Wer war denn nun der beste Bundeskanzler(in)...

muesli

Well-known member
@ Cäsaro
Merkel hat also die Wahrheit zum Jahreswechsel gesagt...
Hm, iwie muss ich eine andere Ansprache gesehen haben,,,
Aber na ja, egal ;)

Kommen wir doch mal zu diesem Kurzthema von Dir
Wer war denn nun der beste Bundeskanzler(in)...
Leider ist dieses Thema ja, vmtl. wegen schlechter "Vorbereitung", schon in der Tonne gelandet.

Na, ja, sowohl auf jetzt wählbare Parteien bezogen, wie auch bzgl. des Jahres "schlechtester Nachrichten" ist dieser Beitrag ja vllt. ja doch noch nicht ganz umsonst geschrieben.

Denn trotz alledem ist ja auch die geschichtliche Entwicklung bis hin zum heutigen Tag eine wichtige Entscheidungsgrundlage dazu.
Das finde ich zumindest,
vor allem vor einem großen Wahljahr ;),
welches vmtl. sogar wieder Weichen für eine neue, noch neo-liberalere Ära stellt. :rolleyes:

Zu dem ehedem vorgeschlagenen Ranking der besten Kanzler von Dir habe ich allerdings eine völlig andere Rangfolge. ;)
Die voran gestellten Zahlen sollte man dabei durchaus genau so auch als Noten verstehen.:D
1 Willy Brandt (1969-1974)
2 Ludwig Erhard (1963-1966)
3 Helmut Schmidt (1974-1982)
4 Konrad Adenauer (1949-1963)
5 Kurt Georg Kiesinger (1966-1969)
6 Merkel, Schröder und Kohl

Ganz abgesehen davon, dass bis zur Ära Kohl noch ein "gewisser" politischer Ehrenkodex fest zu stellen war, änderte sich nicht nur dies in den achtziger Jahren prägnant.
Hierbei beachte man auch die Entwicklung der Staatsverschuldung, die sich ab dann kontinuierlich, fast exponential, erhöhte.
Dramatisch wurde sie nämlich erst unter Kohl, der es allein bis zur Wende '90 locker schaffte, die Verschuldung zu verdoppeln, bei gleichzeitiger Dopplung der Arbeitslosenzahlen :(
Von daher muss man Schröder fast schon ein christlich-soziales "Kompliment" machen, dass er hier auch für keine Atempause sorgte, und sogar die Arbeitslosenquote erst einmal weiter forcierte.
Merkel, als gehorsames, ost-adoptiertes Ziehkind Kohl's, hat allerdings die Kohl'schen Prämissen fleißig und weitgehend unbemerkt seitdem fortgesetzt, auch weil sie die Schröderschen "Reformen" geschickt für sich selbst einzusetzen wusste.
Leiser in ihren Tönen, aber genauso intrigant und machtbewußt wie Kohl, hat sie selbst in einer Phase des guten wirtschaftlichen Aufschwungs es zusammen mit der großen Koalition geschafft, die Schuldenquote noch satt um einige Milliarden mehr zu erhöhen, wobei die augenblicklich in 2009 versprochenen Bürgschaften von 500 Milliarden sowie Garantien bis zu 100 Milliarden noch gar nicht eingerechnet sind.
Das es auch anders geht, zeigten in derselben Zeit z.B. Spanien u.a. EU-Länder.
Von Merkels übrigen koalitionsschwangeren Verschlimmbesserungen hier mal ganz zu schweigen.
Hierin hat sie Schröder und Kohl in noch kürzerer Zeit fast schon in den Schatten gestellt.

