Mit wem assoziiert ihr das Wort "Ausländer"?

Ich halte es wie die alten Griechen und bezeichne jeden, der nicht in Deutschland geboren ist, als Barbaren ;)
 
AllyG schrieb:
Menschen mit ausländischer Abstammung und einem Deutschen Pass als Ausländer zu beschimpfen ist natürlich falsch.
Menschen... (pauschal) ...zu beschimpfen ist natürlich falsch.

Sorry, aber wenn man schön Begriffe wie 'Beschimpfen' assoziiert, dann liegt meist etwas im Argen.

AllyG schrieb:
Jedoch sind für mich nach wie vor alle Ausländer, ob mit oder ohne Pass, die hier nach Deutschland kommen und sich von unseren Sozialleistungen sattessen.
Könntest du diesen Satz näher erläutern?

Sind für dich 'alle, die nach Deutschland kommen und sich von unseren Sozialleistungen sattessen' Ausländer? Dann erkläre mir doch bitte den Sachzusammenhang Sozialleistungen und Ausländer. Gibt es Sozialleistungen mittlerweile nur noch für Ausländer und was muß man als Deutscher tun, um in den 'Genuß' selbiger zu kommen - muß ich etwa meinen Paß abgeben?

Irgendwie hört sich das alles unstrukturiert und unausgegoren an. Es ist etwa so, als wenn einer beteuert: eigentlich habe ich nichts gegen Ausländer. (Aber...)

Wenn man schon fremdenfeindlich denkt, dann sollte man wenigstens dazu stehen.

AllyG schrieb:
Ich möchte hier keinem auf den Schlips treten und auch keinen beleidigen in irgendeiner Form.
Und warum tust du es dann?

AllyG schrieb:
Wer arbeiten will findet Arbeit...
Und dies bei einer Umfrage über Ausländer. Das setzt dem Faß doch die Krone auf.
 
@Hero

Find ich ehrlich gesagt etwas gemein was du da machst. Ich versuch hier meine Ansicht so gut wie möglich rüberzubringen und sich dann darüber lustig zu machen find ich nicht schön.

Aber mach nur. Aus dem Alter darauf jetzt einzugehen bin ich raus.

@Konradin

Danke, das war sachlich von dir und hat mich auch zum nachdenken darüber gebracht, das ich hier etwas vom Thema abgeschweift bin.

Zu deiner gewünschten Erläuterung: Eh ich mich hier noch weiter in irgendetwas verrenne lasse ich es lieber, da mir die Zeit fehlt dafür und es auch nicht hier hingehört wie ich es mittlerweile selber gemerkt habe.


@All

Also sorry dass ich mich hier in was verrannt habe, war nicht meine Absicht. Nächstes mal werd ich genauer Lesen bevor ich was dazu äußere.
 
[...]... und es waren zum 2. mal deutsche, die es initiiert haben.[...]
Frei nach Sarazzin gefragt: Könnte es am „Deutschen-Gen“ liegen?

[...] ab und zu kommt die bemerkung "erstaunlich dass sie so gut deutsch können".
Diese Bemerkung kommt mir sehr vertraut vor.

[...]PS: Die Amis können tun und lassen was sie wollen. Machen Kriege, töten Tausende Menschen, Zerstören die halbe Welt [...]
PS: Nicht nur die „Amis“.

Zum Thema:

Mit dem Begriff „Ausländer“ assoziiere ich Ausländer.
Was den „Passdeutschen“ betrifft: Die Eingeborenen machen es mir immer wieder klar, dass ich – trotz deutschem Pass (seit 2001), und besserem Umgang mit der deutschen Sprache – letztlich doch „nur“ Ausländer bin (damit habe ich mich allerdings schon lange arrangiert und betrachte dies auch, nicht zuletzt im geschichtlichen Zusammenhang gesehen, durchaus nicht negativ).
 
