Unaufsteigbar
Alle dürfen, keiner will, zwei müssen. Am Ende wird der ksc nicht alleine aufsteigen können. Die Angst geht um in der Zweiten Liga. Zwei Spieltage vor Schluss versuchen fünf Teams alles, um den Aufstieg zu verhindern.
Der fc hansa rostock, nach der Vorrunde einer der sicheren Aufstiegskandidaten, unternahm zuletzt vieles, um sich die noch nötigen Punkte zum Aufstieg entgehen zu lassen. Am 28. Spieltag betrug der Vorsprung des Tabellenzweiten auf Rang vier sechs Zähler. Doch obwohl die Hanseaten seitdem keine Partie mehr gewannen, gelang es ihnen nicht, die Aufstiegsplätze zu verlassen. Momentan Dritter und damit zwangsläufig Aufsteiger ist duisburg. Auch bei den Zebras halfen zuletzt weder Unentschieden gegen Braunschweig und Jena noch die Heimniederlage gegen die im Niemandsland der Liga dümpelnden kölner, um einen der begehrten Nichtaufstiegsränge zu ergattern. Ob weitere Punktverluste in den letzten beiden Partien gegen paderborn und rw essen möglich sind, scheint fraglich.
Der Routinier im Rennen um den Nichtaufstieg heißt Vestenbergsgreuth. Das Team mit dem Abonnement auf Rang vier kann auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Der Aufstieg sollte auch dieses Jahr erfolgreich verhindert werden. Trainer Benno Möhlmann gab mit seinem Wechsel zu Absteiger braunschweig zur kommenden Saison schon früh die Marschrichtung vor: Liga eins, nein danke. Beim sc freiburg wog man sich früh in Sicherheit. Mit 13 Punkten Rückstand auf Rang drei schien das Thema Aufstieg glücklicherweise schon nach der Vorrunde ad acta gelegt. Doch dann begangen die sc-Bosse einen schwerwiegenden Fehler, beschlossen die Trennung von Volker Finke zum Saisonende. Mit zwei Heimpleiten in Folge versuchten die Breisgauer zuletzt die Notbremse ihrer fulminanten Siegesserie zu ziehen, vielleicht zu spät.
Fast schon „gerettet" scheint mein 1. FC Kaiserslautern. Es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn es gelänge, drei Punkte auf drei Teams in zwei Spielen aufzuholen. Zumal dann die harte Arbeit der Unentschieden gegen neun Burghausener und bereits abgestiegenen Braunschweiger völlig wertlos gewesen wäre. Sicher scheint: Wenn sich die „Roten Teufel" auf ihre Auswärtsschwäche verlassen können, dürfte der Aufstieg nach dem Spiel in Jena keine Gefahr mehr darstellen.
Am 20. Mai werden gegen 15.45 Uhr die Aufsteiger feststehen. Zwei Teams müssen dann gemeinsam mit dem ksc die Zweite Liga verlassen und den bitteren Gang in die Erstklassigkeit antreten. Eines wird man ihnen nicht vorwerfen können; nicht alles versucht zu haben um den Aufstieg zu verhindern.