Amoklauf mit 17 Toten in BW

Man wird alles tun müssen, um heraus zu finden, welche möglichen Motive dazu führten.

Und da ist es hier nun wirklich der falsche Zeitpunkt und angesichts der Tragödie nicht angebracht sich angepisst zu fühlen, wenn es denn rauskommen sollte, dass auch Gewaltspiele mit eine Rolle spielen könnten.

Man kann den Einfluss dieser Spiele bei bestimmten Persönlichkeiten nunmal nicht negieren - egal ob das nun hier der Fall sein sollte oder nicht.
 
für die, die nicht n24 schauen.

fakten:

eltern hatten ges. 18 legale Schusswaffen
Kretschmar (Amokläufer entwendete eine) + 50 Schuss Munition
9 Schüler, 3 Lehrer, 2 Passanten, 1 Mann aus Krankenhaus, 2 weitere Passanten und 1 Schüler im Krankenhaus starben (kann sein, das das nicht ganz hinhaut.-..)

schaut mal auf n24 rein, läuft grad bericht...

PS: Es wurden bei ihm zu Hause Computerspiele gefunden. So eine gülle bringen die da rein, dass das interessant wird...
 
Man kann den Einfluss dieser Spiele bei bestimmten Persönlichkeiten nunmal nicht negieren - egal ob das nun hier der Fall sein sollte oder nicht.

Doch kann man negieren!

Bitte stell deine Meinung nicht als Fakt oder Wahrheit dar, damit machst du dich lächerlich!
 
Zitat von Lorrelei Beitrag anzeigen
Man kann den Einfluss dieser Spiele bei bestimmten Persönlichkeiten nunmal nicht negieren - egal ob das nun hier der Fall sein sollte oder nicht.

damit mache ich mich ganz bestimmt nicht lächerlich.

Sobald ich genügend Zeit habe, werde ich die entsprechenden Links raussuchen.
 
Lorrelei, so ist es nicht!

Wo ein Wille ist, dort ist auch ein Weg. Zwar ist es für einige Schwerer, aber trotzdem...
 
damit mache ich mich ganz bestimmt nicht lächerlich.

Sobald ich genügend Zeit habe, werde ich die entsprechenden Links raussuchen

Die meisten Studien, die ich gesehen habe, sind einfach nur lächerlich und für mich schon gar nicht mehr wissenschaftlich. Dort werden Kausalschlüsse gezogen ohne mal andersrum zu denken...

Ich gebe dir ein Beispiel aus einer Studie (Quelle weiß ich nicht mehr, aber ich denke ihr glaubt mir auch so):

Es wurde in einer Studie festgestellt, dass männliche Gewalttätige am allermeisten Gewaltspiele bzw. Killerspiele spielen. Daraus wurden doch tatsächlich Schlüsse gezogen, z.B. dass Gewaltspiele gewalttätiger machen.

Der eigentliche Grund für das Ergebnis ist aber recht simpel, man muss einfach mal andersrum denken: Die gewalttätigen Leute stehen einfach mehr auf gewalttätige Spiele, weil sie ihrem Charakter entsprechen (schonmal so nen Gangster-Rapper-Ghetto Kind das Spiel "Barbie im Wunderland" (ersetzen durch jegliche uncoolen Spiele) spielen sehen? Habt ihr mal das typische "Prinzessinnen"-Mädel, immer lieb und nett, irgendwelche mega brutalen Spiele spielen gesehen? (Man möge mir die Stereotypen verzeihen).

Fakt ist, brutale Spiele ziehen brutale Spieler an.

Jegliche Studien allerdings, die beweisen wollten, dass sich die Gewalttätigkeit erhöht durch das Spielen, sind kläglich gescheitert oder mussten sogar das Gegenteil feststellen (die Gewalttätigkeit nahm ab, wurde durch eine Möglichkeit der Abreagierung, also das Gewaltspiel als Wutventil, erklärt)...


Ich bin sehr sehr gespannt auf deine Studien!


.
 
Ich wohn knapp 8km entfernt von Winnenden und selbst wir hier sind alle geschockt... bei uns war heute kein Unterricht möglich. Wir sind alle nur in unseren Klassenzimmern gesessen (wo man uns wegen der "Amok-Lage" eingeschlossen hatte), haben Radio gehört und waren einfach nur fertig. Einige meiner Klassenkameraden haben Geschwister bzw Freunde die in der besagten Schule bzw in der benachbarten Schule Unterricht hatten, so dass wir quasi "Liveberichte" hatten ("Wir sitzen unterm Tisch, haben uns eingeschlossen und die Jalousien herunter gelassen")... es war eine unbeschreibliche Stimmung. Normalerweise passiert sowas immer "weit weg" in Amerika oder anderswo und dann berührt es einen auch nicht so, aber sowas quasi vor der Haustüre zu haben ist eine üble Sache. Was muss das für ein Gefühl sein, wenn direkt neben einem der Klassenkamerad erschossen wird? Unfassbar...
 