Wenn man aussieht wie ein "Ausländer", wenn man spricht wie ein Ausländer, beginnen Vorurteile die sehr schwer zu überwinden sind. Klaut den guten deutschen die Arbeit... ist wohl da gängigste Vorurteil. Auch das man nach Deutschland gekommen ist weil man "zu Hause" nichts zum fressen ( ja...anscheinend fressen Ausländer..deutsche Ausländer essen ;)) hatte und jetzt mir, dir also uns (den fleißigen Deutschen...) auf der Tasche liegt. Dann wird auch noch über Deutschland gelästert...obwohl sie hier nur GAST sind.... wenn wir das in der .... (meist Türkei) machen würden...würde man uns sofort am nächsten Baum aufhängen.... usw. und so fort.
Vor Jahren hat ein ausländischer Name dafür gesorgt, das man Ausländer war... obwohl man eigentlich in Deutschland geboren wurde... nie wo anders lebte, perfekt einheimisch spricht. immer nur eine Staatsangehörigkeit hatte. Dazu kenne ich viele Beispiele. Das war früher, wohl extremer wie heute... da hat sich was verbessert?

Als gut aussehende Frau sind solche Probleme schon immer weniger gewesen... obwohl... die werfen Kinder am laufenden Band.... und wir (die guten deutschen...) müßen dann die Blagen auch noch durchfüttern...

Kann es sein das Deutschland Futterneid hat? Lebensmittelknappheit?

Die selben Vorurteile hört man in anderen Länder über andere Ausländer... niemand freut sich wirklich darüber das das eigene Land so attraktiv ist... das Menschen ihre Heimat verlassen um dort ihr Glück zu suchen.
Asylanten...ohje Asylanten sind eigentlich alle Schwerverbrecher... keine Flüchtlinge...sie fahren die dicksten Mercedes und der deutsche Staat bezahlt ihnen ganze Häuser und gibt ihnen auch noch den Lebensunterhalt...ohne....das...sie...auch ...nur ..einen Finger dafür rühren müßen. Klar das die nicht mehr zurück wollen.
Bitte, ich wiederhole nur die Vorurteile die mir zu Ohren gekommen sind.. das ist nicht meine Ansicht und schon gar nicht meine Meinung.

Ausländer sind unsere Zukunft... bei den sinkenden Geburtenraten.
 
[...] trotz deutschem Pass [...] und besserem Umgang mit der deutschen Sprache [...]

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
:p

(Absolut nicht böse gemeint. Sehr viele meiner (und natürlich auch Deiner) Landsleute (bin auch "Eingeborener") könnten und sollten sich an Deiner Wortwahl und Deinem Satzbau ein Beispiel nehmen.
Aber mit dem Genitiv haben's die Eingeborenen auch nicht so - schon gar nicht die Bayern...)

Herzliche Grüße,
H.H.


P.S.: was Deine einwöchige Sperre betrifft - ich gebe Dir absolut Recht...
 
Find ich ehrlich gesagt etwas gemein was du da machst. Ich versuch hier meine Ansicht so gut wie möglich rüberzubringen und sich dann darüber lustig zu machen find ich nicht schön.
Sorry, aber wenn du ein Thread über die Konnotation von "Ausländer" zweckentfremdest, um über deine Minderwertigkeitskomplexe als Deutscher zu lamentieren, hast du es auch nicht besser verdient. ;)

joungster schrieb:
Könnte es am „Deutschen-Gen“ liegen?
Nein, aber eine anthropologische Konstante, die über mehrere Generationen tradiert wird.

Carmen schrieb:
niemand freut sich wirklich darüber das das eigene Land so attraktiv ist... das Menschen ihre Heimat verlassen um dort ihr Glück zu suchen.
Sehr wahre Worte.
 
twinky schrieb:
Ich halte es wie die alten Griechen und bezeichne jeden, der nicht in Deutschland geboren ist, als Barbaren ;)
Erwischt :D
Ergo wären inzwischen viele "Deutschstämmige"
(für sprachliche Immigranten (und Bayern): das meint meistens korpulente Eingeborene *bg*)
auch Barbaren, gelle? :D

Auf joungster
- übrigens schön, dass Du wieder entfesselt bist :) -
träfe Barbar allerdings nun wieder nicht richtig zu.
Wie benennen wir denn solche Typen eigentlich (politisch) korrekt? :D

Nun ja, ernsthaft,
ich fände es ja wirklich prima,
wenn wir uns in einer globalisierten,
hierzulande ja auch immer mehr europäisierten Welt,
mal ernsthaft angewöhnen würden,
wenn überhaupt, dann von "Fremden" zu reden.
Das wäre nebenbei semantisch wie inhaltlich richtiger.

