ich geb dir einfach mal ein paar lesetipps, sicherlich ist das nur die eine sichtweise, da es sich um die webseite einer kampagne handelt, aber selbst wenn nur ein bruchteil stimmt wäre das immer noch zu viel:
http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/alles-sicher-oder-was.html
ich zitiere mal ein paar themen:
Dezember 2005
Wissenschaftler entdecken Sequenzen gentechnisch veränderter Pflanzen im Blut
November 2005
Erbsen mit Bohnengenen machen zum Erstauen der Forscher Mäuse krank
Hier noch 10 Argumente in Kurzform
http://www.keine-gentechnik.de/argumente.html
nur mal so auf die schnelle.
Wenn ich gentechniker wäre könnte ich dir sicherlich die genauen schritte benennen, bin ich aber nicht, von daher maße ich mir so eine antwort auch nicht an, das sollen schlauere menschen als ich beurteilen. Fakt ist aber dass genetisch veränderte materialien einfluss auf die umwelt haben. Mag es sein dass dadurch resistente Bakterien entstehen, weil in der pflanze xy ein antibiotikum einprogrammiert wurde, mag es sein dass in tierversuchen die tiere nach dem essen sterben.
Ich bin kein Versuchskaninchen. Darüber möchte ich frei entscheiden können ob ich etwas zum Test esse oder nicht. Durch den Freilandeinsatz gentechnisch veränderter Pflanzen wird mir diese Entscheidung abgenommen.
das hier finde ich z.b. auch recht typisch für die aktuelle diskussion
Die gewaltige Bedeutung der Biotechnologie in der aktuellen und zukünftigen Nahrungsmittel-Produktion" will eine Studie des National Center for Food and Agriculture Policy (NCFAP) verdeutlichen.(1) Die Studie mit dem Titel "Pflanzen-Biotechnologie: Aktuelle und potentielle Implikationen für die Verbesserung des Schädling-Managements in der Landwirtschaft der Vereinigten Staaten: Eine Analyse von vierzig Beispielen" soll beweisen, dass die Biotechnologie bei geringerem Spritzmitteleinsatz zur Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten beiträgt und dass sie zu steigenden Einnahmen bei den Landwirten führt. Bei genauerer Lektüre der Studie fällt auf: Die Autoren können in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen bei der Grünen Gentechnologie und ihren Vor- und Nachteilen keine neuen Argumente bringen und auch keine überzeugende Perspektive bieten.
Hätte, wäre, könnte und würde
Zunächst fällt auf, dass nur acht der vierzig Beispiele auf den Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen in den letzten Jahren bezogen sind. Die anderen zweiunddreißig fallen in die Kategorien "hätte", "wäre", "könnte" und "würde", und genügen damit nicht dem Anspruch an eine verlässliche Datengrundlage. Es ist derzeit wenig hilfreich, wenn in immer neuen Versprechungen dargelegt wird, was die Biotechnologie - und damit ist im Sinne der NCFAP-Studie die gentechnische Veränderung gemeint - im Stande sein könnte zu leisten. Gefragt sind vielmehr konkrete Untersuchungen: Gentech-Pflanzen müssten an ihren verschiedenen potentiellen Standorten, über mehrere Jahre (5-10) und unter verschiedenen klimatischen Bedingungen gleichmäßige Ergebnisse nachweisen. Ergebnisse, die sich auf Ertrag und Erfüllung der versprochenen herbiziden, insektiziden oder anderen gewünschten Eigenschaften beziehen sollten. Von diesem Punkt ausgehend müssten ökologische und Ernährungs-bezogene Sicherheitsaspekte und Fragen zur Biologischen Vielfalt geklärt werden.
Diese erforderlichen Daten sind bisher von den Befürwortern der Grünen Gentechnik nicht vorgelegt worden. Zum Beispiel das Argument "weniger Herbizide": In den Vereinigten Staaten mussten die Hersteller-Firmen für die Kombination aus gentechnisch veränderter Herbizid-resistenter Pflanze (zum Beispiel LibertyLink) und zugehörigem Herbizid (Liberty) bereits eingestehen, dass es mit deren Wirkung nicht weit her ist. Aventis (jetzt Bayer) - zum Beispiel - bietet seinen Kunden ein fertig gemixtes Mischpräparat aus Liberty und Atrazin an, weil die Bauern mit der Unkraut-Kontrolle durch Liberty allein nicht mehr zufrieden sind. Auch Monsanto hat ein entsprechendes Atrazin-Präparat im Angebot: Readymaster/ATZ, das seit dem Frühjahr 2000 auf dem Markt ist. In dem US-Bundesstaat Wisconsin war - so schreiben auch die Autoren der Studie - der Atrazin-Einsatz aufgrund des gefährdeten Grundwassers stark eingeschränkt oder ganz verboten worden. Jetzt wird dieses Präparat wieder vermehrt eingesetzt. In der Studie werden diese "Angebote" der Saatgut- und Spritzmittel-Industrie zwar genannt, die Autoren nehmen aber nicht weiter Stellung dazu.
den text findest du unter der Überschrift:
Hilft die Gentechnik?
da gehts dann noch weiter mit anderen als ökologischen Themen, so z.b. auch dass es doch nicht so wirtschaftlich sei wie versprochen usw.
Quelle:
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/TEXTE/ARCHIV/PRESSEDIENST_GID154/LANDWIRTSCHAFT154.HTML
im endeffekt sind wir an der basis sicherlich nicht in der lage die tragweite des ganzen zu erfassen. Befürworter und Gegner der Gentechnik haben ihre Lobbyisten in Stellung gebracht und es ist sicherlich von beiden seiten viel information und desinformation gestreut worden.
Für mich selbst ist das Risiko zu groß, als dass ich bereit bin das zu akzeptieren. Ich bin wie gesagt kein Versuchskaninchen und ich seh auch keinen Grund warum man diese Feldversuche mit Schwarzafrikanern anstellen dürfen soll.
Mag sein dass wir eines Tages genug über die Gentechnik wissen, was ich in der Diskussion derzeit mitbekommen habe, und ganz fremd ist mir das Thema gewiss nicht, auch wenn ich andere Themen hab mit denen ich mich lieber befasse, ist das eben nach wie vor noch nicht Marktreif.
Meine Meinung.
Edit:
und was man auch nicht vergessen darf. man ist erst seit sehr kurzer zeit überhaupt in der lage die dns zu entschlüssel, ist das menschliche erbgut bereits komplett entschlüsselt? wenn ja, hab ichs verpasst, mag sein, aber eine nachricht die man entschlüsselt hat hat man noch lange nicht verstanden. Das alles derzeit sind für mich Experimente.
ich lass dir gerne deine meinung, lass du mir also auch meine, ich glaube nicht dass wir derzeit auf einen nenner kommen können.