Israelischer Angriff auf Hilfskonvoi

Angriff gerechtfertigt oder nicht ?!?

  • Ja

    Stimmen: 20 25,0%
  • Nein

    Stimmen: 56 70,0%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 4 5,0%

  • Umfrageteilnehmer
    80
@Henry277
post gelöscht und 3 verwarnpunkte für dein OT post

@Hero
für deinen OT post das selbe...

btw; es gibt einen PN button
 
Nationalist,aber kein Nazi, weil Israeli!

[…]ich war bei der letzten wm richtig stolz auf das volk meiner besten ehefrauen von allen! […]
ja, ich bin jude und stolz darauf!
ja, ich bin mit einer deutschen frau verheiratet und stolz darauf!
ja, ich bin oberst (heute der reserve - und kein fähnrich) der israelischen armee und stolz darauf!
ja, ich bin nationalist, aber kein nazi!
Anerkennenswerte Leistung(en)! Wirklich Grund, stolz darauf zu sein. Was hast Du denn sonst so geleistet (außer mit mehreren Frauen verheiratet und Jude zu sein)? Ja, Du bist Nationalist, und diese Spezies ist überall in der Welt gleich (übel)!

[…]ja, ich habe beide großväter durch die nazis abgeschlachtet bekommen und kann dagegen heute nichts mehr machen![…]
Tröstet es Dich, zu lesen, dass ich am letzten Jahresende Oświęcim besucht habe, wo ein Großteil meiner Familie – polnische Widerstandskämpfer und Kommunisten – entsorgt wurde (der Rest wurde – von den Christenhorden [genau!] halbtot gefickt verbrannt, erschossen oder sonstwie umgebracht). Tröstet es Dich, wenn ich Dir sage, dass ich – abgesehen von Vater (er überlebte als Einziger unserer Familie die deutsch-christlichen KulturZentren) und Mutter sowie (später) sieben Brüdern ohne Verwandte aufwuchs? Es sollen auch andere Ethnien geringe Verluste an Menschen und Kultur erlitten haben (ganz ohne Shoah!).

Trotzdem ich nie in der Lage sein werde, den Tätern Verständnis entgegenzubringen, geschweige ihnen zu verzeihen, würde ich es nie für gut heißen, wenn polnische Politiker die Vergangenheit als Rechtfertigung für heutige Verbrechen heranziehen würden!

[…]diese beiden staaten (deutschland und israel) sind ungefähr gleich alt. israel ist ein wenig älter, nachdem deutschland als ganzes unter fremder besatzung und unter alliertem kontrollrat stand und erst von da an (1949) zur brd wurde. da staatsgefüge von heute gibts sowieso erst seit den 90er jahren. ein ganz junger staat also.[…]
Allerdings mit einem klitzekleinen Unterschied: Bei der Staatsgründung der BRD war es nicht notwendig, die ansässige Bevölkerung zu massakrieren, Frauen abzuschlachten und – zur Abschreckung bzw. zur Aufforderung, das Land zu verlassen – auszuweiden, sie neben ihren Gedärmen auszustellen (Sabri Geries/Eli Lobel: „Die Araber in Israel“; Verlagskooperative Trikont, München, 1969).

Nachdem Du dich ausgekotzt hast: Soweit mein „fäkalauswurf“ (mein „Avatar“ übrigens ist kein Versteck, es zeigt mich: einmal jünger, einmal älter).

[…]welche nasse hosen hätten, wenn sie das erleben dürften, was meine tochter mit 17 jahren gerne mitmacht) oder einfach nur profiliersucht und wichtiges getue.[…]
Ja, es gibt solche „Menschen“ (der Mörder meines Bruders mordete – laut Gerichtsurteil – aus „Freude am Töten“). Für mich selbst kann ich behaupten, dass ich Kriegseinsätze nie gerne mitmachte, sondern weil ich meinen Einsatz für notwendig hielt.

[…]ja, und ich bin kein rassist[…]
Wer hätte das gedacht!
Eichmann war übrigens auch kein Rassist, er war lediglich stolz auf dies, und stolz auf jenes …
 
... ja, ich bin jude und stolz darauf!
...
ps: mein avatar ist ausdruck meiner leidenschaft für mein heimatland ( immer noch besser (so jedenfalls meine meinung) als sich hinter einem "katzenkopf" zu verstecken....


Weia, da bringst du aber einiges hübsch durcheinander!

Wieso ist man stolz darauf, einer bestimmten Religion anzugehören?
Religion generell halte ich für unnötig, wenn aber jemand meint, er muss an eine übergeordnete Gottheit - welcher Art auch immer - glauben, dann sollte das seine Sache sein. Aber Stolz? Was für ein Wort!

Stolz kann man beispielsweise auf selbst oder in der Gemeinschaft erreichte Dinge sein. Aber auf eine bestimmte Religion? Meines Erachtens hat sowas mehr mit Fanatismus zu tun.


Zudem solltest auch du verstehen, dass die allermeiste Kritik in diesem Thread der Regierung und dem Militär Israels gilt. Nicht den Juden im Allgemeinen und schon gar nicht den Juden in Deutschland! Nur schwingen die Freunde und Glaubensgenossen Israels jedesmal bei jeder noch so kleinen Kritik am Staat Israel die Antisemitismuskeule. Leider oder auch glücklicherweise hat sich die aber so langsam abgenutzt und auch der naivste Journalist begreift das so langsam!


Den Juden in Europa wurde insbesondere von dem Nazigesocks viel Leid und Elend angetan. Dies haben aber die jetzigen Bewohner Deutschlands nicht zu verantworten und schon gar nicht dafür jede Missetat Israels unkommentiert zu lassen. Das müssen auch Israelis wie du verstehen. Niemand kritisiert im Generellen die Bewohner dieses Staats, aber so manche Gewaltaktionen kann man auch nicht mehr mit beleidigtem Getue übertünchen!


Mein Avatar ist einfach ein nettes Bildchen, da muss man sich nicht dahinter verstecken, wie du hinter deinem Davidstern. Ob du Oberst in der israelischen Armee warst, ist mir piepegal. Mein Nickname hat keine militärische Bedeutung. Wenn du Oberst bist/warst, möchte ich lieber gar nicht erst wissen, welche Einsätze du so mitgemacht hast.
 
Organisationen wie die Hamas und die Hisbollah haben nur ein Ziel - sie wollen Israel (den jüdischen Staat) zerstören, dies ist den Statuen der Hamas sogar schriftlich festgelegt. Wir können die Dimension dieses Konfliktes nur angemessen beurteilen (wenn wir als Aussenstehende das überhaupt können und dürfen), wenn wir begreifen, dass Israel einen Selbstverteidigungskrieg führt, bei dem es ums blanke Ueberleben geht. Der Begriff "Nahost-Konflikt" ist eigentlich masslos untertrieben - es herrscht Krieg! Mir ist sehr wohl bewusst, dass auch an Israels Weste Blut klebt, das nicht hätte vergossen werden müssen, aber wir müssen den geschichtlichen und religiösen Kontext beachten, um die Situation zu begreifen. Jede andere Nation würde sich in diesem Umfeld mit den gleichen Mitteln verteidigen und dabei darauf bedacht sein, den Kriegsschauplatz möglichst aus dem eigenen Land fernzuhalten. Gruss freefloating
 
Kämpfen die Palästinenser dort nicht auch seit Jahrzehnten um ihr Überleben?

Wenn man vom alleinigen Überlebensrecht Israels of Kosten aller anderen ausgeht, dann ist es natürlich gerechtfertigt, alle anderen (und die Palästinener allen voran) gewaltsam zu vertreiben oder gar auszurotten.

Geht man vom alleinigen Überlebensrecht der Palästinenser aus (was inzwischen ohnehin nur sehr wenige absolute Hardliner tun), dann wäre es gerechtfertigt, die Israelis ins Meer zu treiben.

Will man aber, daß BEIDE ein Überlebens- und Siedlungsrecht in dieser Region haben, dann sollte man auch das nötige Fingerspitzengefühl mitbringen und verhandlungebereit sein. Ein Koexistenz der Palästinenser als willige Arbeitssklaven Israels ist ebensowenige menschenrechtskonform und zeitgemäß wie seinerzeit die Apartheid in Südafrika, wo die überwiegend schwarze Bevölkerung statusmäßig noch weit unter dem Vieh rangierte.

Solange Palästinenser von Israel dermaßen abhängig gehalten werden, daß ein Überleben ohne deren Gnade kaum möglich erscheint, solange ist Koexistenz eine bloße Farce und solange gibt es Grund genug, zu intervenieren.

Aber der Gazastreifen ist kein Südafrika und auch kein Afghanistan, drum schert es auch letztendlich nicht, wenn die Rechte der Palästinenser auch heute noch von ihren werten Nachbarn mehrheitlich mit Füßen getreten werden.

Gruß Konradin
 
Hallo Konradin
Natürlich sollen auch die Palästinenser leben können, einige sind ja israelische Staatsbürger und viele arbeiten in Israel. Wenn man jedoch Angst haben muss (als Israeli), morgens in den Bus zu steigen, dann kann ich die Abschottung und die strengen Grenzkontrollen durchaus verstehen - wer will schon von einem Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt werden. Das beste wäre ein eigener Staat für die Palästinenser. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dann die Aggressionen gegen Israel aufhören würden, aber es würde vielleicht die Lebensbedingungen erleichtern. Zumindest wären sie dann eigenverantwortlich. Ich bin davon überzeugt, dass Israel die Waffen ruhen lassen würde, sobald die umliegenden arabischen Nationen bereit wären, einen echten Frieden zu schliessen. Gruss freefloating
 
... Das beste wäre ein eigener Staat für die Palästinenser. ...

Sie hatten zwar keinen eigenen Staat, wenn man u.A. das Osmanische Reich oder das britische Protektorat berücksichtigt, aber eigenes Land. Und von dem wurden sie zu großen Teilen von den Juden, die aus aller Welt kamen und den Staat Israel, mit großer Unterstützung der USA und ihnen wohl gesonnener VIPs, gründeten, einfach vertrieben.

Vertreibungen gab es weltweit in den letzten 100 Jahren zuhauf, nur haben die Palästinenser einfach keine Möglichkeit gehabt, wo anders zu siedeln. Ursprünglich, laut UN-Beschluss, sollte Israel in jüdische und arabische Gebiete aufgeteilt werden, was aber beiden Seiten nicht gefiel.


Israel hatte nach dem Jom-Kipur-Krieg Zeit genug, für einigermaßen Normalität und Gleichberechtigung zu sorgen. Statt dessen wurden Wehrdörfer im Westjordanland gegründet und bis an die Zähne bewaffnete Siedler nahmen sich einfach das Land von den Palästinensern, das sie wollen oder brauchen. Mit Unterstützung der Regierungen und der Armee.
 
So wie es aussieht haben es die Engländer und die Uno von Beginn an verpasst, beiden Völkern ein eigenes Grundstück zu geben, das ist wirklich sehr bedauerlich. Trotzdem wäre es ziemlich sicher zu einem Angriffskrieg der Araber gekommen, denn ihnen geht es nicht um das Wohl der Palästinenser. Diese sind nur ein Vorwand. Sieh doch mal, wie schlecht die Palästinenser von ihren "Freunden" behandelt werden. Die Juden und die Christen sind die alten Koran-Feinde des Nahen Ostens - ja, die Juden sind seit jeher die Feinde der hamitisch-arabischen Nationen. So verhielt es sich schon im Altertum. Für mich ist es verständlich, wenn Israel nach dem ersten Kriegsschock (sie wurden grundlos angegriffen) Wehrdörfer baut. Sei mal ehrlich, Faehnrich, das hättest du unter diesen Umständen bestimmt auch getan ;).

