Hey Robsco

wenn Du mit Lokführern viel zu tun hast...
solltest Du auch u.a. die Argumente von MusterMann bereits kennen
Zudem....bei den zunehmenden Einschränkungen auf vielen Strecken unseres deutschen Netzes (zunehmende Langsamfahrstrecken wegen mangelnder Wartung) helfen auch keine elektronischen Fahrhilfen

Überstunden, welche im Flugdienst inakzeptabel wären, sind bei einem staatlichen Unternehmen aber seit längerem fast Standard.
Das LKW- und Busfahrer auch tw. unter ähnlichen Missständen leiden, heisst ja auch nicht zwangsläufig, dass die Forderungen der Lokführer damit falsch sind
Der Vergleich mit anderen Berufgruppen hinkt eh ein wenig

ob nun Piloten, Bus- oder LKWfahrer...
Jeder von denen trägt viel Verantwortung für andere Menschen, die sich ihnen anvertrauen..
Ich würde das eh hauptsächlich als populäre Argumentationskrücke im Arbeitskampf sehen.
Fakt ist allerdings, dass z.B. französiche Bahnangestellte wesentlich besser entlohnt werden und ein Tarifausgleich auch längst überfällig ist.
Wenn sich die DB einerseits bzgl. ihres geplanten Börsengangs versucht bestens hinzustellen und positivste Zahlen nach den anderen veröffentlicht...

andererseits notwendigste Investitionen ins Bahnnetz erst einmal vertagt (das wäre dann ja später anders abschreibbar/bewertbar), eh sehr zweifelhafte Bestandsberichte vorlegt und
sich ausserdem noch vehement gegen ja schon längst überfällige tarifliche Anpassungen sperrt - die ihre (geschönten) Bilanzen dann vollends zum Wackeln bringen würden - dann stimmt da (neben vielem Anderen mehr) etwas ganz und gar nicht xD
Bzgl. Deines Seitenhiebes...."Denkmal" sollte man sich eher diesen "Gesellen" mal genauer vornehmen
Mehdorn - das Herr spare ich mir hier ganz bewußt

- ist ja eigentlich ein viel zu hoch bezahlter Lobbyist der privaten Transportwirtschaft - welcher seinen eigentlichen Auftrag des (öffentlichen) Transports innerhalb Deutschlands zu Gunsten seiner tw. schon verwirklichten, internationalen Aktivitäten vernachlässigt.
Hier zeigt sich - leider erneut - dass schon die vorherigen Privatisierungtendenzen der staatlichen Bahn nur weitere negative Folgen zeitigen.
Misswirtschaft in der Vergangenheit wie
eine m.M. überflüssige, zudem europäisch gesehen doppelte Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen und - strecken zu Lasten u.a. von Pünklichkeit, regionalen Strecken/Netzausbau's sowie bezahlbarer, durchschaubarer Tarife und eines allgemein - und früher ja einmal hochgeschätzten - akzeptierten Service
werden nun noch durch einen profilneurotischen Vorstand, der mit deutschen Wirtschaftsunternehmen zudem viel zu verfilzt ist, verkompliziert und verstärkt
und ...
somit weiterhin (indirekt) auf dem Rücken des Steuerzahlers und der bei der DB abhängig Beschäftigten ausgetragen.
Scheinbar positive Aspekte wie keine betriebsbedingten Kündigungen werden als eigener Verdienst dargestellt

...obwohl diese Regularien staatlicherseits ja längst vorgegeben waren.
Kurzum, Mehdorn stellt sich, als eigentlich ja bezahlter Angestellter des Staates/Steuerzahler's, so hin als wäre er bereits ein Wirtschaftstycoon ...
die selbst verordnete "Gehalterhöhung" von > 300% in den letzten Jahren scheint ihn in diesem Glauben wohl auch noch zu bestärken

aber ... dafür in bester Medienmanier kleine Angestellte bzw. deren gewerkschaftliche Vertreter, welche sich zu wehren trauen, gegeneinander ausspielen/ zu diskretitieren
und in der Öffentlichkeit möglichst schlecht aussehen zu lassen :würg:
siehe zudem auch noch hier ->
http://www.freesoft-board.to/f273/deutsche-bahn-soll-teilweise-privatisiert-werden-235089.html