Von daher...
sehe ich auch keinen Grund zum Optimismus bzgl. der mittel- und langfristigen bundesdeutschen Zukunft.
Alle anstehenden Probleme wurden bisher vertagt und auf spätere Generationen abgewälzt. :rolleyes:
Insofern ist Merkel's Warnung eher als Eigenabsicherung für die Zukunft zu verstehen ;) ....Sicherheitshalber :D
Immer nach dem Motto: Ich hab's euch doch Ende 2008 schon "deutlich" gesagt ;)

Seit '82 bzw. besser seit '98 ist ja eh alles so schön bunt hier...
Da kann ich mich gar nicht entscheiden, wer D seitdem mehr in die Scheis*e geritten hat,
Kohl, Schröder oder doch Merkel.
Mehr oder weniger zum Kotz*n bzgl. ihrer "Ergebnisse" finde ich nebenbei bemerkt alle drei,
aber das ist hier ja wohl nicht das Hauptthema, oder etwa doch? :D

so far
muesli

PS.
Hier noch ein paar Daten zum oben Erwähnten @ Wiki (verifiziert *g)

Die bisherigen Bundeskanzler Deutschlands chronologisch:
1 Konrad Adenauer (1949-1963)
2 Ludwig Erhard (1963-1966)
3 Kurt Georg Kiesinger (1966-1969)
4 Willy Brandt (1969-1974)
5 Helmut Schmidt (1974-1982)
6 Helmut Kohl (1982-1998)
7 Gerhard Schröder (1998-2005)
8 Angela Merkel (seit 2005)
(Quelle): http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_(Deutschland

Staatsverschuldung in Deutschland
(Quelle): http://upload.wikimedia.org/wikiped...rschuldung3.png/645px-Staatsverschuldung3.png
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung
Entwicklung der Reallöhne
(Quelle): Reallohn ? Wikipedia
Entwicklung der Lohnstückkosten
(Quelle): Datei:Lohnstückkosten.jpg ? Wikipedia
Lohnstückkosten ? Wikipedia


Staatsverschuldungen im internationalen Vergleich
(Quelle): Staatsverschuldung ? Wikipedia
 
Ein Dank an muesli für seinen guten Beitrag.

Unsere Kanzlerin hat in ihrer Neujahrsansprache so hervorragend hervorgehoben:


Wir haben die Folgen der sozialistischen Planwirtschaft erfolgreich beseitig.

Als ehemalige Volkskammerabgeordnete war sie leider aktiv an dieser Planwirtschaft beteiligt.

Nun wäre es doch eine gute Tat für 2009 gewesen, die Folgen der kapitalischen Marktwirtschaft zu beseitigen.


Da sie aber das Jahr 2009 schon als Jahr der schlechten Nachrichten angekündigt hat, ist wohl davon auszugehen, dass sie kein Interesse hat, bzw. nicht in der Lage ist, die Folgen der Misswirtschaft in der kapitalistischen Marktwirtschaft zu beseitigen.
 
@ Muesli wo ich Dir wahrscheinlich recht geben muss daß, die Vorbereitung für dieses Thema zu dem Bundeskanzler schlecht war oder schlicht und einfach zu unüberlegt und kurz.

aber Teile deine Meinung nicht ganz denn sieht man mal an was alleine die Wiedervereinigung an Geldern verschlungen hatt wo nicht ein Kohl alleine die Schuld daran trägt ist seine Politik vielleicht doch nicht grundverkehrt gewesen.

und zu unseren Wirtschaftswunder Erhard nach so einer Zeit wo Wir nichts mehr hatten und nichts mehr wahren konnte es ja nur mehr aufwärts gehen, denke mal das seine Leistungen überschätzt wurden und die der vielen anderen unterschätzt wurden ( Merkel, Kohl und Schröder ) was aber nicht heißen soll daß ich seine politische Arbeit nicht schätze. Denn jeder von Ihnen hatte so seine Vorteile denn die politische Aussendarstellung von Schröder war ja wohl einzigartig oder nicht ???

Danke Muesli für deine Mühe und für so eine ausführliche Kritik würde mir mehr solcher User hier wünschen.

