Meine Meinung: es ist absoluter, totaler Schwachsinn für Leute, die sich gut fühlen wollen und die gerne erzählen wie wichtig ihnen die Umwelt ist, aber die letztendlich keine Ahnung oder einfach kein Interessen an der Thematik haben. Es lässt sich kaum kontrollieren, es wird 1001 Gründe geben, warum man sich "immer daran hält, nur diese Woche nicht" und es wird schlicht und einfach nicht klappen.
In mehreren großen Städten gab es vor ein paar Monaten einen autofreien Sonntag. Das Resultat war, dass die Polizei einen Tag lang mit dem Aufbauen der Absperrungen zu tun hatte und einen ganzen Tag mit dem Wiederabbau. Die Absperrungen werden natürlich per LKW geliefert. Dann wurde schön Streife gefahren, damit niemand aus Versehen in der gesperrten Zone unterwegs ist - natürlich mit dem Auto. Dazu kam ein privater Sicherheitsdienst, der an den Ausfallsstraßen stand und natürlich mit dem Auto dahingekommen ist.
Die ganzen Leute von außerhalb, die sich nicht auskannten und deshalb riesige Umwege fahren mussten um den ganzen Schwachsinn zu umfahren, fanden das mit Sicherheit genau so unterhaltsam wie die Anwohner, die auf einmal nicht mehr ihr eigenes Auto von ihrem eigenen Grundstück bewegen durften. Ich war da zufällig auch unterwegs. Neben den 3 Kontrollen, bei denen ich jedesmal anhalten musste ("ja, ich weiß, dass da hinten gesperrt ist - ich kenne mich hier aus") und den ganzen Leuten von außerhalb, die zurecht verwirrt waren und nach dem Weg gefragt haben, hätte alleine schon der Stress (Stress = aggressivere Fahrweise = Mehrverbrauch) und die Umwege das alles zu Nichte gemacht. Das zu der Veranstaltung auch noch größtenteils leere Busse die Leute, die ja der Umwelt zur Liebe eigentlich zu Fuß gehen wollten, von A nach B gefahren haben, war sicherlich auch ganz toll für die Umweltbilanz.
Dieser Vorschlag ist im Grunde das Selbe in grün: nicht durchdacht, aber Hauptsache, man kann groß auf "umweltfreundlich" machen, da das ja sowas von im Trend liegt. :depp: