Die Auswahl an Spielen, die unter so eine Beschreibung fallen sind enorm und unterscheiden sich untereinander dann wiederrum völlig.

Wäre sehr praktisch wenn du uns sagen würdest, was alles in dieser Vorliebe fürs Bauen vorkommen soll oder eher nicht.
Mehr wirtschaftlich, oder mehr militärisch, ergo Krieg führen? Oder gern beides?
Eher eine vorliebe für 3D und moderne Spiele oder darfs auch ruhig etwas älter sein?
Rundenbasiert oder Echtzeit?
Ich liste aber mal ein paar der recht Bekannten ableger auf, die ich besonders gern gespielt habe, bin in Schreiberlaune.

Achtung Text:
Durchweg beliebt unter den Aufbauliebhabern ist die
Age of Empires Serie, mit dem zweiten Teil als beliebtester Klassiker, wie mans den Vorpostern schon entnehmen kann.
Ganz grob zusammengefasst, steuer die Zukunft einer Zivilisation von einer Epoche in die andere, erforsche neue Technologien und setze sie ein. Baue Gebäude, sammel Ressourcen, baue eine Streitmacht auf um dich gegen deine Feinde durchzusetzen.
Je moderner der Age of Empires Ableger, desto weiter ist das Setting des Spiels
AoE 1: Ab der Steinzeit bis hin zur Eisenzeit
AoE 2: frühes bis spätes Mittelalter
AoE 3: Kolonialzeit bis Imperialzeit, also Gewehre, Kanonen, Indianer, die Eisenbahn...
Über die AoE Spiele hinweg wird das Zeitalter also immer moderner.

1 und 2 spielen sich noch recht ähnlich, 3 bringt ein paar eigene Sachen mit, aber alle sind vom Grundprinzip gleich.
Auch zu empfehlen,
Empire Earth, das geht im gegensatz zu AoE durchgehend von der Steinzeit bis hin zur moderne, einschließlich Roboter. Da gibts jede Menge zu entdecken.

Spielt sich aber genauso wie AoE.
Hierbei empfehle ich persönlich den ersten Teil, von Empire Earth gibt es mittlerweile auch 3 Teile. Den zweiten mocht ich nicht so sehr, den dritten hab ich leider nicht gespielt, habe aber keine Bombenrezensionen davon gelesen.
Darfs mythisch sein?
Age of Mythology hat ebenfalls dasselbe Spielprinzip wie AoE, bringt aber Zauberei und Götter ins Spiel und das Zeitalter beschränkt sich so ziemlich auf die Antike.
Soviel zu den Age of .... Spielen. Die sind nicht besonders wirtschaftlich orientiert, Handel gibs natürlich, aber das ist dann eher auch nur Ressourcengewinnung und Umverteilung.
Wenn einem Wirtschaft etwas mehr liegt, da kann ich besonders die
Anno Spiele empfehlen. Da gibt es mittlerweile auch so einige davon, aber alle haben durchgehend dasselbe Prinzip:
Du bist mit einem Schiff samt Mannschaft und Gefolge und Rohstoffen vom Festland aufgebrochen, um neue Inseln zu erkunden, anzusiedeln, eine florierende Stadt zu erschaffen und durch geschicktes wirtschaften die Wünsche deiner Bewohner zu erfüllen und dadurch zu Ruhm und Ehre zu kommen.
Das is nicht ganz leicht, denn je mehr du ihnen gibst, desto schwieriger wird es, die weiteren Wünsche zu erfüllen, weil die immer ausgefallener werden. Aber dafür zahlen sie auch fleissig Steuern und je weiter sich die Leute entwickeln, desto mehr Gebäude und Möglichkeiten stehen einem zu Verfügung. Das man auf einer Insel nicht alles findet, was der Mensch begehrt ist natürlich klar, deshalb muss man fleissig Handel mit Nachbarn und reisenden Händlern treiben und alsbald weitere Schiffe bauen, mit ihnen weitere Inseln erkunden und neue Rohstoffe finden, damit du die Grundbedürfnisse und den Luxus auch weiterhin gewährleisten kannst. Also hat man bald fleissig Schiffe zwischen seinen eigenen Inseln und den von anderen umhergeistern.
Militär ist in dem Spiel natürlich auch vorhanden, aber bei weitem nicht so ausgeprägt. Je nach Schwierigkeitsgrad können einem die Nachbarn und vor allem, Piraten, das Leben schwer machen, also wird man auf Kanonen auf dem Schiff und Soldaten nicht verzichten können. Aber man kann das Spiel auch ganz friedlich einstellen und sich 100% aufs Aufbauen konzentrieren. Das Hauptaugenmerk des Spiels ist eindeutig das Besiedeln und Ausbauen von Inseln und dem Aufbau der Wirtschaft.
Bei Anno kann man eigentlich getrost zu jedem Ableger greifen, in allen ist die Handlung gleich und von Spiel zu Spiel meist nur leicht modifiziert oder erweitert. Hier kann man also eigentlich gleich zum neuesten Ableger,
Anno 1404 greifen und damit Spass haben. Für Multiplayer benötigt man aber noch die Erweiterung
Anno 1404: Venedig! Ohne wird man den neuesten Ableger nur alleine genießen können. Und Multiplayer macht mit den richtigen Leuten riesig Spass (aber das trifft eh auf jedes Spiel zu