VG Cäsaro
 
Cäsaro schrieb:
...was alleine die Wiedervereinigung an Geldern verschlungen hat wo nicht ein Kohl alleine die Schuld daran trägt...
...Erhard ...konnte es ja nur mehr aufwärts gehen, denke mal das seine Leistungen überschätzt wurden
Tipp: Die Links zu den Statistiken mal durchaus genauer beäugen :)
Ansonsten...
Na ja,
bzgl. Kohl sprechen ja allein schon seine Staatsverschuldungsquote und steigende ALO-Zahlen BIS zur Wende eine eindeutige Sprache gegen ihn ;)
Sein eher unverdientes Glück, dass alle Vorarbeiten der Regierungen Brandt und Schmidt so unverhofft schnell über die Entwicklungen in der UdSSR und der DDR so schnell Früchte trugen und eher zufällig und glücklich in seine Regierungsphase fielen, mal ganz außen vor gelassen.
Trotzdem eher peinlich, wenn man zudem seine Verstrickungen in immer noch nicht geklärte Bestechungs- und Spendenaffären mit berücksichtigt ;)
- Ein Brandt oder Schmidt wären da wohl zurückgetreten, ein Kohl...mitnichten...:mad: -
Wie gesagt, ich sprach aber vor allem über Kohl's Fehler noch VOR der Wende! ;)

Zu Erhardt ;)
Er hat sich bzgl. der Einführung der sozialen Marktwirtschaft gegen große "christlich-soziale" Widerstände in seinen Fraktionen durchgesetzt und damit auch Gewinne für Bundesbürger eher sozialisiert, die ansonsten,
wie neuerdings heutzutage wieder bzw. nur noch, ausschließlich in den Taschen des Kapitals gelandet wären.
Von daher bewerte ich dieses Durchsetzungsvermögen und die damit verbundene Weitsicht schon recht hoch.
Denn Wirtschaftwachstum gab es schon vorher und auch später noch ;)
Ebenso übrigens, wie eine recht stringente, offene Politik Schmidt's,
die weiß der Himmel in Phasen (Ölkrise/RAF/kalter Krieg) fiel, die weitaus schwieriger waren, als heutzutage.

Auch wenn ich zu so einigen Entscheidungen der bei mir hier bisher zuerst genannten 3 Kanzler auch so einiges an Negativem erwähnen könnte.

Nur bei Kohl und Merkel fällt mir dazu gesamtgesellschaftlich gesehen kaum bzw. gar nichts (wahrhaftiges) ein...:rolleyes:
Und Schröders außenpolitisches, durchaus richtiges Engagement hat sich ja durch später bekannt gewordene Details (u.a. mit Putin) ja dermaßen "relativiert", dass dies auch kaum mehr zu seinen Gunsten spricht.
Der richtige Ansatz einer Sozialreform (Agenda2010/Hartz4) wurde durch die Überlassung der Verantwortung in weitgehend falsche Hände auch nicht sozial verträglich konsequent weiterentwickelt, von der Öffnung der Finanzmärkte während seiner Regierungszeit mal ganz zu schweigen...
Diese Öffnung wurde übrigens seitdem auch von der derzeitigen Merkel-Koalition immer noch nicht korrigiert und hat uns auch die hiesigen Auswirkungen der jetzigen us-amerikanischen Finanzkrise heftiger spüren lassen, als eigentlich notwendig gewesen wäre (siehe z.B. Spanien).

Alles in Allem...
Ich stehe sowohl zu meinem Ranking, als auch zu meiner vernichtenden Kritik der letzten drei Kanzler/Kanzlerin.
Sie waren hauptsächlich einseitige Förderer der Wirtschaftslobbies,
aber bestimmt keine Volkskanzler,
auch wenn leider die "große Mehrheit" dies kaum so erkennen möchte.
Motto:
Augen zu und durch...bis zum Abgrund ;)

so far
muesli
 
Wer ist dann der richtige Bundeskanzler/in

Aufgrund einer regen Diskussion mit einem User hier im Board möchte ich hier mal gerne in Erfahrung bringen wer den für uns der richtige Bundeskanzler ist.

