Türkische Schulen in Deutschland

... finde ich die Frage, wie türkische Schulen beschaffen sein müssten, damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden.

Daß türkische Jugendliche, die hier in Deutschland leben, Deutsch lernen müssen, darüber sind wir uns wohl alle einig. ...


Die Frage ist viel eher, wozu türkische Schulen, sprich Unterricht in allen Fächern in türkischer Sprache plus Deutsch als Fremdsprache, nützlich sein sollen für dauerhaft hier lebende Kinder türkischer Migranten? Das selbe würde natürlich auch für entsprechende Schulen aus anderen Einwandererstaaten Süd- und Osteuropas gelten. Und wohin dann mit den Deutsch-Russen, die teilweise noch schlechter deutsch sprechen, als die 'Gastarbeiter'-Kinder?

Hier sehe ich absolut keinen schlüssigen Ansatz für einen Nutzen, ausgenommen für zeitlich beschränkt in Deutschland lebende Ausländer.

In türkischen (und ähnlichen) Schulen würde nur noch mehr separiert und sich abgesondert vom Rest der Bevölkerung. Dies kann keinesfalls das Ziel einer Politik der sinnvollen Integration sein! Vor allem dann nicht, wenn der türkische Staat aus nationalistischen Gründen solche Einrichtungen voll- oder teilweise finanzieren würde und dann sicherlich direkt oder indirekt Einfluss nehmen würde - schon alleine durch die Lehrer, die es in Deutschland so nicht gibt.

Sollten dann die Griechen, die Türken, die Menschen vom Balkan, aus Italien und Spanien stammend, ihre Kinder jeweils in muttersprachliche Schulen in DE senden? Wäre so etwas überhaupt im Ansatz sinnvoll?

Nur wenn sich die Einwanderer, ob als Gastarbeiter oder Bürgerkriegsflüchtling gekommen, die hier dauerhaft leben wollen, sich von ihrem Ursprungsland lösen und unseren Staat als den ihren ansehen, würde dieser Bewusstseinswandel zu einem besseren Miteinander führen. Sicher ist das kein einfacher Prozess und kann sich über mehrere Generationen erstrecken, aber es führt m.E. kein Weg daran vorbei. Denn wer innerlich nie angekommen ist, wird sich nie heimisch fühlen können.


Konradin schrieb:
...
Ich unterstütze keineswegs archaische und überkommen-patriarchalische Strukturen, ich mag sie allesamt nicht. Aber ich toleriere, wenn andere daran glauben und spiele mich nicht zum Richter ihres Gewissens auf.
...

Auch hier drehst du die Angelegenheit in die falsche Richtung, denn unter solchen Strukturen leiden u.A. viele Mädchen und Frauen, deren Eltern aus solchen Herkunftsländern stammen und die ihren Kindern diese überkommenen Strukturen aufzwingen, mit körperlicher und psychischer Gewalt. Hier darf man nicht lapidar daran vorbeigehen, wenn Mädchen zwangsweise zu Hause gehalten und überwacht werden, gar einen völlig Unbekannten heiraten müssen oder nach den Sommerferien nicht mehr wieder kommen, weil man sie in das elterliche Heimatland zwangsverfrachtet hat.
Ist zwar wieder etwas off-topic, aber durchaus wichtig in der Gesamtbetrachtung der Frage der Integration.
 
Ich stimme Mustermann zu. Man kann keine Integration betreiben, wenn man die zu integrierenden von den integrierenden trennt und ihnen eine kleine eigene welt innerhalb eines deutschen staats schafft. Aber hier schiebe ich auch einen peter zur einwanderungspolitik, die meiner meinung nach veraendert gehoert. Man sollte grundsaetzlich nur Menschen nach deutschland lasse, die der Deutschen sprache maechtig sind, arbeit hier vorweisen koennen (wird ja fuer deutsche in anderen laendern auch so gemacht) und die belegen koennen, dass sie alle Mitglieder der Familie, ddie nach deutschland kommen versorgen koennen, ohne auf den deutschen sozialstaat angewiesen zu sein, denn der hat mit deutschen sozailfaellen mehr als genug zu tun. Ausnahmen wie Verfolgte oder aehnliche hintergruende sind natuerlich zu pruefen und zu machen.

Erst dann kann man Projekte angehen, wie schulen die den spagat zwischen gemeinschaft der einwanderern und integratiuon in den deutschen staat schaffen koennen.
 
@RinTinTigger:
Man sollte grundsaetzlich nur Menschen nach deutschland lasse, die der Deutschen sprache maechtig sind, arbeit hier vorweisen koennen.
Das gilt natürlich nicht für Ausländer mit viel Geld, die sich einen Puff nach dem anderen kaufen und andere darin arbeiten lassen. Ist ja auch völlig legal.
Was ist eigentlich mit der Masse der Deutschen, die kein gescheites Deutsch können und arbeitslos sind? Eigentlich schade, daß man die nirgendwohin ausweisen kann...

(wird ja fuer deutsche in anderen laendern auch so gemacht)
Weil es anderswo auf der Welt schlecht ist, deswegen darf es hier nicht besser sein. Diese Art 'Argument' war noch nie eins, das besonders stichhaltig war, sozusagen eines auf Stammtischniveau.

Aber was die Einwanderungspolitik und die Tatsache, daß du nur deutschsprechende Ausländer nach Deutschland holen möchtest, eigentlich mit dem Thema 'Türkische Schulen in Deutschland zu tun?

@MusterMann:
Auch hier drehst du die Angelegenheit in die falsche Richtung.
Inwieweit drehe ich hier etwas in die falsche Richtung?
Ich bestreite ja keineswegs, daß 'viele Mädchen und Frauen, deren Eltern aus solchen Herkunftsländern stammen' zuhause 'körperlicher und psychischer Gewalt' aufgezwunden bekommen. Ebensowenig, wie ich bestreite, daß es arbeitslose deutsche Alkoholiker gibt, welche ihre Frauen und Kinder grün und blau schlagen. Oder deutsche Väter oder Mütter, die ihre Kinder totschlagen, wenn sie schreien , and Pädophile verkazfen oder sie einfach aus dem Fenster werfen. Das soll alles schon mal dagewesen sein. Ich finde es schrecklich und unzumutbar und bin der Meinung, daß man etwas dagegen tun muß.

Eine damalige Bekannte von mir musste als Kind zuhause in der Badewanne einen Badeanzug tragen, weil Nacktheit eine Sünde sei, und kein Mensch kam auf die Idee, ihrer Mutter, einer fanatischen Katholikin, deren Glauben verbieten zu wollen. Aber gerade bei dem, was Eltern ihren Kindern oft genug antun, ist es in meinen Augen ausgesprochen sinnvoll, daß es Einrichtungen wie Schulen gibt, die nicht alles den Eltern überlassen. Gewissermassen auch als soziale Kontrolle.

Auch wenn türkische Mädchen ins Ausland verschleppt und dort zwangsverheiratet werden, dann hat auch dies mit türkischen Schulen in Deutschland überhaupt nichts zu tun. Wenn man dies nicht will, dann muß man das Strafrecht eben ändern, daß dies nicht mehr möglich ist und mit gebotener Härte aufgrund der bestehenden Rechtsgrundlage dagegen vorgehen.

Aber solange nicht einmal die hiesige Gesellschaft, der deutsche Staat und sonstwer in der Lage ist, die dazu notwendigen Gesetze zu erlassen und auch anzuwenden, dann ist es müssig, darüber zu diskutieren, ob es die Aufgabe einer türkischen Schule sei, dies zu tun.

In diesem Sinne,
Konradin
 
was mich mal interessieren würde ist wie ihr das unterstützen könnt das es türkische schulen in deutschland geben soll? warum ihr diese meinung habt?

Wer die verschiedenen Artikel gelesen hat wird festgestellt haben das es sich um rein! türkisch sprachige schulen handeln soll. Und ich möchte gerne meinungen hören oder mal ein paar Pro und Contras warum ihr das so seht!

Ich habe in meinem post #193 schon einmal die frage gestellt und leider keine antwort bekommen. wäre echt net wenn ich mal ein paar antworten bekommen könnte von leuten die das fördern oder genauer gesagt von leuten die nichts dagegen haben.

