Sollte Cannabis legalisiert werden?

Heißt es denn nicht wenn man die Drogen legalisiert, dass die Abnahme somit bezahlbar ist als wie auf dem Schwarzmarkt ?
Ich habe jedenfalls in Holland keinen gesehen, die für Drogen prostituieren wie hier aufn kiez
 
@ Internet:
Ich vermute mal nicht, dass du dich im Rotlichtmilieu der Niederlande so gut auskennst, um das ausreichend beurteilen zu können?!

In den Niederlanden sind harte Drogen ebenso illegal. Beschaffungskriminalität und -Prostitution gibt es dort ebenso.
 
Nein Faehnrich, ich (be)urteile keinen, dies liegt mir fern, ich spreche auch nicht von den "Harten" Drogen, was für mich soviel bedeutet wie "Spritzen" "Heroin" etc. ich rede von Cannabis was ich nicht als Harte Droge bewerten kann, aber zugegebener weise für ein einstieg ins verderben sehe, wenn man die Kontrolle dabei verliert.

Ja der Shit ist in Holland auch illegal mit der Ausnahme im Coffee Shop, aber somit ist doch gewährleistet das die Junkies diesen legal und sauber bekommen und sich nicht der Gefahr aussetzen, wie bei uns, gestrecktes zeug zu kriegen, die unter anderem nicht bezahlbar ist, wobei die "Beschaffungskriminalität und -Prostitution" eher größer ist als wie bei den Holländern.
 
@ Internet:
Und wie sind die Preise für Cannabis in den Coffie Shops?
So gaaanz niedrig dann auch nicht. Für den Gelegenheitsraucher sicher kein Problem, für den Dauerkiffer ohne Job aber auch nur schwer bezahlbar.

Hier eine Grenze zu finden oder eine allgemein sinnvolle Lösung, ist vermutlich ein schwieriges Unterfangen. Eine bestimmte Menge pro Anwender pro Monat (bspw.) kann man eh nicht kontrollieren. Meine Frage bleibt nur weiterhin, ob eine Freigabe dazu führt, das noch viel mehr Menschen so ein Zeug benutzen, um sich zu berauschen.

Beim Alkoholmissbrauch kenne ich es aus der verwandtschaftlichen Umgebung in zwei tragischen Fällen, beim Cannabiskonsum führte es bei einem ehemaligen Nachbarn zu echter Persönlichkeitsveränderung, inkl. bewusstem Verlust der Arbeit, psychisch schwerer Störung und letztendlich zu betreutem Wohnen und Arbeit. Normal wird der nie wieder, das ganze dauert bei ihm schon über 20 Jahre an. Als der damals anfing mit regelmäßigem Kiffen, war der relativ schnell in einer Total-Egal-Hauptsache-Benebelt-Haltung, hat sich von uns Kumpeln abgewandt und sich nur noch mit anderen Kiffern abgegeben. Reden war da nutzlos.

Zuzusehen, wie Leute durch Alkohol oder eben Cannabis sich so schwer ändern, dass sie langsam vor die Hunde gehen, ist nicht schön und es trägt bei mir nicht dazu bei, einer allgemeinen Cannabisfreigabe jubelnd bei zu pflichten.
 
@ Internet:
Und wie sind die Preise für Cannabis in den Coffie Shops?
So gaaanz niedrig dann auch nicht. Für den Gelegenheitsraucher sicher kein Problem, für den Dauerkiffer ohne Job aber auch nur schwer bezahlbar.

In Holland kriegst du gutes Cannabis um ungefähr 10€ das Gramm. Bei uns in Wien liegt der Straßenpreis ebenfalls bei 10€, was ich eine Frechheit finde.
 
Meine Frage bleibt nur weiterhin, ob eine Freigabe dazu führt, das noch viel mehr Menschen so ein Zeug benutzen, um sich zu berauschen.

Ich sage es mal so, ich war auch ein leidenschaftlicher Alkohol Trinker (kein Alkoholiker) und als ich ein Job in einer Bar bekommen hatte, mochte ich es nicht mehr, obwohl ich diesen völlig kostenlos zu Verfügung hatte und trinken konnte bis sie mich abschleppen, daher glaube ich dran, wenn sie dies legalisieren das die Abnahme eher zurück geht.

