Sollte Rauchen komplett verboten werden?

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... Hauptsache -liebe Nichtraucher- ein Problem geschaffen oder erfunden wo keins sein müßte. Leben und leben lassen, gelle ?

Ist dir klar, was du da von dir gibst?
Gab es niemals ein Problem mit dem Rauchen für die Nichtraucher? Ist Rauchen nicht als Hauptverursacher des Lungenkrebs erkannt und liegt das Risiko hierbei nicht 10 bis 60 mal höher als bei Nichtrauchern? Sterben nicht jährlich etwa 100.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens, davon fast die Hälfte an Lungenkrebs?

Wenn dir das egal scheint, dann gibt es vermutlich kein Problem.

Von mir aus kannst du nicht nur rauchen, bis du grün bist, sondern bis du daran verrecken wirst. Solange du Nichtraucher mit deiner Nikotinsucht nicht belästigst und gefährdest, ist mir das total egal. ;)
 
Der Sozialmedizinprofessor in den Vorlesungen, vertrat die Sichtweise, das es uU schädlicher ist, Verzicht zu üben, als sich dem Genuß hinzugeben. Er meinte, das es in der Gesamtheit weniger schädlich sein könne, abends zwei Zigarretten zu rauchen, als diese mit dem Gefühl der inneren Entsagung nicht zu rauchen. Er setzte die Grenze bei drei Zigarretten pro Tag, weil diese Schadstoffmenge vom Körper ohne größere Nachteile bewältigt werden könne, ohne daß das Risiko z.B. an Lungenkrebs zu erkranken, dadurch wesentlich größer würde. Allerdings ging er dabei von einem sehr disziplinierten Konsumverhalten aus.
Der typische Raucher ist meist nicht dazu in der Lage, den täglichen Konsum auf zwei bis höchsten drei Zigarretten zu beschränken - der Verzicht auf den Konsum andererseits, kann wenn er als Selbstkasteiung erlebt wird (Verzicht auf Entspannung, der Moment ist für mich), durchaus psychovegetativen Streß verursachen, welcher schädlicher sein kann, als der kontrollierte Konsum selbst.
Seine Maxime war, das ein bewußtes genußvolles Leben, die die beste Voraussetzung sei, um gesund alt werden zu können.

Gruß
AnakinSky
 
Das ändert jedoch nichts daran, daß z.B. ein "Türken werden hier nicht bedient"-Schild schnell mal vor Gericht landen kann.

Da kenne ich aber andere Sachen, bis in die 80 Jahre klebten Schilder an der Eingangstür "Türken und Engländer keinen eintritt", dies wurde Gesetzlich abgeschafft, dafür haben sie jetzt die Türsteher.


mfg
 
@Uludag
Thema verfehlt, setzen 6 es geht hier nicht um Diskriminierung von Türken!

Ist dir klar, was du da von dir gibst?
Ihm schon, Dir auch?

Gab es niemals ein Problem mit dem Rauchen für die Nichtraucher?
Und das beste Beispiel an Toleranz und Respekt anderen gegenüber bist Du :löl:

Ist Rauchen nicht als Hauptverursacher des Lungenkrebs erkannt und liegt das Risiko hierbei nicht 10 bis 60 mal höher als bei Nichtrauchern? Sterben nicht jährlich etwa 100.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens, davon fast die Hälfte an Lungenkrebs?
Ok wir halten fest Rauchen ist der Hauptverursacher für Lungenkrebs gleichzeitig aber sterben von den 100.00 fast die Hälfte an Lungenkrebs!

Fein wenn man mit sich selbst uneins ist :weg:

Fakt ist an der ganze Geschichte, dass alle Nichtraucher und da mittlerweile ein fast schon militanter Flügel, nicht einsehen wollen das andere auch eine Daseinsberechtigung haben und auf Teufel komm raus jetzt plötzlich rauchen generell abschaffen wollen.

Viel Spass mit unseren Wirtschaftssystemen und Pensionssystemen, wenn dann noch weitere 100.000 rauchfreie Menschen finanziert werden müssen und die dann auch noch länger Leben weil Sie ja so gesund sind :eek:

lG
Peter

P.S.: man möge mir meinen Rechenfehler verzeihen aber es sei nur gesagt, dass nicht nur die Kollegen geraucht haben sondern fast alle meiner Kunden und bei einem Jahresumsatz von € 10 Mio. waren das dann doch einige lieber Fähnrich!
 
So paradox das klingen mag, aber die Raucher kosten den Staat letztendlich weniger Geld als die Nichtraucher. Die Raucher sterben deutlich früher. Lange Krankenbehandlungen sind meist nicht notwendig, da z.B. Lungenkrebs von der Erkennung bis zum Tode meist nur mehrere Monate braucht.
Allein an den Todesanzeigen in der Zeitung kann man mitunter herauslesen, wer Raucher und wer Nichtraucher war: Bei "Unerwartet und plötzlich..." oder "viel zu früh..." handelte es sich in der Regel um Raucher bei Nichtrauchern liest man oft "Nach langer schwerer Krankheit...".:rolleyes:
Sehr oft sterben Raucher aus scheinbar völliger Gesundheit heraus. Hinterher stellt sich heraus, dass das Herz-Kreislauf-System völlig ruiniert war ->Herzinfarkt! Und dafür zahlen Raucher auch noch Steuern, von denen alle profitieren. Nichtraucher müssten eigentlich wegen Steuerhinterziehung belangt werden.:D
Immer und überall wird von der Überalterung der Gesellschaft gejammert. Die Raucher sind es jedenfalls nicht, die zu alt werden und dem Staat auf der Tasche liegen.:rolleyes:
 
Die Krankheitskosten überwiegen die staatlichen Einnahmen. Die Argumentation mit der eingesparten Rente ist unsinnig, da dies voraussetzt, daß der betreffende Raucher das Rentenalter gesund erreicht und nicht bereits vorher aufwendig therapiert wird. Von rauchenden (werdenden) Müttern muß man hier gar nicht erst anfangen.
 
Die Argumentation mit der eingesparten Rente ist unsinnig, da dies voraussetzt, daß der betreffende Raucher das Rentenalter gesund erreicht und nicht bereits vorher aufwendig therapiert wird.
Nicht Äpfel mit Birnen mischen! Wir reden von Menschen, die vor oder während der Pension an Lungenkrebs sterben und das "frühzeitig" weil krank. Hier wird niemand therapiert, hier sterben Menschen früher als sonst und deswegen liegen sie dem Staat nicht auf der Tasche!

Von rauchenden (werdenden) Müttern muß man hier gar nicht erst anfangen.
Was haben die jetzt bei den zu früh Sterbenden verloren oder ist das auch nur der verzweifelte Versuch Argumente die nicht wirklich da sind zu untermauern? Klär uns auf!
 
@Peter: Ihr redet von Menschen, die unter bestimmten Bedingungen(!) dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegen. Es ist unsinnig zu sagen "wenn das passiert und das, aber das nicht, dann sind Raucher gut fürs Rentensystem" und damit den Effekt des Zigarettenkonsums ingesamt positiv darstellen zu wollen. Wenn man dieses Thema schon anschneidet, muß man auch mit der Erwähnung anderer Effekte rechnen, die nicht so gut ins eigene Bild passen.
Bei werdenden Müttern raucht das Kind mit. Auch hier können Krankheiten und somit Kosten auftreten, die gewiß nicht förderlich fürs Rentensystem sind.

Und nein, es ist kein "verzweifelter" Versuch.
 
Alkohol schadet auch der Gesundheit und verursacht erhebliche Kosten. Zum Rauchverbot müsste es daher auch noch ein Alkoholverbot geben.
 
@twinky

Nochmals, die globale Aussage war diejenige das Raucher in Summe dem System gutes tun!

Wenn Du alle Raucher weltweit oder auch von mir aus landesweit bekehren würdest und niemand mehr rauchen dürfte, würden alle Rentensysteme in die Knie gehen. Von der Altersversorgung will ich da gar nicht mal reden und von der Pflege von teilweise körperlich schwer beeinträchtigten Mitmenschen die ihr Dasein fristen.

Wenn es darum ginge alle Aspekte hier aufzuzählen und zu bewerten, würden wir lange nicht fertig werden - siehe Alkoholiker das bekanntlich eine Volkskrankheit ist, aber der Staat verdient einfach zu gut daran.

Fakt ist, dass unter dieser Betrachtungsweise der Raucher dem System dienlich ist und Du ihn nicht durch Gesetzesbescheide zwangsbeglücken kannst!

lG
Peter

P.S.: ich bin Nichtraucher!
 
Alkohol schadet auch der Gesundheit und verursacht erhebliche Kosten. Zum Rauchverbot müsste es daher auch noch ein Alkoholverbot geben.
Nein. Es würde bereits reichen, wenn risikobehaftetes Verhalten in die individuellen Krankenversicherungsbeiträge eingepreist werden. So bleiben die Kosten bei der Personengruppe, die sie auch verursachen.
Passivtrinken gibt es nicht (somit auch kein Schaden an anderen bei Konsum an öffentlichen Plätzen), Trunkenheit am Steuer steht unter Strafe und auch in anderen Bereichen wird aus einem Unfall schnell "grob fahrlässig", wenn Alkohol mit im Spiel ist.

