Ich persönlich halte überhaupt nichts von Michael Hierte. Die Musik berührt mich kein Stück.
Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass Telefonvotings im Fernsehen nichts als Show sind und Entscheidungen bewusst manipuliert werden, erscheint die ganze Sendung nur noch lächerlich.
RTL hat hier nur versucht, den Hype von Paul Potts auch auf Deutschland zu übertragen. Und das mit Erfolg, wie es scheint.
Das der Gewinner schon zu Beginn feststand, steht für mich außer Frage. Ein trauriger und bemitleidenswerter Kandidat, gerade in der Weinachtszeit, ist einfach ein Quotengarant, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt.
In meinen Augen kann jeder mittelmäßig talentierte Mundharmonikaspieler, der eine ähnliche Spielerfahrung besitzt wie Hirte, genauso gut spielen. Nur das Drumherum (Arbeitslosigkeit, Behinderung, allgemeine Rückschläge im Leben) machen ihn erfolgreich.
Das er nur die Figur eines großen deutschen Mediengiganten ist, hat man prima im RTL-Jahresrückblick gesehen. Auch hier nutzt RTL ihn wieder für die Quote, obwohl man mehr als sichtbar gesehen hat, das Hirte alles andere als angetan war, vor so vielen Menschen reden zu müssen.
Gut, man kann nun anführen, dass sich sein Leben zum besseren gewendet hat, das er nun Geld und Aufmerksamkeit besitzt, das viele Menschen zu ihm aufschauen, ihn bewundern.
Aber man sollte sich vor Augen halten, das es sich um eine Inszenierung des Senders handelt, um den Zuschauer jeden Samstag aufs Neue an den Fernseher zu fesseln. Hirte ist nicht so großartig, wie das Fernsehen einem eintrichtert.
Das zumindest ist meine Meinung. Diese dürfte nun deutlich sein, ich werde die CD NICHT kaufen.
