicht und weiß durch erlebte Erfahrungen, was sozialistische Demokratie (ein Widerspruch in sich) aus Menschen machen kann.
Sozialistische Demokratie wurde jahrzehntelang von einer gewissen SPD in diesem Land als deren Credo vereinnahmt...
Oder solltest Du vllt. den "demokratischen" Sozialismus meinen xD
PCOpa schrieb:
Wirklich anders machen geht nicht und zum besseren Wohlstand für alle schon gar nicht, da sie wegen des geringen Einflusses (Gott sei Dank) nur als Anhängsel in Koalitionen mitmachen könnten und wahrscheinlich auch werden.
Hm, plädierst Du hier nur für die Wahl von Mehrheitsparteien ;)
Hm, da gab es doch mal in unserer Geschichte etwas....
PCOpa schrieb:
Die haben einfach nur das Glück, dass es so viele Deppen gibt, die vergessen haben, was noch vor wenigen Jahren unter dieser Ideologie möglich war!
Welche Ideologie meinst Du hier denn jetzt eigentlich konkret xD
Den Parlamentarismus, die Demokratie oder den Sozialismus
soziale Marktwirtschaft ...oder zurück zum Manchsterkapitalismus

Kurzum,
jede parlamentarische, (basis)demokratische oder auch sozialistische Staatsform ist nur so stark wie die sie wählenden "mündigen" Bürger.
Daran hat es allerdings nicht nur hier in Deutschland bisher gehapert.
Es ist kein Kunststück "Hans oder Franz" zu wählen, solange es "allen" "einigermaßen" gut geht.
Die Stärke einer Staatsform und auch ihrer gewählten Vertreter zeigt sich immer erst in Krisensituationen.

Atm klafft weltweit(erhin) die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander...
Oder anders...das Kapital akkumuliert ;) und dessen permanentes Wachstum wird nebenbei als das allein glücklich machende Credo "verkauft".

Das in der Realität unsere Gesellschaften zumeist nur von egoistisch beherrschten, mit div. demokratischen Mäntelchen umhängten Oligarchien beherrscht werden bzw. wurden, die immer mit aller Macht versuchen, den
- auch ökonomischen - Irrsinn des permanenten Wachstums zu rechtfertigen, ist leider immer noch nicht allen deutlich geworden.

Und das liegt leider daran, das es prozentual immer weniger "mündige" Menschen gibt,
die sich auch über politische, ökonomische wie ökologische Grundprinzipien Gedanken machen und zudem noch versuchen, für sich permanent dazu zu lernen.

Das sich dieser Bildungsnotstand auch hier immer wieder niederschlägt,
ist ja eigentlich nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaften(en).

Bis es halt schlimmstenfalls (für alle) zu spät ist ;)
sasch.chem schrieb:
Der Kapitalismus hat doch so lange prima funktioniert...
Falsch :D
Er funktioniert immer nur zeitweilig bzw. besser kurzzeitig,
aber eben nur so lange, wie die Defizite anderenorts sich nicht zu negativ auf dessen Grundbedingungen auswirken.
Permanentes Wachstum ist eben schlicht unmöglich...
Und...
das nicht nur physikalisch :D

Gewinnen und Verlieren dagegen schon,
aber solange es eben fast immer nur dieselben, wenigen Gewinner gibt ...
dreht doch jemand irgendwie manipulativ am Rad, oder? :D

think about it
muesli
 
@muesli: Mit "prima funktioniert" meine ich die Wirtschaftswunderzeit in Deutschland so bis in die Achziger, als die Arbeitslosigkeit anstieg. Wenn du das kurzfristig nennen willst, stimme ich dir zu. Ein rasantes, zweistelliges Wirtschaftswachstum ist nach dem vorausgegangenem Kahlschlag sicher nicht ungewöhnlich, aber natürlich begrenzt bis zur Sättigung, wo Monopolisierung und Rationalisierung die bekannten Folgen haben. Bis die Karten eben neu gemischt werden, so oder so...
 
Dann bin ich wohl auch ein Depp, weil ich 20 Jahre in der DDR gelebt habe? Wieso sollte es denn nicht möglich sein, alles anders zu machen, dass es allen besser geht? Das ist doch die Idee des Sozialismus, der nur leider noch nicht funktioniert, weil der Mensch zu egoistisch ist. Aber als Ziel für irgendwann fand und finde ihn immernoch erstrebenswert. Lobbyisten für die Kapitalinteressen haben wir doch schon genug in der BRD. Es wurde Zeit, dass mal wieder einer den Laden aufmischt.

Wenn Du 20 Jahre in der DDR gelebt hast und das erlebte System akzeptabel oder vielleicht sogar gut fandest, gibt es nur zwei Möglichkeiten
1. Du bist blind durch die DDR gelaufen und hast nur Neues Deutschland gelesen
2. Du warst Teil des Systems (Partei, Staatsapparat, Seilschaft o. ä.)

Das System Sozialismus und DDR war durch und durch krank, daran war letztlich nichts, was wir noch einmal haben müssten. Daher auch mein Urteil über die Linken, die die Vergangenheit der DDR in der Mehrheit durch eine Nostalgiebrille sehen.
 
PCOpa schrieb:
Wenn Du 20 Jahre in der DDR gelebt hast und das erlebte System akzeptabel oder vielleicht sogar gut fandest, gibt es nur zwei Möglichkeiten
1. Du bist blind durch die DDR gelaufen und hast nur Neues Deutschland gelesen
2. Du warst Teil des Systems (Partei, Staatsapparat, Seilschaft o. ä.)
Wiedermal eine mehr als dumpfe schwarz/weiß Malerei von Dir, PCOpa
Das Schachbrett des Lebens besteht nicht nur aus 2 Scheinfarben, sondern aus vielen Facetten dazwischen...
Augen auf...und den Verstand auch mal eingeschaltet
- sasch.chem: Alter=37 also 1990=20 Jahre; da käme ja höchstens eine FDJ-Schul"Karriere" in Frage ;) -

Also...
Wer u.a. auch schlicht nicht in der Lage ist,
den realexistierenden "Sozialismus" der Vergangenheit von einer Gesellschaftstheorie zu unterscheiden,
der hat auch nicht mitbekommen, dass die realexistierende parlamentarische Demokratie auch ihre diversen Schattenseiten hat(te).
Nur haben sich dessen Schattenseiten nicht so extrem nur auf die eigene Bevölkerung, sondern schön verteilt auf die gesamte Weltbevölkerung ausgewirkt :rolleyes:

Ich könnte auch ganz arrogant sagen, dass die meisten Menschen schlicht immer noch zu dumm sind, offensichtliche Wechselwirkungen nicht sehen zu wollen,
da es in der Konsequenz mit Anstrengungen des Nachdenkens, Informierens UND auch mit einem konsequentem Ändern ihres Lebenswandels verbunden wäre.
Aber da schlichte Dualität ja so schön einfach ist und sich bzgl. der letzten Vergangenheit ja z.B. auch einfach auf eine Auseinandersetzung zweier Scheinsysteme inkl. kaltem Krieg reduzieren lässt, übersieht man dabei ja mal gerne, wer die wirklichen Verlierer sind bzw. waren.
Aber ...
Wie auch sonst, Täterschutz und Opferverunglimpfung ist ja so viel einfacher, als mal angestrengt zu differenzieren, das beide Seiten dazugehören, wenn Konflikte bestehen.