Ist es nicht so wie bei dem normalen Raucher, sie ist legal überall zugänglich, aber dennoch werden die zahlen an Nichtraucher höher. ?

Das mit deiner Verwandtschaft und dem Nachbarn ist schon ne traurige Sache, wozu ich nicht viel zu sagen kann :(
 
Wohl eher nicht weil Raucher "geächtet" werden durch die Politik, nicht in Kneipen, nur an bestimmten bereichen aufen Bahnhoif etc. und Leute die nicht soo süchtig sind hören wegen den "Repressalien" auf, ausserdem ist es aktuell wohl etwas "out"
 
ausserdem ist es aktuell wohl etwas "out"

gehe mal davon aus, dass du damit das Zig.-Rauchen meinst ? von daher auch mein Beitrag über dir, denn wenn man Cannabis legalisiert würde, würde dies auch irgendwann unter OUT kategorisiert werden.
 
@Internet

Wenn man deiner Logik folgt, sollten die Trinker bald aussterben und wenn "Bei ROT Fahren" erlaubt wird, bleiben alle bald brav stehen und warten auf grün :D sowie auch Straftaten gegen Leben und Gesundheit, Eigentumsdelikte usw ... austerben werden, sobald sie legalisiert werden :D

Kommt dir das selber nicht ein wenig komisch vor?

Vllt. gibts einfach weniger Raucher, weil die finanzielle Schmerzgrenze lange überschritten ist und Raucher eben geistig nicht so umnebelt sind, dass sie nun auf Beschaffungskriminalität setzen, nur um sich Rauchen weiter "leisten" zu können?

Denn an die Einsicht in gesundhtl. Folgen des Rauchens glaub ich auch nicht ;) an Geiz allerdings schon :D


MfG,
NeHe

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edit: @Konradin :weg: Klasse Vorstellung *rofl* obwohl ich denke, du meinst Dummheit erlauben ;) denn seine Logik ist ja, was erlaubt ist, reguliert sich von selbst und verschwindet i-wann weil OUT

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edit²: Dialektik ist schon 'ne coole Sache :cool:
 
Das wäre prima, NeHe. Dann müsste man die Dummheit nur verbieten und schon hätte man Ruhe... :)

Sorry, aber das 'Wort zum Sonntag' konnte ich mir nicht verkneifen.


edit: @NeHe - Dann gibt es bald überhaupt keine Dummheit mehr. Die einen Dummen sterben aus, weil sie sich ihre Dummheit verbieten lassen, ohne Dummheit gibt es sie aber nicht mehr. Und die anderen Dummen sterben aus, weil man ihre Dummheit erlaubt, diese somit allmählich ausstirbt.

Da aber die Dummen zu den Gescheiten in einem dialektischen Verhältnis stehen, sterben beide aus. Also wir alle. Endlich. Dann ist es müssig, über Dummheit philosophieren zu müssen.

Andereseits: wenn sich alles selbst reguliert, dann ist dies keineswegs dumm. Was ist, wenn wir diese Selbstregulierung einfach erlauben? Dann verschwindet auch sie (selbstregulierend) irgendwann in der Versenkung und alles bleibt sich (wieder) selbst überlassen.

Doch all dies führt zu nichts. Viel einfacher (und auch einleuchtender) ist die Erkenntnis, daß man sich zwar recht einfach dumm stellen kann, umgekehrt freilich weniger. Das heißt, die Dummheit stirbt zuletzt...
 
Dialektik hin oder her, aber etwas weniger Dumme wäre sooo verkehrt nicht. :D
 
sollte-cannabis-legalisiert-werden?

JA

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Da gibt es garnix zu Diskutieren. :)
 
Mann, das war doch nur ein Spaß!

Smilies nicht gesehen?
Admins und S-Mods dürfen hier zu dem Thema was beliebiges Schreiben, aber wenn man darauf antwortet, bekommt man eine Verwarnung.

Das war überhaupt keine Beleidigung!
 
Der Verkauf sollte verboten werden...

...aber nicht der Konsum. Denn schließlich muß jeder selbst entscheiden, was er sich antut. Bekifft Autofahren sollte allerdings genauso bestraft werden wie besoffen Autofahren und nicht schlimmer. Ein totales Verbot (also incl. des Konsums) brächte nichts, solange landauf, landab so viel Bedarf an derartigen Drogen besteht.