@twinky

Nochmals, die globale Aussage war diejenige das Raucher in Summe dem System gutes tun!

Wenn Du alle Raucher weltweit oder auch von mir aus landesweit bekehren würdest und niemand mehr rauchen dürfte, würden alle Rentensysteme in die Knie gehen. Von der Altersversorgung will ich da gar nicht mal reden und von der Pflege von teilweise körperlich schwer beeinträchtigten Mitmenschen die ihr Dasein fristen.
Es stimmt, daß Raucher im Schnitt einige Jahre weniger leben. Aber das ist nur ein Durchschnittswert. Wer durchs Rauchen einen Herzinfarkt mit 40 erleidet, lebte u.U. kaum lange genug, um die Kosten seiner Erziehung zu erwirtschaften, und sein Sterbealter zieht den Schnitt nach unten. Auch wird hierbei nicht berücksichtigt, daß die vielen möglichen Folgeerkrankungen eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben können. Wer mit 50 schon pflegebedürftig ist, aber noch 20 Jahre dahinvegitiert, ist fürs System teuer. Das gilt natürlich auch für Nichtraucher, nur kann man da von anderen Wahrscheinlichkeiten ausgehen.
Betrachtet man das Rentensystem isoliert, sind Raucher tatsächlich eine "Wohltat" (ungewollt durch Passivrauchen geschädigte Menschen werden das wohl anders sehen). Kommen aber Kranken- und Pflegeversicherung hinzu, steht man Netto im Minus.
 
Nein. Es würde bereits reichen, wenn risikobehaftetes Verhalten in die individuellen Krankenversicherungsbeiträge eingepreist werden. So bleiben die Kosten bei der Personengruppe, die sie auch verursachen.

risikobehaftetes Verhalten? Wie sieht das denn aus? Wer soll das kontrollieren? Schon 1 Liter Bier täglich ist sehr schädlich für Leber und Herz.
 
twinky schrieb:
Passivtrinken gibt es nicht...
... aber es gibt Co-Alkoholiker und diversere 'Kollateralschäden', angefangen vom randalierenden Trunkenbold bis hin zum Unfalltoten als Folge einer Trunkenheitsfahrt.

Sorry, aber so, daß Alkoholkonsum uns alle keineswegs tangiert, ist es keineswegs.
 
Es stimmt, daß Raucher im Schnitt einige Jahre weniger leben. Aber das ist nur ein Durchschnittswert. Wer durchs Rauchen einen Herzinfarkt mit 40 erleidet, lebte u.U. kaum lange genug, um die Kosten seiner Erziehung zu erwirtschaften, und sein Sterbealter zieht den Schnitt nach unten. Auch wird hierbei nicht berücksichtigt, daß die vielen möglichen Folgeerkrankungen eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben können. Wer mit 50 schon pflegebedürftig ist, aber noch 20 Jahre dahinvegitiert, ist fürs System teuer. Das gilt natürlich auch für Nichtraucher, nur kann man da von anderen Wahrscheinlichkeiten ausgehen.

Staatseinnahmen und -ausgaben

Der Staat verdient an jedem Raucher durch die Tabaksteuer. Zusätzlich ist noch die Mehrwertsteuer von 16 Prozent fälligDie Beträge für Zigarren und losen Tabak berechnen sich anders. Jedoch machen Zigaretten 96 Prozent des Tabaksteuer-Aufkommens aus. (Quelle: Bundesfinanzministerium ).
Die Steuereinnahmen aus dem Tabakverkauf bilden die viertgrößte Geldquelle des Finanzministers. Im Jahr 1999 beliefen sie sich insgesamt auf 22,8 Milliarden DM und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent gestiegen. Mehr Geld als durch Tabak verdient der Staat lediglich mit der Umsatz- und der Einkommenssteuer sowie durch die Besteuerung von Mineralöl.
Es gibt volkswirtschaftlich jedoch noch einen zweiten - oft nicht beachteten - positiven Effekt: Raucher sterben im Durchschnitt etwa acht Jahre früher als Nichtraucher. Bei einer statistischen Lebenserwartung von 74.4 Jahren (für Männer) bedeutet das eine wahrscheinliche Lebenserwartung von nur 66 Jahren. Nur selten sterben Raucher so früh, dass sie noch im Erwerbsalter stehen. Die Rentenversicherung spart also an jedem Raucher die Zahlungen für acht Jahre Rente. Raucher hätten zwar eine eher geringere Rentenerwartung als der Bevölkerungsdurchschnitt, da sie überdurchschnittlich häufig in den niedrigeren Einkommensgruppen zu finden sind – dennoch übersteigen acht gesparte Jahresrenten die geschätzten 20 bis 25.000 € zusätzlichen Kosten für die
 
