First of all
Kommt mal wieder runter von Euren "frommen" Wünschen bzgl. Anderer.
Die "Kleinen" hauen sich mal wieder unter einander, während ....
Mc Kilroy schrieb:
Vielleicht wäre es ja eine Lösung, (...) es jedem Bürger selber zu überlassen, für sich zu sorgen und vorzusorgen.
Ich hätte da keine Probleme mit.
Keine Probleme...
Mmh, sei Dir da mal nicht all zu sicher
Sofern es keine rein materiellen Sorgen wären, könnten immerhin soziale Probleme in Deinem Umfeld dann für reichlich individuelle Probleme sorgen
Denn
unsere soziale Marktwirtschaft inklusive des Prinzips einer Solidargemeinschaft löst sich doch eh immer mehr auf.
Und Deutschland ist nebenbei in Europa schon der langjährige Spitzenreiter im Auseinanderklaffen von Reallöhnen und der Entwicklung von Individualvermögen.
Und dies nicht nur, weil das völlig absurde Wachstumsprinzip der "westlichen" Ökonomie immer noch (und weitgehend der Masse unbekannt) seine diversen "Blüten" treibt.
Und ich meine damit nicht mal die letzten (vertraglich geregelten) Boni für HRE-"Mitarbeiter", die diese Boni sogar für rote Zahlen des Geschäftsjahres kassieren
Nein,
denn sowohl im Gesundheitswesen, in innovativen Branchen wie der erneuerbaren Energien, in Bereichen der IT und auch in diversen Bereichen des Maschinenbau's sowie der Infrastruktur und letztlich auch in weiten Bereichen der Geldwirtschaft "setzen" wir weiterhin auf scheinbar (noch) "bewährte" Pfade, praktizieren dabei aber eigentlich (und weiterhin wachsend) eine quasi neo-anglikanische Casino-Zockermentalität, die sich ja bereits auch schon bei der Immobilienblase bewährt hat.
Von daher ist eine gewisses pekuniäres Polster bei den meisten jetzt noch scheinbar gut Situierten nur ein effektiv kleiner Rest von gesellschaftlicher bzw. finanzieller Sicherheit.
Wenn man sich daneben nämlich vergegenwärtigt,
dass (übrigens in der Nähe von Frankfurt) eigentlich das größte Zockerzentrun der Welt (vor der Wall Street und auch noch auf bundesdeutschen Boden *bg* unter reger Beteiligung der deutschen Bank bzw. Börse) bei einem Durchsatz von min. 350-450 Milliarden "Buchgeld" fiktive Termingeschäfte und Finanzderivate "versucht" zu regeln, ohne dabei übrigens von irgendwelchen "Aufsichten" relevant "behelligt" zu werden,
sind spätestens dann auch Vermögenswerte aller individuellen Art auch nur noch von geringem relativem "Wert"...
Denn wenn die Weltwirtschaft von einem dortigen (eigentlich auch bald zu erwartendem) Crash (nämlich der Eurex) betroffen sein würde,
wäre die letztjährige Finanzkrise dagegen nur ein sehr, sehr laues Lüftchen bzgl. der dann zu erwartenden Auswirkungen auf die Welt(finanz)wirtschaft.
Ich schätze spätestens dann (erst) wird so Einigen (vielleicht) richtig deutlich,
wer die wirklichen Schmarotzer (Parasiten) "unseres" System waren
so far
muesli
Siehe u.a.
EUREX
Stern Nr. 36 2.9.2010