Mein Vater und ich waren drei Jahre Kunden von 1&1. Es hat schon am Anfang Probleme gegeben, weil der Router, den sie uns geschickt haben, defekt war. Als dann endlich der neue Router da war, gab's Probleme, weil die Telefonleitung abgeklemmt war (daran war jetzt die Telekom schuld, die das aber schnell wieder in Ordnung gebracht haben).
In den ganzen drei Jahren gab es ständig Probleme damit, dass die Downloadgeschwindigkeit regelmäßig in den Keller ging oder die Verbindung für meherere Stunden komplett weg war. 1&1 schob die Schuld immer auf die überlasteten Telekomleitungen, was aber eine glatte Lüge war, denn sämtliche T-Online-Kunden in unserer Straße konnten problemlos mit Highspeed und ohne Abbrüche surfen und saugen.
Als wir umzogen, kündigten wir den Vertrag bei 1&1. Wir hielten selbstverständlich die Kündigungsfrist ein. Es kam aber keine Kündigungsbestätigung, woraufhin wir noch einmal einen Brief schrieben, in dem wir um eine Bestätigung der Kündigung baten. Als der erste Monat nach dem Kündigungsdatum begann, buchte 1&1 weiter vom Konto meines Vaters ab. Der ließ das Geld zurückbuchen und schrieb noch einmal einen Brief, in dem er darauf aufmerksam machte, dass wir rechtzeitig gekündigt hatten und rechtliche Schritte einleiten müssen, wenn 1&1 noch einmal versucht, Geld abzubuchen. Einen Monat später (es kam immer noch keine Reaktion von 1&1) wurde wieder abgebucht. Mein Vater ließ das Geld abermals zurückbuchen und schrieb wieder einen Brief an 1&1.
Nach 2 Wochen kam ein Brief (den uns unsere ehemalige Vermieterin an unsere neue Adresse weitergeleitet hat), in dem stand, dass seit 2 Monaten keine Abbuchungen mehr vorgenommen werden konnten, weshalb unser Anschluss gesperrt worden sei. Außerdem wurde uns mit rechtlichen Schritten gedroht, sollten wir das ausstehende Geld nicht unverzüglich bezahlen. Unsere Kündigungen und Beschwerden wurden einfach frech ignoriert. Erst als wir einen Anwalt einschalteten, der 1&1 schrieb, ließ dieser Verbrecherverein uns in Ruhe.
Die Telekom ist aber auch nicht besser. Die Mutter meiner Ex, der Sohn der Lebensgefährtin meines Vaters, der Pfarrer meines Stadtteils und viele andere Leute, die ich kenne und die Kunden bei der Telekom sind, haben Anrufe von deren tollen Service-Centern bekommen. Sie wurden gefragt, ob sie in einen anderen Tarif wechseln wollen. Alle haben gesagt, nein, sie seien zufrieden, so wie es jetzt ist. Alle haben kurz darauf eine Auftragsbestätigung zugeschickt bekommen, in der der Tarifwechsel, den keiner haben wollte, bestätigt wurde. Das "Tolle" daran ist ja auch noch gewesen, dass mit dem Tarifwechsel die 24-monatige Mindestvertragslaufzeit wieder von 0 begann und einige, die eigentlich nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu einem anderen Anbieter wechseln wollten, jetzt wieder 2 Jahre hätten warten müssen. Alle haben natürlich wiederrufen und sich beschwert. Es mussten aber noch viele Briefe geschrieben, viele Anrufe getätigt und viele Besuche im T-Punkt abgestattet werden, bis endlich wieder alles beim Alten war.
Das Lustige ist ja auch noch, dass die Leute von der Telekom bei Anrufen und in allen Briefen den Pfarrer hier mit Herrn Dietrich Bonhoeffer anredeten, der jedes Mal fast an die Decke ging und immer wieder erklärte, dass Herr Dietrich Bonhoeffer ein Pfarrer und Theologe war, der vor 63 Jahren von den Nazis im KZ ermordet wurde, und er selbst nur Pfarrer einer Kirche, die nach ihm benannt wurde, ist.