@ topic bzw. zur Gegenwart
"Die Linke" weiterhin wie gehabt auszugrenzen, erinnert nicht nur an "alte" Zeiten, in denen "Grüne" in das alte System einwanderten.
Nicht der Dialog über Inhalte, sondern wie gehabt der Dissenz von ideologischen Systemen wird in einer anderen Form des kalten Krieges weitergeführt.
Verlierer sind dabei, wie schon immer, die größten Teile aller Bevölkerungen.
Während die "Strippenzieher" und Profiteure sich nach wie vor ins Fäustchen lachen.
Tja, wenn die Menschheit halt so dumm ist ;)

so far
muesli
 
Ich habe in erster Linie nicht in einem System gelebt, sondern zu hause. Meine Eltern waren nicht in der Partei, und ich auch nicht. Ich hatte eine ziemlich normale und glückliche Jugend, und wie viele meiner Altersgenossen habe ich neidisch im Westfernsehen die schönen bunten Sachen gesehen, die wir nicht so einfach hatten. Aber vor unserer Tür sind keine Stasi-Schlapphüte auf- und abgegangen, ich habe auch nicht in irgendwelchen Gefängnissen gesessen oder mußte im Gulag Zwangsarbeit verrichten. Wir hatten nie Hunger und meine Mutter hat lecker gekocht. Du siehts also, PC-Opa, mein Leidensdruck hielt sich in Grenzen. Allerdings habe auch ich viel gemeckert, wenn es bestimmte Sachen nicht zu kaufen gab, und, da ich schon immer einen Hang zum Schreiben hatte, habe ich bissige Schulaufsätze geschrieben. Da gab es dann hinterher immer nette Aussprachen mit der FDJ-Leitung und später im Betrieb mit dem Parteisekretär. Ich habe aber nicht gegen den Sozialismus revoltiert, sondern habe dessen ordentliche Umsetzung gefordert. Besonders unakzeptabel fand ich als junger Mensch die fehlende Reisefreiheit und die billige, schlecht gemachte Propaganda der Partei. Um darauf reinzufallen, war das DDR-Bildungssystem wohl mittlerweile zu gut. Um es auf den Punkt zu bringen, ich war damals Kommunist, und bin es heute. Mit jeweils vergleichbaren Akzeptanzproblemen.
 
das ist die SED!!!!

Also meine Meinung zu den Linken,

Leute habt ihr so schnell vergessen was die gemacht haben, die haben unds 40 Jahre lang eingesperrt und bespitzelt, DAS IST DIE SED, also für mich no Way :rot: :rot: :rot:

Egal wie die sich nennnen für mich bleibt das die SED und nicht anderes

Alles Radikale ist nicht gut, egal ob rechts oder Links, die erzählen den Wählern was sie hören wollen ohne die Finazierung geklärt zu haben.

BITTE WÄHLT NICHT RECHTS ODER LINKS
 
@TurboFSI: Komisch nur, daß damals keiner der CDU/CSU vorgeworfen hat, eine zweite NSDAP zu sein, obwohl viele derer Mitglieder dort eine neue Heimat gefunden haben. Wenn für dich die Linke die SED bleibt (was verbindet die Linken im Westen eigentlich mit der SED?), dann heißt das nichts anderes, als daß auch du (zumindest in dieser Hinsicht) ein Ewig-Gestriger bist, an dem die letzten fast zwanzig Jahre anscheinend ohne Lernerfolg mehr oder minder spurlos vorbeigezogen sind. Schade eigentlich.

Gruß Konradin
 
Na ja, und die Block-CDU, die der alten SED schön den Diener gemacht hat, ist auch nahtlos in die West-CDU übernommen worden. Da hat auch keiner nach der Vergangenheit gefragt. Habe selber so einen Wendehals in der Verwandtschaft: Früher Stadtverordneter der SED (sogar), später persönlicher Referent eines Landtagsabgeordneten der CDU und Stadtrat für die CDU. Er hat mir das mit seinem "Gestaltungswillen" erklärt, dass er ja dort mitmachen muß, wo er den meisten Einfluß hat. Und auf kommunaler Ebene sei die Partei eh Wurscht. Seitdem hat sich aber einiges geändert, die Linken haben die stärkste Fraktion im Stadtrat. Aufs falsche Pferd gesetzt?
Das treibt übrigens in Chemnitz und Dresden seltsame Blüten, da gab es Verabredungen zwischen CDU und Linken bei der Wahl der Bürgermeister, und die SPD ging dabei leer aus. Die haben Zeter und Mordio geschrien. Also mit der Abgrenzung ist es da auch nicht weit her.
 