Die Clique, in der der gemeinsame Drogenkonsum zum internen Verhaltenskodex gehört, ist für den Einzelnen häufig sowas wie Familienersatz. Was zuhause fehlt, sind offenbar Verständnis, Anerkennung, geistige und moralische Führung und Förderung; in der Clique/im Freundeskreis muß das bestehende seelische Vakuum dann gefüllt werden, u. A. mit dem Zelebrieren von Gemeinsamkeiten, also z. B. dem (unbewußten) Einhalten ungeschriebener Verhaltensregeln und/oder auch einer Art "Szenesprache" etc.

Solange das alles unbewußt abläuft und die Betroffenen von den dabei greifenden sozialpsychologischen Vorgängen nichts ahnen, geschweige denn wissen, wird sich am Drogenkonsum wenig ändern.
 
Zitat von NeHe: [...] denn seine Logik ist ja, was erlaubt ist, reguliert sich von selbst und verschwindet i-wann weil OUT

Falsch., meine Liebe Nehe, hast doch nicht ganz verstanden was ich damit sagen wollte und zudem auch noch falsch interpretiert :rolleyes:

Ich meinte wenn Cannabis erlaubt (legalisiert) werden würde, würde kein Hahn mehr danach krähen und somit würde es keinen Aufschrei wegen dessen geben, sowie mit Zigaretten, was ja legal ist.

Übersetzt
..Da gibt es garnix zu Diskutieren
..Denn schließlich muß jeder selbst entscheiden
von daher OUT = somit kein Gesprächsthema mehr :)

Und dein Beispiel mit der Ampel ist genauso daneben gegriffen wie der Beitrag von Konradin, (die wohl auf mich bezogen war :D ) und mit dem eigentlichen Thema nicht zu vergleichen ist, aber wenn man sich am Ego angekratzt fühlt, greift man zu allen mitteln, gelle Konradin :p
 
Irgendwie wird es mir hier allmählich zu persönlich, was der Diskussion keineswegs förderlich ist. Es mag ja sein, daß du nicht anders kannst, Internet, aber sei dir versichert, ich sehe dieses Thema keineswegs persönlich und wer was darüber denkt, das geht mir gelinde gesagt am Allerwertesten vorbei. Mein Ego lass mal ruhig meine Sache sein, mein Lieber, das wird weder durch Beiträge hier im Forum noch durch irgendwelche Diskussionen auch nur ansatzweise tangiert. Wo käme ich denn hin, wenn ich alles und jeden Ernst nehmen würde und irgendwelche Foren über das RL stellen würde? Sorry, aber ich lebe in erster Linie im RL und nicht hier. :D

Die Sache mit der Verwarnung von Faehnrich verwundert mich allerdings auch. Sicher hat auch er manchmal einen skurrilen Humor, welchen nicht unbedingt jeder Zeitgenosse teilt, aber so ist er eben und das finde ich absolut in Ordnung. Denn wenn man hier grundsätzlich jedes Wort auf die Goldwaage legen müsste, dann könnte man auch gleich die Klappe halten und von kontroversen Meinungen lebt schließlich eine Diskussion.

Es wäre wünschenswert, wieder mehr zum Thema zurückzukommen, schließlich handelt es sich hier nicht um ein Persönlichkeitsfindungs-Seminar. Auch wenn einige das vielleicht gern so sehen würden.

Bisher hat mich übrigens noch kein einziges Argument hier von der Sinnhaftigkeit des Cannabis-Verbots überzeugt. Ob Cannabis die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtig oder nicht ist im Kontext eines generellen Cannabis-Verbots/einer generellen Cannabis-Freigabe genauso relevant wie die Wirkung von Schokolade auf den Straßenverkehr, denn die Tatsache der (Il-)Legalität einer Substanz/Droge ändert nichts an ihrem Einfluß auf den Straßenverkehr.

Ebensowenig halte ich von generellen Verboten, um damit Probleme in den Griff bekommen zu wollen (was freilich so niemals funktionieren wird). Andererseits ist es natürlich unsinnig, etwas nur deshalb legalisieren zu wollen, weil ein Verbot nicht 100%ig durchsetzbar ist. Da muß man schon verschiedene Faktoren gegeneinander abwägen.