Wenn man dann mal "Fremden" ein gewisses Misstrauen entgegenbringt,
kann man sich wenigstens auch noch auf wissenschaftlich verifizierte Urängste herausreden :D
und muss nicht hochgequirlten Unsinn als Begründung schwätzen,
den wohl möglich andere dann später auch noch nachplappern :)

In allen übrigen Fällen gälte dann einfach die Gastfreundschaft,
die für Viele hierzulande allerdings leider bereits ein Fremdwort zu sein scheint ;)

muesli
 
Also sorry dass ich mich hier in was verrannt habe, war nicht meine Absicht. Nächstes mal werd ich genauer Lesen bevor ich was dazu äußere.

aber eines muß ich dir dazu sagen, du bist wenigstens ehrlich mit dem was du denkst, solche wie dich sind mir 1000 mal lieber, als wie die, die im Satz "....,aber.." benutzen ;)

Nachtrag:
Zitat von Joungster: Was den „Passdeutschen“ betrifft: Die Eingeborenen machen es mir immer wieder klar, dass ich – trotz deutschem Pass (seit 2001), und besserem Umgang mit der deutschen Sprache – letztlich doch „nur“ Ausländer bin

Hier muss ich sagen, dass er die wahren Worte spricht, was 100 pro zutrifft.
 
Ich halte es wie die alten Griechen und bezeichne jeden, der nicht in Deutschland geboren ist, als Barbaren ;)

Demnach sind alle Kinder deutscher Eltern, welche, zB durch Arbeitaufenthalt der Eltern, im Ausland geboren werden, Barbaren ??

Wer arbeiten will findet Arbeit.....

Dir wünsche ich, dass Du irgendwann im realen Leben ankommst. Es wird vermutlich ein grausames Erwachen für dich werden.


Zum Thema:

Für mich sind alle, die ihren ständigen Wohnsitz im Ausland haben, Ausländer. Im Gegensatz zu allen, die ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben.
 
Die Frage, die Du stellst, ist eigentlich eine ganz andere...

... hatte heute mit Mitarbeitern eine Diskussion darüber, mit wem bzw. welchem Volk man das Wort "Ausländer" in Verbindung bringt...
(...)
Wie schaut das ganze bei euch aus?
Wenn ihr genauso denkt wie ich, woher meint ihr kommt das?

Die eigentliche Frage ist doch: wie geht jeder von uns mit Sprache um?

Erwachsenzuwerden sollte einhergehen mit Nachdenkens- und Bewußtwerdensübungen den eigenen Sprachgebrauch betreffend. Ein Nachdenken über die Bedeutung der Vokabeln des eigenen Wortschatzes bleibt da gesunderweise nicht aus! Und nicht nur das.

Eine Erweiterung des Bewußtseins und des eigenen Horizontes erreicht man nicht etwa, indem man Marijuanarauch möglichst tief inhaliert oder möglichst viele LSD-Trips einwirft, sondern indem man reist, fremde Sprachen lernt, sich mit klugen Menschen umgibt, von denen man etwas lernen kann und dabei fast nebenbei die Bedeutung der Vokabeln der eigenen Sprache zu abstrahieren lernt, so daß selbige Wortbedeutungen nicht mehr nur vollautomatisch irgendwelche Assoziationen wecken, die einen dann zu irgendwelchen Reaktionen führen, sondern der wache Verstand mit Interesse verfolgt, wie in anderen Sprachkulturen was wie gesagt wird und warum. Dies führt dann dazu, daß man beginnt, auch die Vokabeln der eigenen Muttersprache aus "kritikfähiger Distanz" zu betrachten und zu gebrauchen.

