@ all
Verflixt, das ist es ja, was ich ansprechen wollte, worauf ich hinaus will......
die Verantwortlichkeiten liegen bei ALLEN und damit auch bei uns Wählern.......
Man kann wohl kaum - da gebe ich "Ganz schön hart" leider recht - Verhaltensweisen, wie z.B. absolute Gewinnmaximierung, grundsätzlich kritisieren, wenn sich alle daran Beteiligten - Unternehmen, Aktionäre, Politik, Arbeitnehmerverbände und weitere gesellschaftliche Interessensvertretungen -
nur an den gegebenen, veralteteten gesellschaftlichen Richtlinien orientieren......
und nicht an deren Novelierung und neuen, angepassten Gesetzen interessiert sind.
Halt der berühmte Reformstau.
Das Thema hatten wir doch schon in anderen Zusammenhängen (Föderalismusdebatte etc.)
Dazu gehören aber auch - da stimme ich d-lux ausdrücklich zu - Vorgaben und Rahmenbedingungen, welche z.B. Interessensüberschneidungen verhindern bzw. beschränken.
Es ist ja durchaus nicht nachvollziehbar, dass z.B. tw. fast Personalunion zwischen Kontrollorganen und Entscheidungsträgern in großen Bank- und Industrieunternehmen herrscht. Die Filzokratie der Politik wird z.Zt. wohl eher noch von der in großen Wirtschaftsunternehmen und -verbänden getopt.
Das hieraus zu Recht entstehende Misstrauen - auf allen gesellschaftlichen Ebenen - wird so jedenfalls nie abgebaut und verhindert Kooperationen.
Diese "Verhaltensmuster" immer wieder nur mit dem Fehlen genügend kompetenter Fachleute zu begründen, ist einfach zu platt.
Eine Beschränkung von zeit- und personalgleichen Aufsichtsrat- bzw. Vorstandsmitgliedschaften, Transparenz und Offenlegung von Einkünften in Schlüsselpositionen (z.B. auch pol. Mandatsträger

), größere Kontrollkompetenzen, Vetorechte etc. für sogenannte Kleinanleger usw usf......wären nur einige Möglichkeiten hier etwas zum Besseren zu bewegen.
@ Ganz schön hart

Abstrafungen, auch finanzieller Art, gäbe es schon einige - komm schon, da fallen Dir sicher auch einige Punkte zu ein

- die Richtlinien hierzu dürfte man allerdings nicht den Betroffenen selbst überlassen...

und...Repression/Abstrafungen gegenüber Arbeitern finden sehr wohl statt, ohne gewerkschaftliche Unterstützung bestimmt noch in vielfach vermehrter Hinsicht.
Unsere Gesellschaft funktioniert doch leider nach dem Prinzip "Überwachen und Strafen"....leider kommt dann auch noch das "Radfahrerprinzip" dazu
@McKilroy
Um so eher müssen wir den zukünftigen Globalmanagern zu einer differenzierteren Sichtweise verhelfen. Es ist, auch aus meiner Warte, heutzutage immer schwerer, alle notwendigen Informationen und Perspektiven zu korrelieren und daraus sichere Zukunftsmodelle - auf jede Sparte bezogen - zu entwickeln.
Der Mensch neigt halt' von Natur aus zum Simplifizieren, nur in der Begründung eigener Interessen ist Verkomplizierung halt immer noch das beste Mittel zur Verschleierung
und
ich denke schon, dass "Ganz schön hart" sich der "pseudofeudalen" Tendenzen in unserer Gesellschaft bewußt ist; die Frage ist doch, übernimmt er deren Inhalte oder setzt er sein Wissen auch zur Erhaltung und Fortentwicklung der "sozialen Marktwirtschaft" ein.
Sie ist ja, rein geschichtlich betrachtet, eine vernachlässigbar kurze Periode im Kampf "Starke gegen Schwache" oder "Kapital contra Verelendung", aber m.M. nach zwingend notwendig, sonst fliegen uns demnächst global wirklich die Fetzen um die Ohren, wie anno dunnemal 17/18.
EDIT
@ Ganz schön hart
Ja, genau ....

...nimm z.B. die Regressionspflicht, ...aber dann sind wir auch wieder bei pol./jur. Leitlinien/Gesetzen, die Transparenz und Offenlegungen vereinfachen müssten, Kronzeugenregelungen in der Wirtschaftkriminalität neu regeln, Kartellgesetze bzw. deren Rahmenrichtlinien und deren Umsetzung für die Exekutive vereinfachen etc.
abgesehen davon gäbe/gibt es ja noch die Abfindungvereinbarung nach Gewinn bzw. ...Verlust ?
