Sind die Alliierten schuld am politischen Desaster?

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RedBluE_PhöniX schrieb:
wir mussten für den krieg ja auch einen hohen preis bezhalen
wir haben den krieg schlisslich angefangen, also müssen wir auch die konsequenzen tragen.
RedBluE_PhöniX schrieb:
aber das meiste haben wir aufgebaut
und das kannst du auch nicht so einfach sagen. deutschland ist mit sehr sehr viel hilfe damals wieder aufgebaut worden. vor allem wurde in deutschland viel investiert, damit man den deustchen einen "neuanfang" geben kann.


@ all
die eigentliche frage ist eigentlich, laut doc lion:
Wo soll das hinführen und wie finden wir - Deutschland - aus dieser elenden Sackgasse heraus?
 
Kalinski schrieb:
Und so viel können die Alliierten auch nicht dafür, es erscheint einfach nur logisch, das man das politische System in einem Staat so einrichtet, wenn dieser Staat in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren 2 Weltkriege geführt hat.

Nur zu deiner Information: Frankreich und auch einige andere Länder haben in der gleichen Zeit auch 2 Weltkriege geführt. ;)

Und recherchier mal, wie das Verhältnis zwischen Frankreich und England in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg war.


Und überleg mal, wie viele Kriege die USA in den letzten 100 Jahren geführt hat. Also müsste dort als erstes das politische System geändert werden. :D
 
wir können froh sein, dass die Alliierten nach dem 2.WK so freundlich zu uns waren. in den nürnberger prozessen bemühten sie sich Deutschland fair zu behandeln. Das sollte man ihnen hoch anrechnen! Wenn man da an den Versailler Vertrag denkt. Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses System den wirtschaftlichen Aufschwung bedingt hat und normalerweise hat der der Bundesrat nicht so eine Macht wie in der jetztigen Zeit. Deshalb ist unser polit. System kein Desaster!
 
hi,
nun ja schuld haben sie auf jeden fall. und ich denke, dass sie so
eine politik auch beabsichtig haben.... aber andersrum gesehen hätten
die deutschen bzw. hitler überhaupt nicht anfangen sollen ,.......
dann wäre da nichts passiert.

S.E.K.
 
Also die Alliierten haben mit Sicherheti keine Schuld am deutschen Politikverdruss.
Das komplexe System aus den genannten Gremien ist aus föderalistischen Gründen installiert, auch, um extremistische Parteien einzuschränken.
Schuld trägt die weltwirtschaftliche Situation mit der Globalisierung, und Schuld trägt z.B. die Partei, die die Mehrheit im Bundestag hat und fröhlich Gesetzesvorlagen blockiert.
 
@ Shahn2

ich glaube du verstehst da was nicht richtig. die jetzige lage der politik, hat nichts damit zu tun. es geht ferner um die frage, ob es anders gelaufen wäre, wenn die usa uns nicht einen politischen anstoss und regeln vorgsetzt hätte.

also back to topic
 
ja es wäre anders gelaufen.
hätte die usa uns nicht sowohl politisch als auch wirtschaftlich auf die beine geholfen, ständen wir immer noch schön blöd da. der anstoss damals war äusserst wichtig! nur die politik, die die usa uns damals vorschrieb, konnte deutschland sich nunmal nicht aussuchen.
aber immerhin etwas, anstatt uns völlig zerstört uns selber zu überlassen, was bestimmt nicht so gut ausgegangen wäre wie es heute ist.

LukZen
 
Ich habe eine Idee, wie man das gesammte System erneuern könnte.
Ich habe im Sozialkundeunterricht gelernt, dass das Grundgesetz eine Vorrübergehende Masnahme der Aliiren war die nur bis zur Wiedervereinigung gültig ist.

Nach der Wende hat man diese "Verfassung" dan einfach übernommen ohne die Sozialen Aspekte der DDR zu berücksichtigen (das ist übrigens Eingemeindung).

