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RamsesV
Offensichtlich scheint es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen zu geben.
In Tirol muss man sich jählrich vom Religionsunterricht abmelden und erhält dafür, wenn Bedraf UND Angebot besteht sogenannten Ethikunterricht. Sollte es jemanden interessieren
Ich finde Religionsunterricht in der Schule nicht okay, solange es dort eine Trennung nach Religionen gibt, kann ein solcher Unterricht nicht neutral sein und allgemein über Religionen informieren.
Das sehe ich nicht ganz so. Religionsunterricht müsste hier vom Staat soweit Angeboten werden, dass so viele Religionen wie möglich abgedeckt werden. Ob man dieses Angebot dann trennt, oder einen gemeinschaftlichen Religionsunterricht aller Reilgionen macht, sei dahingestellt. Auf jeden Fall müssten die Religionen hier die Einmischung des Staates tolerieren, damit der Staat sich vor ausgelagertem Religionsunterricht (Stichwort: Koranschulen) "schützen" kann. (Hier möchte ich betonen, dass Koranschle nur als pauschales Stichwort verwendet wurde - es gibt in allen Religiösen Kreisen solche "Bildungsstätten"). Dieser Religionsunterricht wäre auch die einzige Überschneidung von Staat und Kirche, die in meinen Augen sein sollte. Alles andere, was Religion angeht MUSS privatangelegenheit sein, sowie sich auch jede Kirche aus der Politik und dem Staatswesen zurückzuziehen hat.
Wenn man bedenkt, dass die Leutz also diese phädophilen Priester mit finanzieren. :rot:
Die Aufenhaltskosten für den Pädophilen zahlst dann auch indirekt über die Steuern für den Knast. Also zahlst du die Priester so und so. Die Nicht-Pädophilen zahlst du für das Seelenheil deiner Mitmenschen, und das sollte dir schon am Herz liegen
Ich halte nicht viel von der Kirche. Und ich bin auch nicht am Fortbestand von ihr interessiert. Solange allerdings soviel Wichtiges auf den Schultern der Kirche lastet, warne ich vor übereilten Austritten, Verurteilungen und Entzug weltlicher Mittel.
Ständig lese ich hier im Thread von Bestrafung. Bestrafung hier und da. Zu weng. Zu weich. Zu kurz.
Diese kollektive Rache an Menschen, die euch persönlich nichts getan haben, steht euch nicht zu. Wenn man Argumentiert, dass der Staat, in einer Demokratie also das Volk, zu Richten hat (an dem ich garkeine Zweifel aufkommen lassen möchte!), dann geht es bei Strafmaßen NICHT um Vergeltung, sondern um den Schutz der Gesellschaft vor dem Täter. Im Fall von Kinderschändern mit einer enorm geringen Rückfallquote müsste das Strafmaß um vieles geringer sein, als bei einem Taschendieb. Die Befriedigung,die es der Gesellschaft verschaft, einen strffälligen zu bestrafen ist für mich erschreckend. Nichts bringt mehr Menschen zu einem platonischen Orgasmus.
Statt uns über das Strafmaß gedanken zu machen, was offensichtlich viele hier tun, sollten doch viel mehr Lösungsansätze diskutiert werden, dass es nicht erst zu solchen "Verfehlungen" kommt.
Ein kurzer Aus"ritt" in die unsachliche Biologie: Der Sex mit Kindern kann weder zur Fortpflazung noch wirklich zur Übung zur Fortpflanzung herangezogen werden. Ergo müsste Kindesmissbrauch unnatürlich sein. Egro auch in unseren Verhaltensmustern nicht als Grundlage vorhanden sein. Das heißt weiter, dass sich im Kindesmissbrauch etwas manifestiert, das dort nicht hingehört. Und hier kommen wir zur wichtigen, aber von vielen als "Täterhilfe" missverstandenen Ursachenforschung. Wenn wir herausfänden, was menschen zu solchen Taten bewegt könnten wir a) die Menschen, die schon davon "befallen" sind "heilen" und b) in unserer Gesellschaft die Grundlage für eine Kinderschänder-Freie-Welt schaffen.
Ich will damit nicht sagen, dass die Symptome NICHT bekämpft werden sollen. Natürlich kann und soll man über die Strafen von Missbrauchstätern sprechen. Nur soll man dabei daran denken, was eine Strafe des Kollektivs für das Individuum bedeutet und was man damit erreichen will. Viel wichtiger wäre allerdings die Ursachenbekämpfung. Alles andere ist kurz und mittelfristig und somit eigentlich sinnlos.
Im konkreten Fall der Kirche ist es, wie schon mehrmals angesprochen, falsch so zu Handeln, wie die Kirche es gerade tut. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass für die Missbrauchsfälle in der Kriche nicht die Kirche an sich Schuld ist. Auch hier sind es einzelne (wenn auch recht viele) Mitglieder einer Gemeinschaft. Und hier zu Verallgemeinern und zu hetzen finde ich falsch und gefährlich.
Lg
RamsesV