SIEMENS: Massenentlassungen geplant

  • Ersteller Ersteller Doc Lion
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ganz schön hart schrieb:
@Rudi:

Wenn du der radikalen Marktwirtschaft entgegen wirken willst, klopf bei den Politikern an und frag die, was sie sich bei entsprechenden Gesetzen gedacht haben, aber klage nicht über Unternehmen, die sich innerhalb der Gesetze bewegen. [/URL]

Ja, das weiß auch Schröder und Merkel weiß das auch, aber dies ist in kapitalistischen Systemen nicht durchzusetzen.
Wer das Kapital hat, hat die Macht, ich denke der Einfluß von milliardenschweren Großkonzernen ist so groß, dass der Einfluß unserer Politiker eher als Lachnummer durchgeht.
Wenn schon Gallionsfiguren wie Herr Hartz den Betriebsrat bei VW mit heißen Sex bei Laune hält, wie hält man denn Volksvertreten bei Laune und auf Kurs.... ;)
Die Regierung würde gerne Gewinne abschöpfen, aber sie können es leider nicht. :mad:
Aber mal ehrlich , wer glaubt denn nicht, dass bei Entlassungswellen immer mehr elende Trittbrettfahrer auf dem Zug der "Restruktuierung" (zu Deutsch Entlassungswelle) aufspringen, ohne dass eine wirtschaftliche Notwendigkeit besteht.
@muesli
Wenn schon zwei der gleichen Meinung sind, kann ich ja nicht so verrückt sein :D
 
Rudi, das Gesetz steht immer noch über der Wirtschaft. Wenn die Politiker unfähig sind, dann kannst du aber erst recht nicht darauf vertrauen, dass sich die Wirtschaft von alleine reguliert! Du siehst, die Kette beginnt und endet bei der Politik!
 
@ all
Verflixt, das ist es ja, was ich ansprechen wollte, worauf ich hinaus will......
die Verantwortlichkeiten liegen bei ALLEN und damit auch bei uns Wählern....... :D
Man kann wohl kaum - da gebe ich "Ganz schön hart" leider recht - Verhaltensweisen, wie z.B. absolute Gewinnmaximierung, grundsätzlich kritisieren, wenn sich alle daran Beteiligten - Unternehmen, Aktionäre, Politik, Arbeitnehmerverbände und weitere gesellschaftliche Interessensvertretungen - nur an den gegebenen, veralteteten gesellschaftlichen Richtlinien orientieren......
und nicht an deren Novelierung und neuen, angepassten Gesetzen interessiert sind.
Halt der berühmte Reformstau.
Das Thema hatten wir doch schon in anderen Zusammenhängen (Föderalismusdebatte etc.)
Dazu gehören aber auch - da stimme ich d-lux ausdrücklich zu - Vorgaben und Rahmenbedingungen, welche z.B. Interessensüberschneidungen verhindern bzw. beschränken.
Es ist ja durchaus nicht nachvollziehbar, dass z.B. tw. fast Personalunion zwischen Kontrollorganen und Entscheidungsträgern in großen Bank- und Industrieunternehmen herrscht. Die Filzokratie der Politik wird z.Zt. wohl eher noch von der in großen Wirtschaftsunternehmen und -verbänden getopt.
Das hieraus zu Recht entstehende Misstrauen - auf allen gesellschaftlichen Ebenen - wird so jedenfalls nie abgebaut und verhindert Kooperationen.
Diese "Verhaltensmuster" immer wieder nur mit dem Fehlen genügend kompetenter Fachleute zu begründen, ist einfach zu platt.
Eine Beschränkung von zeit- und personalgleichen Aufsichtsrat- bzw. Vorstandsmitgliedschaften, Transparenz und Offenlegung von Einkünften in Schlüsselpositionen (z.B. auch pol. Mandatsträger :D ), größere Kontrollkompetenzen, Vetorechte etc. für sogenannte Kleinanleger usw usf......wären nur einige Möglichkeiten hier etwas zum Besseren zu bewegen.

