Flat ist nicht gleich Flat - Arcor mahnt Kunden ab

Also erstmal ist das auf jeden Fall ´ne Sauerei (oberflächlich betrachtet). Bin auch bei Arcor und hatte schon das eine oder andere Problem (alles aber halb so wild) aber wenn man das hier liest....nicht so schön!
Flat ist Flat, soviel steht fest. Alles in Allem haben die Provider eh eine Mischkalkulation, d.h., denen ist sowieso klar, dass sie bei einigen Kunden draufzahlen, aber die Masse der "Wenignutzer", die eine Flat nur deshalb haben, weil sie sich keine Gedanken über jedes MB oder jedes Telefonat machen wollen oder weil sie sich schlicht und einfach eine haben "aufschwatzen lassen", machen diese Verluste allemal wieder wett.
Mit Kündigung oder Weitergabe der Daten an Dritte zu drohen, ist eine Frechheit hoch 3.
Aber: Ich kann durchaus verstehen, dass im vorliegenden Fall Arcor schon Interesse zumindest an einer "Anhörung" des Kunden hat. 2,5 Stunden täglich ist schon etwas happich. Also mir würde da zunächst eine riesen Blase am Ohr wachsen und später würde das Ohr wahrscheinlich still und leise einfach abfallen. Aber egal: Jeder, wie er mag und wie gesagt: Flat ist Flat.
Allerdings drängt sich in einem solchen Fall schon die Vermutung einer Nutzung auf, die nicht vertragsmäßig ist und den AGB widerspricht. Sprich: gewerbliche Nutzung. Gewerblich wäre eine Nutzung auch dann, wenn der Kunde hierfür kein Gewerbe angemeldet hat. Beispiel: Ein Haus in Berlin-Wedding, in dem 12 Mietparteien leben. 10 davon sind nicht "von hier". Dabei kann dahingestellt bleiben, ob jetzt aus der Türkei, Albanien, Italien oder sonst wo. Und dass diese Konstellation im Wedding keine Seltenheit ist, weiß jeder Berliner.
Einer aus dem Haus holt sich diese Auslandsflat. Wie es der Zufall will, kommen all diese Mietparteien aus Ländern, in die man mit der Flat für umme telefonieren kann. Der Flat-Inhaber lässt sich von jeder Familie im Monat ´nen Heiermann geben (also ´nen 5er). Ist er selbst Ausländer, verbleiben noch 9 andere Familien, macht also 45 Eus im Monat. Bezahlt hat er nur 20, also 25€ Reingewinn und alle dürfen bei ihm telefonieren, bis die Leitung glüht.
Das wäre eine gewerbliche Nutzung (auch ohne Gewerbeanmeldung) und dafür ist die Flat nicht gedacht, sondern nur zur privaten Nutzung. Sicherlich hätte kein Provider ein Problem damit, wenn der Kunde auch ab und zu mal seine Schwiegermutter bei sich telefonieren lässt, aber so.....

Außerdem glaube ich, der Fall läge nicht viel anders, wenn sich der Anschlußinhaber das überhaupt nicht bezahlen lassen würde, sondern einfach alle telen läßt "macht mal ruhig, is eh bezahlt". Für Arcor wären immerhin die anderen 9 Parteien ebenfalls potentielle Kunden gewesen.

Ich glaube aber, der Kunde im hier vorliegenden Fall braucht sich keine Gedanken machen, er hat immerhin eine plausible Erklärung und da muss Arcor dann eben durch.

Gruß
Eddy
 
Gut, dass er mit seiner Liebsten telen will ist ja auch okay, aber ich find halt die Menge etwas sehr hoch!

Wo ich wohne,dort gibt Pizza Hut(Restaurant) und die haben von montag bis Freitag zwischen 18uhr-22uhr -All You Can Eat- im Angebot. Ich habe dort niemals erlebt, dass die ein Gast raus geworfen haben weil er überdurchschnitliches Hunger hatte und zwei stück mehr gegessen hat:biggrin:

Also, Wenn ich etwas Flatrate anbiete, dann sollte ich davon ausgehen, dass die Leute es auch als Flatrate nützen werden, dann gibt es nicht zu mekern. entweder bietet man Flatrate Tariff an oder gar kein Flatrate, alles anders ist schlechte Marketing, Kunde verarschung!!!!
 

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