Denn so wie ich das sehe, sind hier viele Leute nicht recht zufrieden mit unseren letzt gewählten Vertretern.

Meiner Meinung nach gibt es momentan keinen richtig guten Ersatz für Angie, es sei denn wir überreden Seehofer es zu versuchen aber der steht ja im Dienste der EABV das ist die "erste allgemeine Bayerische Verunsicherung" naja bin mal gespannt was ihr so denkt.

@ Muesli
jetzt stell Dich aber nicht selbst als Kanditat auf ;)


VG Cäsaro
 
Merkel kann von mir aus gerne bleiben,
sie stellt sich gar nicht so schlecht an
und mir fällt niemand ein der es besser machen würde.
Auserdem was ändert ein Kanzler schon?
Die schlecht Konjunktur ist ganz normal das das alle (ich glaub 8 Jahre) passiert.
Und wenn hätte der/die Kanzler sowiso nicht genug macht etwas zu ändern.


MFG Quarkmus
​
 
Ein wenig bessre Strkturierung und Vorbereitung wäre hier auch nicht schlecht...@ Cäsaro
Und...
Noch mal poste ich meinen Senf hier nicht dazu :D

Doppelposts sind nämlich verboten,
wie ich ja grad erfahren hab' *zwinker* @ mod :D

1. http://www.freesoft-board.to/f273/d...chlechten-nachrichten-357845.html#post3438490
2. http://www.freesoft-board.to/f273/d...chlechten-nachrichten-357845.html#post3446900

Ansonsten würde ich
- ich bin politisch immer eher im "Hintergrund" geblieben, wie hier ja auch ;) -
eher an alte Traditionen erinnern :)

Stellt bewährte, erfolgreiche und beliebte Kommunalpolitiker wieder mehr auf,
die ihre Praxisnähe und ihren allgemeinen Erfolg auch schon konkret bewiesen haben!

Ich erinnere hier mal an einige ehemalige Bürgermeister bzw. hochrangige Stadtverordnete, wie
Adenauer (Köln)
Brandt (Berlin)
Schmidt (Hamburg) ....should be continued

Ein durchaus ernst zunehmender Kandidat wäre für mich u.a. mal für die SPD ;) z.B
Christian Ude (SPD/München)

;)
muesli

PS
Sorry, für die CDU fällt mir momentan niemand ernsthaftes ein....
Geissler, Biedenkopf und Weizäcker sind ja schon demissioniert ;)

PPS.
Na, ich glaub bei den bisherigen Kommentaren fällt mir erst recht nichts mehr ein :rolleyes:
auch wenn's gecentert und farbig untermalt ist...
 
Ich finde auch, dass Frau Merkel Ihr Arbeit ganz gut macht, man muss ja immer bedenken, dass sie permanentem "roten" Einfluss ausgesetzt ist.

Für die nächste Bundestagswahl würde ich mich über eine schwarz/gelbe Koalition mit viel gelb freuen :) :) :)
Dann kann und muss sich Guido mal beweisen, denn als Opposition ist das Äußern von Kritik ja immer leichter. Aber ich denke er würde das "buckeln" !
 
Wenn mir hier mal jemand wirklich ein paar gute GRÜNDE für seine Meinung nennen könnte,
wäre ja nicht nur den Forenregeln,
sondern auch mir eventuell geholfen.

Oder ist das hier 'ne Umfrage in Richtung:
Wen "finde" ich gut :rolleyes:

Zu Merkel oder auch Anderen würde mich Herausragendes/Gutes interessieren ...
Z.B. zu:
---allgem. Aussenpolitik
- Verteidigungspolitik ? -> Kehrtwende um 180%
---Innenpolitik
- Bildung / Gipfel vertagt hmm
- Gesundheitspolitik -> Kehrtwende um 180% -> Gesundheitsreform & Rauchverbote etc.
- Erbschaftssteuer / fauler Kompromi0 zugunsten Vermögender
- innenpolitische Gesetzgebungen ... es schäubelt
- Datenschutz / -> Fehlanzeige
- Familienpolitik / Kindergeld ...hmm, Infrastruktur Kinder/VBildung hmm
- Steuerpolitik / -> Wahlversprechen ? -> Kehrtwende um 180%
- Finanzpolitik / Wahlversprechen ? - Keine grav. Reformen, Rumgeiere
- Sozialpolitik / Wahlversprechen -> keine Erleichterungen
- Umweltpolitik / Wahlversprechen -> Kehrtwende um 180%
- Europapolitik / erst groß rumtönen von wegen nur gemeinsam sind wir... und jetzt 'ne Alleinfahrt mit Berlusconi antreten..weia,

Ich sehe zu keinem o.g. Punkt wirklich positive Fortschritte,
aber massenweise Rückschritte :(

Von daher würde mich auch noch interessieren, wo ihr eine klare Richtlinienkompetenz in der deutschen Politik denn umgesetzt seht :ööm:
DAS..ist nämlich ausschließlich Sache des Kanzlers bzw. der Kanzlerin

Ich sehe nur vages Rumgeeiere....

Kopfschüttel...Wie man so etwas noch positiv beurteilen kann :confused:
Na ja...ist hauptsächlich ja Eure Zukunft ;)

omg
Ich glaub fast, ich brauch hier mal wieder 'ne längere Pause ...:D

muesli
 
Ich geb einfach mal meinen Senf dazu:

Es gäbe sicherlich einen rießengroßen Haufen an fähigen Politikern, die theoretisch als Kanzler bestehen könnten.

Das Problem heutzutage ist nur, dass die nicht viel zu sagen haben, was in einer großen Koalition besonders stark auffällt.
Wenn es einen Kanzler gebe, der eine große und geschlossene Mehrheit hinter sich hätte, wäre wahrscheinlich allen geholfen. Aber da heutzutage jede Partei mindestens einen linken und einen rechten Flügel hat und auch noch mit einem gleichstarken Koalitionspartner darum ringt, wer bei der nächsten Wahl am Besten dasteht, beschränkt sich das Wirken eines Kanzlers/einer Kanzlerin darauf, Kompromisse zu finden, die keinen wirklich zufrieden stellen.

Ich finde, das macht frau Merkel ganz gut und mir persönlich fällt leider niemand ein, der das besse könnte.

mfg, djoma
 
Tjaaa.... hier sind sie nun gelandet, die schönen Posts aus dem "schlechte Nachrichten für 2009"-Thread

Sortieren kann ich die Posts nicht, müsst ihr nun mal selber sehen, wie die Bezüge der Posts zueinander passen :D


Es wäre ja mal schön, wenn es nun bei diesem Thema bleibt. Nicht das wir hier im 15.Post was vom Takka-Tukka-Land lesen, weil ihr wieder von einem OT zum nächsten hüpft ;)


Gruss, NeHe
 
Meiner Meinung nach hat jeder der Kanzler etwas vollbracht für das man ihn loben kann. Der eine etwas mehr der andere etwas weniger
 
Meine Meinung ist, der beste Kanzler ist der, der nicht gewählt wurde. Sobald sie an der Macht sind, wie die Abgeordneten auch, sind sie nur noch den einzelnen Lobbyisten hörig und scheren sich einen Scheiß, was im Land passiert.
Und die jetztige Regierung, mit der Frau ohne Vergangenheit an der Spitze, stellt alles in den Schatten.
 
Für mich war Schröder der beste Kanzler.

Er hatte den Mut, die notwendigen Reformen endlich anzufassen.