@ Ganz schön hart
:D Abstrafungen, auch finanzieller Art, gäbe es schon einige - komm schon, da fallen Dir sicher auch einige Punkte zu ein ;) - die Richtlinien hierzu dürfte man allerdings nicht den Betroffenen selbst überlassen...;)
und...Repression/Abstrafungen gegenüber Arbeitern finden sehr wohl statt, ohne gewerkschaftliche Unterstützung bestimmt noch in vielfach vermehrter Hinsicht.
Unsere Gesellschaft funktioniert doch leider nach dem Prinzip "Überwachen und Strafen"....leider kommt dann auch noch das "Radfahrerprinzip" dazu

@McKilroy
Um so eher müssen wir den zukünftigen Globalmanagern zu einer differenzierteren Sichtweise verhelfen. Es ist, auch aus meiner Warte, heutzutage immer schwerer, alle notwendigen Informationen und Perspektiven zu korrelieren und daraus sichere Zukunftsmodelle - auf jede Sparte bezogen - zu entwickeln.
Der Mensch neigt halt' von Natur aus zum Simplifizieren, nur in der Begründung eigener Interessen ist Verkomplizierung halt immer noch das beste Mittel zur Verschleierung ;)
und
ich denke schon, dass "Ganz schön hart" sich der "pseudofeudalen" Tendenzen in unserer Gesellschaft bewußt ist; die Frage ist doch, übernimmt er deren Inhalte oder setzt er sein Wissen auch zur Erhaltung und Fortentwicklung der "sozialen Marktwirtschaft" ein.
Sie ist ja, rein geschichtlich betrachtet, eine vernachlässigbar kurze Periode im Kampf "Starke gegen Schwache" oder "Kapital contra Verelendung", aber m.M. nach zwingend notwendig, sonst fliegen uns demnächst global wirklich die Fetzen um die Ohren, wie anno dunnemal 17/18.

EDIT
@ Ganz schön hart
Ja, genau .... ;) ...nimm z.B. die Regressionspflicht, ...aber dann sind wir auch wieder bei pol./jur. Leitlinien/Gesetzen, die Transparenz und Offenlegungen vereinfachen müssten, Kronzeugenregelungen in der Wirtschaftkriminalität neu regeln, Kartellgesetze bzw. deren Rahmenrichtlinien und deren Umsetzung für die Exekutive vereinfachen etc.
abgesehen davon gäbe/gibt es ja noch die Abfindungvereinbarung nach Gewinn bzw. ...Verlust ? :D
 
Ganz schön hart schrieb:
Rudi, das Gesetz steht immer noch über der Wirtschaft. Wenn die Politiker unfähig sind, dann kannst du aber erst recht nicht darauf vertrauen, dass sich die Wirtschaft von alleine
Ja das gesetz schon, aber seitens der Unternehmen wird eine derartige Drohkulisse aus Lohnkürzungen, Standortschließungen, Jobexport aufgebaut, welche die Politiker hilflos macht.
Nebenbei bemerkt ich habe einen Kollegen poln. Abstammung, der sieht immer schön über Astra das polnische Fernsehen. Rate mal , was da von den Unternehmen dort im TV posaunt wird:

Die Löhne , Lohnnebenkosten müßen runter, alles viel zu teuer, denn in der Ukraine ist es viel billiger :eek: Und das in Polen !!
Verrückte welt :depp:
 
Ganz schön hart schrieb:
@Kilroy:
Hier diskutieren kluge, informierte und vor allem fachliche User

Dann dürftest du nicht mitdiskutieren. ;)


Ganz schön hart schrieb:
Willst du Moral im Markt, schaffe Gesetze, die zur Moral verpflichten!

Du hast leider immer nur ein oberflächliches Wissen. Was ist Moral?? Moral muss man nicht durch Gesetze diktieren. Schau mal im Fremdwörterlexikon nach, was Moral bedeutet. Wenn es bei den Unternehmern Moral gäbe, dann hätten wir kaum Probleme.

Und du behauptest immer wieder: Was nicht verboten ist, oder was irgendwo erlaubt ist, ist auch gut. Das gilt nur für eine gewissenlose Gesellschaft. Die zivilisierten Länder haben da andere Ansprüche.


Ich habe oben das Beispiel der Kinderarbeit angeführt. Nur weil es in einem Land vielleicht nicht verfolgt wird, haben die Konzerne nicht das Recht, die Menschen und vor allem die Kinder in 3. Welt-Länder auszunutzen. Schon mal was von Menschenrechten gehört??
 
muesli schrieb:
@ Ganz schön hart
:D Abstrafungen, auch finanzieller Art, gäbe es schon einige - komm schon, da fallen Dir sicher auch einige Punkte zu ein ;) - die Richtlinien hierzu dürfte man allerdings nicht den Betroffenen selbst überlassen...;)
und...Repression/Abstrafungen gegenüber Arbeitern finden sehr wohl statt

Mir fällt nichts ein, sowohl in bestehender als auch zukünftiger Sichtweise. Es gibt die Fälle der Regressionspflicht, doch diese greifen nur bei juristischen Vorwerfbarkeiten (Unterschlagung, Korruption, persönliche Bereicherung etc.) Ein Unternehmer kann sich immer auf sein Unternehmerrisiko berufen. Mir ist nicht klar, wie und weswegen du z.B. den Vorstand von Siemens für die Entlassungen abstrafen willst?
Mir sind auch keine Abstrafungen bei Arbeitern bekannt...

Ja das gesetz schon, aber seitens der Unternehmen wird eine derartige Drohkulisse aus Lohnkürzungen, Standortschließungen, Jobexport aufgebaut, welche die Politiker hilflos macht.

Und? Hätten die Politiker endlich mal mehr "balls", dann wäre es ihnen egal, was für eine Kulisse aufgebaut wird und sie schaffen es, sofern sie sehr klug sind, selbst das Aufbauen einer Drohkulisse zu unterbinden. Und was lehrt uns dein polnisches Beispiel? Die Rahmenbedingungen sind falsch! Wenn polnische Unternehmen genauso argumentieren können wie deutsche, dann würde ich ganz klar sagen, dass etwas an den Rahmenbedingungen in Deutschland nicht stimmt!

Du hast leider immer nur ein oberflächliches Wissen. Was ist Moral?? Moral muss man nicht durch Gesetze diktieren. Schau mal im Fremdwörterlexikon nach, was Moral bedeutet. Wenn es bei den Unternehmern Moral gäbe, dann hätten wir kaum Probleme.

Da muss ich dich leider enttäschen, denn u.a. Art. 1 GG und das gesamte StGb regeln "moralische" Verhaltensweisen. Es ist eine allgemein gültige Verhaltensweise, nicht andere Menschen umzubringen. Halten sich alle daran? Nein, und die, die sich nicht daran halten, werden bestraft. Ein einfaches Besipiel aus der Wirtschaft: In Deutschland ist deine zitierte Kinderarbeit untersagt - bei uns sogar moralisch anerkannt, dennoch gibt es zusätzlich ein Gesetz. Also, schaff ein Gesetz, dass einem Aufsichtsrat verbietet, einen ausscheidenden Vorstand Millionenabfindungen zu zahlen und du hast deinen "moralischen" Maßstab ("das ist aber moralisch verwerflich, soviel zu bekommen und nichts geleistet zu haben") per Gesetz festgelegt.

Und du behauptest immer wieder: Was nicht verboten ist, oder was irgendwo erlaubt ist, ist auch gut.
Zeige mir den Satz, wo ich das behauptet habe! Ich habe nie gesagt, dass es gut ist und muesli z.B. hat das auch erkannt. Ich ziehe nur eine Grenze zwischen Moral und Wirtschaft. Ich habe nie gesagt, dass es gut ist, Millionengewinne einzufahren und trotzdem Arbeiter zu entlassen. Ich habe lediglich gesagt, dass es aus wirtschaftlicher Sicht absolut sinnvoll ist. Dass das gut ist (aus sozialer, menschlicher und moralischer Sicht), habe ich nie gesagt - ein kleiner aber feiner Unterschied!

Ich habe oben das Beispiel der Kinderarbeit angeführt.
Soll das jetzt ein Lösungsansatz sein? Dann sag ich dir, schick deinen Ortspolitiker los und erlasse ein Gesetz, das solche Unternehmen verfolgt und zur Rechenschaft zieht. Wo kein Richter, da kein Recht. Und ich wiederhole noch einmal: Wenn es in Indien nicht verboten ist, Kinder zu beschäftigen, dann darfst du als Unternehmen auch Kinder beschäftigen (wieder wertfrei ob das gut oder schlecht ist). Du kannst gerne einen Thread zum behavioural and social finance aufmachen, da diskutiere ich auf einer ganz anderen Ebene. Aber hier, hier geht es um Fakten und um Geld, da kannst du mit Moral nicht viel erreichen....
 