Um es auf den Punkt zu bringen, ich war damals Kommunist, und bin es heute.

Dann ist ja alles gesagt, wobei Leben nicht nur aus Mutters guter Suppe und Konsum (fehlender oder vollzogener) besteht. Persönliche Freiheit ist mir letztlich wichtiger, dazu gehört ja auch, ohne Nachteile befürchten zu müssen, öffentlich anderer Meinung zu.

Wiedermal eine mehr als dumpfe schwarz/weiß Malerei von Dir, PCOpa
Das Schachbrett des Lebens besteht nicht nur aus 2 Scheinfarben, sondern aus vielen Facetten dazwischen...
Augen auf...und den Verstand auch mal eingeschaltet
- sasch.chem: Alter=37 also 1990=20 Jahre; da käme ja höchstens eine FDJ-Schul"Karriere" in Frage ;) -

Also...
Wer u.a. auch schlicht nicht in der Lage ist,
den realexistierenden "Sozialismus" der Vergangenheit von einer Gesellschaftstheorie zu unterscheiden,
der hat auch nicht mitbekommen, dass die realexistierende parlamentarische Demokratie auch ihre diversen Schattenseiten hat(te).

so far
muesli

Ist doch toll, wenn man Zemtrum aller Weisheiten ist

Ich dachte die Frage war: was haltet Ihr von den Linken? Damit ist doch wohl die Partei gemeint. Viele Mitglieder dieser Partei waren der „real existierenden Sozialismus" der Vergangenheit. Haste nicht gewusst?
Was mir an den linken Ideologen schon immer gefallen hat, ist ihr an die katholische Kirche zur Zeit der Inquisition erinnerndes Sendebewusstsein. Die haben auch bestimmt, wo der Mittelpunkt des Universums zu sein hat

Gruß PCOpa
 
Schön, dass einige noch das Threadthema im Kopf haben ;)

Das heisst aber u.a. auch,
sich über die Bedeutung von Parteien,
deren Motivation und Absichten und natürlich auch
über deren Mitglieder Gedanken zu machen :D

Ich mache mir diese Gedanken schon seit Jahrzehnten,
und eben nicht nur Gedanken ;-)
Ich habe selbst parlamentarische Erfahrungen machen "müssen",
habe sowohl negativste Seiten in der damaligen DDR wie auch hier erleben "dürfen", obwohl ich u.a. nie "Parteimitglied" war.

Deine viel gepriesene Freiheit hat sich dabei auch immer wieder als die Freiheit der Herrschenden herausgestellt...in Ost wie West.
Da ich von daher real wie theoretisch zu Differenzierungen quasi gezwungen wurde,
fällt es mir deshalb auch um so leichter,
auch jetzt noch hinter Kulissen und Scheinfassaden zu schauen ;-)

Dabei lasse ich mich aber bestimmt schon lange nicht mehr von Plattitüden beeindrucken.
Verbrecher habe ich hier wie dort kennengelernt,
persönlich..oder eben durch ihre Taten
aber auch immer wieder Menschen,
die zwar ihre realistische Sicht der Welt nicht verloren hatten,
aber nichtsdestotrotz nicht zu "Pragmatikern" verkommen sind.

Ich versuche hinter Parteien Menschen zu sehen...
auch hier ..
und eben keine verdummenden Allgemeinplätze.

Wenn wir in diesem thread über "Die Linken" posten,
meint das u.a. natürlich auch ehemalige SED Mitglieder,
aber eben auch Ost- wie Westlinke verschiedenster Couleur, angefangen von Gewerkschaftlern, Ex-SPD'lern oder Ex-Grünen bis hin zu Anhängern ehemaliger Splitterparteien des linken Spektrums.
Zudem gibt es so einige neue, jüngere Engagierte, die sich im übrigen Parteiensumpf bisher nirgendwo wiederfinden.

Diese alle in einen Topf zu werfen und mit dem Prädikat "Alles SED'ler" zu betiteln,
ist ebenso dumm, wie alle Netaktivisten hier onboard als Raubkopierer, Verbrecher oder potentielle Terroristen zu bezeichnen xD

Bzgl. der Umsetzung von Ideologien gebe ich Dir allerdings recht ;)
Die gepriesenen Theorien sollten sich schon erkennbar in der Praxis wiederspiegeln...
Aber bitte dann auch bei allen anderen Parteien :D

Nur...
Hier wie dort, ob nun bei CDU, SPD, FDP, Grünen oder auch den Linken lassen sich immer Haare in der Suppe finden...
Bei manchen Parteien allerdings erscheint es mir inzwischen fast, dass die Suppe neben den Haaren gar nicht mehr existent ist :D
Und das meint hier nicht unbedingt die "langhaarigen" Linken ;)

@ PCOpa
Auf einiges Deiner Inhalte gehe ich ja gerne ein,
aber so manches davon entpuppt sich doch immer mehr als eher hohles Gerede, welches vor allem mich persönlich betreffend keinerlei Erwiderung bedarf

@TurboFSI
Nichts ist vergessen :(
Auch nicht das permanente "unter den Teppich kehren" bestimmter Kohlkopfe und ihrer "christlichen" Parteien.
Es lag bestimmt auch nicht an mir, dass nur so wenige - hier wie dort - für ihre Verbrechen oder Verantwortlichkeiten kaum oder nie zur Rechenschaft gezogen wurden.

Dies alles ist aber immer noch kein Grund, gleich Sippenhaft für das gesamte Umfeld zu fordern, gelle :(
TurboFSI schrieb:
Alles Radikale ist nicht gut, egal ob rechts oder Links, die erzählen den Wählern was sie hören wollen ohne die Finazierung geklärt zu haben.
Schon, dass hier manches doch noch zum Lachen reizt :D
Den Wählern wird doch wohl zumeist gerade das von den etablierten Parteien erzählt.
Und...
Finanzieren kann man alles ;)
Man muss den Leuten nur kompliziert genug schmackhaft machen, das Geld dafür heraus zu rücken
Denn merke
Wenn du nicht weißt, worum es (wirklich) geht,
dann geht es immer ums Geld xD

muesli
 
@TurboFSI: Komisch nur, daß damals keiner der CDU/CSU vorgeworfen hat, eine zweite NSDAP zu sein, obwohl viele derer Mitglieder dort eine neue Heimat gefunden haben. Wenn für dich die Linke die SED bleibt (was verbindet die Linken im Westen eigentlich mit der SED?), dann heißt das nichts anderes, als daß auch du (zumindest in dieser Hinsicht) ein Ewig-Gestriger bist, an dem die letzten fast zwanzig Jahre anscheinend ohne Lernerfolg mehr oder minder spurlos vorbeigezogen sind. Schade eigentlich.

Gruß Konradin

...was verbindet die Linke im Westen eigentlich mit der SED..., nun ja die Linke ist mit der Nachfolgepartei der SED (PDS), zusammengegangen, mehr "Verbindung" geht wohl nicht, oder???

...ein Ewig-Gestriger bist..., nur mal so als Frage, bezeichnest Du jemand der an die Nazi-Verbrechen erinnert auch als "Ewig-Gestrigen"?

Das DDR-Regime war vergleichbar mit den Nazis und ich will bloß das die Bürger von Deutschland das niemals vergessen was damals mit den Menschen gemacht wurde. Ich finde es beschämend wie mit der Linken umgegangen wird und eine Frechheit den Leuten gegenüber die damals unter der SED leiden mussten...
 
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