).
Zu guter letzt (und weil ich eh schon so viel geschrieben hab

) möchte ich noch eine Spieleserie vorstellen, die sich aber im Gegensatz zu den Spielserien von eben doch sehr unterscheidet, im Spielstil wie auch im Maßstab.
Die
Civilization-Reihe ist ebenfalls sehr beliebt bei Strategiefans.
Wie der Name schon sagt, dreht es sich auch hier um das Anführen einer ganzen Zivilisation.
Anders als die anderen Spiele gibt es hier aber keine Hektik, denn es ist Rundenbasiert. Die Runde geht von Zivilisation (also Spieler, oder der Computer) zu Zivilisation und jeder macht in seiner Runde dann seine Arbeit, trifft entscheidungen, gibt Bauaufträge, steuert seine Einheiten.
Ich hatte vorhin den Maßstab erwähnt, denn die Civ Serie macht das ganze noch eine Ecke größer, insofern, dass die Karte auf der man spielt, die ganze Erde sein könnte. Aber keine Sorge, dass ist jetzt nicht so riesig, denn man arbeitet in dem Spiel auch auf einem größeren Maßstab, also muss man nicht hunderte von kleinen Männchen rumkommandieren.

In Civ hat man ähnlich wie in den Empire Earth Spielen eine wahre Technologiereise vor sich von der Steinzeit bis in die moderne.
In dem Spiel liegt einem die Welt wie ein Schachbrett zu Füßen und man bewegt seine Einheiten auf dieser.
Civ ist sehr umfangreich von den Dingen, die man in dem Spiel macht, sodass man sich erst ein wenig einarbeiten, oder einspielen müssen wird. Immerhin spielt dein Verhalten gegebenüber anderen Zivilisationen eine Rolle, man muss drauf acht geben, welche Technologien man jetzt erforscht, wo schicke ich diese Einheiten hin, welche Gebäude will ich über die Runden hin in meinen Städten bauen, wo kann ich Rohstoffe noch abbauen und und und. Es ist also weniger was für zwischendurch, sollte man aber Gefallen am Spielprinzip finden, verbringt man sowieso viele viele Stunden am Stück an dem Spiel, zumindest ich hab das.

Aus den vielen Spielen die es von Civilization schon gibt, kann ich, vor allem auch für Einsteiger, die beiden Neuesten empfehlen:
Civilization 5 ist der neueste und ist nicht so lang her erst erschienen, sieht hübsch aus, bringt neue gute Ideen in das Spiel und kann einen lange begeistern. Ist aber halt neu, kostet deswegen auch etwas mehr.
Auch zu empfehlen wär
Civilization 4, weil dieses mittlerweile in kompletter Fassung (Spiel mitsamt den beiden Erweiterungen) für Lau aus der Pyramide im großen Supermarkt zu kriegen ist. Der 4te und 5te unterscheiden sich etwas von der Spielaufmachung und den Funktionen. Civ war ab Teil 1 bis zum 4 immer recht gleich und wurde nur weiterentwickelt (was aber nichts schlechtes ist!), nur im 5ten wollten die Entwickler dann mal neue Dinge einführen und dem Spiel einen frischen Wind geben, ist ihnen auch recht gut gelungen. Dafür bietet einem Civ 4 aber mit seinem beiden Erweiterungen auch viel mehr Spielmechaniken als der neue 5er, da die beiden Erweiterungen den Bereich Krieg erweitern und spannender machen, sowie Religion und Kultureinfluss in das eh schon umfangreiche Civ 4 bringen. Religionen und deren Einfluss hat man in Civ 5 wiederrum nicht mehr. Sind aber beides trotzdem an für sich sehr gute Spiele.
SO, nachdem ich mich also dazu hingerafft habe, spät nachts für meine drei Lieblingsspielserien eine kleine unformatierte Beschreibung und Empfehlung zu tippen (ich schieb die Schuld auf die Müdigkeit, ich hatte plötzlich Laune, was zu tippen), war das aber auch nur ein ganz kleiner Einblick in den Aufbau/Strategiespiel Bereich. Gibt immer noch zig Spiele, die ebenfalls gut sind.
Deswegen, wenn wir etwas über deine Geschmäcker oder die der betroffenen Person erfahren könnten, könnte man dir ganz bestimmt direkt noch ein paar Titel empfehlen.
MfG
der müde Keram
(ehrlich, ich weiß echt nicht, was mich bewogen hat, um 4 Uhr sowas zu schreiben)