Das bei der Reformierung der Sozialkassen Nachbesserungsbedarf besteht - keine Frage.

Aber er hat diesen dringend notwendigen und außerordentlich unpopulären Schritt gewagt.

Einzig enttäuschend fand ich die Geschichte mit den Neuwahlen. Eine einseitige Auflösung des Parlaments zum Zwecke der Neuwahlen durch den Bundeskanzler sieht unserer Grundgesetz nicht vor. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht dies mit dünner Mehrheit als verfassungskonform durchgewunken. Aber die Begründung des Gerichts ist dogmatisch inkonsequent und Ausfluss einer offensichtlich politisch motivierten Entscheidung gewesen.

Diesen leichtherzigen und unwürdigen Umgang mit unserem Grundgesetz nehme ich ihm übel.

- - -

Der schlimmste Kanzler war für mich Willy Brandt.

Er hat die Ostverträge maßgeblich voran getrieben uns so -völlig ohne Not- um die politische Revision der Ostgebiete gebracht.

Für mich ist er ein Landesverräter. Ich kann nicht verstehen, wie man irgendwas nach diesem Mann benennen kann.

Ich finde, man sollte ihn posthum mit giftigen Kakteen bewerfen ...
 
Ich sag mal Bruno Kreisky.
Er hat Österreich zum einen nach innen aufgebaut und zum anderen nach außen vernünftig positioniert. So z.B. bei seinem Treffen mit Arafat.

Auch hat er auf die einzig vernünftige Art reagiert, als man seinen Koalitionspartner angefurzt hat. Mit dem Hinweis auf den Balken vor dem Auge des Anklägers.
 
Helmut Schmidt

helmut-schmidt-foto.jpg
 
Hallo,

ich fand Helmut Schmidt ganz gut.
War Kanzler von 1974 - 1982, gut ist schon ein weilchen her,
aber die Zeit damals war auch nicht einfacher...
Hat uns damals auch durch die Oelkrise gebracht, Autofreier Sonntag,
aber für seine "Schanuze" bekannt, mit der er politischen Gegner öft in die
Verzweiflung trieb!
Dann ist er Schwabe :D, kommt aus Tübingen!
Bekennender Kettenraucher, also mit ihm heute, wäre die anti-raucher-gesetze viel viel besser (ich bin Nichtraucher).
Er war auch wesentlich beteiligt am Abrüstungs-packt!
so long bello
 
Ich fand den Schmidt auch ganz gut aber den heutigen kanzlern und politikern geht es doch irgendwei nicht so um das volk sonder erstmal in ihre tasche schröpfen und dann vielleicht mal was fürs vokl übrig lassen
lg tommy
 
Der beste Kanzler war auch meiner Meinung nach Helmut Schmidt. Der strahlt doch noch heute mehr Authorität aus als Gerhard Schröder und Angie zusammen. Und imho ist auch momentan weit und breit keiner in Sicht der Helmut Schmidt diesen Rang abjagen könnte.
Und Helmut Kohl ist zwar der Kanzler der Einheit, aber das war's auch schon. Das reicht nicht um Herrn Schmidt von meiner Top1 zu verdrängen.
 
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen.
Helmut Schmidt hatte (und hat es heute noch) eine unglaubliche Ausstrahlung.
Am anderen Ende der Liste sehe ich den Gerhard Schröder. Das war IMHO ein Windei, der konnte wunderbar reden, ohne dabei etwas zu sagen. Ein Selbstdarsteller.

Was mich freut, ist, dass hier so viele positiv zu Angie stehen. Ich finde auch, dass die einen richtig guten Job macht. Leider hat sie immer wieder gegen die Bremser von der SPD zu kämpfen. Eine alleinige Regierung oder zumindest eine schwarz/gelbe Koalition würde uns sicherlich sehr gut tun. Tja, die Chance dazu bekommen wir ja bald.
 

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