Heute gibt es vermutlich noch ein anderes Problem: Der Mangel an Lebensraum. Gruss freefloating
 
Ohne die damaligen Machtinteressen der Briten würde es Israel (zumindest in der heutigen Form) kaum geben und den Briten lag am Wohlergehen der Menschen in dieser Region herzlich wenig. Was zählte, das waren kommerzielle (Öl) und politische (Nähe zum Suezkanal) Interessen.

Nun ist es aber nicht gerade so, daß israelische Entspannungspolitik völlig undenkbar wäre, auch und vielleicht gerade weil ein Umdenken für einen lernwilligen Menschen durchaus sinnvoll erscheinen mag. Denn nur durch ein Umdenken (beider Seiten) lassen sich die dortigen Problem lösen. Da allerdings Israel am längeren Hebel sitzt und überwiegend den Gang der Geschichte bestimmt muß das Umdenken gerade dort beginnen.

Leicht ist es natürlich (für beide Seiten) keineswegs, haben doch die einen ultraorthodoxe Siedler im Nacken, die anderen wiederum Hamas und Konsorten.

Von einem Entspannungskurs à la Rabin ist Israel inzwischen leider meilenweit entfernt. Unter anderem sein Tod hat deutlich gezeigt, wie gewaltbereit gerade diejenigen sind, die ihre althergebrachten Privilegien erbittert und um jeden Preis verteidigen wollen. Ein Menschenleben zählt da nicht viel, auch nicht eines Ministerpräsidenten, wenn er 'den Auserwählten' im Wege steht.

Seitdem sind die Schritte in die richtige Richtung eher klein, wenn nicht gar zum Teil rückwärtsgewand. Ich fürchte, das wesentliche Hemmnis für eine friedliche Koexistenz ist garnichteinmalsosehr der Konflikt zwischen Isrealis und Palästinensern, sondern eher ein interner Prozess Israels. Solange nicht dort ein deutlicher Kurswechsel stattfindet, solange wird es (egal, was auch immer die Palästinener tun) zwecklos sein, etwas für eine echte Entspannung zu tun.

Gruß Konradin
 
... Israel .... (sie wurden grundlos angegriffen) Wehrdörfer baut. ...

Überlege mal genau, was du hier schreibst! Israel bzw. die jüdischen Siedler betreiben Landnahme nicht nur 1948, sonder auch in den Jahrzehnten danach im Westjordanland. Die bisherigen Bewohner werden vertrieben, verjagt, inhaftiert und ihre Grund und Boden enteignet.

Würdest du, als Betroffener, dich nicht auch wehren wollen? Würdest du dann auch denken, dass die Angriffe gegen die 'Invasoren' gerechtfertigt wären? Du unterstellst aber, es hätte sich um 'grundlose' Angriffe gehandelt.


Wie Konradin so treffend schreibt, kann es in der Region Palästina/Westjordanland nur Frieden geben, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und ihren radikalen Kräften eine Abfuhr erteilen. So, wie es aber zur Zeit aussieht, stehen sich Juden und Muslime unvereinbar gegenüber und die Hardliner auf beiden Seiten gewinnen an Macht. Aber Gewinner wird es keinen geben - zumindest nicht im Bereich der normalen Bevölkerung!
 
Hallo Faehnrich
Ich glaube wir müssen zwei Dinge trennen:

1. Der Angriffskrieg der arabischen Nationen auf Israel, kurz nach der Staatsgründung. Darauf bezog sich mein Statement mit dem grundlosen Angriff.

2. Der noch immer andauernde Konflikt um das Land. Als Landverwalter hatten die Briten das Recht, Palästina dem jüdischen Volk zu übertragen, zumal das jüdische Volk dort mit Bestimmtheit das gleiche Lebensrecht hat wie die Palästinenser. Leider haben die Briten das Problem miserabel gelöst. Aber ich gebe euch beiden in dem Punkt recht, dass es für den Frieden beide Seiten braucht, das ist in einer Partnerschaft so, aber auch bei Nationen. ;)

Gruss freefloating
 
... 1. Der Angriffskrieg der arabischen Nationen auf Israel, kurz nach der Staatsgründung. Darauf bezog sich mein Statement mit dem grundlosen Angriff.

Grundloser Angriff? Das meinst du sicher nicht ernst!


2. ...Als Landverwalter hatten die Briten das Recht, Palästina dem jüdischen Volk zu übertragen, ...

Zunächst versuchten die Briten, jüdische Kolonisten nicht nach Palästina zu lassen. Erst der massive Ansturm an Juden bewog die Militärverwaltung, doch nicht auf die Kolonisten zu schiessen.

Und woher bitte begründest du das 'Recht' der Briten, Palästina an die Juden zu übertragen? Das Recht des Stärkeren? Das Recht der Superkolonialmacht, die sowieso in der halben Welt Landnahme betrieben hatte und die einheimische Bevölkerung und die Staaten ausbeutete unter blutigen Zwangsrepressalien?

Zudem wurde zunächst beschlossen, Palästina in Teile aufzuspalten für die Juden und die einheimische Bevölkerung.

Nein, werter freefloating, da bist du auf der falschen Spur ausnahmsweise. :)


Ich denke nicht, dass die Schweizer Bürger begeistert wären, wenn ausländische Mächte plötzlich beschließen würden, euren Staat für Neukolonisten und die Schweizer aufzuteilen und wenn die Landnehmer euch dann binnen kurzem blutig vertreiben würden! Oder?
 
Werter Faehnrich :)

1. Es ist mir ernst. :) Nenn mir bitte einen Grund, der den Arabern das Recht gegeben hätte, Israel anzugreifen? Israel hatte den arabischen Nationen nichts zuleiden getan, ausser das Wagnis den Staat Israel auszurufen (finde ich völlig ok). Mir ist jedenfalls nichts bekannt, was ein Anfeindung, geschweige denn einen Krieg gerechtfertigt hätte. Ich bin auf deine Antwort gespannt ;).

2. Schon vor der Uebertragung des Landes an Israel haben dort Juden gelebt, natürlich nicht alleine, da hast du recht. Daraus lässt sich eine Legitimation ableiten. Zudem ist es das von Gott verheissene Land der Israeliten (seit jeher). Ich weiss, dass dies für dich als "Religions-Distanzierter" (ist diese Formulierung ok?) kein Argument ist - für mich jedoch schon. Israel das Volk von Jakob gehört einfach ins Land Israel und das liegt nun mal in Kanaan (Palästina). Das schliesst nicht aus, dass auch die Palästinenser dorthin gehören. Ganz im Gegenteil sollen auch sie ihren legitimen Platz dort haben.

Was deinen letzten Satz betrifft: Natürlich hätte ich da keine Freude daran. Nur hinkt dieser Vergleich, da Palästina zu dieser Zeit kein politisch anerkannter Staat und ethnisch völlig durchmischt war.

Gruss freefloating
 
Wenn man jetzt ganz krass denken würde, gab es für Großbritannien zunächst auch keinen Grund, Nazideutschland anzugreifen, war doch weder ihr Staatsgebiet (zunächst) bedroht, noch ihre Bürger. So, wie unser Militär auch nichts in Afghanistan zu suchen hat, denn weder die Afghanen, noch die Taliban, haben Deutschland je angegriffen.


Bei all deinen Argumenten fehlt immer die Tatsache, dass die jüdischen Kampfsiedler in Palästina Landnahme durchführten, ohne Rücksicht auf die dort lebende Bevölkerung. Einen historischen Anspruch nach etwa 2000 Jahren der einstigen Vertreibung sehe ich da nicht mehr. Sind die ursprünglichen Israelsiedler (in 1948) doch überwiegend keine Semiten mehr gewesen.


Du kannst mich im Übrigen ruhig überzeugten Atheist nennen, das trifft es besser. ;)
 
Mich langweilen die Rechtfertigungsversuche für Landnahme der einen und Vertreibung der anderen inzwischen maßlos. Für mich ist dies genauso unergiebig wie die Diskussion, ob die Henne oder das Ei zuerst da war. Tatsächlich war immer irgendjemand früher da.

Ich stelle mir gerade lebhaft vor, wie irgendjemand die derzeitigen Bewohner des Ruhrgebiets unter Berufung auf die Neandertaler zu vertreiben gedenkt oder wie die Nordamerikaner (einschließlich der Kanadier) ihr Land den Indianern und Eskimos zurückgeben und sagen 'sorry, kein Problem, gehen wir eben allesamt in unsere Ursprungsländer zurück'.

Wenn ich mich dafür interessiere, wer wann und wo im Nahen Osten gesiedelt hat, dann habe ich zunächst einmal zwei unterschiedliche Ansätze, nämlich den historischen und den biblischen:

Folge ich dem historischen Ansatz, dann bemerke ich schnell, daß es zwischen den alten Reichen der Ägypter, der Hethiter, der Assyrer und der Sumerer noch etliche andere Völker gab, z.B. die Gutäer, die Churriter, die Phönizier etc., wobei die Semiten, insbesondere die Kanaanäer in der Region des heutigen Israel wohl die ausschlaggebende Rolle gespielt haben dürften. Aber davon abzuleiten, wessen Fuß zuerst die helige Erde Jerusalems betrat ist natürlich barer Unsinn.

Wenn ich mir das Alte Testament zu Gemüte führe, dann erkenne ich unschwer, daß auch dort keineswegs nur von Israel die Rede war, sondern auch von dessen Feinden. Die 'Auserwählten' waren also keineswegs die einzigen, welche dort siedelten.

Aber wie dem auch sei, darauf ein alleiniges Siedlungsrecht für wen auch immer abzuleiten schafft einzig und allein Feindbilder, welche man endlich überwinden sollte, sofern man an einer friedlichen Koexistenz überhaupt interessiert ist. Die Alternative dazu wäre freilich ein Völkermord.

Gruß Konradin
 
Zudem ist es das von Gott verheissene Land der Israeliten (seit jeher).

Das ist aber eine sehr gewagte Argumentation.

1) Nicht seit jeher sondern ab einem genau bestimmten Zeitpunkt. Vorher lebten da aber auch schon Menschen. Und die wurden schon damals mit Gewalt vertrieben oder zu Sklaven gemacht.

2) Beruht der Nachweis, dass "Gott" den Israeliten dieses Land "geschenkt" hat, nur auf Aussagen von irgendwelchen Israelis. Das wäre genau so, als ob man die Landnahme im Osten im dritten Reich damit legitimieren würde, dass Hitler ja ein Buch geschrieben hat, in dem er erklärt, dass das auserwählte arische Volk berechtigt ist, sich Richtung Osten auszuweiten.


Ansonsten ist das hier mal eine Diskussion, in der ich mich voll den Argumenten von Konradin anschließe.
 
Noch einmal davongekommen ...

Immerhin haben die meisten der von den israelischen Staatsterroristen vorübergehend Gekidnappten noch Glück gehabt (sechs Personen werden noch vermisst), denn:

Bei der Aufzählung von Folterstaaten, wird – neben den USA und diversen arabischer Staaten – gerne und (hier) verständnisvoll auf den „Rechtsstaat“ Israel verwiesen. Dort sind Misshandlungen und Aussagepressungen von Gefangenen „rechtsstaatlich“ geregelt: »Nach einer Zeit weitgehend ungeregelten Vorgehens habe man 1987 ein Regelwerk zum ›maßvollen physischen und psychischen Druck‹ festgelegt, das Geheimsache blieb. Immerhin wisse man, so Frankel (Korrespondent bei der ›Washington Post‹), dass es dabei darum ging, Gefangene tagelang zum Stehen zu zwingen oder sie zusammengekrümmt zu fesseln, ihnen den Schlaf zu entziehen, sie mit überlauter Musik zu beschallen, sie am Gang auf die Toilette zu hindern oder sie extrem hohen und niedrigen Temperaturen auszusetzen.« (Lorenz Jäger, FAZ vom 18.6.2004)

Ein jüdischer Folterbefürworter mit deutschem Pass (Michael Wolffsohn, Professor für Geschichte an der Bundeswehrhochschule in München): »Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim, jawohl.« (FAZ vom 18.6.2004). Weiter: »Der neujüdische Konsens billigt (…) die Gewaltkomponente nicht nur reaktiv, sondern notfalls auch präventiv, also vorwegnehmend.«

Na dann …
 
Naja und klauen tun die Israelischen Soldaten auch noch, wie beschämend muss es sein einem Italienischen Reporter

(Manolo Luppichini) alles wegzunehmen wie z.B.Kamera,Handy,Pass, Brieftasche und Kreditkarte usw.

und mit der Kreditkarte auch noch einkaufen gehn..

obwohl es nur ein aufladbare Kreditkarte war wo nur 80€ drauf waren:rolleyes:


:guck:International Solidarity Movement Germany Blog Archive Flotille-Journalist: Meine Kreditkarte wurde benutzt nachdem sie konfisziert wurde
 
An erster Stelle eine Sache, die hier einfach zu häufig verwechselt wird, als dass sie unwiederholt bleiben könnte:
Da der Antisemitismus sich unabhängig gegenüber dem realen Judentum verhält, ist das für eine Antisemitismusdefinition relativ irrelevant.

Der zweite Punkt der häufig fällt ist: "Israel darf nicht kritisiert werden!" bzw. "Warum verbietest du mir Israel zu kritisieren?"
Dazu sei ein sehr guter Artikel empfohlen:
nexusrerum schrieb:
Der Behauptung, man dürfe Israel nicht kritisieren, kommt im antisemitischen Weltbild eine bedeutende Scharnierfunktion zu: In ihr vermengen sich sekundärer Antisemitismus, als Israelkritik getarnter Antisemitismus sowie die klassisch-antisemitische Unterstellung jüdischer Meinungs-, Medien- und Manipulationsmacht; so vermag sie es, verschiedenste antisemitischen Fraktionen, vom Stammtischnazi bis zum streetfighting antizionist, zu vereinen. Desweiteren ist es nicht unwesentlich, dass jene Tabubehauptung beim Antisemiten, dessen Wesen die Paranoia ist, das Gefühl des persönlich Betroffenseins wachruft und er sich somit direkt als Objekt einer jüdischen Weltverschwörung halluzinieren kann. Zudem kann die Behauptung als Teil einer Selbstimmunisierungsstrategie begriffen werden: Die Kritik an einer antisemitischen Aussage (2) wird somit zu einer Bestätigung des antisemitischen Weltbildes – Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.
nexusrerum: Tabu la rossa
Damit soll nicht die Antisemitismuskeule, wie es so gern genannt wird, geschwungen werden; aber wer will für seine Position schon ein Unisono mit Antisemiten?

@Konradin: Meinst du mit "Landnahme" die Siedlungspolitik?

Zuletzt bleibt nur noch schwyzerbueb zu zitieren:
Danke Konradin & Co.! Danke!

Ich habe Tränen gelacht, als ich diesen Thread gelesen habe!
[...]
Hut ab Hero, daß Du so lange durchgehalten hast!
 

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