Tote in Afghanistan durch die Bundeswehr

Ich diskutieren die Authentizität meiner Bekannten oder ihre objektive Kognitionsfähigkeit sicherlich nicht mit einem alten, verbitterten Mann, der außer Deutschenhass, Systemfeindlichkeit und polemischer Pseudointellektualität nicht viel zu bieten hat.

Deine Posts hier im Board werden m.E.n. zunehmend aufmerksamkeitsheischend und demagogisch. Zudem legst du das Dominanzverhalten eines unerzogenen Jack-Russel-Terrierrüdens an den Tag und bist absolut überzeugungsresistent. Aber scheinbar gefällst du dir in der Rolle des vermeintlich hochgebildeten Connoisseurs, dem hier niemand das Wasser reichen kann.

Ebenso gut kann man mit einer Wand diskutieren. Und ich habe weder auf das eine, noch auf das andere Lust.

Allen, die auch der Meinnung sind, dass der von mir genannte Soldat in Splitterschutz und mit angeschlagenem G36 den Sinn und Unsinn der Stationierung deutscher Soldaten in Afghanistan mit Einheimischen diskutiert, möchte ich sagen:

Der Soldat ist, wie schon geschrieben, selber afghanischer Herkunft und steht, man mag es glauben, oder nicht, mit seiner Familie am Hindukusch in regem Kontakt. Und die können meiner Einschätzung nach sehr gut beurteilen, ob ihnen der Einsatz der Bundeswehr hilft oder nicht.


Gruß, Halycon
 
@Halycon

Zu diesem Bundeswehrsoldaten afghanischer-abstammung - ich hoffe du weißt dass Afghanistan mehr als 20 Millionen Einwohner hat.
Also ist seine Befragung wohl kaum repräsentativ, oder hat er mit allen Afghanen gesprochen ?
Ein Afghaner ist nicht ganz Afghanistan.

Die afghanische Regierung ist auch dankbar dafür, dass Besatzungssoldaten im Land stationiert sind, denn ohne diese würde das Volk und die Talban diese korrupte Regierung sofort wegfegen.

Und so wie es zur Zeit aussieht, stehen die Afghanen wohl eher hinter den Taliban, als hinter der Nato und der Regierung.
Oder wie soll man sich den sonst die Stärke der Taliban nach 8 Jahren Krieg gegen das stärkste Militärbündnis dieser Welt erklären?
 
oh, die taliban ist ja sooo toll. und überhaupt nicht negativ, menschenverachtend od. ähnliches. und die drohungen gegen deutschland von wegen "wählt ne partei die den abzug unterstützt oder wir bomben euch aus" ist ja auch nur ein scheeerz gewesen.

meiner meinung nach sollt man echt langsam härter gegen die böse böse balitan-armee vorgehen und denen mal gehörig in den allerwertesten treten. denn die taliban ist die hauptursache für das ganze leid unter der afghanischen bevölkerung (und nein, ich werde keinen einwohner afghanistans afghanen nennen, schliesslich sind das da unten menschen und keine hunde!) und ohne taliban würde es den menschen da unten auch besser gehen. eine gruppierung, die ausser drohungen und terror nichts zu bieten hat kann nicht gut sein und muss wie ein krebsgeschwür rausgeschnitten werden. und bei jedem rausschneiden eines krebsgeschwüres werden nun mal auch gute, gesunde zellen getötet, das lässt sich schwer vermeiden. selbst modernste technologie ist da nicht im stande, das geschwür zwar komplett zu vernichten, das gesunde aber komplett zu erhalten.

ich geh sogar einen schritt weiter: die taliban sind die modernen nazis und osama liesse sich mit hitler, nein, moment, eher himmler gleichstellen. himmler deshalb, da über osama ja für die taliban noch jemand steht, deren "gott", ich glaub sie nennen ihn alah - und nein, das ist garantiert nicht der gleiche alah, den muslime anbeten. dieser würde dann mit hitler zu vergleichen sein: fordert tote über tote für ein irrealistisches ziel, ist größenwahnsinnig und geisteskrank.
 
@M7amad:

Natürlich ist sie nicht repräsentativ. Aber allemal wirklichkeitsnäher als die Mehrheit der Mutmaßungen hier, die von Leuten kommen, die Afghanistan nicht mal auf der Landkarte finden.
Nebenbei gefragt: Hast du zufälligerweise Beziehungen nach Afghanistan? Oder worauf stützt du deine Behauptungen? Das soll kein Angriff sein, interessiert mich aber.
 
locutus schrieb:
meiner meinung nach sollt man echt langsam härter gegen die böse böse balitan-armee vorgehen und denen mal gehörig in den allerwertesten treten. denn die taliban ist die hauptursache für das ganze leid unter der afghanischen bevölkerung (und nein, ich werde keinen einwohner afghanistans afghanen nennen, schliesslich sind das da unten menschen und keine hunde!) und ohne taliban würde es den menschen da unten auch besser gehen.
Oha, du hast ja ne Ahnung. Härter gegen die Taliban vorgehen und denen in den Hintern treten. Das haben die Russen jahrelang versucht und jetzt versuchen es die Amis und ihre Verbündeten. Und die probieren das mit den modernsten Waffen die ihnen zur Verfügung stehen und schaffen es trotzdem nicht.
Und ich glaube auch nicht das du irgend einen Afghanen beleidigst wenn du ihn Afghane nennst. Denn >>>

Der Afghanische Windhund (afgh. Thasi), ist eine der ursprünglichsten Windhundrassen aus dem Hochland des Hindukusch. In seinem Ursprungsland Afghanistan wurde der Hund hoch geschätzt und teilweise wie eine Kostbarkeit behandelt.
 
Halycon schrieb:
Der Soldat ist, wie schon geschrieben, selber afghanischer Herkunft und steht, man mag es glauben, oder nicht, mit seiner Familie am Hindukusch in regem Kontakt. Und die können meiner Einschätzung nach sehr gut beurteilen, ob ihnen der Einsatz der Bundeswehr hilft oder nicht.
Du meinst also, daß die Meinung eines Kollaborateurs für das, was 'die Afghanen' denken, maßgeblich ist? Daß ein Kollaborateur, der das Brot seines Arbeitgebers ißt, von diesem eine hohe Meinung hat, ist wohl kaum verwunderlich. So etwas als vorgebliches Indiz für 'des Volkes Stimme' anzusehen halte ich vorsichtig ausgedrückt für äußerst gewagt.

Sorry, aber die Meinung eines einzelnen Kollaborateurs interessiert mich genauso wenig wie die Meinung eines einzelnen Taliban. Beide sind auf ihre Art befangen und Teil des bewaffneten Konfliktes.

Ich mag die Taliban nicht, aber ich mag die Besatzer ebensowenig. Zumindest die mir persönlich bekannten Afghanen, welche damals gegen die Russen gekämpft, aber anschließend das Handtuch geworfen haben und in den Westen ausgewandert sind, weil sie mit den Taliban genausowenig klarkommen konnten und wollten, sehen dies ähnlich. Keiner von denen würde sich mit den jetzigen Besatzern dort arrangieren. Wenn es allein darum ginge, für sich und gegen die Taliban zu kämpfen, dann wären sie schon wieder dort. Sind sie aber nicht.

Gruß Konradin

@locutus: Die Taliban sind keineswegs moderne Nazis, sondern eher das Gegenteil. Wenn schon faule Vergleiche, dann bitte schön eher mit der Inquisition. Sie sind fundamentalistische Fanatiker, die es geradewegs ins Mittelalter zurückzieht. Ihre Macht resultiert größtenteils aus dem Bestreben anderer, sich in dieser Region breitmachen zu wollen. Hätte es den Widerstand gegen die Russen nicht gegeben, dann gäbe es wahrscheinlich heute kaum mehr Taliban. Der Widerstand macht sie stark. Er sichert ihnen Zulauf und schafft die Situation, welche sie benötigen, um dort ihre Macht entfalten zu können.

Jeder Angriff gegen die Taliban stärkt sie letztendlich. Genauso, wie jeder Angriff der Amerikaner zielstrebig zum Verlust des Vietnam-Krieges führen musste. Es ging gar nicht anders. Man schafft es nicht, ein ganzes Volk auszurotten. Mit jedem, den man tötet, stehen zwei neue Gegner auf.