Ab dem Moment, wo Leute solche Finalaktionen starten, sind sie einfach nur verfluchte Bastarde.
Ich nehme an, der Typ hatte schlechte soziale Kontakte wie Fähigkeiten, aber anstatt sich um eine Besserung zu bemühen (was gar nicht mal schwer ist), entscheidet er sich für die vermeintlich einfachere Variante. Stark vereinfacht wird er wohl das gedacht haben:
Leute verstehen mich nicht = Alles Idioten, also müssen sie sterben

Deshalb ist
wiederbeleben und foltern...
genau meine Meinung
 
Ich nehme an, der Typ hatte schlechte soziale Kontakte wie Fähigkeiten, aber anstatt sich um eine Besserung zu bemühen (was gar nicht mal schwer ist)...

Du machst dir die Sache ein bisschen einfach...Mal angenommen, du bist Außenseiter, wirst von allen gemobbt, die Lehrer mögen dich auch nicht sonderlich und stellen daher keine besondere Hilfe dar. Wie sieht dein "einfacher" Weg aus, diese Situation zu verbessern?
 
Astrachan schrieb:
Deshalb ist
wiederbeleben und foltern
genau meine Meinung
Wenn du jemanden folterst, wirst du zu genau der gleichen Person, die du folterst.
Nämlich rücksichtslos und brutal. (Situationsbedingt)
 
Lorrelei, so ist es nicht!

Wo ein Wille ist, dort ist auch ein Weg. Zwar ist es für einige Schwerer, aber trotzdem...

das schrieb ich ja schon vorher, auch in Bezug auf Waffen.

Aber, du wirst es sicher nicht abstreiten können: je nach Persönlichkeitsstruktur, kann solch ein Spiel verheerende Auswirkungen haben (siehe in dem Zusammenhang auch Erfurt)
Das lässt sich einfach nicht schönreden.
D.h. nicht, dass solch ein Spiel alleine verantwortlich ist, was ich auch nie behauptet habe, aber es kann bei einigen dazu beitragen, die Hemmschwelle ganz gewaltig herab zu setzen und auch teilweise zu Realitätsverlust führen.

Alles nicht alleine auf meinem Mist gewachsen, sondern von Leuten, die sich umfassend damit beschäftigt haben.
 
Du machst dir die Sache ein bisschen einfach...Mal angenommen, du bist Außenseiter, wirst von allen gemobbt, die Lehrer mögen dich auch nicht sonderlich und stellen daher keine besondere Hilfe dar. Wie sieht dein "einfacher" Weg aus, diese Situation zu verbessern?

Als Opfer kann man sich diese Frage nur sehr schwer beantworten. Wirklich schlimm finde ich es, wenn nicht einmal die Eltern Gehör dafür finden, denn gerade die Eltern sind verantwortlich dafür, dass man zu einem möglichst umgänglichen Menschen aufwächst, zumal man in jungen Jahren ein schwaches Selbstbewusstsein hat.
Ich habe mich teilweise mal informiert, wie es zu Mobbing kommt und was man dagegen tun kann (besser gesagt: generell zwischenmenschliche Interaktion). Vielleicht sehe ich das deshalb als zu einfach an.

Wenn du jemanden folterst, wirst du zu genau der gleichen Person, die du folterst.
Nämlich rücksichtslos und brutal. (Situationsbedingt)

Natürlich nicht auf ewig, aber wo soll man auch mit der Wut hin?
 
Ach ja, fast hätt ichs vergessen:
Wie sieht dein "einfacher" Weg aus, diese Situation zu verbessern?

Klingt vielleicht abgedroschen, aber man sollte wissen, "wer" man ist und was man auf der Welt zu suchen hat (oder kurz gesagt: selbstbewusst). Ist natürlich nicht immer einfach, aber besser, man versucht, selbstbewusster zu werden, bevor man Leute umbringt.
Sehr hilfreich ist es auch, zu verstehen, aus welchen Gründen Leute mobben, dann versteht man auch, wie man dagegen vorgeht. Dazu gibt es sehr interessante Bücher, zumindest haben sie mir öfters die Aufen geöffnet
 
(...)denn gerade die Eltern sind verantwortlich dafür, dass man zu einem möglichst umgänglichen Menschen aufwächst, zumal man in jungen Jahren ein schwaches Selbstbewusstsein hat.
Warum sollten so gut wie nur die Eltern schuld sein? Vielleicht bei diesem Fall verstärkt, aber seien wir mal ehrlich, in welcher Familie wird nicht darauf gebaut "friedlich" zu sein? Die Eltern werdens jetzt als schwerstes haben, denn es war ja ihr Kind was den Amoklauf durchgeführt hat. Ich glaube kaum das das jemals so von denen gewollt war (klar gibt es Ausnahmen, aber nur im geringem Ausmaße)...

Gut klar, die Eltern könnten jetzt mehr "schuld" sein als bei anderen, denn wie schon geklärt war, sie hatten "legale" Waffen. Aber wie man auch gesehen hat, war das Haus nicht gerade klein, d.h. die hatten Geld. Jedoch ist es bei einigen Reichen so, das die Kinder den Vater fast nicht sehen, da er im Geschäft ist. Und dann ist die Mutter evtl. überfordert. Somit bleibt nicht viel für das Kind übrig, und es muss sich eben anders Aufmerksamkeit beschaffen sowie auch seine Zeit verbringen.

Dann gibt es aber sicherlich noch Fälle, wo die Eltern die Kinder ganz normal großgezogen haben, ihnen beigebracht haben zu lieben und friedlich zu sein... Doch es kommt ja auch auf die eigene Person an.

Ein beispiel:
Eltern ziehen das Kind normal groß. Das Kind geht zur Schule, lernt dort neue Freunde kennen die aber Rauchen sowie auch Alkohol trinken. Durch ein öfteres Treffen soll das Kind der Eltern auch mal an der Zigarette ziehen, sonst wäre er ein Feigling... (usw...)

Das jetzt nur mal ein Beispiel. Wie gesagt, nur die Eltern können nicht Schuld sein, es liegt auch immernoch an der eigenen Persönlichkeit.

Aber, du wirst es sicher nicht abstreiten können: je nach Persönlichkeitsstruktur, kann solch ein Spiel verheerende Auswirkungen haben (...)

Alles nicht alleine auf meinem Mist gewachsen, sondern von Leuten, die sich umfassend damit beschäftigt haben.

Da muss ich dir Recht geben, Gewaltspiele senken die Hemmschwelle. Aber es liegt ja nicht nur an den Gewaltspielen, wie du es ja bereits sagtest.

Ich glaube es liegt größtenteils an:

- dem Menschenumfeld / Freundeskreises
- Stadt oder auf dem Land (In der Stadt gibt es oftmals "Gangs")
- Auch manchmal an den Eltern / verwandten

Mfg

EDIT: Habe mir dein Post leider nicht ganz richtig durchgelesen Astrachan, meinte jetzt halt das die Eltern mitverantwortlich sind, aber wie gesagt nicht nur....
 
ihr sieht im amokläufer immer nur den täter aber vergesst wohl ein wenig das er mit sicherheit auch ein opfer war(scheiss lehrer mobbing druck und sowas) ausserdem macht immer die umwelt den menschen er selber kann sich nicht verändern
 
Man wird eh als "normal" denkender Mensch niemals verstehen können, was in dem Kopf des Jungen vorging....
Schlimm ist das ganze für jeden einzelnen Toten, ob Lehrer, Schüler oder sonst wer. Es ist immer mies, wenn Unbeteiligte die Leidtragenden sind.

Gerade wenn jemand so abgekapselt, in sich gekehrt, war, wird Mobbing, schlechtes Veständnis mit Lehrern und natürlich mal wieder die bösen gewaltverherrlichenden Computerspiele zum Thema gemacht....

Traurig sowas

mfg echofoxi
 
meinst du er wurde als böser mensch geboren???
 
@Skimmil

In den wichtigsten Jahren der Charakterentwicklung haben im Regelfall die Eltern (oder die Erziehungsberechtigten) den größten Einfluss, denn die geht schon im früen Kindesalter los.
Und natürlich haben Eltern nicht die Absicht, jemanden zum bösen Menschen zu erziehen, aber sie können sehr wohl am Kind vorbeireden, da sie dessen Gedanken nicht kennen. Wenn dann auch die Freunde nicht zuhören, weil keine vorhanden, fühlt sich das Kind unverstanden, und drauf sollten meiner Meinung nach Eltern Acht geben.
 
Irgendwie scheint es mir, dass euch das hier mit den Computerspielen sehr triggert.

Sollte das in dem Moment wirklich das Hauptthema sein? Ob sich die Leute darauf stürzen?

Es wird das zum Thema gemacht werden, was zu dieser schrecklichen Tat geführt hat - ganz egal was das ist - mit dem Ziel, dass man es irgendwann hoffentlich früher erkennt.
 
mal ne frage, weiß jemand ob die leute da "unbeteiligte" waren, oder war er mit diesen leuten in einer klasse, bzw. wurde von diesen gemobbt?

(mit den lehrern hatte er ja ziemlich sicher was zu tun, denke ich)

weil dann wäre es zumindest in einer gewissen weise nachzuvollziehen (was nicht heißen soll, dass ich daran irgend etwas gutes sehe, nur ne frage der interesse)

MfG Devil
 

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