Da machst du aber ein RIESEN Fass auf.
Fakt ist nun mal, dass die Nazis und das ehemalige Deutsche Reich einen Angriffskrieg gegen Polen vor 65 Jahren begannen, aus dem sich anschließend der Zweite Weltkrieg entwickelte.
Beim militärischen Erobern fremder Länder bzw. Gebiete wurde auch Kunst in riesigem Ausmaß geraubt und geplündert. So viel zu Kultur. Gut, die ehemaligen Kolonialmächte GB, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Holland haben es praktisch genauso gemacht.
Die Nazis haben aber dazu noch unbeschriebliche Greueltaten begangen. Ob 6 Millionen Menschen mit jüdischem Glauben oder entsprechenden Vorfahren grausam umgebracht wurden oder Millionen deutsche Soldaten gewissenlos in den sicheren Tod geschickt wurden, die Freveltaten sind unglaublich und in ihrem Umfang beispiellos.
Man muss sich auch mal vorstellen, wie ganz 'normale' Menschen plötzlich Ihre Nachbarn und Mitbürger freiwillig denunziert haben - aus Neid, Angst oder persönlicher Vorteilsnahme - im sicheren Wissen, dass die Denunzierten in der Regel nie wieder zurück kamen, sprich ermordet wurden. Ähnliches fällt mir da nur bei den Balkan-Kriegen in den neunziger Jahren ein, als sich langjährige Nachbarn plötzlich die Köpfe einschlugen. Nur, weil der eine serbische, der andere kroatische oder bosnische Vorfahren hatte.
Je weiter das mit den Nazi-Verbrechen geschichtlich zurückliegt, desto abstrakter erscheint es einem. Wer denkt denn heute noch an die gewaltigen Heerzüge und Sklaventreibereien des Römischen Reichs zurück? Im Geschichtsbuch liest man kaum mehr als die Daten der Cäsaren und ihrer Feldzüge. Vom menschlichen Elend ist da höchst selten was zu lesen.
Wer aber noch Verwandte hat, die den Naziterror miterleben 'durften', der soll mal mit denen über die Erlebnisse reden. Das ist oft schockierender, als ein Horror-Thriller. Deshalb darf von deutschem Boden NIE WIEDER ein Aggressionskrieg beginnen und nie wieder das Menschenrecht derart mit Füßen getreten werden.
Viele, die heute aus Verdruss zu den Rechtsradikalen laufen, verkennen, welche amoralische, niederste Gesinnung dahintersteht. Ich bin beileibe kein Freund fanatisch-radikaler Religionsanschauungen, trotzdem begegne ich jedem ausländischen Bürger zunächst unvoreingenommen und mache mir selbst ein Bild vom ihm.