Na ja, Miraculix

auch wenn ich den Bedeutungen Deines zuletzt geposteten Beitragse ja durchaus folgen kann,
bin ich nach wie vor, Sorry *bg*, der Meinung,
dass Du die wesentlichen Ursachen auch dieses Themas ungenannt lässt.
Das Flüchtlingsproblem des Irak's
- oder jede der noch folgend genannten Regionen der Welt -
beruht nur mittelbar auf den Kriegseinsätzen,
oder, wie Du es nennst, auf dem Einsatz westlicher (militärischer) Ressourcen,
die Du ja auch recht anschaulich beschreibst.
Die Gründe für diesen Einsatz sind zwar auch schon hier onboard früher einmal genannt worden,
nichts desto sind sie aber scheinbar leider schon wieder vergessen
Es ist im Irak schlicht nach wie vor ein
Machtkampf um Energie..oder Klartext: ÖL.
Der einzige "Staat" (bzw. jetzt besser: die staatenlose Region) der Welt,
die noch nicht das Fördermaximum des zur Zeit immer noch wichtigsten Weltwirtschaftsgutes erreicht hat,
ist einfach für bestimmte "Machthaber" westlicher wie inzwischen auch östlicher Industrienationen viel zu wichtig, um dabei auch auf humanistische Ideale komplett Rücksicht zu nehmen.
Nicht nur Abu Graib oder Guantanamo stehen hier zur Debatte, sondern eben auch Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge, die ansonsten all zu oft zu "Terroristen" mutieren.
Vor allem aus diesen Gründen ist es auch eine eher "nebensächliche" Initiative der EU, hier scheinbar für ein wenig humanistische Abhilfe zu "sorgen",
immer dabei eingedenk, dass die eigene Bevölkerung schon dafür "sorgen" wird,
dass nicht zu viele Kontingente dieser "Energieflüchtlinge" davon in unsere Länder einreisen werden
Schaut Euch doch einmal die Krisenregionen der Welt an...
fast überall, direkt im Land oder als Transitland für diese Energie
sind westliche wie östliche Industrienationen involviert.
mehr oder weniger auch noch argumentativ mit anderen Sachbezügen argumentierend,
denn Klartext würde ja eher die eigenen Position im eigenen Land gefährden,
wenn ALLEN MENSCHEN wirklich klar würde,
WORUM es eigentlich denn wirklich geht.
U.a. vor allem um die absehbar letzten Ölreserven unseres "Erdölzeitalters".
Ich nenne hier nur einmal einige wenige, aktuelle Regionen,
die bzgl. diesem oder zudem ähnlich wichtigen Rohstoffen wichtig sind
Irak, Iran, Nigeria,
Sudan -> Dhafur (ja, auch dort gibt es Öl),
Kongo (u.a. ÖL und andere wichtige Rohstoffe u.a. für die Elektronikindustrie)
Georgien und die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres
Afghanistan, Pakistan als geographisch nahe Staaten bzw. Pipelinetransitländer,
Venezuela -> Chaves

,
Bolivien, und vmtl. demnächst auch noch durch soziale Unruhen Brasilien.
Borneo, Indonesien etc.pp.
Dagegen sinkt die Produktion in den Staaten und Kanada seit den 80iger Jahren kontinuierlich,
trotz enormer Anstrengungen und Neuexplorationen in Alaska, im ewigen Eis oder beim energieineffizienten Entölen von Ölsand in Kanada.
In Russland sind es nur noch die sibirischen Ölfelder, denn die südlichen, z.B. aserbeidschanischen Felder sind eh fast leer
und zu guter letzt noch die nahe Nordsee...
Großbrittanien hat dazu das Ende seines Nettoölbezuges bzgl. der Nordseefelder auf 2020 prognostiziert, Norwegen sieht sich als zukünftiger Importeuer zwar erst ab ca. 2030....und der Rest Europas importiert eh fast vollständig.
Allein die USA, mit ca, ehemaligen 2% der Welterdölvorkommens und c. 4% der Weltbevölkerung verbraucht ja mehr als 25% der weltweiten Ölförderung.
All dies sollte doch zu denken geben
und sowohl den "Krieg" bzw. die Einflussnahme im Irak (und anderswo) in einem anderen Licht darstellen
Denn, alle irakischen Olfelder befinden sich "seitdem" unter amerikanischer Militärkontrolle
Von den saudischen Feldern ganz zu schweigen.
Das wären dann Roundabout 50% der weltweiten Ölreserven
Das eine dortige "unzufriedene" Bevölkerung (auch in Saudi-Arabien) bzw. definitive "Flüchtlinge" ein auch bekanntes Problem darstellen, hat also sowohl militärisch-taktische Gründe,
als eben bei manchen (wie bei mir) auch mal humanitäre Gründe
Aber man kann ja auch beides nett vermischen...
und die eigentlichen Ursachen und Gründe weitgehend unter den Teppich kehren...
Oder eben klar stellen *g*
Bis man entweder selbst den Rasen von unten wachsen sieht...
oder eben die eigenen Enkel den Mist an den Hacken kleben haben und sich kümmern müssen,
wenn es dann überhaupt noch geht.
Hauptsache, man selbst hat bis dahin nebenbei auch genügend "Rücklagen" gebildet,
um sich in "befriedete", noch sichere, eingezäunte Bereiche unserer Welt zurück zu ziehen.
Von daher befürworte ich u.a. auch aus intellektuellen Gründen die Aufnahme von (hier irakischen) Flüchtlingen.
Denn nur wenn sie hier vllt. auch über reale Hintergründe "ihrer Flucht" aufgeklärt werden,
können wir hier wie dort vllt. noch zusammen etwas zum Besseren wenden.
Optimal wäre hier dann natürlich auch die Hilfe zur Selbsthilfe an zu bieten bzw. durch Aus"Bildung" zu fördern.
Denn auch wenn mich hier vmtl. einige immer schon als idealistischen Friedensträumer angesehen haben

,
ich zumindest bin mir mehr als deutlich darüber bewusst, was auch hierzulande losbricht,
wenn nur einige wenige Komponenten (z.B. Öl) aus unserem Wirtschaftsgefüge in nur geringen Ausmaßen heraus brechen.
Denn unsere komplette Industrie beruht zur Zeit teilweise zu mehr als 70% auf diesem Rohstoff...
und eben nicht nur, was Treibstoffe zur Mobilität betrifft.
Lediglich die längst noch nicht ausgestandene Finanzkrise mit der Luftblase von Subprime-Krediten hat derzeit u.a. auch auf dem Energiemarkt für etwas Entlastung gesorgt,
Aber sowohl Krisen bzgl. einer zukünftigen Kreditblase wie auch (andere) Rohstoffverknappungen stehen uns ja noch demnächst ins Haus.
Nicht umsonst wird ja u.a. jetzt auch am Horn von Afrika gehandelt...
seitdem ein Öltanker gekidnappt wurde..

...Aber Hallo
Think about it
muesli
PS. *bg*
Ich empfehle durchaus mal hier kurz herüber zu schauen
http://www.freesoft-board.to/f20/ein-boeses-erwachen-der-olcrash-364991-new-post.html