Ganz schön hart schrieb:
Ich ziehe nur eine Grenze zwischen Moral und Wirtschaft.


Und genau das ist es, weshalb wir aneinander vorbeireden.

Und genau das ist das Problem unserer Wirtschaft und vor allem bei der Globalilsierung der Wirtschaft.

Es ist einfach menschenverachtend, wenn sogenannte "Wirtschaftler" den Menschen und die menschliche Arbeitskraft auf eine Zahl reduzieren. Nach den Ansätzen der "Wirtschaft" müssen zur Gewinnoptimierung die Ausgaben für die menschliche Arbeitskraft auf eine Minimum reduziert werden. Und danach arbeiten die Konzerne mittlerweile immer mehr. Es gibt aber auch eine moralische und gesellschaftliche Verantwortung.

Es ist einfach menschenverachtend, wenn man einen Arbeitnehmer, der über 40 Jahre hart für eine Firma gearbeitet hat, anschließend bei der geringsten Kleinigkeit nur noch als Kostenfaktor sieht und abschiebt und damit die Kosten dem Staat aufdrückt.

Es ist doch genau diese menschenverachtende Firmenpolitik und die Erpressung des Staates und der Arbeitnehmer durch die Firmen, die hier angeprangert werden sollten.


Ganz schön hart schrieb:
Wenn es in Indien nicht verboten ist, Kinder zu beschäftigen, dann darfst du als Unternehmen auch Kinder beschäftigen

Eben nicht!!!

Solche Firmen müssten geächtet und boykottiert werden.

Es geht doch hier genau darum, dass gegen solche Machenschaften der Firmen angegangen werden muss.

Es wird Zeit, dass sich die Gesellschaft und die Arbeitnehmer gegen diese Poliltik der Konzerne wehren.
 
Moin Moin,
ich denke die ganzen Meinungsverschiedenheiten über Moral, Gesetz pp. bringen hier nichts, da der Begriff Moral im Studium der Betriebswirtschaft ein Fremdwort ist, hier zählen Kosten, Zahlen, Quartalsergebinsse, Kosten-Nutzen..... :read:
Es ist auch nicht ungesetzlich wenn ein Josef Ackermann selbstherrlich grinsend massenweise die Leute rausschmeißt, während die Gewinne durch die Decke gehen, selbst "unabhängige" Börsenkommentatoren (N-TV, Bloomberg, N24 ) blasen doch ins gleiche Horn, wenn strahlend über erfolgreiche Restruktuierung , Massenentlassungen berichtet wird, auf dem Parkett der Börse die Korken knallen , wenn wieder einmal für tausende Arbeiter Hartz 4 bleibt :würg:
Dass hier ein schleichender Ausverkauf Deutschlands stattfindet und wohl eher Grund zur Trauer besteht , kümmert hier keinen. :mad: Shareholdervalue ist das Stichwort.
Und gegen die Drohkulisse ist die Politik zu schwach, die sind schon froh wenn die Big Players wenigstens ein paar Leute ind Lohn und Brot halten, man gucke sich mal das Einkommen (und damit die Macht) der führenden Köpfe in
der Wirtschaft an und vergleiche sie mit dem Gehalt des kanzlers, der vergleich Generaldirektor - Hilfsarbeiter wäre sehr passend.
PS
Im Herbstgutachten der führenden Witschaftsforschungsinstitute wird das Wirtschaftswachstum schon wieder nach Süden korrigiert :(
In meinem Wohnort sind in den letzten Jahren zahlreiche große Traditionsunternehmen von der Landkarte verschwunden, nicht weil die Pleite sind, sondern weil der Aufschwung jetzt in Polen und Tschechien stattfindet, während hier der Arbeiter - ohne goldene Brücken - rausfliegt, also der Flächenbrand brennt bereits :hot:

Greetings
 
@Kilroy:

Genau, aber du setzt leider bei den falschen Personengruppen/-bereichen an. Die Gesellschaft wird und kann das nicht regulieren. Die Gesellschaft muss zur Politik gehen und die müssen das regeln! Wenn du von "Erpressung" sprichst, dann überleg mal, was Erpressung bedeutet - das ist eine Stratat dessen Verfolgung und Verurteilung von Staatsseite passieren muss!

Ferner ist es nicht menschenverachtend, wie Wirtschaftler denken, sondern es ist ihr Job. Ein Wirtschaftswissenschaftler hat auf Zahlen und Gewinn zu achten.

Weiter glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass weder du noch Rudi je ein Wirtschaftsstudium absolviert habt um wissen zu können, inwieweit dort soziale Verantwortung gelehrt wird. Es gibt nicht nur an unserer Uni mehrere Kurse zu diesem Thema.

@Rudi:
Jetzt warst du gerade mal auf einem diskussionwürdigen Niveau angelangt und schon geht dein polemisches und populistisches Gerede wieder los...schade
 
@Ganz schön hart, Rudi Ratlos @ all

Ganz schön hart schrieb:
Genau, aber du setzt leider bei den falschen Personengruppen/-bereichen an. Die Gesellschaft wird und kann das nicht regulieren. Die Gesellschaft muss zur Politik gehen und die müssen das regeln!
Einspruch bzw. Korrektur!
Die gesellschaftlichen Normen drücken doch unserer ethisches und moralisches Denken aus. Diese müssen insofern in - immer wieder aktualisierte, angepasste - Rechtsvorschriften umgesetzt werden und diese sollten dann auch global und nicht nur national gelten!
Der Politik obliegt es doch nur, gesellschaftliche Wertvorstellungen und Notwendigkeiten rechtsverbindlich zu definieren und für deren Umsetzung zu sorgen.
Hierbei ist aber die aktive Mitarbeit jedes Mitglieds der Gesellschaft absolut erforderlich. Das schließt eben auch die Mitverantwortung aller Bereiche der Gesellschaft (in allen Bereichen, auch global !) mit ein!
und...
Jeder "Fach"mensch ist in erster Linie immer noch Mensch, oder irre ich mich da :)

Insofern - @RudiRatlos ;) - müssen "Fremdwörter" halt übersetzt und deren Inhalte (z.B. der Moral -> Motivation :D) auch ökonomisch plausibel gemacht werden.
Es ist doch - auch langfristig! - völlig widersinnig " die Kuh, die man melken will, zu schlachten". Diesen Spruch kann man jetzt zynisch nennen, aber auch rational sowie ethisch interpretieren.
Die Verteufelung der - jeweiligen bisherigen - Dogmen verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche ist doch in höchsten Maße kontraproduktiv und erschwert Lösungen.
Da Verelendung/Verödung/Demotivation und daraus resultierende - meist "gewaltsame" - "Lösungen" letztendlich - auch ökonomisch - keinen Sinn machen, sondern lediglich Einzelnen kurzfristig "Gewinn" bringen, müssen wir die Inhalte der verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen eben integrieren.
Jeder, der sich hier separiert, sollte dementsprechend auch benannt, kritisiert und gfs. geächtet werden.

Ob es sich dabei um "Acker- oder Bushmänner" handelt, bleibt sich doch letztendlich gleich.

Nehmen wir doch mal aus der Unternehmerbranche das inzwischen ;) populäre Beispiel W.Grupp -> Link: 1, 2
Der Mann ist - um es gleich vorweg zu nehmen - quasi noch in feudalen Führungsstrukturen verhaftet, bzgl. der betrieblichen Mitbestimmung gäbe es in seinem Unternehmen bestimmt Nachholbedarf, aber.....im Vergleich zu Siemens herrscht hier noch betriebliche und soziale Mitverantwortung, ökonomisch sinnvolles Qualitätsbewußtsein, und auch ethisches Bewußtsein (Kinderarbeit in der Textilbranche) spielt hier eine Rolle.
Es geht eben nicht nur - und da gebe ich McKilroy vollkommen recht! - um Gewinnoptimierung, sondern diese wird - verantwortungsvoll wohlgemerkt - mit berücksichtigt.
Und ich kenne aus meiner Arbeit eine Menge - leider immer noch zu wenige - Firmen, die mit ähnlichen - z.T. auch genossenschaftlichen Konzepten - trotz aller Rezensionstendenzen - solide wirtschaften und mehr als akzeptable Gewinnmargen erzielen

Auch Siemens hat einmal - und zwar höchst erfolgreich - mit ähnlichen o.g. Strukturen gewirtschaftet, insofern stellt sich doch die Frage, welche unternehmensinternen Veränderungen zu -> z.B. Anonymität, Demotivation, Verunsicherung etc.pp und somit zum jetzigen Status quo im Firmenimperium geführt haben.

-> siehe dazu auch Doc Lion #49 (3 letzten Absätze) & #51
 
ich finde das von siemens eine frechheit. ich habe gehört das in berlin ein produktionsort kurz vor der schleißung stand dann hat aber semens nach langer beschwerde gesagt es wird die vorhandene produktionsreihe in dem werk weiter gebaut bloss was vergessen wurde von den leuten das siemens vorhat diese produktreihe in eine andere produktstelle verlegt werden soll gegn ende 2006 also ist diese vorläufige weiterbeschäftigung nur ne "verarsche" wenn siemens weiterhin plant das werk zu schließen und wenn die das schließen dann haben wir weitere ca. 1000 arbeitslose und das find dich scheiße von siemens erst sagen ok ihr behaltet den job und dann schon in der schublade den neuen beschluss das werk zu schließen.
 
Hallo,
zuerst möchte ich hier schnell mal was zum Diskussionsstil sagen: Manchmal erinnert das Politikforum auch ein wenig an Diskussionen zwischen unseren Politikern. Wenig Inhalt, aber viel Gemecker über den Diskussionsgegner :)
Da jedoch gesamt gesehen auf sehr hohem (mir oft zu hohem) Niveau diskutiert wird, sieht man über diese Stellen hinweg. Ich möchte nur als einziger mal Ganz schön hart in Schutz nehmen. Würde er hier nicht posten, wäre der Thread nur halb so interessant. Zu einer Diskussion gehören einfach Diskussionsgegner - also laßt doch endlich mal das Rumgezicke :)
Meiner Meinung nach kann man die ganze Moralgeschichte auch anders steuern. Dazu müßten aber endlich acuh mal die Medien mitspielen (klang schon weiter vorn mal etwas an). Würde jeder Endkunde über die Machenschaften seines Lieblingsproduzenten bescheid wissen, könnte es sein, daß er sich von ihm distanziert. Jedes Unternehmen ist immer noch an einem hohen Absatz interessiert. Würden Nachrichtensendungen (o.ä.) mehr über die krassen Machenschaften der Unternehmen berichten, würden die Kunden den Kram auch nicht mehr kaufen. Also wäre eine Firma dann wieder daran interessiert, nicht ständig schlechte Nachrichten über sich zu lesen. Wieso regt sich denn keiner über die Streik-Brecher bei Infineon auf? Die Leute aus Dresden haben mit Sicherheit das Messer auf die Brust gesetzt bekommen! Wie kann sowas von der Allgemeinheit akzeptiert werden. Ich bin froh, wissentlich kein Infineon-Produkt zu besitzen!
In diesem Sinne,
D-Lux
 
@d-lux
Ok, einen Teil Deiner Kritik am "zu hohen Niveau" :D beziehe ich auch auf mich und bekenne mich schuldig und gelobe Besserung :zerknirsch:
Da sind, zugegeben, einige Formulierungen mehr als abgehoben
und
dass Du eine Lanze z.B. für "Ganz schön hart" brichst, finde ich auf diesen thread bezogen, vor allem auf die/seine letzten Beiträge voll OK.

Und Zustimmung in Bezug auf deine Medienkritik.....aber um dieses kritische Bewußtsein zu stärken, braucht es doch auch alternative Information und die wird hier doch auch geboten ;)
Ok, hoffentlich in Zukunft in verständlicherem ;) und verträglicherem Ton :D
 
Tja muesli,
jetzt haben wir mit unseren Posts irgendwie die Luft auf dem Thread genommen. Anscheinend sollte ich nie wieder auf "gepflegte Konversation" hinweisen ;)
War jetzt alles gesagt? Ich glaube kaum. Denn während wir hier noch in der Diskussion stecken, werden/wurden bei Infineon Streikbrecher eingesetzt. Dazu hat sich hier noch niemand geäußert. Ist sowas denn mittlerweile zur Normalität geworden? Was machen Streiks dann noch für einen Sinn? Als im Osten für die 35h-Woche gestreikt wurde, wurden auch z.B. aus Bayern Arbeiter eingeflogen, um die Produktion in einigen Firmen aufrecht zu erhalten. Irgendwie kann ich nicht verstehen, wieso dann in diesem Land kein Aufschrei der Entrüstung losbricht. Ich hab ja schon gestaunt, daß es zu Sympathie-Streiks für OPEL-Mitarbeiter gekommen ist, als es da um die Entlassung zig-tausender ging. Was ist denn hier los? Denkt denn wirklich nur noch jeder an sich alleine?
Gruß D-Lux
 
Hallo,
die Deutsche Telekom hat 2,4 Milliarden € Gewinn nach Steuer gemacht (das sind 2400 Mio €) und 32.000 Leute fliegen in den nächsten 3 Jahren raus:mad:
Kriegen die den Hals nicht voll ?
Auf solche Leute wie Herrn Ricke hat Deutschland gewartet :würg:

Die warten den Ruck , der durch Deutschland gehen wird , wenn A. Merkel Kanzlerin wird gar nicht erst ab, die feuern gleich komme was da wolle :mad:

Gute Nacht Deutschland:(
 
Dingo schrieb:
Siemens hat insgesammt sehr schlechte Quoten in der Arbeitsbronche...
Siemens hat schon längst einen Vertrag unterschrieben dass die japanische Hardware und Software Firma ``BenQ`` ihnen helfen wird ab Ende 2005.
Dann stehen auf den GESAMMTEN von Siemens entworfenen Produkte "BenQ" drauf. dh unter anderem auch dass es kein Handy mehr geben wird mit dem Namen ``SIEMENS """"```sondern ab da das neue ``BenQ """"``
aha, und ich als siemens-mitarbeiter weiß das daher natürlich aus erster hand das dies völliger schwachsinn ist!
die handys wurden verkauft, na und? die Notebooks macht man mit zusammenarbeit mit Fujitsu, ist doch schön! auch nicht schlimm... aber alle anderen Produkte fahren weiterhin fette gewinne und bleiben gelabelt mit der Aufschrift: SIEMENS

Dingo schrieb:
Dass daraufhin viele Veränderungen getroffen werden und schon längst geplant waren , ist doch einfach nur klar.... Die Mitarbeiter hat schon vor einem halben Jahr darauf vorbereitet....
dem kann ich leider auch nicht zustimmen...
es wurde immer gesagt das man den "karren" gemeinsam aus dem dreck ziehen will! zwar haben alle mit dieser Konsequenz gerechnet, doch niemand von weiter oben hat es jemals ausgesprochen!

Dingo schrieb:
Hier noch eine kleine Zusammenfassung der Pleite

Wie die Financial Times Deutschland heute berichtete, hat Siemens-Handychef Clemens Joos seinen Mitarbeitern in einer E-Mail mitgeteilt, dass BenQ gerade im obersten Preissegment Mobilfunkgeräte unter der Doppelmarke "BenQ-Siemens" anbieten möchte.

Die ersten neuen Geräte der Doppelmarke sollen Anfang 2006 in Barcelona vorgestellt werden. Ziel der Fusion sei nicht die Einsparung von Kosten, sondern die intelligente Verbindung der Stärken der beiden Marken, so Joos.
dem kann ich nun aber zustimmen, so wirs wohl sein, für die nächsten maximal 2 Jahre! dann wird irgendwann nur noch BenQ draufstehen!
alle mitarbeiter und azubis wurden ins neue boot geholt, es gab bisher keine nennenswerten entlassungen!
 
Hmm..., alle beklagen sich immer über diese Massenentlassungen. Aber versetzt euch doch mal in die Lage von den Firmencheft. Aufgrund der Globalisierung ist es -besonders für deutsche Unternehmen- extrem schwierig konkurenzfähig zu bleiben. Da muss man zu solchen Maßnahmen greifen. Desweiteren stehen die Cheft gehörig unter Druck. Bringen sie nicht den erwarteten Gewinn, werden sie entlassen. Hört sich alles hart an, aber das ist nun mal Kapitalismus, ob man es glauben will oder nicht!
 
auf jedenfall hat siemens große gewinne, nur i glaub es gibt 2 hauptprobs:
1. die automatisierung - wozu geld für nixtuende arbeiter(klingt hart, nur vl denkt das siemens)
2. die manager nehmen sich etwas aus der kasse
was ich auch net bezweifle ehrlich gesagt

mfg
 
Da das Theme mehr oder weniger veraltet ist, mach ich hier mal dicht. Wenn das Thema auffrischt ist hier bei Bedarf auch wieder offen.

duplex

---closed---
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten