Verfolgung durch die neuen Abschnitt-Blitzer

adem89

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Hi, ich hoffe mal ich bin hier richtig.

Ich habe schon 2-3 mal im Fernsehen gesehen, dass neue Blitzer erstellt und angebracht werden - für den Verkehr. Den genaueren Namen kann ich nciht nennen, aber etwas mit Streckenblitzer, Abschnittblitzer, OrtsEIN-AUSfahrtblitzer... naja..

Diese neue Art von Blitzern sollen die Kennzeichen der Autofahrer einspeichern und bis zu einem bestimmten Streckenabschnitt verfolgen. Wenn das Auto zu früh aus der Zone herausfährt, wird er geblitzer. (100 m Strecke zB. in 20 Sekunden).

Ja, an sich ist es ja eine sehr schöne Entwicklung und es gibt den Rasern keine Möglichkeit da zu mogeln.

ABER: wenn diese Geräte die Kennzeichen sich merken, wird das ja bestimmt in einem Datenbank festgehalten, dass ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen XX-XX1234 an verschiedenen Orten war und und und. Also alles wird ja gespeichert... Man wird sozusagen ausspioniert, wohin man fährt.

Findet ihr das in Ordnung? Und was denkt ihr darüber?


Ich persönlich denke, es ist nur ein Mittel um die Leute besser zu beobachten und sie je nach bedarf steuern zu können.

Hoffe bin im richtigen Abschnitt hier im Forum.

wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten
 
Ich meine das die verboten sind, in Deutschland. Vorratsdatenspeicherung ist so nicht erlaubt.
 
Es kommt darauf an wie die Daten verwertet werden. Wenn ich am Startpunkt ein Kennzeichen erfasse, das zwischenspeichere und am Endpunkt das gescannte Kennzeichen sofort wieder lösche wenn keine Ordnungswidrigkeit vorliegt, ist das meiner Meinung nach noch in ordnung und vertretbar. Hier wird ein Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet und Radarwarngeräte, Verkehrsfunk oder auch nur ein schnelles Bremsen beim Erkennen einer konventionellen Radarfalle wären allesamt nutzlos. Hier ist der Grundrechtseingriff also wohl noch vertretbar.

Anders sieht es aus wenn die Daten, egal ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt oder nicht über Monate und Jahre hinweg gespeichert werden. Auch wenn die gemessene Strecke nicht nur über ein paar hundert Meter, sondern über zig Kilometer geht und an jeder Ein- und Ausfahrt so ein Ding stehen würde, wäre mir der Grundrechtseingriff zu groß.


Linda
 
Ist bis jetzt so nicht erlaubt.
Wird wohl auch schwierig werden, es sei denn die Daten werden nur temporär gespeichert und gelöscht wenn kein Verstoss vorliegt.

Ja, an sich ist es ja eine sehr schöne Entwicklung und es gibt den Rasern keine Möglichkeit da zu mogeln.

Dann sind die Teile wieder in jedem Navi und Mann/Frau fährt mal ordentlich:D.
 
das nennt sich wohl section control, gibts in Österreich schon und es nervt ^^ angeblich kann das auch abstand messen, aber das weiß ich nicht sicher
 
Tja, da hilft dann wohl nur..."Vorschriftmässiges fahren"

Meinetwegen sollen sie das überall aufbauen, solange nur zur Verkehrsüberwachnung genutzt.
 
Ja, damit fängt es immer an. Es wird ein Ziel gesucht und formuliert, welches genügend akzeptieren und dann wird es beschlossen. Du und deinesgleichen, finden es toll und der Rest wird damit leben müßen das es auf einmal legal ist.

Was ist ab dann legal?

Das verdachtsunabhängige, ich verstehe darunter "willkürliche", speichern von persönlichen ( darunter verstehe ich "privaten" ) Daten.
Somit ist die lückenlose Überwachung möglich.
Das widerspricht einigen Menschenrechten.
Wer nicht weiß welche es sein könnten und warum das so schlimm ist wenn man sich nichts zu schulden kommen hat lassen.... dem empfehle ich dringend etwas für seine Allgemeinbildung zu tun und sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.

Dabei sollte es sich auch ergeben was mit Freiheit alles gemeint sein könnte und weshalb eine DDR keine BRD war ;)

Liebe Grüße
Carmen
 
Man wird sozusagen ausspioniert, wohin man fährt.

Ich persönlich denke, es ist nur ein Mittel um die Leute besser zu beobachten und sie je nach bedarf steuern zu können.

Man, wie ich das so herauslese lebst du wohl unter Verfolgungswahn.:D

Da wird überhaupt nichts spioniert, diese Section Control dienen dazu auf einen bestimmten Bereich die Durchschnittsgeschwindigkeit zu ermitteln.
Logisch brauch man dazu das KFZ Kennzeichen um bei einen Verstoß den Halter ermitteln zu können.

Es wird aber auch extra durch Verkehrszeichen darauf hingewiesen wo ein Kontrollabschnitt beginnt und endet.

sectioncontrol0308_726apa.jpg


Sind jedenfalls "humaner" als wie die heimtückischen Mülltonnenblitzer.

Und da wird auch nichts nach spioniert wo man hin fährt und da wird auch nichts gesteuert.

Schau mal etwas weniger SF irgendwie schadet das.;)
 
Man kann auch sehr blauäugig sein @Steppel.

Wenn momentan alle solche Kontrollen angekündigt werden, dann heißt das noch lange nicht dass das auch in Zukunft so gemacht wird. Selbst wenn das einen rechtlichen Hintergrund hat lässt sich das ändern.
Bei einem herkömmlichen Blitzer wird maximal der Standort und die Fahrtrichtung eines Kennzeichens ermittelt und das auch nur wenn er auslöst - also ein Verstoß begangen wurde.

Dieses grundsätzlich erst mal speichern und dann schauen ob er was anstellt läuft für mich komplett gegen die Unschuldsvermutung und ist damit illegal. Einmal mehr den Bürger unter Generalverdacht stellen, kennt man ja schon von diversen Anti-Terror-Maßnahmen.


Selbst wenn man die Speicherung "nur temporär" realisiert gibt es immer Möglichkeiten die Daten trotzdem abzugreifen und sie nach Belieben zu nutzen.
Wenn solche Daten dann zum Beispiel benutzt werden um die täglichen Fahrtkosten der Steuererklärung zu überprüfen hat man auch gleich einen tollen Einsatzzweck der kräftig Geld spart. Das ist nur eins von vielen Verwertungsmöglichkeiten dieser Technik, wie sie sicher mit stärkerer Verbreitung und Automatisierung genutzt werden. Auch wenn das heute noch nach Paranoia klingen mag, die Geschichte lehrt etwas anderes.


Deswegen für mich ein klares NoGo.
 
Ein Beispiel für die Möglichkeiten des Staates ist der Moshammer - Mord:

...Tatsächlich war die Identität des Unbekannten schon wenige Stunden nach dem Verbrechen ermittelt. Per Abfrage bei den Mobilfunkbetreibern ließ sich jenes Handy herausfiltern, das in der fraglichen Zeit vom Münchner Hauptbahhof nach Grünwald unterwegs war – sozusagen in Begleitung des Handys von Moshammer. Die Geokoordinaten (errechnet nach den Positionen der Sendemasten, an denen sich Mobiltelefone „einloggen“) zeichneten den Weg des Killers nach...
Elektronische DNA: Handy revolutioniert Verbrecherjagd - Elektronische DNA - FOCUS Online
Na hoffentlich hat jeder sein Handy in Sicherheit gebracht... man stelle sich mal vor es wäre mal zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort...
 

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