Es geht um integration! was integration ist weiß wohl jeder! wenn nicht google pls!

was hat das was erdogan vor hat mit integration zu tun?

meine contras kennt jeder der meine posts gelesen hat!

hier nochmal die frage:

was für folgen hätte die einrichtung ethnischer schulen mit einer besonderen förderung der muttersprache und der herkunftsorientierung für die chancen auf dem deutschen arbeitsmarkt?

Was passiert dann mit der Elite? die gehen dann auf türkische unis? tut mir leid aber ich seh darin keinen sinn.

mich interessiert nur mal eure meinung, vorallem wie konradin darüber denkt.

mfG some_user

ps. vergesst nicht! das ist meine meinung und ich will die keinem aufzwingen! aber da dies eine diskusion ist möchte ich nun mal paar argumente haben die für eine einrichtung türkischer schulen in deutschland spricht!

und bedenkt es handelt sich um rein türkisch sprachige schulen! artikel lesen...
 
@some_user:
Wie du schon selbst sagst: Förderung der Muttersprache, nicht der Umgangssprache.
Ein mir bekannter junger russischstämmiger Deutscher, der zudem ausgezeichnet Deutsch spricht z.B hat eine Job in einer russischen Bank hier in Deutschland nur bekommen, weil seine Muttersprache Russisch ist. Hätte er diese nicht gepflegt, dann wäre dieser Job für ihn nie in Frage gekommen.

Ich kann mich noch gut an meine eigene Schulzeit erinnern. Der Englischunterricht fand ausschließlich auf Englisch statt und das auf einem deutschen Gymnasium. Meinen Deutschkenntnissen hat es nicht geschadet.

Was meinst du eigentlich mit 'Was passiert dann mit der Elite?' Ich verstehe den Zusammenhang mit dem zuvor Geschriebenen nicht.

Gruß Konradin
 
@ Konradin:
Niemand spricht davon, dass Kinder von Migranten die Sprache der Eltern nicht korrekt erlernen sollen. Dein Beispiel ist sicher okay, aber es geht doch um INTEGRATION und nicht um individuelle Vorteile mancher Einwandererkinder.

Ich kenne viele Kinder ausländischer Eltern, die zusätzlich zur Regelschule noch muttersprachlichen Unterricht haben und sicher nicht darunter leiden, ganz im Gegenteil.

Gerade bei Kindern von Eltern, deren Kultur und Gesellschaft sich sehr deutlich von unserer unterscheidet und die nicht die notwendige Sprachkompetenz für Deutsch haben, ist oftmals ein Identitätsverlust spürbar. Führt nicht selten in unseren größeren Städten zu Bandenbildung und Kriminalität.

Sicher sollte unser Staat die Integration und die Identität mit unserem Land für die Migranten und ihre Nachkommen noch mehr fördern, doch die Einwanderer sind hier auch erst mal selber gefordert.

Es hilft auch nichts, wenn man die kulturellen Unterschiede und die Folgen innerhalb von Familien mit Pädophilen oder Alkoholikern vergleicht, so was ist einfach unpassend, wie deine Vergleiche zuhauf. Die eine Sache wird nicht besser oder gar relativiert, nur weil es noch mehr Intoleranz, Sucht und Bildungsarmut bei anderen Dingen gibt! Gerade diese krassen Unterschiede in kulturell-gesellschaftlichen Angelegenheiten machen es für Mädchen und junge Frauen viel schwerer, sich gleichwertig ihren Altersgenossinnen gegenüber zu fühlen. Dies ist nicht nur religiös bestimmt, sondern auch durch die patriarchalischen Strukturen der Landbevölkerung südeuropäischer und vorderasiatischer Staaten (inkl. Türkei).


(btw.: ich finde Glaubensfanatiker aller Religionen daneben und verabscheuungswürdig!)
 
@Mustermann:
Aber ich habe doch gar nicht die kulturellen Unterschiede mit Pädophilen oder Alkoholikern verglichen. Pauschal würde ich die kulturelle Situation in türkischen Familien keineswegs mit körperlicher und psychischer Gewalt gleichsetzen wollen.

Viele junge Türken haben doch das Problem, sich auf der einen Seite deutsch zu fühlen (durchaus auch kulturell gemeint), andererseits aber über die Familie (vorzugsweise die Eltern), die ihnen viel bedeutet und die sie nicht enttäuschen wollen, in einem anderen Kulturkreis zu leben, den gerade diese Eltern keineswegs verlassen wollen. Etliche dieser jungen Türken kennen die Türkei nur als Urlaubsland, in dem sie sich nicht vorstellen können, leben zu müssen.

Die u.a. dadurch hervorgerufene Identitätskrise lässt sich meines Erachtens nicht durch die Sprache, in welcher der Unterricht gehalten wird, lösen. Ein Umdenken hätten wohl eher die Erwachsenen nötig, die aber naturgemäß nicht zur Schule gehen, weder zu einer dautschen noch zu einer türkischen.

Gruß Konradin
 
(...)und bedenkt es handelt sich um rein türkisch sprachige schulen! artikel lesen...

Weiß ja nicht welchen Artikel du gelesen hast,aber soweit ich es mitbekommen habe hat der Herr Erdogan für türkisch sprachigen Schulunterricht in Deutschland geworben und nicht flächendeckende reine türkisch sprachigen SCHULEN.
Ich denke mal das,das der unterschied ist,was jeder wissen sollte und nicht durcheinander bringt.
Und über Pro und Contra ,was es bringt oder für vorteile hast,ist hier so einiges geschrieben worden.
Das jetzt hier auch die Identitätskrise angesprochen wird finde ich einen schritt nach vorn,den dies sollte man nicht außen vor lassen.
 
Zitat : Konradin

Was meinst du eigentlich mit 'Was passiert dann mit der Elite?' Ich verstehe den Zusammenhang mit dem zuvor Geschriebenen nicht.


@ Konradin

ich meine damit wenn hier gesammtschulen, hauptschulen, grundschulen eingerichtet werden die rein türkisch sprachig sind, was passiert dann mit den türkischen hauptschülern die eine bessere qualifikation haben? Baut man dann türkische gymnasien für die? und universitäten?


@ resnu

Ich hab den artikel gelesen den ich in meinem aller ersten post hier in diesem thread zitiert habe, die quelle war der stern, und das selbe stand bei uns in der tageszeitung. Und da ging es um rein türkische schulen bei denen mann die muttersprache fördert und deutsch zum beispiel ein wahlfach wird.


mfG
 
@some_user:
Was spricht eigentlich dagegen, daß Türken ein deutsches Gymnasium besuchen oder eine deutsche Universität? Meinst du, daß jeder, der heutzutage ein Gymnasium besucht, schon zur 'Elite' zählt?

Auch ich habe damals in der Oberstufe das Kurssystem genießen dürfen. Deutsch war ebenso wie Englisch, Musik und Sport ein Wahlfach. Ich habe Deutsch und Mathematik als Leistungsfächer genommen, ebensogut hätte ich aber auch (mal überspitzt ausgedrückt) Sport und Musik nehmen können. Was hast du eigentlich gegen Wahlfächer?

Gruß Konradin
 
Was spricht eigentlich dagegen, daß Türken ein deutsches Gymnasium besuchen oder eine deutsche Universität?
Er hat doch gar nicht geschreiben, dass er was dagegen hat, (oder?), aber wenn man türkische Schulen baut, bräuchte man konsequenter Weise auch türkische Unis.

Was hast du eigentlich gegen Wahlfächer?

Es wäre ein Problem, wenn es deutsch nur als Wahlfach in einer türk. Schule gäbe.

@resnu
Außerdem geht es hier von Anfang an darum, dass Erdogan türk. Schulen haben wollte.
 
Ne du hast das falsch verstanden Konradin, auf nen Deutsches Gymnasium können sie ja schlecht wenn sie kein oder nur gebrochen deutsch können, also müsste man ja auch Türkische Gymnasien bauen.

Elite ist mein begriff für leute die studieren wollen, Abi usw... und das können sie dann ja schlecht wenn sie in türkischen schulen gelernt haben. Zudem denke ich (das ist meine vermutung) das dass türkische schulsystem dem deutschen bestimmt nicht gleichen wird.