Könnte man nicht mit einer 2/3 Mehheit im Bundesrat und Bundestag eine neue Verfassung beantragen? Daruft dann das teilweise noch von 1871 stammende Regelwerk erneuern?
 
man muss meiner meinung nach an dieser stelle ganz klar hinzufügen, dass deutschland
ohne die vereinigten staaten nie zu dem wirtschaftlichen auschwung gefunden hätte, der es uns heute ermöglicht ( trotz vieler innenpolitischer probleme ) mit zu den führenden wirtschaftsmächten der welt ( neben den USA, Fr. , Japan, ...) zu gehören.
der marshall-plan war es der es uns ermöglichte aus den trümern wieder ein ansehnliches land zu machen. natürlich waren wir deutschen somit nur mittel zum zweck, denn wir waren nur ein puffer zwischen dem kommunistischen osten, und letztendlich sind wir auch eine kapitalistische gesellschaft geworden, in der sich mehr als nur das von der USA entworfene politische system wiederspiegelt.

ich bin damit zufrieden, wie es sich entwickelt hat !!!!!

mfg olethejoker
 
@Harry00

Ja, es ist möglich mit einer 2/3 Mehrheit die Verfassung zu verändern.
Ob das aber zu Deutschland Vorteil geschieht, ist zu bezweifeln; aber die prinzipielle Möglichkeit ist durchaus gegeben!
 
ich kann mir nicht vorstellen, daß das system von den amerikanern nur geschaffen wurde, um d zu schwächen. diese gliederung gibts doch in amiland auch: starke länder, die weitgehend eigene politik machen können, eigene gesetze machen und eigene haushalte haben. nen kongress, der nach dem verhältnisswahlrecht besetzt wird. und nen präsidenten (okay, in anderer funktion). und ist das system wirklich pinzipiell so schlecht? beim britischen verhältniswahlrecht denk ich uallererst immer an thatcher; wären britische verhältnisse in d wirklich erstrebenswert? einen weiterer nachteil von "the winner takes it all" sieht man bei den amerikan. präsidentenwahlen: je nach einteilung der wahlkreise kann ein kandidat mit absolut weniger stimmen als ein anderer gewinnen...

das problem bei uns ist doch, dass das system von den politikern derzeit eigennützig missbraucht wird - da geht es nicht ums beste für d, sondern ums beste für die jeweilige partei respektive die kandidaten. und was schröder betrifft: er hat schon mal die mehrheit im parlament und in der länderkammer gehabt, also eigentlich beste voraussetzungen, und was hats gebracht?

ich glaub nicht, daß wir ein systemproblem haben - ich denk, dass in den letzten jahren (auch schon unter kohl!) den politikern ganz einfach der mut fehlt, die nötigen reformen anzugehen (wohl aus angst, nicht wiedergewählt zu werden). und ich glaub nicht, dass das mit nem anderen system anders wäre.
 
Also allein schon von "Schuld" zu sprechen finde ich schon etwas vermessen.
Es war doch nur allzu verständlich , dass man Deutschland nach 2 Weltkriegen (wo die Kriegsschuld beim 1. lag , sei jetzt mal dahin gestellt...) auf jedenfall unter Beobachtung und Kontrolle halten wollte.
War der 8.Mai 1945 den keine Befreiung? Also ich sehe es eindeutig als eine Befreiung von einem verbrecherischem udn trügerischem System.
 
Den Alliierten die Schuld für die Misere in Deutschland zuzuschieben wäre so, als ob man einem Menschen vorwirft, er stehe zu nah an einem im engen Aufzug.
Man sollte sich mal lieber die globale Situation anschauen, es geht doch fast überall in den "großen" Industrienationen irgendwie Richtung abwärts. Die Schuldfrage zu klären ist ganz einfach, es ist das Währungssystem, welches zulässt, daß Geld gehortet werden kann und so der Zirkulation entzogen ist, weshalb immer mehr Geldnoten gedruckt werden müssen, um auch nur annähernd die Zinslast zu tragen, was wiederrum die Inflation in die Höhe treibt. Und wohin diese gezahlten Zinsen gehen, sollte klar sein.... zu denen, die eh schon mehr als genug Geld besitzen, das Großkapital...
da kann sich unsere Regierung strecken, wenden und was auch immer, sie müssen die immer weiter steigende Zinslast abdrücken, was dann Sozialabbau und immer höhere Steuern zur Folge hat.
Deshalb würde ich ein Währungssystem nach Silvio Gesell befürworten, wo das Geld wieder dem Zweck dient, wofür es erfunden wurde, nämlich den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu erleichtern und nicht um Zinsen abzuwerfen, die nur denen zufallen, die sie für ihr Überleben garnicht brauchen.
 
ich denke dass die Alleirten damit bezeugen wollten dass wir immer Konflikt im Staatssystem haben. Bei uns kann die oppositzion die Regieung durch die ihre fehler unter Druck setzen. Das wollten die Alleirten haben damit wir immer ein politisch schwacher Staat sind. Entscheidungen von der Regierung werden von der oppositzion so kritisiert das irgendwann unsere Regierung keine klaren Entscheidungen fällen kann ohne Angst vor der ständigen kritisierung durch die oppositzion zu haben.Es könnte aber auch ein Anderer gedanke dahinter gestanden haben nämlich niemand wieder so mächtig werden zu lassen wie eins Adolf Hitler es war. Ich selber binn für eine monarchie wo der Monarch vom Folke gewählt wierd aber trotzdem alle gewalten in einer person vereint.
 
Interessante These,
die du da aufstellst, Doc Lion. Sie ist hinterlegt und belegt.

Doch was würdest du ändern wollen? Was willst du anders machen? Willst du das komplette Staatssystem der BRD ändern? Das wäre, meines erachtens, verfassungswidrig. Womit wir wieder bei dem Punkt wären, wer hat die Verfassung erstellt?
Genau, "die bösen Allierten". Aber es ist auch unmöglich, alles umzukrempeln. Denn wenn wir mit dem uns gegebenes Staatssystem nicht umgehen (können), könnten wir auch die Gebietsabtretungen Ende des 2.WK ankreiden. Und damit wäre ein neuer Kriegsgrund, zumindest Streitpunkt in der Weltpolitik gegeben.
Stellt sich die Frage, ob und in wie weit, die allierten Siegermächte damals wirklich geplant haben, Deutschland zu schwächen. Denn, trotz allen, ist die BRD, so finde ich, nein, die BRD kann wirtschaftlich ziemlich mächtig sein, wäre dies und das nicht.
Allen in allem, ein echt schwieriges Thema, wo man aufpassen sollte, was man in ein öffentliches Forum schreibt, denn meiner Meinung nach, grenzt dieses Thema am Anarchismus und wenn wir uns über den Staat + Verfassung aufregen, beschweren und es letztenendes stürzen wollen, machen wir uns verfassungswidrig, strafbar. (Mein Politik-Kurs hat darüber schon einige interessante Diskussionen abgehalten)
 
da findet doc mal ein richtig schwieriges thema. ich finde, er hat mit seiner historischen einschätzung vollkommen recht! das dilemma: wie kommen wir nur da heraus??? wohl nur, wenn sich alle einig sind und eine verfassungsänderung anstreben... aber dazu wird es wohl nicht in naher zukunft kommen, zu eingefahren sind die gewohnheiten, die kompetenzen und das machtgefüge...
 
Es ist nicht in Ordnung zu behaupten, dass die Alliierten daran schuld sind, dass Deutschland zur Zeit in einer Misere steckt. Ich behaupte das Gegenteil. Wir in Deutschland, habe eine sehr starke und logisch aufgebaute Demokratie. Wir haben vielleicht viele Instanzen, durch die ein Gesetz erst gehen muss, bevor es verabschiedet wird aber dies dient nur zur Sicherheit und ist absolut berechtigt.

In den 60, 70 und 80ern ging es Deutschland doch blendend. Zeigt sich der Effekt etwa jetzt erst?! Die Gründe für die aktuelle Misere, sind u.a. die jahrelange schlechte Politik u.a. der Kohl Regierung und der Mentalitätenwandel in Deutschland.

Außerdem, denke ich dass das Sachen sind, die nicht in Frage gestellt werden sollten, da das in der deutschen Verfassung festgesetzt ist.
 
Hallo,
das ist wirklich ein interessantes Thema.
Ich glaube, keiner der westlichen Alliierten ist zur Zeit böse, daß es Deutschland schlecht geht. Schaut einfach mal auf Amerika. Ständiger Sitz Dt.s in der UNO? Nein, obwohl deutsche Soldaten in Afganisthan für die Amis den A*sch hinhalten. Oder wirtschaftlich gesehen: Stellt Euch aus amerikanischer Sicht mal ein Europa mit einem starken Deutschland vor - gruselig. Der Dollar würde entgültig absaufen. Die ganzen Nettigkeiten, denen wir aus dieser Richtung ausgesetzt sind, zielen alle darauf ab, uns weder politisch noch wirtschaftlich gut aussehen zu lassen. Also warum sollten wir auch diesem Land immer wieder überall reinkriechen. Ich finde die Haltung der aktuellen Regierung in dieser Frage gut, obwohl es denen leider nicht zu dumm ist, unsere Soldaten zu verheizen (Artikel im Stern).
Ich finde schon, daß wir unser Land mal tüchtig umstrukturieren sollten. Nur leider wird man dazu ans Grundgesetz müssen - und das ist nicht ohne weiteres möglich.
Gruß D-Lux
 
MaJoR b0b schrieb:
Also allein schon von "Schuld" zu sprechen finde ich schon etwas vermessen.
....
Vielleicht solltest du meinen Startbeitrag RICHTIG lesen, bevor du postest! Die Auswirkungen der alliierten Staatsstrukturen für (West-)Deutschland sind schließlich heute noch zu spüren.

Ich kann mich nur wiederholen, vergleicht das politische System und die Wirkungen mit unseren Nachbarstaaten, wie z.B. Großbritannien- Es geht NICHT um Schuld oder Nichtschuld am 2. Weltkrieg und den Folgen, sondern NUR um unser politisches System in Deutschland. Eine dieser Wirkungen ist ganz aktuell die Blockade der schwarz-gelben Bundesratsmehrheit gegen zustimmungspflichtige Gesetze der rot-grünen Bundesregierung. Das bedeutet, dass eine Regierung unter ihrem Kanzler enorme Hemnisse und Blockaden seitens der Opposition bekommt, in der Form des Bundesrats. Diese Struktur war einst gewollt von den drei westlichen Siegermächten, um eben in Deutschland so etwas wie die Ermächtigungsgesetze (Hitler) vermeiden zu helfen. Es bedeutet aber auch im schlechten Fall handlungsunfähige bzw. -blockierte Bundesregierungen - bis heute, wie man merkt.

Darum geht es letztendlich mit meiner ursprünglich provokant gestellten Frage im Startbeitrag. BEschränkt euch bitte darauf, statt über den Krieg selber zu debattieren!!!
 
Doc Lion schrieb:
Die Westmächte der Alliierten wollten nach Ende des 2. Weltkriegs ein politisch schwaches Deutschland haben.

Dazu installierten sie unser bis heute bekanntes System aus Bundestag, Bundesrat und Bundesversammlung. Zusammen mit den Länderregierungen und einem komplizierten Stimmauszählungsverfahren (Stichwort d'Hondt'sches Verfahren).


Doc Lion schrieb:
Diese Struktur war einst gewollt von den drei westlichen Siegermächten, um eben in Deutschland so etwas wie die Ermächtigungsgesetze (Hitler) vermeiden zu helfen. Es bedeutet aber auch im schlechten Fall handlungsunfähige bzw. -blockierte Bundesregierungen - bis heute, wie man merkt.

Ich denke du vermischt da zwei Dinge.

Natürlich wollten die Alliierten einen neuen Hitler verhindern, daher hat der Bundespräsident - ganz im Unterschied zum vorhergegangenen Reichspräsidenten - kaum noch Vollmachten.

Das die Alliierten jedoch unser förderales System einführten um uns schwach zu halten .................

Das Deutsche System Bundestag/Bundesrat ist dem amerikanischen System Senat/Repräsentantenhaus nachgebildet. Lediglich die starke Machstellung des US-Präsidenten wurde in Deutschland abgeschwächt - was natürlich Hitler geschuldet war.

Auf jeden Fall ist unser neues förderalistisches System erheblich besser als das Wahlsystem der Weimarer Republik, die durch die Zersplitterung in Klein- und Kleinstparteien teilweise unregierbar war.


Im Gegenteil waren die westlichen Siegermächte an einen starken Deutschland interessiert. Daher gab es für Deutschland auch einen Marshall- Plan und keinen Morgenthau-Plan.

Natürlich war der Hintergrund hierfür keine Nächstenliebe oder Menschenfreundlichkeit sondern purer Egoismus. Schließlich sollte Deutschland Pufferzone zwischen dem Westen und der Sowjetunion werden.

Andererseits gebe ich dir durchaus Recht was die Verbesserungs- und Reformwürdigkeit unseres Regierungs- und Wahlsystems angeht, aber ich denke dafür sollte man wohl besser ein eigenes Thema eröffnen da das den Rahmen sprengen würde.
 
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