Fidel und die Zukunft in Kuba

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ich denke mal, dass es nicht mehr allzu lange dauert bis Castro stirbt. Allerdings wird sich danach ohne Fremdeinwirken (von den USA zum Beispiel) wohl nciht viel ändern. Die Hintermänner hinter Castro werden einen neuen "Anführer" bestimmen, oder einer gewinnt einen Machtkampf und es geht vorerst so weiter wie bisher.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass sich Kuba dann mehr an den "Westen" anbiedert.
 
McKilroy schrieb:
Diktatur ---> schlecht
"Demokratie" ---> gut

ist einfach zu simpel und stimmt nicht.

Wer ist es denn, der in unseren Demokratien das Sagen hat?? Die Großkonzerne. Und die beuten die Leute doch schlimmer aus, als manche Diktatoren.

@McKilroy
so einfach kann man nicht sagen, dass großkonzerne das sagen haben. es ist gut, dass wir eine aufteilung zwischen großkonzernen und den kmu's haben. wegen deren spezialisierungsmöglichkeiten etc. - worauf ich hinaus will: kleinbetriebe würden genauso "ausbeuten", wenn ihnen die möglichkeiten geboten werden. liegt vielleicht in der natur des menschen, der egoismus, protektionismus, und zig andere ismen. deshalb zu sagen, der kapitalismus sei schlecht ist aber auch nicht in ordnung.

demokratie ist die uns beste bekannte möglichkeit jeden ein bisschen bestimmen zu lassen - bzw ihm das gefühl zu geben. mit sicherheit ist demokratie nicht das beste.

meiner ansicht nach können diktaturen funktionieren (nicht in der vorstellung, wie sie allen bei dem wort durch den kopf geht). oft wissen wenige einfach was besser für die gesamtheit/deren volk ist. "man muss das volk vor sich selbst beschützen". ob das mit dem menschen vereinbar ist, ist die andere frage - wie verhält er sich, wenn er kein mitbestimmungsrecht hat etc.. vielleicht ein geschichtlicher ausschwenk? :D
 
first schrieb:
worauf ich hinaus will: kleinbetriebe würden genauso "ausbeuten", wenn ihnen die möglichkeiten geboten werden.

Haben sie in der Vergangenheit ja auch getan. Aber dann haben sich die Arbeiter zusammengeschlossen und konnten dagegen angehen, konnten ihre Rechte durchsetzen.

Und leider ist es zur Zeit eben so, dass die Großkonzerne die Leute erbarmungslos erpressen können, weil sie weltweit agieren, die Arbeitnehmer sich aber noch nicht weltweit zusammengeschlossen haben. Das wird auch noch ewig dauern.
 
Diktatur ---> schlecht
"Demokratie" ---> gut
ist einfach zu simpel und stimmt nicht.
Ganz meiner Meinung...
und zumeist sind es (hier) meist eh nur Wortspielereien bzw. Worthülsen :rolleyes:
Insofern geht es mir hier bei Einigen (@-_-sEth-_-) wirklich viel zu platt zu....
u.a. auch bei den Bewertungen der verschiedenen 'Staatsformen'...

Bzgl. Demokratie....welche Form meint ihr denn ???
-die parlamentarische ....
und welche Unterform davon ?
- diejenige mit Direktmandaten...oder mit dem Parteiendiktat ;)
- die rätedemokratische...
oder vllt. doch diejenigen, welche keinen Minderheitenschutz bieten :mad:

Und wer bezieht denn hier mal genauer den Begriff der Diktatur mit ein :rolleyes:
:guck: z.B.
Diktatur − Wikipedia

Zudem...
wo hier in Europa herrschen derzeit denn 'echte' Demokratien...?
Es sind doch eher schon ...verschiedenste Formen von Oligarchien
.....googelt ruhig mal weiter nach Definitionen ;)
oder schaut z.B. hier mal rein:
Oligarchie - Wikipedia
Ehernes Gesetz der Oligarchie − Wikipedia

Und....wie schon mehrfach in einem anderen thread gesagt :D
"An ihren Taten sollt ihr sie messen" ;)

Insofern gibt es an Kuba bestimmt zu recht einiges zu kritisieren....
aber...man sollte dabei nicht mit Steinen schmeissen, wenn man im "europäischen" Glashaus sitzt :rolleyes:

Und im Vergleich zu anderen Staaten (Staatsformen) - vor allem auf dem amerikanischen Kontinent - sehe ich beim kubanischen Beispiel vor allem den fortwährenden Kampf eines Volkes, sich gegen die permanenten Macht- und Einflußinteressen benachbarter Völker und ehemaliger Großgrundbesitzern - ich nenne sie hierbei Wirtschaftsimperialisten ;) - abzugrenzen.
Kuba − Wikipedia

Allein schon die mehr als 40 Jahre währende Wirtschaftsblockade der USA gegenüber Kuba - entgegen herrschendem Völkerrecht - ist dem Selbstverständnis eines "demokratisch" "freiheitlich" gesinnten Staates (Selbstverständnis USA) einfach nicht würdig...und zudem überhaupt nicht glaubwürdig !

Denn glänzende Wirtschaftsbeziehungen der USA zu anderen "diktatorischen" bzw. totalitären Staaten (wie z.B. China, Weissrussland, Saudi-Arabien, div. afrikanischen St.) steht ja anderseits seit Jahren/Jahrzehnten gar nichts entgegen.

Wie sich anderseits die wirtschaftsimperialen Interessen der USA in Haiti, Mexiko, Panama, Nicaragua, Chile, Peru, Bolivien und Kolumbien u.a. mehr geschichtlich und ökonomisch ausgewirkt haben, sollte ja wohl Jedem mit entsprechendem Bildungsgrad zu Genüge bekannt sein !
 
fro99 schrieb:
möchte mal fragen, was ihr so von der aktuellen situation in kuba haltet.
denkt ihr ein regime-wechsel wäre sinnvoll, oder sollte die revolution und das gegenstandbein zu usa noch um ein weiteres kapitel verlängert werden ?


ich finde, das regime sollte beibehalten werden
in dem augenblick wo dieses land demokratisch recycled wird, stampft der große elefant USA über das Land und okkupiert erstmal die ganze wirtschaft und beutet die menschen mit billigstlöhnen aus

das soll nicht heißen, dass es den leuten jetzt besser als bei dieser überlegung mit der usa, aber es ist alle mal wert, darauf zu verzichten


Kuba bleibt Kommunistisch regiert und das ist auch gut so
 
Jetzt mal nebenbei bemerkt an alle, die eine Einmischung der USA in diesem Fall unterstützen würden:

Die USA haben in Kuba immer schon die grausamsten Diktatoren unterstützt, so beispielsweise Castros Vorgänger, Fulgenzio Batista. Im Gegensatz zu Castro hat Batista eben nur kein Geheimnis aus den Hinrichtungen seiner Gegner gemacht, den USA war das aber ziemlich egal (nicht zu vergessen, dass sie erhebliche Mittel investiert haben um Batista als Diktator zu erhalten), solange eben die amerikanischen Interessen vertreten werden.

Castro tut dies eben nicht, weshalb er von den USA so gehasst wird. Mit der Menschenrechtssituation hat das rein gar nichts zu tun.

Auch der fünfte "Präsident" von Kuba, Gerardo Machado, welcher von 1925-'30 völlig diktatorisch geherrscht hat, wurde im Wahlkampf von zahlreichen amerikanischen Konzernen unterstützt.
 
Ich finde eine Demokratie wie wir sie in Deutschland(oder anderen europäischen Ländern) vorfinden wäre für Kuba wünschenswert.

Jedoch besteht dann die Gefahr das die Pro-Ami Partein massiv finanziell unterstützt werden von der US-Regierung oder den Konzernen und so ein neues System einführen, das nur scheinbar gerecht ist.
Siehe 2 Partein-System in den USA
Und vielleicht kaufen sich dann Männer aus den USA oder sonst woher, mit viel Geld in die Politik von Kuba, und bestimmen dann die mögliche zukünftige Politik von dem neuen indirekten Bundesstaat.

Hmmm, in welche Richtung Kuba geht bleibt ab zuwarten. Lange wird Fidels Bruder bestimmt nicht regieren.

Und lang lebe der Barcadi Boykott!:D :löl: :devil: :devil:
 
@ Schotti,

meiner Meinung nach hast du den Fall ganz genau beschrieben.

Den USA ist es letztendlich egal, wer irgendwo an der Macht ist. Solange der jeweilige Machthaber die amerikanischen Unternehmen machen lässt, ist alles okay.

Die Amis haben ja in der Vergangenheit schon genug Diktatoren unterstützt.


Und wenn Castro die Ausbeutung seiner Landsleute durch die AMis weiterlaufen lassen hätte, dann wären die Amis Fidels besten Freunde.
 
ich denke ohne fidel, wird alles den bach runter gehen, so wie bei der kuba kriese, kuba braucht fidel, und jz wo er nciht mehr einsetz bar ist, wird das land wieder einen langen weg haben, bis alles wiede rzum normal zustand zurück kommt...
lg shawn
 
McKilroy schrieb:
@ Schotti,

Den USA ist es letztendlich egal, wer irgendwo an der Macht ist. Solange der jeweilige Machthaber die amerikanischen Unternehmen machen lässt, ist alles okay.

Genau so ist es.

Ein weiteres Beispiel ist die Operation Ajax, bei welcher 1953 der iranische Premierminister mithilfe des Cia gestürzt wurde und durch einen pro-amerikanischen Schah ersetzt wurde.
Dieses Unternehmen wurde gestartet, weil der Iran (damals noch Persien) vorhatte, die Ölreserven zu verstaatlichen, was somit den USA vermutlich ernstzunehmende Engpässe beschert hätte.

Und auch als Pinochet 1973 in Chile durch einen Militärputsch an die Macht kam, war das den Amis ebenso egal, schließlich war auch Pinochet pro-amerikanisch gestimmt.

Die USA sind also keineswegs ein Musterland der Demokratie, vergesst das nicht.
Ausserdem denke ich, dass nach dem Tod von Fidel sein Bruder weiterregieren wird, ich denke erst nach dessen Ableben werden die USA wieder ihre Finger ins Spiel bringen.
 
soll nicht der bruder der nachfolger werden und der ist doch der selben meinung wie fidel ^^

hmmm kuba so an sich gehts ja nicht sonderlich gut aber wie es wäre wenn sie sich öffnen würden... weiss ich leider nicht...
 
Es ist die Frage was oder wer nach Fidel kommt, ich glaube nicht das es einen extremen Politikwechsel geben wird, falls einer seiner Nachfolger an die Macht kommt. Eine starke Einmischung können sich die USA international nicht leisten, siehe Schweinebucht-Invasion. Das könnte eher indirekt passieren, allerdings wird es wohl keine freine Wahlen auf Kuba geben.
 
Das Regime von Fidel wird nicht so leicht abgesetzt .Desweiteren verbindet man Kuba automatisch mit Fidel Castro.Auch wenn er stirbt , einen Wechsel wird es auf jeden Fall nicht geben .:cool:
 
Also auch wenn Fidel stirbt es gibt immer einen seiner Männer die nach gleicher Ideologie weitermachen. Aber was soll man denn dagegen tuen? Ich meine das Volk kann keinen Putsch verüben das Militär will das nicht und solange wird sich dort nichts ändern..
 
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