Insofern und um auf Deine Frage doch noch eine direkte Antwort zu geben lautet die meinige: "Ausländer"?

Das bin ich selber, sobald ich meinen Arsch um ein paar Kilometer bewege.

Gruß
rumbero
 
Und wenn sie nun zwei Wohnsitze haben, im Sommer in Deutschland und im Winter in Spanien, sind sie dann halbe Ausländer? :ätsch:

'Ausländer mit deutscher Staatsangehörigkeit' ist übrigens jeder Deutsche, wenn er sich im gerade im Ausland befindet. Ein deutscher Staatsangehöriger kann hier in Deutschland kein Ausländer sein, da er ja die deutsche Staatsangehörigkeit hat und somit als Inländer gilt.

Wie sonst sollte man denn den Status als In- oder Ausländer definieren, wenn nicht über die Staatsangehörigkeit? Etwa über die Haarfarbe, die Schuhgrösse, rassische oder ethnische Merkmale, die Religionszugehörigkeit oder den Vornamen der (hoffentlich arischen) Großmutter? :depp:

Selbst wenn ich mit einem türkischen Pass seit zwanzig Jahren in Deutschland lebe und auch hier gemeldet bin, so bin ich noch lange kein Deutscher, sondern Türke und somit hier in Deutschland Ausländer. Bekomme ich jedoch die deutsche Staatsangehörigkeit, so bin ich hier ab sofort kein Ausländer mehr, auch wenn ich mich polizeilich abmelde und (nunmehr als Deutscher) in die Türkei umsiedle. Sofern ich meine türkische Staatsangehörigkeit beim Erlangen der deutschen abgegeben habe bin ich nun (als geborener Türke) in der Türkei Ausländer. Habe ich sie jedoch behalten, dann bin ich sowohl hier als auch dort Inländer.

Noch einmal zurück zu deiner Aussage, Graf von W., du magst zum Begriff 'Ausländer' assoziieren was du willst, aber 'Ausländer mit deutscher Staatsangehörigkeit' gibt es hier in Deutschland genausowenig (auch wenn sie außer der deutschen noch eine andere haben sollten) wie ein Dreieck mit vier Ecken.
 
Zitat von Konradin: Selbst wenn ich mit einem türkischen Pass seit zwanzig Jahren in Deutschland lebe und auch hier gemeldet bin, so bin ich noch lange kein Deutscher, sondern Türke und somit hier in Deutschland Ausländer. Bekomme ich jedoch die deutsche Staatsangehörigkeit, so bin ich hier ab sofort kein Ausländer mehr, auch wenn ich mich polizeilich abmelde und (nunmehr als Deutscher) in die Türkei umsiedle. Sofern ich meine türkische Staatsangehörigkeit beim Erlangen der deutschen abgegeben habe bin ich nun (als geborener Türke) in der Türkei Ausländer. Habe ich sie jedoch behalten, dann bin ich sowohl hier als auch dort Inländer.

Sorry, aber noch komplizierter konntest du es wohl nicht definieren :D

Ein Türke, der hier den Deutschen Pass bekommt, ist in der Statistik kein Ausländer mehr und wenn dieser sich hier Polizeilich abmeldet und in die Türkei auswandert, aber noch den Deutschen Pass hat, ist er wohl oder übel in der Türkischen Statistik einen Ausländer, sowie die Deutschen Rentner in Spanien.
 
Sofern ich meine türkische Staatsangehörigkeit beim Erlangen der deutschen abgegeben habe bin ich nun (als geborener Türke) in der Türkei Ausländer. Habe ich sie jedoch behalten, dann bin ich sowohl hier als auch dort Inländer.

Tja, Konradin, wenn es alles so einfach wäre.

Aber es gibt eben Dinge, die man nicht mit einem Papier verordnen kann. Rein auf dem Papier hast du Recht.

Aber die Frage mit dem der thread gestartet wurde lautet: "Mit wem assoziiert ihr das Wort Ausländer"!

