Virus-Drama um Sony BMGs Kopierschutz-Rootkit

  • Ersteller Ersteller viper7
  • Erstellt am Erstellt am
V

viper7

Während Sony BMG darauf bedacht ist, den im Rahmen des XCP-Rootkit-Dramas entstandenen Schaden zu minimieren, droht dem Musikriesen durch neue Analysen des Rootkit weiteres Ungemach. Zunächst hieß es, das mit einer Vielzahl von Sony BMGs Audio-CDs ausgelieferte Rootkit enthalte Teile der unter der freien Software-Lizenz LGPL veröffentlichten Audio-Encoder LAME und FAAC. Nun wurden auch Spuren einer unter der strengeren GNU Public License (GPL) selbst veröffentlichten Software in dem Rootkit entdeckt. So soll die von First 4 Internet (F4I) entwickelte Kopierschutz-Software eine Routine des VideoLAN Media Player (VLC) enthalten. Tatsächlich weist der F4I-Code Übereinstimmungen mit der Funktion DoShuffle in der Datei demux/mp4/drms.c des VLC-Quellverzeichnisses auf, die "CSS-Knacker" Jon Lech Johansen zu VLC beisteuerte, um Apples FairPlay-DRM zu überwinden. Die GPL erfordert es zwingend, dass Anbieter, die Teile GPL-lizenzierter Software in ihren Programmen verwenden, diesen die GNU-Lizenzvereinbarungen beilegen und den kompletten Quellcode der Software verfügbar machen müssen. Anzeige


Darüber, was der (L)GPL-lizenzierte Code überhaupt in dem Rootkit zu suchen hat, kann man nur spekulieren. Sony BMG dürfte indes nicht nur einen finanziellen Schaden durch die Misere erleiden. Käufer werden in nächster Zeit vermutlich zweimal überlegen, ob sie eine CD des Labels kaufen. Da hilft es dem Musikriesen wenig, die Schuld für das Drama beim DRM-Zulieferer F4I zu suchen.

Derweil versucht Sony BMG, den Ärger der Käufer zu mildern. Im Rahmen der Rückrufaktion für XCP-CDs können die Kunden ihre Scheiben nicht nur gegen Rootkit-freie Discs tauschen lassen. Auf Wunsch erhalten sie außer der neuen CD auch einen Link zum Download der Songs im MP3-Format. Damit den Kunden nicht auch noch zusätzliche Kosten entstehen, können sie im Zuge des Austausches vorfrankierte UPS Shipping Label ausdrucken. Amazon.com-Kunden dürfen ihre XCP-CDs laut einer Mail vom Kundenservice des Internet-Versandhauses als "defekt" markiert zurückschicken.
:top:
 
Hmm.. das jetzt irgendwie seltsam.. die großen dürfen sich alles erlauben, .. und nachdem das Kartenhaus zusammenfällt sagt Dir RIAA auch noch Top Sony.. die stehen zu Ihren fehlern.. :confused: Koksen sich die Ihre Platte zu (?) irgendwie versteh ich diesen Realitätsverlust nicht mehr..
 
Irgendwie fehlt noch das Statement von Sony/BMG dass die Raubkopierer an allem Schuld sind :wink:

Das mit der GNU/GPL ist der Hammer... na wer verstößt denn da gegen die Urheberrechte? :biggrin: :biggrin: :biggrin:
 
Ich verstehe eigentlich nicht wieso die so was einführen. Wenn jemand die CD kopieren will wird er es schaffen, wie auch immer. Nur diejenigen die sich die CD einfach nur auf dem PC anhören wollen kriegen diese Art Rootkit rein......... :confused:
 
vor allem ärgerlich ist ja dass das rootkit auch noch schlecht programmiert wurde und zu abstürzen führen kann...

das dabei urheberechte verletzt werden ist nur die spitze der eisbergs
 
also ich bin der festen meinung das kein kopierschutz unknackbar ist
bis jetzt wurde doch schon alles umgangen auch wenn man in zukunft seine musik cds wieder analog kopieren muss
 

Beliebte Schlagwörter

Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.

Zurück
Oben Unten