... aber es gibt Co-Alkoholiker und diversere 'Kollateralschäden', angefangen vom randalierenden Trunkenbold bis hin zum Unfalltoten als Folge einer Trunkenheitsfahrt.

Sorry, aber so, daß Alkoholkonsum uns alle keineswegs tangiert, ist es keineswegs.

Allerdings ist es in Deutschland verboten betrunken Auto zufahren und so andere Personen zu gefährden.
Als Raucher darf man aber ganz einfach die Lungen (und andere Organe) anderer Menschen beschädigen.
 
Wer mit 50 schon pflegebedürftig ist, aber noch 20 Jahre dahinvegitiert, ist fürs System teuer.

Wer mit 50 schon pflegebedürftig ist, ist es mit Sicherheit nicht durch das Rauchen. Zumindest in den seltesten Fällen. Meistens sind die Ursachen Unfälle oder degenerative Erkrankungen. Letzere sind ganz besonders schlimme Fälle. Solche Menschen müssen mitunter unendlich leiden und das manchmal viele Jahre oder gar Jahrzehnte. Zum Glück ist jetzt eine Patientenverfügung möglich. Ich habe solch eine bereits unterschrieben. Keine unnötigen lebensverlängernde Maßnahmen!
Bl33dingstar schrieb:
Als Raucher darf man aber ganz einfach die Lungen (und andere Organe) anderer Menschen beschädigen.
Wer macht denn sowas? Ich habe mich nie zu den Nichtrauchern gestellt und gequalmt. Im Gegenteil, die haben sich dazu gesellt und dann gesagt, dass das stinkt.
 
Staatseinnahmen und -ausgaben

Die Rentenversicherung spart also an jedem Raucher die Zahlungen für acht Jahre Rente.


Dabei musst du aber auch die möglichen Witwenrenten noch berücksichtigen. Und meinen Tabak kaufe ich hinter der Grenze. Also auch keine Steuer für den Finanzminister in Deutschland. ;)
 
Bl33dingstar schrieb:
Allerdings ist es in Deutschland verboten betrunken Auto zufahren...
Für die Folgen für andere (und die damit verbunden Kosten) ist es unerheblich, ob es in Deutschland verboten ist, betrunken Auto zu fahren, und nur um diese ging es. Ob ein betrunkener Autofahrer seinen Führerschein verliert, das Interessiert in diesem Zusammenhang nicht, weil es offensichtlich selbstverschuldet ist. Schließlich geht es in diesem Thread in erster Linie um das Rauchen und nicht um rechtliche Folgen oder gar das Verkehrsrecht.

Aber es kann nicht angehen, wenn man schon Beeinträchtigungen anderer und Folgekosten von Rauchen und Trinken vergleichen will, auf der einen Seite alles Denkbare aufzuzählen, auf der anderen Seite tatsächliche Faktoren zu unterschlagen. Dies ist einfach unseriös und wenn man schon lügen muß, dann sollte man sich dabei wenigstens etwas geschickter anstellen. :D
 
@Peter: Hast Du ganz toll zitiert. Eine Quellenangabe wär noch nett gewesen. Eine schlichte Multiplikation von durchschnittlicher geringerer Lebenserwartung mit der Rentenzahlung ist jedoch unseriös, da die anderen statistischen Momente nicht beachtet werden. Beispiel siehe hier:
Rauchverbot in Italien - Mit Herz und Verstand - Leben & Stil - sueddeutsche.de
"Von den 35- bis 64-jährigen Italienern wurden elf Prozent weniger von einem Infarkt ereilt". Ein 35-jähriger, der an einem Herzinfarkt stirbt (sofern er daran stirbt), ist wahrlich keine Wohltat für das Rentensystem. Er senkt lediglich die erwartete Lebensspanne der Raucher, ohne die positiven Effekte auf die Rente tatsächlich zu unterstützen.
Außerdem bezweifelte ich den positiven Effekt auf die Rente nicht, ich stellte ihn nur in Relation zu den negativen Effekten in anderen Bereichen.
 
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