"Sozialschmarotzer"

Richtig, Miraculix, weg von der Resozialisierung zurück zum altbewährten 'Zuchthaus'. Warum die Uhr nicht gleich noch ein wenig weiter zurückdrehen, dann macht Arbeit wenigstens wieder frei?

Dein Vorschlag in allen Ehren, das hat auch noch angenehme Seiteneffekte. Ich denke z.B. an jugendliche Knast-Quereinsteiger, welche draußen zum Teil keinerlei Chance auf einen Ausbildungsplatz haben, aber durch 'freiwilliges Ableisten einer kleinen Straftat' sicher bald in den Genuß eines Arbeitszeugnisses kommen. Das Vierteljährchen wird es ihnen ja wohl wert sein. Nur ist das mit der Probezeit natürlich eine Farce.

Aber einige Fragen bleiben bei deinem Modell doch noch offen. Wie senkt man eigentlich die Nebenkosten im Knast? Dadurch, daß man dem dort arbeitenden Straftäter einen akzeptablen Lohn gibt, von welchem er für Personal, Kost und Logis selbt aufkommen kann?

Und ist es nicht selbstverständlich, daß kein Mensch mehr Vorbehalte gegen Vorbestrafte hegt, weil es Subventionen dafür gibt?

Sorry, aber einen solchen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Gruß Konradin

@Post42: Auf solch einer Ebene diskutiere ich nicht, Miraculix, du kommst hier mit völlig unausgegorenem Zeug und bist entweder nicht willens oder in der Lage, auf Fragen dazu auch nur ansatzweise einzugehen. Natürlich ist überspitzte Karrikierung kein Gegenargument, das ist Satire übrigens noch nie gewesen. Wenigstens hast du richtig erkannt, daß ich deinen 'Vorschlag' satiretauglich fand, aber eben nicht wirklich diskussionswürdig. Das sollen mal andere machen, so du sie findest.
 
Überspitzte Karrikierung eines Vorschlages ist kein Gegenargument mein Lieber.

Und es wäre mir wirklich neu wenn die "Arbeit macht frei" Fraktion sowas wie "Natürlich unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Berücksichtigung eventueller Invaliditäten, Allergien oder Gebrechen der Gefangenen." auch nur auf dem Papier gefordert hätte. Daß ich eben keine chinesische "Export Processing Zone" aufgezogen sehen will sollte klar rüberkegommen sein.

Zwischen "anlernen" und einem Ausbildungsplatz liegen übrigens Welten. Und "Garantie" auf Anlernen gibts ja eben keine.


Der Spagat, wieviel % der verursachten Unkosten der Staat dem Straftäter erläßt ist in der Tat schwierig, auf alle Fälle braucht hier jemand Ermessenspielraum um auf Einzeltfälle einzugehen.

"Und ist es nicht selbstverständlich, daß kein Mensch mehr Vorbehalte gegen Vorbestrafte hegt, weil es Subventionen dafür gibt?
Du zäumst verkehrt herum auf. Das wäre maximal eine zusätzliche Auflage bei einem bestehenden Subventionsverhältnis, oder eben eine Naturalsubvention.
Edit: Vorbehalte werden durch das persönliche Kennenlernen idR abgebaut, deswegen rein in die Betriebe, gerade während der Rezession.


Ad 41 Edit:
Klar dass Du nicht weiterdiskutierst, wenn Deine Diskussionsführung nicht funktioniert und deine "Argumente" keine mehr sind.

Aber noch ein Nachtrag. Dadurch, daß man dem dort arbeitenden Straftäter einen akzeptablen Lohn gibt, von welchem er für Personal, Kost und Logis selbt aufkommen kann?
-->Nein. wie oben beschrieben wird er so gut wie nie produktiv genug sein, um dafür aufzukommen. Ein % ist ihm zu erlassen, was über den Rest der Kosten hinaus erwirtschaftet wird geht aufs Guthabenkonto
 
Hallo, ich bin durch Zufall beim Stöbern auf die Start Überschrift "SOZIALSCHMAROTZER" gestoßen. Da ich beruflich mit Hilfebedürftigen zu tun habe kann ich teilweise nur mit dem Kopf schütteln über verschiedene Beiträge. Meines Wissens nach besteht in Deutschland immer noch bei offenen Schulden aus Leihverträgen die Reihenfolge "Mahnung, Vollstreckung ( Gerichtsvollzieher, Offenbarungseid)" Haftstrafen sind wohl nicht vorgesehen, sonst würden ja wohl eine Vielzahl unserer Mitbürger die ihre Schulden nicht mehr tilgen können im Gefängnis sitzen. Welches Bundesland sollte dafür geräumt werden um die säumigen Zahler unterzubringen?? Es kann um eine Haftstrafe zu bekommen nur ein anderer Tatbestand mit eingeflossen sein.
Besonders störend, beleidigend und diskreminierend finde ich den verwendeten Begriff "Sozialschmarotzer" für Leute die auf ALG II angewiesen sind. Es gibt sicher eine kleine Gruppe, die Vorteile aus dem im Grundgesetz stehenden Satz "Deutschland ist ein Sozialstaat" zieht, ich glaube aber das dieser Teil verschwindend gering ist. Manche Leute die rumschreien, haben ihren Wissensstand wie es in einem Liedtext so schön heißt AUS DER BILD und schreien einmal im Jahr nach einer 2 stelligen Lohnerhöhung weil sie den Hals nicht voll bekommen können. Diese Leute sollten mal mit ALG II auskommen, dessen Bemessungsgrundlage auf dem Stand von 1990 ist was Lebenshaltung und Inflationsrate anbelangt und aus dem sie alle Kosten von A Auto bis Z Zahnersatz selber bestreiten müssen. Das, DIE BEKOMMEN DOCH ALLES VOM STAAT, ist ein von den Medien und der Bundesregierung unterstütztes Gerücht z.B. die in den Medien berichtete und demnächst dem Verfassungsgericht vorgelegte Erhöhung des Berechnungsbetrags ALG II für Kinder. Was hier nicht berichtet wurde ist, das Kindergeld als "Einkommen" der Kinder angerechnet und vom Zahlbetrag somit wieder abgezogen wird. Man könnte diese Aufzählungen ellenlang weiter führen, was aber wenig gegen diese SCHREIER bringt, bis sie dann eines Tages Arbeitslos werden und ALG beantragen müssen. In der heutigen Zeit kann sich keiner egal ob Putzfrau oder Professor sicher sein nicht Arbeitslos zu werden. Allerdings ist der soziale Abstieg einer Putzfrau im Niedriglohnsektor geringer als eines Arbeiters bei Ford oder Opel. Denn, wer hoch sitzt und schreit kann tief fallen.
Darüber sollten einige mal nachdenken, bevor sie den Begriff SOZIALSCHMAROTZER gebrauchen. Auch wenn die Altersrente nach einem langen Berufsleben nicht zum Leben reicht ALGII =SOZIALSCHMAROTZER oder??
Den Begriff HARTZ IV habe ich extra nicht gebraucht, denn warum soll man einen Mann nennen der Rechtskräftig als Straftäter verurteilt worden ist. Ich sage ja auch nicht, wenn ich meine Steuererklärung abgebe, ich Zumwinkle jetzt.

Zitat eines deutschen Politikers: NUR DIE DÜMMSTEN KÄLBER WÄHLEN IHRE SCHLÄCHTER SELBER.


Kleiner Nachtrag:
Gerade kommt ein Kollege, sagt, er hätte eine ältere Frau im Büro sitzen die zur OP ins Krankenhaus müsste.
Ich sage: Was für ein Problem?
Daraufhin er: Die kann nicht im Winter ins Krankenhaus!
ZITAT: Da sind doch die ganzen Obdachlosen wenn es kalt ist.

Wer im Winter ins Krankenhaus geht = Sozialschmarotzer oder??
 