Ich fürchte, die Zielgruppe von Cannabis ist es, weswegen es in erster Linie verboten bleibt. Schützenvereine und Trinksportler sind meist staatstragender als diese. Aber an dieser Stelle mag ich nicht weiter darauf eingehen, das Gewächshaus ruft...

(Natürlich handelt es sich im Gewächshaus ausschließlich um Tomaten)

@twinky: Ich habe ihn gelesen und fand ihn so schlimm nicht. Hier ist man (leider) mitunter weit krasseres gewohnt. Nun, keiner zwingt einen, den Humor eines anderen Users teilen zu müssen und jeder empfindet anders. Wenn man es jedem Recht machen will, dann muß man den Mund halten. Der Preis dafür ist allerdings recht hoch: es gibt dann keine Diskussionen mehr.

Aber bevor noch weiter darauf eingegangen wird, ich habe dies nur beiläufig erwähnt und wollte es keineswegs zum Thema machen. Mir fiel nur auf, daß die Auseinandersetzung in diesem Thread (leider) immer persönlicher wird, was ich keinesfalls gutheißen kann.

Übrigens kann man sich hier auch durchaus zur Sache äußern ohne gleich eine kontroverse Meinung vertreten zu müssen. Siehe auch Post#92. Keine kontroverse Meinung, doch völlig ok.

Solche Beiträge sind meines Erachtens das Salz in der Suppe. Sie führen inhaltlich zwar nicht weiter, aber sie lockern die Athmosphäre zuweilen auf und helfen, die nötige Distanz zu wahren.
So viel Spaß muß sein, das ist nur allzu menschlich.
 
(Ich weiß, das geht am Thema vorbei, aber das hier stößt mir sauer auf)

Die Sache mit der Verwarnung von Faehnrich verwundert mich allerdings auch. Sicher hat auch er manchmal einen skurrilen Humor, welchen nicht unbedingt jeder Zeitgenosse teilt, aber so ist er eben und das finde ich absolut in Ordnung. Denn wenn man hier grundsätzlich jedes Wort auf die Goldwaage legen müsste, dann könnte man auch gleich die Klappe halten und von kontroversen Meinungen lebt schließlich eine Diskussion.
"jedes Wort auf die Goldwaage legen"... ich weiß nicht, ob Du gelesen hast, was er schrieb. Es war keine kontroverse Meinung, lediglich eine Beleidigung auf niedrigstem Niveau. Derartigen "Humor" sollte er für Leute aufsparen, von denen er definitiv weiß, daß sie es tolerieren.
 
@twinky: Ich habe ihn gelesen und fand ihn so schlimm nicht. Hier ist man (leider) mitunter weit krasseres gewohnt. Nun, keiner zwingt einen, den Humor eines anderen Users teilen zu müssen und jeder empfindet anders. Wenn man es jedem Recht machen will, dann muß man den Mund halten. Der Preis dafür ist allerdings recht hoch: es gibt dann keine Diskussionen mehr.

Aber bevor noch weiter darauf eingegangen wird, ich habe dies nur beiläufig erwähnt und wollte es keineswegs zum Thema machen. Mir fiel nur auf, daß die Auseinandersetzung in diesem Thread (leider) immer persönlicher wird, was ich keinesfalls gutheißen kann.

Ich bin kein Stück persönlich geworden, Faehnrich jedoch 100%ig! Ausserdem fand ich seinen Ausfall sehr krass!
 
... ich habe in diesem Board schon wesentlich schlimmere Dinge gelesen, die nun wirklich verletzend sind, Mr. Slate, weil sie offensichtlich in übler Weise ernst gemeint waren . Leider fehlt mir dort zuweilen eine Moderatoren-Präsenz. Ganz offensichtlich weisen die Smilies auf den Spass hin. Faehnrich selbst hat es ja bestätigt. Es ist, wie Konradin es schon treffend sagte, seine manchmal etwas harte Art, trotzdem schätze ich ihn sehr. Nicht viele in diesem Board beteiligen sich so oft und leidenschaftlich an den Diskussionen hier wie er.

Wie wäre es, Gnade vor Recht ergehen zu lassen und damit wahre Grösse zu zeigen? Du hättest die Möglichkeit dazu. :). Herzl. Gruss freefloating
 

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