Und in diesem (emotionalen) Zusammenhang kann man die Unterscheidung Ausländer/nicht Ausländer nicht an einem Papier festmachen.


Ein Mensch ändert sich nicht von einem Tag auf den anderen, nur weil er ein Papier unterschreibt.

Ein Freund wird nicht von einem Tag auf den anderen ein "gefühlter" Ausländer, nur weil er die deutsche Staatsangehörigkeit abgibt.


Konradin, genau diese von dir vertretene (und durchaus logische) Einstellung, die leider auch von einer Reihe links einzuordnender Politiker vertreten wurde, bereitet uns Probleme. Dadurch wird nämlich unterschwellig unterstellt, dass es keine Probleme gibt, dass man nur den Zugezogenen die deutsche Staatsangehörigkeit geben muss und alle Probleme sind beseitigt. Und das ist, wie man leider sieht, nicht der Fall. So einfach ist es leider nicht.

Man kann die emotionale Seite nicht einfach beiseite schieben.


Wie ich schon mehrfach zu erkennen gegeben habe, ist für mich die Evolution eine Tatsache. Daher sind für mich die unterbewussten Vorbehalte gegenüber Menschen, die "vermeintlich anders" sind, logisch und unvermeidbar. Das war für unserer Urahnen überlebenswichtig.

Wir müssen heutzutage (und über die letzten Jahrhunderte) erst lernen, damit umzugehen und dies nicht wegzudiskutieren.

Das es so ist, sieht man auch an der Tatsache, dass andere Mittel-, West- oder Nordeuropäer kaum als "Ausländer" wahrgenommen werden.

Konradin schrieb:
Wie sonst sollte man denn den Status als In- oder Ausländer definieren, wenn nicht über die Staatsangehörigkeit? Etwa über die Haarfarbe, die Schuhgrösse, rassische oder ethnische Merkmale, die Religionszugehörigkeit oder den Vornamen der (hoffentlich arischen) Großmutter?

Gefühlt?

Über die Summe der Eigenschaften. Und es wird keine einheitliche Festlegung geben, da auch die Erfahrungen desjenigen, der für sich diese Entscheidung trifft, eine Rolle spielen.


Man kann es gerne anders sehen aber man muss aufpassen, dass man nicht an der Wirklichkeit vorbei entscheidet.
 
Ist eine Kuh die im Schweinestall geboren wurde, dadurch ein Schwein?
Ein Mensch bleibt ein Mensch. Eine Kuh eine Kuh. Ein Ausländer wird über die Staatsangehörigkeit definiert.
 
Auch ein Esel kann wohl nicht über seinen Schatten springen. :D

@McKilroy: Mit keinem Wort habe ich erwähnt, daß das Erlangen der deutschen Staatsangehörigkeit bestehende Probleme lösen kann oder auch nicht. Also lass bitte die Kirche im Dorf und interstelle mir bitte nicht wieder Aussagen, die nicht von mir sind.

Gefühlte Aussagen sind ohnehin ein recht gefährliches Terrain. Erst ist es der 'gefühlte' Ausländer und irgendwann möglicherweise das 'gesunde Volkesempfinden'. Auch das hatten wir schon einmal.

Es mag angehen, daß man an der Realität vorbei empfindet , aber es geht eben nicht, daß man daraus dann auch noch (logischerweise falsche) Schlüsse zieht und daraus gar eine Norm macht. Eine Ausländerkriminalität z.B., welche von 'deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund' begangen wird ist keine, sondern fördert nur Ressentiments.

Probleme löst man aber nicht dadurch, daß man Schuldige ausdeutet oder sich die Realität zurechtbiegt. Nur wenn man die Ursachen der Probleme erkennt kann man sinnvolle Ansätze entwickeln, die irgendwann hoffentlich zu deren Lösung führen. Oder aber sie zumindest abmildern.

Ich selbst habe keinerlei Probleme mit Ausländern aufgrund ihres Merkmals 'Ausländer', denn mir ist die Staatsangehörigkeit egal. Wenn ich Probleme mit jemandem habe, der sich unverschämt benimmt, dann habe ich sie, weil er sich unverschämt benimmt und es ist nebensächlich, ob dieser unverschämte Mensch Ausländer, blond, jugendlich, englischsprachig, Hindu, blauäugig oder weiblich ist.

@InterNET: Etwas anderes hätte ich von einem notorischen Querulanten wie dir auch nicht erwartet. Wenn dir mein Beispiel (und um ein solches handelt es sich) zu hoch ist, dann ignoriere es einfach.

Aber da wir schon von Ochs und Esel reden: Maßgeblich für das Erwerben der Staatsangehörigkeit ist weniger der Stall als die Abstammung. Ein (auch hier in Deutschland geborenes) Kind hier in Deutschland lebender türkischer Eltern ist zunächst einmal ein türkisches Kind und bekommt keineswegs automatisch ('aufgrund des Stalls') die deutsche Staatsangehörigkeit.
 
Mc Kilroy,
wenn Du schon sooo weit ausholst,
dann sollten eigentlich Alle (vor allem aber bei Dir setze ich das voraus :) ) auch die Frage der Definition vorab genauer klären :)

Staatsrechtlich hat (nicht nur) Konradin bereits eine klare Definition gepostet.

Der Begriff "Assoziation" bindet hier allerdings u.a. Gefühle mit ein,
die staatsrechtlich ja kaum zu fassen sind,
wie Du ja auch ausgeführt hast.

Deshalb habe ich hier auch den Begriff der "Fremde" (#28) ganz bewusst ins Spiel gebracht ;)

Ein Mensch "ausländischer" Herkunft ist mir nur dann suspekt oder eben "fremd",
wenn ich ihn nicht näher kenne.

Einerseits vielleicht deswegen, weil mir seine kulturellen "Gewohnheiten" "fremd" sind (beim Einen eben mehr, bei Anderen weniger),
andererseits, wenn ich mit seiner Herkunft (auch) Negatives verknüpfe (assoziere), welches entweder (eher seltener) auf eigenen Erfahrungen,
aber vor allem auf in den Medien schon des Öfteren breit getretenen "(Vor-)Urteilen beruht.
Siehe dazu auch # 11 Ausländer und Migranten im Spiegel der Presse... - Google Bücher

Denn, als Gegenbeispiel ;),
ein Deutscher wird für mich real nicht weniger fremd oder gar riskant,
wenn er mich z.B. existenziell bedroht ;), nur weil er "Deutscher" ist!
Ich rechne nur
- bedingt durch Evolution bzw. Sozialisation, also auf Grund seiner "Stammesherkunft" nicht permanent mit dieser Möglichkeit,
auch wenn sie rein rechnerisch durchaus wahrscheinlicher ist bzw. es bisher zumindest war. ;)

Von daher sollte man diese Faktoren weder trennen noch in derartigen Diskussionen außer acht lassen....
Gerade, wenn es, wie zur Zeit, wieder verstärkter um Möglichkeiten bzw. die Verunmöglichung der Integration geht.

Näher kommen kann man sich eben nur,
wenn man zum einen die "gleiche" Sprache spricht,
sich also "verständigen" kann
und BEIDE bereit sind,
sich überhaupt dabei gegenseitig kennen zu lernen. :)

D.h. in diesem Fall z.B. das man neben der "reinen Spracheform" auch die gleichen wissenschaftlichen Prämissen benutzt,
und nicht von rechtlichen Begriffen zu umgangssprachlichen Begriffen wechselt.
Beide haben ja ihre Berechtigung,
führen aber nicht weiter,
wenn man nicht genau trenn und eben weiß,
worüber man eigentlich (unter einander) genau spricht, gelle :D

Weiterhin auf spannende Beiträge dazu hoffend :)

muesli
 
Wenn ich Ausländer höhre, denke ich sofort an Türken. Weil das nunmal die Ausländer sind, die nach Deutschland geholt wurden und noch heute die bekanntestem Ausländer/Migranten hier sind ;)
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten