Busse und LkWs sind eine andere Kategorie, die sollten schon 1.000.000 km schaffen, sonst taugen die nichts. Ein Vorredner hat bereits die Aussage zu Hubraum und Drehzahl gemacht. Informiert euch mal bitte was solch ein Reisebus kostet (früher in "echtem Geld" ca. +/- 500.000,-DM), da sollte man auch davon ausgehen, dass er Geld einbringt und man am Ende nicht draufzahlen muss.
Die alte PKW-Technik ist teilweise besser für die Langlebigkeit der Motoren als die Neue! Es hängt von der Technik des Motors (Marke), der Wartung, des korrekten Einfahrens (als Neuwagen, wenn noch das Einlauföl verwendet wird), des vernünftigen Fahrens allgemein und einer Portion Glück ab wie lange der Motor eines Fahrzeugs am Ende hält.
(kleiner Tipp: Ihr braucht nicht immer das teure Öl verwenden, dass die Werbung und die Werkstätten anbieten. Es ist besser mal ein günstigeres "qualitatives" Öl zu nehmen und dafür öfter mal einen Ölwechsel zu machen! - bei meinen Fahrzeugen mache ich es alle 10.000 - 15.000 km, wobei ich es wohl etwas übertreibe)
Jemand hat mal hier geschrieben, das man in osteuropäischen Länder Fahrzeuge mit höheren Kilometerständen finden kann, dass ist richtig.
-> in Ländern in denen der Verdienst und somit das Gled nicht so locker sitzt wird auch wesentlich mehr repariert. Wenn in Deutschland ein Fahrzeug mit Motorschaden und entsprechendem Alter aussortiert wird, dann wird ein gleiches Fahrzeug in den Mittelmeer- und osteuropäischen Ländern noch generalüberholt -> siehe frühere Fahrzeugkolonnen nach Polen, heute bereits mehr zu den ex. Ländern der Sowjetischen Rep.
Überlegt mal bitte wie oft in Deutschland eine Werkstatt bei einem PKW die Laufbuchsen und die Kolben bzw. Kolbenringe wechselt und wie oft es in den "ärmeren Ländern" passiert. Seht euch nur die PKW-Buden in Deutschland an, dort gibt es meist nur ein bis zwei Monteure pro "Markenwerkstatt" die überhaupt einen Kolbenfresser instandsetzen können, der Rest der Monteure kann in die Kategorie Teiletauscher eingeordnet werden. Ich habe selten erlebt, dass ein PKW-Schrauber aus einer VW-Werkstatt einen Opel reparieren kann - und umgekehrt.
Ich weis was ich sage, denn ich bin selber Nfz-Mechaniker und habe ausreichend Berufserfahrung - 10 Jahre- in Deutschland hinter mir und jetzt lebe ich in Brasilien.
Ich schreibe hier vor allem über die PKW-Schrauber, da es in LKW-Werkstätten etwas anders aussieht. Ein LKW-Monteur muss sich mit der gesamten Technik des Fahrzeugs auskennen. Ich selbst war in einer Werkstatt tätig die einen 24-Std.-Dienst anbot und da musste man auch mal auf der Autobahn bzw. Autobahnraststätte alleine reparieren (es waren teils Reparaturen von mehreren Stunden in der Nacht, da kann man nicht mal eben einen Kollegen nach Rat fragen).
Ein PKW-Monteur nimmt hingegen das defekte Fahrzeug auf seinen Schleppwagen und läßt ihn am nächsten Tag nicht selten von einem Kollegen (der vielleicht mehr Ahnung hat) reparieren.
meine persönliche Meinung:
reine Schleppwagenfahrer die ich aus meinem Beruf kenne sind die schlechtesten Mechaniker -> warum fahren sie nur Schleppwagen und warum sehen sie sich die defekten Fahrzeuge nicht genauer an, sondern kommen sofort aud die Idee das Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen (sie haben auch nie irgendwelche Werkzeuge oder Ersatzteile dabei.).
Was diese Leute sehr gut können ist ihr Nichtkönnen zu verschleiern und nach aussen ein sehr gutes Fachwissen vorzugaukeln.
(Es gibt aber sicher die ein oder andere Ausnahme, jedoch die Mehrheit ist so wie ich es beschrieben habe.)
zurück zum Thema:
Es kann keine Pauschalaussage zur Laufleistung von Motoren geben.
Ich selbst gehe davon aus das ein PKW-Motor, bei den von mir oben genannten Punkten, mindestens 250.000 km und ein LKW- bzw. Bus-Motor 1.000.000 km schaffen muss.
Je größer der Motor (Hubraum), desto länger die Lebensdauer.
noch ein kleiner Denkanstoß zu dem Vorurteil 6-Zylinder halten länger:
4-Zylinder vs. 6-Zylinder
Ich sage immer, dass in einem 6-Zylinder zu viele bewegliche Teile vorhanden sind.
Bedeutet: Je mehr Teile sich bewegen, desto höher die Anfälligkeit eines Motors, da auch die Wahrscheinlichkeit dass ein Teil früher defekt ist wesentlich höher liegt. Ein 6-Zylinder trumpft nur mit der in der Regel höheren Hubraumzahl und der besseren Laufruhe.
(siehe: Ein Fahrzeug mit vollgestopfter Elektronik ist doch auch öfter mal in der Werkstatt als ein spartanisches Auto.)
Ich habe sicherlich nur einige Punkte aufgelistet und ich könnte es hier noch weiter ausdehnen, aber es soll an dieser Stelle zunächst mal ausreichen.