Dieses Prinzip gilt für die Taliban, die IRA, die ETA und wen sonst noch alles. Will man diese Gruppen wirkungsvoll bekämpfen, dann muß man auf einen Entspannungskurs setzen und die Situation ganz allmählich deeskalieren. Nur so entzieht man ihnen die Grundlage. Druck erzeugt Gegendruck. Wer eskaliert hat langfristig schon verloren.

Aber offenbar ist man zu dumm, dies zu beherzigen, oder es ist einem schlicht und einfach egal. Der Bundesregierung unterstelle ich letzteres.

Gruß Konradin
 
Konradin, als Antwort auf die Frage zitiere ich mich mal selbst:

Natürlich ist sie nicht repräsentativ. Aber allemal wirklichkeitsnäher als die Mehrheit der Mutmaßungen hier, die von Leuten kommen, die Afghanistan nicht mal auf der Landkarte finden.

Gruß, Halycon
 
@M7amad:

Natürlich ist sie nicht repräsentativ. Aber allemal wirklichkeitsnäher als die Mehrheit der Mutmaßungen hier, die von Leuten kommen, die Afghanistan nicht mal auf der Landkarte finden.
Nebenbei gefragt: Hast du zufälligerweise Beziehungen nach Afghanistan? Oder worauf stützt du deine Behauptungen? Das soll kein Angriff sein, interessiert mich aber.

Meine Behauptungen fußen sich darauf, dass

1. die Taliban sich inzwischen wieder in ganz Afghanistan breit gemacht haben

2. trotz der hohen Kopfgelder, die auf deren Führern ausgesetzt sind, keiner verraten wurde

3. die Taliban seit 8 Jahren der Nato die Stirn bieten können, trotz unzähliger toter Taliban täglich (laut Nato)

4. die Taliban schaffen es mehr Mitglieder zu mobilisieren als die afghanische Armee


Wie Konradin schon sagte, man kann kein Volk verändern in dem man es ausrottet oder ins Mittelalter zurückbombt.
Die Taliban sind nur das Produkt der Sowiets. Die Sowjets haben Afghanistan ins Mittelalter gebomt > Taliban die mittelalterlich regieren.

In anderen islamischen Ländern, die nicht ständig Bombardiert werden leben die Menschen kaum anders als die Menschen in Europa. zB. Malaysia, Tunesien, Marroco, Syrien, etc.
Die Veränderungen kommen vom Volk selbst und nicht von außen aufgezwungen.
 
oha. tolles argument. "keiner hat die führer ausgeliefert" "die taliban machen sich wieder in ganz afghanistan breit"

zu den führern ausliefern: kannst du dich überhaupt in die lage eines einwohner afghanistans versetzen, der weis, wo so ein führer ist? denkst du wirklich, ein normaler bürger afghanistans würde sich trauen, einen führer der taliban auszuliefern? oder meinst du nicht auch, dass die menschen viel zu viel angst um ihr eigenes sowie das leben ihrer angehörigen haben? ich zumindest hätte ziemliche angst um meine familie und mich und würde mich deshalb nicht trauen einen taliban-führer auszuliefern und ich wette fast drauf, du würdest dir schon bei dem gedanken daran die hosen voll ********n, wenn du da unten leben würdest und in so einer situation wärst. hier groß reden von wegen "jaaa, die bevölkerung unterstützt die taliban weil sie deren führer nicht ausliefert" aber wenn du in so einer situation wärst wärst du doch erste der sich nicht trauen würd und lieber buckelt. -.-

und dass die taliban sich in ganz afghanistan breit gemacht hat hat nichts mit der unterstützung aus der bevölkerung zu tun. andere terroristische organisationen haben sich auch in ganzen ländern breit machen können ohne dass sie je durch die bevölkerung unterstützt wurden.

und zuletzt das thema taliban wurd schon erfolglos versucht von den russen auszulöschen: USA und Russland wollen jetzt ja enger zusammen arbeiten. ich denk da nur an das zusammenschalten der WaSys im flugabwehrbereich. da könnte es durchaus im bereich des möglichen liegen, dass sich in naher zukunft die russen auch mit den amis zusammen gegen die taliban stellen (oder besser: die nato zusammen mit den russen, evtl. könnte russland ja auch der nato beitreten) und dann werdens richtig finstere zeiten für die taliban.
 