Das Problem ist, dass man in dem Fall noch nicht härter durchgreifen kann. Die Rechtssprechung muss ja durch sehr generische Regeln eine Vielzahl von Verstößen abdecken können.
Und in diesem Fall weiß der "Staat" ja nicht, dass diese Beiden solche faulen Säcke sind. Deshalb werden sie "normal" bestraft, wie einer, der eine ähnliche Tat begangen hat, das aber bereut usw.
Man kann halt schwierig rauskriegen, wer so blöd denkt und wer nicht. Deshalb muss man ja das Strafmaß an die Tat selber knüpfen und wie oft sowas passiert.

Grüße
x-driver
 
Hallo
Ist die Deutsche Bank nicht auch ein Sozialschmarotzer? Es wurden ja tausende entlassen damit die Allgemeinheit die weiteren Kosten trägt. So konnten deren Gewinne nochmal gesteigert werden und die Ausgaben des Arbeitsamtes erhöht werden.

Liebe Grüße
Carmen
 
Kobesteak im Knast???

Hallo zusammen,
ich versuche dann mal das eigentliche Thema wieder auf zugreifen - obwohl die Diskussion in eine andere, interessante Richtung driftet.

@hotginger
Zu deinem Eingangspost.
Videos aus der Videothek kosten ein vielfaches dessen, was ein Video/DVD etc. für den Privatgebrauch kostet. Also nix mit mal eben zu Me..Markt oder Pluto und nen Ersatz kaufen.

Wo die Strafe ist? Ganz klar im Entzug der Freiheit. Falls dir das noch nie aufgefallen ist, empfehle ich dir mal - falls du die Möglichkeit hast- einen Tag im Knast dir anzuschauen. Ich kann nur jedem Raten, dies nicht mit Urlaub zu verwechseln!
Und dein unangebrachter Hinweis auf die Zusammenführung von Mann und Frau im Knast - du suggerierst sie liegen dann gemütlich auf den Liegestühlen unter dem Sonnenschirm, ein Injobber wedelt dabei frische Luft zu und wendet die Kobesteaks auf dem Grill - ist mehr als maßlos Übertrieben.

Solche Geschichten schreiben nur Leute, die keine Korrektur: wenig Ahnung vom Knast haben.
Der Beitrag von ecki51 enthält hierzu viele richtige Darstellungen.
Also nicht jeden Mist glauben der in FOTO oder am Stammtisch erzählt wird.

Gruß
Luemmel33:read:
 
naja

erstmal zu deinem konkreten Fall:
natürlich ist es bekannt, das "arme" Leute lieber ihre Zeit im Knast verbringen aufgrund der Verpflegung verbringen als beispielsweise unter der Brücke zu leben (ok ist jetzt nicht bei deinem fall aber trotzdem). Trotzdem hat man im Knast eben nicht ddie Freiheit zu tun und zu lassen was man will, das ist dann eben die Strafe.

naja und jetzt allgemein zu Sozialschmarotzer:
also für mich ist ein Sozialschmarotzer ein ohne größere Probleme arbeitsfähiger Mensch, der nicht arbeiten will und zusätzlich so tut, dass er arbeitsunfähig ist oder angeblich keine Arbeit findet. Solche Leute sind die größten "Schweine" in unserer Geselschaft. Die haben dann den ganzen Tag frei, bekommen Geld in den Hintern geschoben, teilweise schwärzeln sie dann noch und leben dann dadurch über dem normalen Standard. Manche davon sind da auch noch stolz drauf (gab da mal so nen bericht von jemand, der hat das breit einer Zeitung erzählt). Solche Leute mag wohl keiner, denn wir alle bezahlen eben jene, die sagen "warum arbeiten, geht doch auch ohne".
 
Ich bin ganz der Meinung von King_EM
Dass es "keine Arbeitsplätze" gäbe ist kein Argument man muss nur wollen dann bekommt man schon irgendwo eine Stelle um sich über Wasser zu halten.

Wer wirklich arbeiten will, bekommt auch Arbeit. Es gibt in letzter Zeit sogar immer unbesetzte Lehrstellen zur Genüge. Dann sollen sie halt Handwerker werden. Das wäre sinnvoll und man braucht nur wenig schulische Vorausetzungen, da diese ja bei vielen Langzeitarbeitslosen recht dürftig sind.
Die Arbeit muss nicht toll sein, aber zum leben reichen fast alle Arbeiten. Doch dafür sind sich die Dauerarbeitslosen wohl zu schade und hocken lieber dan ganzen Tag vor der Glotze und lassen sich ihr Leben von der Allgemeinheit finanzieren. Und wenn sie mal arbeiten, dann nur weil ihnen sonst Hartz IV gekürzt wird. Mit solch einer Moral arbeiten die dann auch (spreche aus eigner Erfahrung während eins Praktikums).
Der Staat sollte bei solchen Leuten einfach nichts mehr zahlen, vorallem keine Wohnung mit allem was die arbeitende Bevölkerung auch hat.
 
Wer wirklich arbeiten will, bekommt auch Arbeit.

Es ist nur die Frage was für eine.
Durch einen Arbeitszwang (wie er unter ALG II durch Sanktionen besteht) werden die niedrigen Lohngruppen nur unter noch mehr Druck gesetzt. Da sie keine Wahl gegenüber ihrem Arbeitgeber haben und sich ausnutzen lassen müssen. Und das Arbeitsamt verpflichtet die Leute auch noch eine sittenwidrig entlohnte Arbeit anzunehmen.
Erst wenn die Leute dann über karitative oder den Medien zum Arbeitsamt überdenken die ihre Position.
=> Das ist doch pervers
Durch solche Maßnahmen wird der Arbeitsmarkt doch ad absurdum geführt.
 
Hallo
ich bin in einer sehr gut bezahlten Anstellung.

Nichts ist sozialer als eine Arbeit zu haben, war die Aussage der CDU vor der letzten Wahl.
Zeitarbeiter und 1 € Ausgebeutete haben eine Entlohnung die es nicht erlaubt auf Dauer ohne Schulden zu bleiben und schon gar nicht etwas auf die hohe kante zu legen um für schlechte Zeiten vorbereitet zu sein. Genau diese sind die ersten die ihre Kündigung bekamen. Danach erhalten sie ein Arbeitslosengeld das nach dem Ausbeuterlohn bemessen werden muß und die Rente wird nach diesem Lohn bemessen. Das ist ein Kreislauf der es dem Betroffenen unmöglich macht am normalen Leben teil haben zu können. In Deutschland ist deswegen die Chancengleichheit verhindert. Wer zu diesen Bedingungen arbeitet muß sich auf den ersten Besuch des Gerichtsvollziehers einstellen. Zudem ist es den Arbeitgebern bewußt, das ein Bewerber mit dieser Vorgeschichte jedes Angebot annehmen wird, das höher ist als der Ausbeuterlohn. Deswegen ist auch die Wettbewerbsgleichheit gestört, auch für Facharbeiter die immer mehr bezahlt bekamen da sie gegen diese Scheinkonkurrenz ausgespielt werden.

Der Mindestlohn wird deswegen intensiv bekämpft. Das was der Arbeitnehmer weniger in der Tasche hat befindet sich in der Tasche des Arbeitgebers.

Der Mindestlohn wird deswegen nur auf Grund eines Zwanges durch die Mehrheit der abhängig Beschäftigten und der Wähler möglich werden können.

Eigentlich ist das parasitäre Verhalten auf der Seite der Arbeitgeber und der Regierung die dies so will.
Wikipedia:
Parasitismus (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus. Dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus wird geschädigt, aber entweder gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet.

Im weiteren Sinne kann Parasitismus als eine Steigerung der Fitness des Parasiten bei gleichzeitiger Verminderung der Fitness des Wirtes verstanden werden.

Massenentlassungen bezahlt die Allgemeinheit den Gewinn hat das Unternehmen (z.B.: Allianz)
Die größte Zecke ist nicht der der einbezahlt hat um in der Not überleben zu können sondern der der Profit aus der Not anderer gewinnt.
Meine Autoversicherung erhält meine Beiträge um im Schadensfall einzuspringen, deswegen ist es nicht ehrabschneidend im berechtigtem Schadensfall entsprechende Leistungen zu erhalten.

Als Mitglied einer Gemeinschaft die als demokratisch und sozial gilt, habe ich auch kein Problem Menschen zu unterstützen die sonst vernichtet werden würden. Jeder soll ein Netz der Sicherheit haben besonders der Schwache.

Das ist eine Frage der Kultur, entweder man hat diese oder nicht.


Liebe Grüße
Carmen
 
Tach,

Als Mitglied einer Gemeinschaft die als demokratisch und sozial gilt, habe ich auch kein Problem Menschen zu unterstützen die sonst vernichtet werden würden. Jeder soll ein Netz der Sicherheit haben besonders der Schwache.

Das ist eine Frage der Kultur, entweder man hat diese oder nicht.

Einerseits stimme ich dir da zu. Andereseits muss ich sagen, dass das Verhalten des Pärchens (wie vom Threadstarter geschildert) mir "sowas von gegen den Strich geht". So etwas darf einfach nicht toleriert werden. Ich denke dass solchen Leuten eine gewisse Grundintelligenz fehlt und sie nicht in der Lage sind sich sittlich gegenüber einer Gemeinschaft zu verhalten. Die Strafe, wie der Threadsteller schon sagte, ist natürlich ein Witz.

Von daher ist die Frage die ich mich nach Carmens Post gestellt habe: "Wer ist sind denn die Schwachen ?".

In meinen Augen sicher nicht das Pärchen.

Edit: Ach das hab ich völlig übersehen:

Ich glaube das es kaum echte Sozialschmarozer gibt sondern meist chancenlose Mitmenschen.

Ich glaube das eben NICHT. Ich denke es gibt viele unmotivierte Leute und viele Leute die vorsätzlich den "Sozialstaat" ausnutzen. Ich will nicht wissen wie hoch die Dunkelziffer ist von denen die Arebitlosengeld kassieren und gleichzeitig Schwarzarbeiten. Ein absolutes No-Go


MfG
berbop
 
Und ich will gar nicht erst wissen, wieviele neben ihrem Job noch schwarzarbeiten und auf diese Weise den 'Sozialstaat' ausnutzen. Für das Argument 'Schwarzarbeit' ist es nämlich keineswegs relevant, ob jemand arbeitslos ist oder nicht, oder etwa doch?

Gruß Konradin
 
Hi Konradin,

Jain. Also ich finde Schwarzarbeti an sich ist schon schlimm genug.

Aber wenn jemand zusätzlich arbeitslos ist fällt es meiner Meinung nach stärker ins Gewicht!


MfG
berbop
 
Man kann es aber auch genau andersherum sehen. Der Handwerker, welcher ohne Rechnung arbeitet oder nach Feierabend mit Schwarzarbeit an der Steuer vorbei Arbeitsplätze seiner Kollegen kaputtmacht, weil er den Hals nicht voll genug bekommt ist nicht unbedingt mit einem Arbeitslosen zu vergleichen, der andere 'Jobs' mitunter gar nicht erst angeboten bekommt. Meist ist es doch so, daß Arbeitlose sich auf diese Weise ein gewisses 'Zubrot' verdienen können und diese Tätigkeit ihren in aller Regel bescheidenen Lebensunterhalt nicht decken würde.

Gruß Konradin
 
So gesehen hast du Recht.

Sowohl der Handwerker, als auch der Arbeitslose sind dann Sozialschmarotzer.

Für mich fällt der Arbeitlose aber trotzdem stärker ins Gewicht, wiel er ja quasi "doppelt" ausnutzt.



MfG
berbop
 
Der Handwerker, welcher nebenbei schwarzarbeitet entzieht dem Fiskus Einnahmen, die sicher wären. Der Arbeitslose, der schwarzarbeitet, würde in der Regel, wenn er die Schwarzarbeit nicht hätte, keineswegs stattdessen der gleichen Tätigkeit sozialversicherungspflichtig nachkommen. Keine Tätigkeit, keine Steuereinnahme.

Anders ist es natürlich, wenn jemand einen vollen Job als Schwarzarbeit macht und gleichzeitig Arbeitslosengeld bekommt. Aber das ist vergleichsweise selten. Meist sind es geringfügige Tätigkeiten, welche Arbeitslose zusätzlich verrichten.

Gruß Konradin
 
Der Handwerker, welcher nebenbei schwarzarbeitet entzieht dem Fiskus Einnahmen, die sicher wären...

Das möchte ich aber noch anzweifeln. Es gibt eine Menge Leute, die können sich einen Handwerker zum Stundensatz von fünfzig Euro nicht leisten. Für einen "Schwarzhandwerker" mit fünfZEHN Euro die Stunde reichts dann vielleicht doch noch.

Das soll übrigens keinesfalls heißen, dass ich sowas gut heiße.
 
Und genau das ist doch der Bereich, in dem sich Arbeitslose etwas dazuverdienen können, Shadowww. Die illegalen Schwarzarbeiter auf dem Bau z.B. sind überwiegend wohl kaum arbeitslos gemeldet und ermöglichen es dem 'kleinen Hausbesitzer' nicht, sein Haus nicht verfallen zu lassen, sondern mehren auf Kosten des Steuersäckels die Taschen windiger Bauunternehmer.
 
Was ich in diesem Thread schon alles lesen durfte, eigentlich kann man da nur den Kopf schütteln.
Die wenigsten Menschen haben sich ihre Arbeitslosigkeit ausgesucht. Sicherlich gibt es hier und da einen verschwindend geringen Prozentsatz der es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht hat, und sich mit dem ihm zugeworfenen Brotkrumen zufrieden gibt.
Aber der Großteil ist unfreiwillig in der Arbeitslosigkeit gefangen. Es gibt einfach Gegenden in Deutschland wo es nicht mehr genügend Arbeit gibt, und sogar die 1,50€ - Jobs Mangelware sind. Hat man mal einen ergattert, muß man nach Ablauf des meist auf ein halbes Jahr befristeten 1,50€-Job´s, wieder ein halbes Jahr warten bevor man wieder,-wenn überhaupt-, einen neuen bekommt. (Vorgabe der Arge)
Meist sind Arbeitslose durch eben ihre Arbeitslosigkeit und Bezug von Hartz 4 so Mittellos geworden, das kein Auto und nix mehr da ist, wo man evtl. pendeln könnte , dahin wo vllt. noch Jobs sind. Geschweige denn einen Umzug zu finanzieren, bzw. einen 2. Haushalt, und was da alles dranhängt.
Der Zug war spätestens zu dem Zeitpunkt abgefahren als Hartz 4 in Kraft getreten ist, und wenn 1 Familienmitglied in Hartz 4 rutscht, die ganze Familie gleich mit in "Sippenhaft" genommen wird.
Jetzt auf die Arbeitslosen und Hartz 4 Bezieher zeigen und laut schreien : "Ihr seid selbst Schuld !", ist sowas von nieder und widerwärtig.
Hofft und Betet das ihr niemals auf der Seite steht, auf die mit dem Finger gezeigt wird.
Eigentlich traurig das sich wieder der "kleine Mann / Frau" gegenseitig zerfleischen, anstatt mit dem Finger nach "oben" in Richtung Regierung zu zeigen und anzuprangern was sie den Menschen eigentlich zumuten und wo ihre Verantwortung liegt.
 
Zeitarbeiter und 1 € Ausgebeutete haben eine Entlohnung die es nicht erlaubt auf Dauer ohne Schulden zu bleiben und schon gar nicht etwas auf die hohe kante zu legen um für schlechte Zeiten vorbereitet zu sein.
1€-Jobber beziehen Hartz4 und sollten deswegen gar nicht fähig sein, großartig was sparen zu können. Sonst wäre der Regelsatz zu hoch und entspräche nicht mehr der Idee der Grundsicherung.
Wer aber trotz Hartz4 und 1€-Job Schulden macht, hat seine Ausgaben nicht unter Kontrolle. Es ist definitiv möglich, unter Hartz4 schuldenfrei zu bleiben.

Was ein 1€-Job mit Ausbeutung zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Wer sich bei der Beurteilung dieser Jobs auf den Stundenlohn beschränkt, hat den eigentlichen Sinn dahinter nicht voll erfaßt.
 

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