Ausserdem meine ich wenn ich an eine integration denke ausländer in deutschland aufgenommen werden und denen dann eine schulische ausbildung bieten kann mit dem ziel sie in deutschland zu integrieren, das heißt man sollte sie explitzit auf den deutschen arbeitsmarkt vorbereiten! wie können das türkische lehrer die an türkischen schulen unterichten den schülern beibringen was sie in deutschland zu erwarten hat? wenn sie selber kaum oder garkeine erfahrung auf dem deutschen arbeitsmarkt haben? ganz davon abzusehen von der "elite" wenns auch "nur" hauptschüler sind die dann aus der schule mit einem erfolgreichen türkischen schulabschluss ins deutsche arbeitsleben übergehen wollen? Dann müssen sie das was sie auf türkisch gelernt haben, das ganze wissen und den schulstoff erstmal ins deutsche übersetzen und das auch einbringen. Klar hab ich nichts dagegen das man seiner muttersprache treu bleibt ist ja auch nur gerecht und normal. dennoch denke ich das man sich darauf konzentrieren sollte migranten aussiedler usw... wenn sie deutschland als ihre heimat wählen auch auf deutsch unterrichtet. Es gibt doch genug türkische abendschulen die kennt wohl jeder...an denen mann die muttersprache fördern kann!
 
@some_user:
Wieso setzt du eigentlich grundsätzlich türkische Schule und schlechte Deutschkenntnisse gleich? Wer sagt dir, daß türkische Jugendliche nicht schon vor der Schule einigermaßen gut deutsch lernen? Andererseits, wie viele deutsche Gymnasiasten gibt es, deren Deutschkenntnisse ausgesprochen schlecht sind!

Du meinst also, daß Türken, die irgendwann einmal in ihrem Leben hier in Deutschland eine türkische Schule besucht haben, kein Abitur machen können?

Zitat von Hero:
aber wenn man türkische Schulen baut, bräuchte man konsequenter Weise auch türkische Unis.
Irrtum, konsequenter Weise keinesfalls. Ich muß auch nicht, wenn ich überspitzt gesagt einen katholischen Kindergarten besucht habe, eine katholische Universität besuchen.
Wenn du dir einmal gegenwärtigst, was an solch einer Universität alles dranhängt, dann kämest du nicht einmal im Traum auf die Idee, mal so nebenbei eine Universität wie eine Privatschule zu gründen. Hast du eine Ahnung, welcher Aufwand dahinter steckt? Das ist einfach nicht zu bewerkstelligen.

Es wäre ein Problem, wenn es deutsch nur als Wahlfach in einer türk. Schule gäbe.
Wieso? Wahlfach heißt nicht, daß in diesem Fach kein Unterricht stattfindet, sondern nur, daß es nicht zu den Unterrichtsschwerpunkten des einzelnen Schülers gehören muss. Außerdem ist so etwas ja wohl auch stufenabhängig.

Auch du meinst scheinbar, Wahlfach Deutsch in einer türkischen Schule = keinerlei Deutschkenntnisse türkischer Schüler. Eben genau diese Gleichung bezweifle ich.

Gruß Konradin
 
Er hat doch gar nicht geschreiben, dass er was dagegen hat, (oder?), aber wenn man türkische Schulen baut, bräuchte man konsequenter Weise auch türkische Unis.


Ob ich Mathe in deutscher Sprache lerne oder in türkischer Sprache ist doch das gleiche?
Das gleiche mit physik, bio, chemie, englisch(falls es das da geben sollte) etc..außer deutsch ;)

Es gibt in Deutschland viele ausländische Betriebe, zumeist in Großstädten, wo diese Schüler dadurch mehr Erfolgschancen hätten und der deutsche Staat mehr Steuern einnehmen würde ;)
Außerdem denke ich, dass es in den Schulen auch Deutsch als Fremdsprache gäben würde. Zumeist lernt man deutsch sowieso aus seiner Umgebung, TV etc. Im Unterricht wird dies nur grammatikalisch gefördert.

Viele überschätzen hier die Anzahl der Schulen, die theorätischer Weise in Deutschland gebaut werden könnten.
ich glaube kaum, dass es mehr als 10,20 Schulen wären.
 
Das mit den türk. Unis war nicht ernst gemeint, es sollte lediglich auf das Problem mit türk. Schulen hindeuten.
1. Wenn man auf der türk. Schule ist, würd das deutsch allg. schlechter sein, weil man höchstwahrscheinlich auch außrhalb der Schule in seinen Umfeld bleiben würde.

2. In Bio, Chemie, Physik fehlen alle "Spezial begriffe".

3. Man wird es schwierig haben, sich von rein türk. Umfeld auf ne dt. Uni zu integrieren.

Es gibt in Deutschland viele ausländische Betriebe, zumeist in Großstädten, wo diese Schüler dadurch mehr Erfolgschancen hätten und der deutsche Staat mehr Steuern einnehmen würde
Bei ALI-DÖNERBUDE mit mehr Steuern?
Die meisten Betriebe werden wohl eher auf Deutsch, Englisch und ggf. Spanisch oder so achten.

Außerdem hab ich immer noch keine Antworten auf diese Fragen:

- warum sollte D sowas finanzieren?
- welchen Sinn haben türk. Schulen?
- warum sollten in D, Leute die ihr ganzen Leben hier verbringen wollen primär türk. lernen.
- natürlich werden die Leute mehr oder weniger gut deutsch können, aber sie werden noch viel größere Probleme haben sich zu integrieren.

Das ganze ist absoluter Schwachsinn, deshalb denk auch kein dt. Politiker ernsthaft daran, sowas durchzusetzen.
 
(...)Bei ALI-DÖNERBUDE mit mehr Steuern?(...)

Nur mal so in den Raum geschmissen,weil zum eigendlich Thema mehr als wenig gesagt wurde und alles nur im kreisse dreht.
Wieso denken die meisten bei einem Türkischen Unternehmer gleich an einer Dönerbude ??
Wahrscheinlich,weil sie nichts anderes kennen .
Bei uns ist es jedenfalls so,hier sitzen mehr Deutsche drin als wie Türken.

Und hier ein kleiner Ausschnitt,über türkische unternehmen in Deutschland.

Inzwischen gibt es in Deutschland knapp 60.000 Unternehmen türkischer Herkunft,nicht nur Dönerbuden und Gemüseläden.

Der Hamburger Reiseveranstalter Vural Öger oder Textilfabrikant Kemal Sahin in Aachen sind Großunternehmer. Türkische Firmenchefs in Deutschland setzen jährlich rund 30 Milliarden Euro um. Sie sind unverzichtbare Steuer- und Rentenkassen-Einzahler. Und sie beschäftigen mehr als 350.000 Mitarbeiter, darunter auch viele Deutsche.
Quelle: Bund türkisch.-europäischer unternehmer
 
@ resnu:
Du hast recht, es gibt inzwischen sehr erfolgreiche türkische bzw. deutsch-türkische Unternehmen und Unternehmer. Das ist eigentlich eine positive Sache - keine Frage.


Nur hat es mit der Rechtfertigung für türkischsprachige Schulen, wie der Member cheffe sie propagiert, wenig zu tun. Man sollte das Thema hier erweitern auf
INTEGRATION von Migranten und deren Kindern.


... Identitätskrise [...]. Ein Umdenken hätten wohl eher die Erwachsenen nötig, ...

Da stimme ich dir unumwunden zu! Ich sage nach wie vor, dass nur derjenige sich überhaupt integrieren lässt, dessen Bewusstsein das neue Land als seine neue Heimat anerkennt. Man muss ja nicht gleich die alte Heimat damit in den Papierkorb stecken.
 
@ resnu: (...)Nur hat es mit der Rechtfertigung für türkischsprachige Schulen, wie der Member cheffe sie propagiert, wenig zu tun. (...)

Ne hat es nicht,wollte es auch nur so zu Info hier reinsetzen.

Und nochmal auf türkische unterricht zurück zu kommen,möchte ich nochmal betonen,das ich selbst nicht dafür wäre,das jetzt hier rein türkische schulen aus der Erde wachsen wie Pilze,sondern es hilfsreich wäre, wenn dies mit eingeführt wär als Wahl.- und nicht Pflichtfach.

Alle Gymnasien und andere schulen (Gesamtschulen, Fachhochschulen etc.), die züge in englisch haben, sollten, wie die staatliche Europa-Schule in Berlin es gemacht hat, sich verpflichten, Anmeldung listen für Türkisch bereitzustellen, und nach und nach das Fach Türkisch als reguläres Fach anbieten.
Europaschule in Berlin
Schaut da mal rein,es ist Interessant, außerdem habe ich hier noch was gefunden,müßt euch auch mal ansehen.
Diskussion Erdogan - Merkel mit deutschen und türkischen Jugendlichen

Ich denke mal das wir,die ernsthaft darüber Diskutieren und Gedanken darüber machen nicht an der Tatsache ändern können,was die Politiker vermasselt haben,damit möchte ich sagen ,ohne mein Rücken unseren Türkischen Mitbürger zu drehen, das die BRD zu Anfang Aufenthaltverträge mit den Gastarbeiter hätten machen müssen und nicht jetzt nach 40 Jahren sich darüber beklagen, das sie Probleme mit der Integration haben, die es im wahrsten sinne nie gab.
 
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Alle Gymnasien und andere schulen (Gesamtschulen, Fachhochschulen etc.), die züge in englisch haben, sollten, wie die staatliche Europa-Schule in Berlin es gemacht hat, sich verpflichten, Anmeldung listen für Türkisch bereitzustellen, und nach und nach das Fach Türkisch als reguläres Fach anbieten.
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Und wozu? Fachhochschulen, als eine Form der Hochschule, schon mal gar nicht!

Selbst der Rest wäre Unsinn, wenn es eine Verpflichtung der Schulen wäre. Und die anderen Migranten aus südeuropäischen Ländern? Würden die dann einfach so benachteiligt? Es gibt keinen Grund, dass unser Staat die Förderung der Muttersprache der Eltern/Großeltern bei deren Abkömmlingen finanzieren sollte. Wer sich für Deutschland als dauerhaften Wohnsitz entscheidet und, wie immer mehr Migranten, die deutsche Staatsbürgerschaft annimmt, kann sich nur in privater Weise oder auch über Volkshochschulen für die korrekte Erlernung der elterlichen Sprache engagieren.

Ich wüsste nicht, dass klassische Einwandererländer, wie USA, Kanada oder Australien auch nur entfernt so etwas für deren Immigranten anbieten würden. Viel mehr würde ich für ein verstärktes Angebot an Kinderförder- und Erwachsenenkursen zur Erlernung der deutschen Sprache plädieren, die staatlich subventioniert werden sollten.

Nichts gegen Sprach-AGs an Schulen, die türkisch, kroatisch, italienisch, etc. anbieten, allerdings auch hier generell nicht auf Kosten unseres Staates. Dabei ist es so einfach: niemand wird gezwungen, in Deutschland zu leben! Wem unsere Kultur, unsere Art zu leben, zu lieben und zu glauben nicht gefällt, kann sich ohne weiteres davon verabschieden und in das Land seiner Herkunft (bzw. der Eltern) zurück migrieren.

Wenn man sich dann noch Institutionen, wie Milli Görüs anschaut, die den Islam und dessen Gesetze (Scharia) auch in Europa und insbesondere in Deutschland, massiv voranbringen wollen, habe ich berechtigte Zweifel, dass solche Menschen eine Integration nur im Geringsten überhaupt wollen. Mit den Mitteln unserer liberalen und auf Gleichberechtigung ausgelegten Gesetzgebung versuchen diese doch nur zu erreichen, dass ihre engstirnigen weltanschaulichen und religösen Gesellschaftsvorstellungen als ebenbürtig bei uns anerkannt werden.
 
Alle Gymnasien und andere schulen (Gesamtschulen, Fachhochschulen etc.), die züge in englisch haben, sollten, wie die staatliche Europa-Schule in Berlin es gemacht hat, sich verpflichten, Anmeldung listen für Türkisch bereitzustellen, und nach und nach das Fach Türkisch als reguläres Fach

Und was soll das? Englisch braucht man, türkisch nicht, wenn man türkisch sprechen will, kann man in die Türkei ziehen, oder es wo anders lernen. Warum sollten es dt. Steuerzahler auch finanzieren, bloß weil die Eltern zu "doof" dazu sind? In Deutschland wird nun mal deutsch gesprochen, wenn das nicht passt:

Berlin Istanbul - Google-Suche

Aber irgentwie meinen auch die Türken in der 3. Generation hier noch, sie hätte das Recht, von D alles in den Ars** gesteckt zu bekommen.
 

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