"Religion des Friedens und der Toleranz"

Zu dem Beitrag über mir: Du weißt ja. Der Islam ist eine "Religion des Friedens und der Toleranz" ;-)
Makaberer Sarkasmus:
Warum teilt dies niemand diesem Islamischen Rat mitunter in Deutschland mit.
aus den News:
Al-Kaida-Video: "Grund zur Panik besteht nicht" | tagesschau.de
Ein kriegerischer Angriff der Islamisten ? Warum werden bei uns zivile Einrichtungen geschützt. ??? :confused:
./ Sarkasmus: Ende
Mag sich jeder denken was er mag. :(
 
@ locotus

es ist in allen Ländern gang und gebe, dass Verräter anonym bleiben.
So ist es auch mit den Nato-Kopfgelder in Afghanistan.

Ja die Taliban haben schon ganze Provinzen eingenommen, in die sich die Armee nicht mehr traut.

Nur noch eine Frage der Zeit dann ist die Nato weg aus Afghanistan und das Land gehört dann wieder den Taliban.

Italien will jetzt seine Soldaten abziehen.

Und der Taliban-Chef Mullah Omar hat heute die Niederlage der Nato verkündet.

Man kann von der letzten Nachricht halten was man will. Aber für die Taliban so ene Nachricht zu verkünden hat eine große Wirkung auf Afghanistan
 
Ich diskutieren die Authentizität meiner Bekannten oder ihre objektive Kognitionsfähigkeit sicherlich nicht mit einem alten, verbitterten Mann, der außer Deutschenhass, ...
Na ja …
... trotzdem vielen Dank für Deinen (Dich) erschöpfenden Diskussionsbeitrag. Das mit dem Deutschenhass (wo glaubst Du das herausgelesen zu haben?) solltest Du einmal belegen.

Oder verhält es sich hier genau so, wie mit „Deinem“ afghanischen Kollaborateur?

_______
Beim Lesen Deiner Zeilen musste ich - ganz verbittert - in mich hineingrinsen. Amüsant!
 
Zumindest die Demokratisch gewählte Afghanische Regierung ist den NATO Truppen sehr dankbar, dass sie im Land sind.
Auch jeder gebildete Afghane wird die Notwendigkeit der NATO in seinem Land erkennen.

Ich habe es schonmal gesagt. Krieg ist sicher nicht toll, aber manchmal die einzige Alternative die man Menschenrechtsverletzenden Gruppierungen/Regierungen etc. entgegensetzen kann.
Um uns rauszuhalten haben wir der Welt gegenüber eine zu große Verantwortung.

Es ist wichtig und richtig, die Demokratie in Afghanistan zu schützen. Und wenn es nur so geht, muss es eben so sein.
 
es ist in allen Ländern gang und gebe, dass Verräter anonym bleiben.
So ist es auch mit den Nato-Kopfgelder in Afghanistan.


und du glaubst wirklich diese theorethische anonymität besteht auch real? ich glaub das irgendwie nicht. und ich denke auch, dass die meisten potentiellen verräter genauso denken.
klar, die nato verrät die nicht usw. gut, dann kommt nen kerl der taliban halt bei jedem dorfbewohner mal in die hütte, stellt nen paar fragen und wenn er keine hinweise bekommt rinnt jeweils etwas blut unter der tür durch. spätestens nach der dritten hütte wird er wissen wers war. und das liesse sich nur verhindern, wenn die nato das ganze dorf bzw. alle bekannten des verräters (was ein unpassender ausdruck wo sie doch nichts negatives tun) sowie diesen selbst ausser landes in eine art schutzhaft verfrachten. und das kann man nun wirklich nicht tun (und kein potentieller verräter hätte da lust drauf)
 
M7amad schrieb:
Die Taliban sind nur das Produkt der Sowiets. Die Sowjets haben Afghanistan ins Mittelalter gebomt > Taliban die mittelalterlich regieren.
Falsch. Die Taliban sind das Produkt der USA besser gesagt ein Produkt der CIA.
Die Russen haben das Land auch nicht ins Mittelalter gebomt. Dort war es schon bevor die Russen einmaschiert sind. Die Taliban haben nach dem Abzug der Russen und ihrer darauf folgenden Machtübernahme dem ganzen dann nur noch die Krone aufgesetzt.
 

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