Findet ihr die Beerdigung von Robert Enke übertrieben?

Wer findet die Beerdigung von Robert Enke übertrieben?

  • Ja

    Stimmen: 44 75,9%
  • Nein

    Stimmen: 14 24,1%

  • Umfrageteilnehmer
    58
  • Umfrage geschlossen .
ich halte deinen post für unnötig. besonders weil du noch nichtmal eine umfrage gemacht hast. kannst doch einfach mal warten was die anderen auf deinen post sagen,aber extra einen neuen post aufmachen nur um hinzuweisen was du woanders geschrieben hast,halte ich für unnötig.

mfg
 
Wieso übertrieben? Er war beliebt. Er hatte für Kinder und Jugendliche immer Zeit gehabt. Er hatt versucht die Hunde vor dem Kochen zu retten. (Die Chinesen essen Hunde daswegen hatt Enke ein Projekt gestartet).

Wieso sollte das übertrieben sein? Dein Thread ist lächerlich !
 
Sorry,

wenn ich hier so reinplatze. Bin ja grad seit ein paar Minuten Member. Für mich ist das Begräbnis eines Torwartes, also einer Spielfigur überspitzt formuliert, in diesem Rahmen zu hoch angesetzt. Sicher ein sympathischer Mensch, aber durch Medien gepusht. Heute ist Weltthema:

Hungerhilfe-Chefin: Eine Milliarde Hungernde inakzeptabel - Yahoo! Nachrichten Deutschland

Von den Tausenden, die in jeder Stunde verhungern, sind garantiert etliche "Enkes" dabei... Und wer SLUMDOGMILLIONAR nicht ganz beiseite schiebt, weiss was ich meine.

Eins sollte auch klar sein. Die Medien, die dieses Spektakel inszenieren, haben Enke unter anderem krank gemacht. Ein "Staatsbegräbnis" per TV macht ihn nicht wieder lebendig!

Ich hoffe, nicht schon mit meiner ersten Antwort Forenregeln zu brechen.

Gruss

rear
 
Ja das ist halt so eine Sache...

Also meiner Meinung nach ist das nicht zu verhindern...
Er stand in der Öffentlichkeit und deshalb gab es viele Anhänger!!!
Und ich finde es auch nicht verkehrt allen Menschen die das Bedürfnis haben sich zu verabschieden das zu gewähren

Es ist ja auch nicht nur die Entscheidung der Presse...

Man kann einfach Personen die in der Öffentlichkeit stehen nicht mit Personen vergleichen die niemand kennt, auch wenn es schade ist.
 
Hi,

also jetzt mal im ernst ich bin weder jmd. der Sportjournalist ist noch bin ich jmd. der überhaupt nichts mit Sport insbesondere mit Fussball zu tun hat.
All dem gegenüber muss ich schon sagen das die Beerdigung von Enke eine sehr hoch gepushtes Spektakel ist woran die Medien nicht unschuldig sind. Desweiteren wüsste ich gar nicht wie mir wäre wenn ganz Dtl. mit um meinen Bekannten (nehmen wir an ich würde ihn kenn) trauern würde. Ich meine schon das es mich ganz schön nerven würde.
Meiner Meinung nach alles viel zu überspitzt.

MfG
Milas
 
Ich finde den ganzen Wirbel um Enke doch recht hochgestochen. Klar der größte Teil ist Beeinflussung der Medien ganz klar. Für sie ist es doch ein großer Aufhänger um Geld zu machen und sicher nicht um die Anteilnahme auszudrücken.

Jeden Tag nehmen sich so viele Menschen das Leben und das nicht nur, indem sie sich vor den Zug werfen und wer denkt an diese? Sie hinterlassen auch Familienangehörige, Freunde etc und niemand nimmt Notiz darum. Klar ist es tragisch, dass er sich das Leben genommen hat aber deswegen muss man es doch nicht so hochpuschen. Ich für meinen Teil hab nicht so viel über momentan für Fußball und so wusste ich gar nicht, dass Enke überhaupt in der deutschen Nationalmannschaft spielte, geschweige denn Spieler von Hannnover 96 war. Wenn ich anstelle von Enkes Frau gewesen wäre hätte ich auch sicher nicht einen Tag nach dem Selbstmord eine Pressekonferenz gegeben, sondern hätte den Schock erstmal für mich verarbeitet aber so tickt wohl jeder anders.
 
Findet ihr die Beerdigung von Robert Enke übertrieben?

Servus,
Ja also ehrlich gesagt geht mir das ganze mega auf den Sack....:mad:
Ich kann es nicht mehr hören...

Ja Er war ein super Sportler...
Das wars dann aber auch schon....

Mir ist das ziemlich egal ob Er lebt oder eben nicht....

Da wird ein Fass aufgemacht, weil er keine Lust mehr hatte zu leben...
Genau das wollte Er doch !!!

NICHT mehr leben und viel blabla danach....

Ich finde nur wenn man sich umbringen möchte sollte man das so machen das KEINE Leute mit reingezogen werden, die damit NIX zu tun haben...

Der einzige der richtig geblutet hat war der Lokführer sonst keiner.
Der ist die arme Sau...

Naja ich hoffe das jetzt Ruhe ist und ich den Namen "Enke" nicht mehr hören muss....:rolleyes::rolleyes::rolleyes:
 
Der Selbstmord und seine Krankheit, die dazu geführt haben sind besonders tragisch. Niemand wünscht man so etwas.

Aber einen Selbstmörder jetzt derart zum Helden zu stilisieren, wie es gewisse Kreise und Medien tun, ist absolut verkehrt. Schließlich lässt er seine junge Frau und das kleine Adoptivkind einfach zurück. Dies war und ist keine Heldentat! Bei allem Verständnis dafür, was seit Jahren in Robert Enke vorgegangen sein muss!

Dass im Spitzensport niemand etwas von solchen Dingen, wie Depressionen, wissen will, ist leider ein Fakt. Gerade aber in der Fussballbundesliga, in der Millionengehälter bezahlt werden, können sich eben nur die Stärksten und Härtesten behaupten. Ob das schlecht oder gut ist, muss jeder für sich entscheiden. Bedenkt man aber, dass nach Aussagen von Enkes Umfeld er seit ca. 6 Jahren an Depressionen litt, dann hätte er im Jahr 2003, mit gerade Mitte 20, sich immer noch eine andere Existenz aufbauen können, wo man nicht so gnadenlos im Rampenlicht stehen würde. Unverständlich aber, dass er sich dennoch jahrelang weiter dem Druck und den Ansprüchen an seine Person als Erstliga-Torspieler unterzogen hat.

Mögen Andere, denen es vielleicht ähnlich geht, aus Enkes Tod eine Lehre ziehen!
 
Robert Enkes Suizid als implizite Kritik an Sozialdarwinismus und Ellenbogengesellschaft

Bei einem Menschen, der so sehr im öffentlichen Rampenlicht steht wie es bei Nationaltorwart Robert Enke der Fall war, sind natürlich seine Publizität und damit seine Rolle als Identifikationsfigur für Millionen von Menschen von entscheidender Relevanz - um auf die eingangs gestellte Frage eine Antwort zu finden. Das (zweifellos vorhandene große) öffentliche Interesse setzt den Maßstab für die Größe des Rituals der Beerdigung einer öffentlichen Person.

Robert Enke wurde Opfer seiner Depressionen. Depressionen sind in unserer heutigen Leistungsgesellschaft mit deren üblichem Sozialdarwinismus ein Massenphänomen. Ein durch Depressionen motivierter Selbstmord einer so öffentlichen Figur, wie Robert Enke es war, ist deshalb keineswegs eine rein private Angelegenheit, wie einige meiner Vorredner pseudononchalant bzw. ignorant suggerieren möchten, sondern seine Kapitulation vor den Depressionen bedeutet auch eine implizite, aber in ihrer nonverbalen Deutlichkeit kaum zu übertreffende öffentliche Kritik Robert Enkes an dieser Ellenbogengesellschaft mit ihrem Leistungsdenken und Sozialdarwinismus, auch wenn (und gerade auch weil) dieser Effekt von ihm nicht beabsichtigt war. Wenn dieser Suizid für viele Menschen Anlaß wäre, mit der Gesellschaftskrankheit "Depressionen" künftig anders umzugehen und Lehren daraus zu ziehen, würde dies jener Selbsttötung und auch dem mit ihr verbundenen Medienrummel - inklusive dem Ritual der Beerdigung (s. eingangs gestellte Frage) - posthum einen gewissen Sinn geben.

Der Suizid und die darin liegende Gesellschaftskritik Robert Enkes sind ein deutliches Signal. Er hält uns den Spiegel vor. Er hat alles gegeben, was er hatte: sein Leben - und dieses geopfert. Wie krank soll denn diese Gesellschaft NOCH werden? Ich hoffe, es sind möglichst keine weiteren Opfer nötig um die öffentliche Diskussion um die Massenkrankheit "Depressionen" in Gang zu halten und auf lange Sicht eine menschlichere und lebenswertere Gesellschaft zu bilden! Der Familie Robert Enkes gilt mein Mitgefühl.

Gruß, rumbero
 
dein Post hat mit Sport soviel zu tun wie Karies mit Persil. Falsches Forum. Ich dachte ich finde hier eine Sportfrage. Ja gut, Enke war Torwart aber deswegen sollte man ihm Respekt gebühren.

Aber gut, ich finde das ganze Theater ein wenig übertrieben. Ich fande es richtig, dass das Spiel abgesagt wurde, weil viele Spieler mit ihm befreundet waren, aber was will die Presse und die Öffentlichkeit?
Warum kümmern sich Menschen immer soviel um vermeintliche Stars? Ich kannte ihn nicht persönlich, es tut mir leid um ihn aber warum sollte mir Enke mehr leid tun, als das 19jährige Mädchen aus dem kleinen Zeitungsartikel, das vom Autoüberfahren wurde, oder der 6jährige Junge, der unachtsam von der S-Bahn erfasst wurde oder die 28jährige Frau die auf der A10 vergewaltigt wurde. Ich mag nicht herzlos klingen, aber diese Trauer die die Medien verbreiten um einen Menschen der bestimmt Hilfe bekommen hätte, wenn er gewollt hätte macht MICH TRAURIG.

Es tut mir leid, es mag jetzt ein wenig herzlos sein, ich war ein Fan von Enke und wollte ihn wirklich als Nationaltorhüter haben, vielleicht liegt es daran, dass sich erst vor kurzem 2 Freunde von mir erhängt haben aus vermeintlichen Depressionen (der wahre Grund blieb mir bisher verborgen ;( ), aber gedacht hatte ich mir sowas schon öfters, mich aber nie getraut es zu sagen, da es ja doch auch als ein Mangel an Respekt für die betreffende Person verstanden werden könnte.

so long
Flinky
 
Die Trauerfeier und die Berichterstattung in den Medien sind total überzogen. Nur weil eine Person gestorben ist, der "öffentlich bekannt" ist.

Es sterben jeden Tag so viele Menschen, es begehen ettliche Menschen am Tag Selbstmord, was keine Beachtung findet. Wenn überhaupt im Regionalblatt ein kleiner Absatz.
Daher finde ich das übertrieben.
 
... Robert Enke wurde Opfer seiner Depressionen. Depressionen sind in unserer heutigen Leistungsgesellschaft mit deren üblichem Sozialdarwinismus ein Massenphänomen. ...

Weißt du überhaupt, wovon du redest? Wohl eher nicht!
Denn 'merkwürdigerweise' ist gerade bei den Inuit in Nordkanada die Selbstmordrate außerordentlich hoch - bei den Erwachsenen (Männer) und bei den Jugendlichen. Leistungsdruck ist dort bestimmt kein Anlass für Depressionen - sondern Perspektiv- und Hilflosigkeit!

Robert Enke hat über etliche Jahre hinweg professionelle Hilfe, zu der auch stationäre Klinikaufenthalte gehört hätten, abgelehnt. Und da hört bei mir eben das Verständnis auf! Er litt offensichtlich unter dem immensen Leistungsdruck und den omnipräsenten Medien. Er war aber nicht in der Lage, sein Leben zu ändern und dem Druck zu entfliehen. Im Gegensatz zu den Inuit, hatte er als junger Mann durchaus noch andere Zukunftsperspektiven! Nicht falsch verstehen, ich finde seinen tragischen Tod unnötig und bedauerlich und ich kann mir auch vorstellen, wie verzweifelt er war. Aber Frau und Kind so im Stich zu lassen, ist keine Ruhmestat gewesen.

Man sollte wirklich aufhören, ihn nun zur Ikone oder gar zum Märtyrer des Leistungssports hoch zu stilisieren, es wäre ein falsches Symbol!
 

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